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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Mein neues Lieblingsbuch

Immortal Dark
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Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen. Es war mein erstes physisch gelesenes Vampirbuch, obwohl ich schon einige Vampirgeschichten konsumiert habe.
Ich bin ehrlich: Ich bin absolut obsessed.

Die Atmosphäre ...

Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen. Es war mein erstes physisch gelesenes Vampirbuch, obwohl ich schon einige Vampirgeschichten konsumiert habe.
Ich bin ehrlich: Ich bin absolut obsessed.

Die Atmosphäre war so intensiv, dass sie sich fast anfassen ließ. Düster, melancholisch und perfekt für alle, die Dark Academia lieben. Das Thema Tod zieht sich durch jede Seite und verleiht der Geschichte eine Tiefe, die lange nachhallt. Gleichzeitig spielt das Buch mit Moral und der Frage, wie weit man gehen würde, wenn man jemanden wirklich liebt oder rächen will.

Der Schreibstil hat mich komplett in sich hineingezogen. Er ist emotional, fast poetisch und spiegelt Kidans inneres Chaos auf eine Art wider, die sich echt anfühlt. Kidan ist keine klassische Heldin, sie ist wütend, depressiv und unvorhersehbar chaotisch, aber genau das macht sie so faszinierend. Ich habe sie in all ihrem Schmerz und Trotz geliebt.

Trotz der YA-Einordnung ist die Geschichte wirklich düster und die Dynamik zwischen den Figuren wirkt verführerisch, ohne ins Offene zu gehen. Die Spannung zwischen Kidan und Susenyos war unglaublich, und obwohl ich anfangs skeptisch wegen des Altersunterschieds war, hat ihre Dynamik für mich total funktioniert. Es ist kein klassisches Enemies-to-Lovers, aber definitiv genau mein Cup of Tea.

Auch das Worldbuilding hat mich begeistert.
Komplex genug, um fesselnd zu sein, ohne überladen zu wirken. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind tief und vielschichtig, jede Person trägt eine eigene Geschichte in sich. Besonders mochte ich, wie natürlich die äthiopische Kultur in die Handlung eingewoben ist, sie verleiht dem Ganzen eine reiche, fast magische Atmosphäre, die perfekt zum Gothic-Vibe passt.

Die Handlung verläuft in einem angenehmen Tempo, nie zu schnell, aber auch nie träge. Ich mochte, wie alles ineinanderfließt und am Ende ein stimmiges Ganzes ergibt.

Immortal Dark hat mich auf jeder Ebene überzeugt, emotional, atmosphärisch und erzählerisch. Für mich ist es jetzt schon ein Herzensbuch, und ich kann Band zwei kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Leider enttäuschend

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge Horrorfilm-Vibes verspricht. Genau so etwas mag ich normalerweise richtig gerne. Beim Lesen habe ich aber schnell gemerkt, dass mich einiges stört.

Der Schreibstil liest sich zwar leicht, aber für mich oft zu einfach. Stellenweise hatte ich das Gefühl, ein Kinderbuch in der Hand zu haben, obwohl die Figuren fast erwachsen sind. Ich lese sehr gerne Jugendbücher, aber hier hatte ich oft das Gefühl, dass eher jemand von außen eine Vorstellung davon wiedergibt, wie Teenager reden und denken, für mich wirkte das leider oft unauthentisch. Auch Wiederholungen haben mich immer wieder rausgebracht. Übrigens spielt das Buch in 2001, was ich beim Lesen kaum bemerkt habe.

Dazu kommt, dass mir die Figuren insgesamt zu blass geblieben sind. Es gibt mehrere Perspektiven, was eigentlich perfekt wäre, um richtig tief einzutauchen, aber das hat für mich nicht funktioniert. Entscheidungen wirkten unlogisch, und ich konnte weder eine echte Bindung zu den Charakteren aufbauen noch mit ihnen richtig mitfiebern. Auch die Romanze hat mich eher kalt gelassen.

Das Tempo war eher schwankend, mal wurde viel erklärt, dann wieder zog sich die Handlung, nur um plötzlich in übertriebene Wendungen zu springen, die konstruiert wirkten. Klischees stören mich normalerweise nicht, wenn sie gut umgesetzt sind, aber hier wurden sie eher benannt als lebendig erzählt. Der Mystery-Aspekt hätte viel mehr Raum verdient, stattdessen wurde oft erklärt statt gezeigt, was sich leider durchs ganze Buch zog.

Besonders enttäuscht hat mich der Schluss, denn der Epilog wirkte für mich unpassend und die Auflösung hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am Ende blieb für mich mehr Augenrollen als Gänsehaut zurück.

Ich hoffe, dass mir die Serie dazu besser gefällt, denn die Geschichte hat Potenzial, auch wenn sie in Buchform für mich leider nicht gepasst hat.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Viel Klischee, wenig Gefühl

Kingdom of Lies
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Dieses Buch lag lange auf meinem SuB und im Nachhinein hätte es dort auch noch bleiben können.
Ich habe viele positive Stimmen gehört, aber leider konnte mich das Buch in keinem Bereich richtig abholen.

Prisca ...

Dieses Buch lag lange auf meinem SuB und im Nachhinein hätte es dort auch noch bleiben können.
Ich habe viele positive Stimmen gehört, aber leider konnte mich das Buch in keinem Bereich richtig abholen.

Prisca als Hauptfigur war schwierig für mich. Ihre temperamentvolle Art wirkte oft aufgesetzt und am Ende mochte ich die Nebenfiguren sogar lieber, auch wenn sie genauso wenig Tiefe hatten. Der Love Interest war für mich ein wandelndes Klischee des Alphamännchens, und trotz seiner eigenen Kapitel blieb er bis zum Ende oberflächlich und boshaft. Eine einzige Red Flag.

Die Lovestory hat nicht funktioniert. Von Spannung oder Tension keine Spur, es war die typische „Ich hasse dich, aber eigentlich will ich mit dir ins Bett."-Dynamik. Für mich war das null realistisch und einfach ermüdend. Dazu kam, dass vieles in der Handlung viel zu praktisch für Prisca verlief, wodurch es konstruiert wirkte, genauso wie die Romance, die für mich zu erzwungen war.

Auch die Erzählweise konnte mich nicht packen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, aber trotzdem wurde viel mehr erzählt als gezeigt. Das Tempo hat für mich ebenfalls nicht gestimmt. Die erste Hälfte war langatmig, danach ging es plötzlich viel zu schnell und das Ende war sehr abrupt.

Das Worldbuilding hatte Ansatze, die ich mochte, besonders die Kulissen im Dorf, in Tavernen und im Schloss und geschichtliche Einschübe. Trotzdem blieb es mir zu einfach gestrickt.

Die Spice-Szenen habe ich übersprungen, weil sie mich schon zu Beginn unangenehm berührt haben.
Besonders problematisch fand ich die sexuell gewaltvollen Gedanken aus der Sicht des Love Interests. Solche Dinge dürfen niemals romantisiert werden.

Unterm Strich war das Buch nicht komplett schlecht, aber für mich viel zu austauschbar. Es fühlte sich an, als wäre diese Geschichte so ähnlich schon zu oft erzählt.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Atmosphärisch stark, inhaltlich schwächer

The Deathless One
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Die Geschichte hat mich am Anfang richtig begeistert. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und einzigartig, vor allem durch die Mischung aus Hexen, Seuche und Unterwelt. Auch die Erzählweise hat mir gefallen, ...

Die Geschichte hat mich am Anfang richtig begeistert. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und einzigartig, vor allem durch die Mischung aus Hexen, Seuche und Unterwelt. Auch die Erzählweise hat mir gefallen, das Buch ist in der dritten Person geschrieben und wechselt zwischen Jessamine und dem Todlosen, was ich interessant fand, weil er als Figur so ungewöhnlich angelegt ist.

Jessamine wirkte auf mich zu Beginn greifbar, weil sie ihre Naivität erkennt und nicht krampfhaft stark wirken will. Mit der Zeit wurde sie für mich aber weniger spannend, da mir Initiative und Entwicklung gefehlt haben. Gerade im Mittelteil fühlte sich die Handlung schleppend an, und es passierte über weite Strecken nicht wirklich viel.

Die Romance ist als Slowburn angelegt, was mir grundsätzlich sehr gefällt, und hat einen Dark-Romance-Vibe, der gut zur Geschichte passt. Gegen Ende hatte ich aber den Eindruck, dass sie an manchen Stellen zu sehr in den Vordergrund rückte, während ich mir mehr Antworten zur Welt und den Hintergründen gewünscht hätte.
Besonders schade fand ich, dass einige Nebenfiguren zwar interessant eingeführt wurden, ihre Rolle aber oberflächlich blieb. Auch beim Worldbuilding blieben viele Fragen offen, nicht auf die spannende Art, die Lust auf mehr macht, sondern so, dass der rote Faden etwas verloren ging.

Insgesamt hatte das Buch einen großartigen Start und eine Atmosphäre, die mich sofort fesseln konnte. Leider fehlte es mir im weiteren Verlauf an Struktur, Tiefe und einer konsequent durchgezogenen Handlung.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Herbstbuch mit Herz

Rewitched
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Die Geschichte hat mich von Anfang an total abgeholt. Durch die Ich-Perspektive war ich sofort nah bei Belle und konnte ihre Gefühle und Emotionen greifbar miterleben. Sie ist eine Figur, die ich unglaublich ...


Die Geschichte hat mich von Anfang an total abgeholt. Durch die Ich-Perspektive war ich sofort nah bei Belle und konnte ihre Gefühle und Emotionen greifbar miterleben. Sie ist eine Figur, die ich unglaublich sympathisch fand, erfrischend anders, weil sie nicht wie in so vielen Fantasy-Büchern eine Jugendliche ist, sondern eine 30-jährige Frau, die mitten im Leben steht. Das hat dem Buch für mich eine ganz neue Note gegeben.

Das Tempo der Geschichte war genau richtig, insgesamt eher schnell, sodass ich mich nie gelangweilt habe. Besonders schön fand ich, dass die Liebesgeschichte zwar da ist und mich an einigen Stellen zum Schmunzeln gebracht hat, aber nicht in den Vordergrund gerückt ist. So konnte ich mich viel mehr auf Belle, ihre Prüfungen und die Magie konzentrieren. Die Nebencharaktere waren außerdem lebhaft und haben für mich das Gefühl vermittelt, wirklich Teil dieser kleinen Hexenwelt zu sein.
Die Atmosphäre war cozy, auch wenn es einige actionreiche Szenen gab, die Spannung hineinbrachten. Vor allem das Setting im Herbst, in Belles Wohnung mit ihrer besten Freundin und der Katze, dazu der Arbeitsplatz in der Buchhandlung, das war einfach perfekt. Ich konnte mich sofort dorthin träumen.

Der Schreibstil war angenehm und leicht zu lesen, sodass ich die Seiten nur so verschlungen habe. Auch wenn das Magiesystem nicht völlig neu erfunden wurde, hatte die Geschichte ihren ganz eigenen Charme und ein paar spannende Ansätze, die sie von anderen Hexen-Büchern abgehoben haben. Insgesamt also ein wirklich schönes Leseerlebnis, das perfekt in die Jahreszeit passt.

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