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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Atmosphärisch, berührend und wunderbar sensibel erzählt

What the Night Hides
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Die Geschichte hat mich vollkommen überzeugt. Sie ist still, düster und gleichzeitig unglaublich emotional. Schon nach den ersten Seiten war ich gefangen in dieser geheimnisvollen Atmosphäre, die Edinburgh ...

Die Geschichte hat mich vollkommen überzeugt. Sie ist still, düster und gleichzeitig unglaublich emotional. Schon nach den ersten Seiten war ich gefangen in dieser geheimnisvollen Atmosphäre, die Edinburgh mit seiner nebligen Magie zu einem Ort macht, der sich wie ein lebendiger Charakter anfühlt.

Die Geschichte entfaltet sich ruhig, aber intensiv. Sie ist nicht von durchgehender Action geprägt, sondern von Emotionen, Verlust und der Suche nach Wahrheit. Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben und besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel Anna Knopf Themen wie Abhängigkeit, Manipulation, unerreichbare Eltern und chronische Krankheit verarbeitet. Nichts davon wirkt aufgezwungen, sondern organisch in die Geschichte eingebettet, vor allem Quinns Diabetes wurde mit so viel Selbstverständlichkeit dargestellt, dass es mir richtig positiv aufgefallen ist.

Micah und Quinn haben mich als Duo sehr berührt. Ihre Beziehung entwickelt sich leise, mit viel Vertrauen, Unsicherheit und Nähe. Es geht hier nicht um Verlangen, sondern um Verständnis, Schmerz und Verbundenheit, fast schon wie Trauma Bonding, aber in einer gesunden, reflektierten Weise. Auch die eine intime Szene war unglaublich schön geschrieben: respektvoll, zärtlich und echt.

Trotz kleiner Längen und einiger Passagen, die sich etwas gezogen haben, blieb das Buch für mich durchgehend fesselnd. Die Charaktere sind vielschichtig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar und ihre Entwicklungen glaubwürdig. Besonders gegen Ende zeigt die Geschichte eine starke feministische Note, die perfekt zu Micahs Werdegang passt und wir kriegen auch ein paar Actionszenen.

„What the Night Hides“ ist keine laute Geschichte, sondern eine, die nachhallt, melancholisch, atmosphärisch und voller Gefühl. 🖤✨

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Geheimnisse, Wendungen und pure Spannung

A Crown Drowned in Shadows
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Ich liebe dieses Buch. Schon nach wenigen Kapiteln war ich völlig versunken in der Geschichte, die mich mit ihrer einnehmenden, abenteuerlichen Atmosphäre sofort gepackt hat. Die Geschichte wird aus vier ...

Ich liebe dieses Buch. Schon nach wenigen Kapiteln war ich völlig versunken in der Geschichte, die mich mit ihrer einnehmenden, abenteuerlichen Atmosphäre sofort gepackt hat. Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven in der dritten Person erzählt, ein Stil, den ich generell sehr mag.
Obwohl ich am Anfang noch etwas gebraucht habe, um die Figuren auseinanderzuhalten, bin ich mit der Zeit richtig warm mit ihnen geworden. Alle vier wirken lebendig, tragen eigene Geheimnisse mit sich herum, und mit jeder Seite erfährt man ein kleines Stück mehr über ihre Vergangenheit, aber vieles bleibt erst einmal nur angedeutet. Besonders spannend fand ich, dass ich als Leserin oft sogar weniger weiß als die Charaktere selbst, was das Mitfiebern noch intensiver macht.

Die Handlung ist voller Rätsel, Wendungen und moralischer Grauzonen. Es wird mit Skrupellosigkeit gespielt und man merkt schnell, dass hier kaum jemand wirklich „gut" oder „böse" ist. Genau das macht die Spannung aus, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist dabei fesselnd und wunderbar flüssig, man verliert sich ganz leicht in der Geschichte.

Was ich an Fantasy so liebe, ist der Freiraum, den sie bietet und Marius nutzt ihn perfekt aus. Casual Queerness und Figuren mit verschiedenen Hautfarben gehören hier ganz selbstverständlich dazu, ohne je besonders hervorgehoben zu werden.

Ich war emotional völlig dabei, so sehr, dass ich um drei Uhr nachts bitterlich weinen musste. „A Crown Drowned in Shadows" hat mich überrascht, berührt und mitgerissen. Die vielen Schauplätze, die facettenreiche Fantasywelt und die zahlreichen Plot Twists machen dieses Debüt zu einem echten Erlebnis.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Mehr Schein als Sein

Spookily Yours
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Ich habe mir Spookily Yours gekauft, weil das Cover einfach wunderschön ist und ich total Lust auf eine herbstliche Hexenromance hatte, cozy, magisch, ein bisschen charmant und mit leichtem Knistern. Bekommen ...

Ich habe mir Spookily Yours gekauft, weil das Cover einfach wunderschön ist und ich total Lust auf eine herbstliche Hexenromance hatte, cozy, magisch, ein bisschen charmant und mit leichtem Knistern. Bekommen habe ich leider eine flache Geschichte, die kaum über das hinausgeht, was schon im Klappentext steht.

Die ersten 30 % waren für mich reines Aufwärmen ohne neuen Inhalt. Danach passiert zwar mehr, aber alles bleibt vorhersehbar und linear. Es gibt keine echten Probleme, nichts, das Spannung aufbaut oder Emotionen weckt. Die Handlung läuft einfach geradeaus, ohne Wendungen oder Momente, die wirklich berühren. Statt Tiefe gibt es viel leeres Gerede, Instant Love und ab der zweiten Hälfte zunehmend Spice, leider von der Sorte Fremdscham, aber ohne Sinn, Emotion oder Chemie. Alles wirkt überstürzt, unausgereift und teilweise unangenehm zu lesen.

Willow blieb für mich eine naive, widersprüchliche Protagonistin, die Entscheidungen trifft, die keinen Sinn ergeben, während Damien übergriffig, eifersüchtig und völlig eindimensional ist. Ihre Beziehung basiert auf Oberflächlichkeiten, nicht auf echter Nähe. Das gesamte Buch trieft zudem vor Stereotypen, in der Figurenzeichnung, in den Rollenbildern und sogar in den Dialogen, was die ohnehin flache Geschichte noch austauschbarer wirken lässt. Auch die Nebenfiguren und das Worldbuilding bleiben blass, es gibt kaum Erklärungen, die Lore widerspricht sich und manche Szenen brechen komplett mit der eigenen Logik.

Dazu kommt ein sehr einfacher, oft repetitiver Schreibstil, der wenig Atmosphäre aufbaut. Statt einer magischen, emotionalen Geschichte bekam ich ein Buch, das sich wie eine unausgereifte Wattpad-Romanze liest, mit zu viel Spice, zu wenig Inhalt und Szenen, die stellenweise sogar problematisch wirken. Insgesamt einfach enttäuschend und leider alles andere als das cozy Herbstbuch, das ich mir gewünscht hatte. 🍂

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein Buch, das fesselt und fordert

Katabasis
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Dies war mein drittes Buch von R.F. Kuang und wie immer hat sie mich tief beeindruckt. Ich hatte etwas in Richtung „Babel" erwartet, und obwohl man die Werke vergleichen kann, ist Katabasis auf eine ganz ...

Dies war mein drittes Buch von R.F. Kuang und wie immer hat sie mich tief beeindruckt. Ich hatte etwas in Richtung „Babel" erwartet, und obwohl man die Werke vergleichen kann, ist Katabasis auf eine ganz eigene Weise faszinierend. Dieses Buch braucht Zeit, und genau das sollte man ihm auch geben, denn es entfaltet seine Wirkung langsam, aber unglaublich intensiv. Es ist ein echtes Slow-Burn-Erlebnis, aber keine Geschichte, die man wegen der Romantik liest.

Erzählt aus Alices Sicht in der dritten Person, ist es sprachlich anspruchsvoll, durch und durch akademisch und zugleich unglaublich atmosphärisch. Kuang erschafft eine dichte, fast greifbare Stimmung, in der Themen wie Sexismus, Machtmissbrauch, Philosophie, Religion, Naturwissenschaften, Aufopferung und existenzielle Fragen miteinander verwoben sind. Ich mochte, wie sie komplexe Konzepte erklärt, ohne dass man sich je verloren fühlt, alles wirkt nachvollziehbar, klug und tiefgründig.

Alice verkörpert internalisierte Misogynie, was sie zu einer faszinierenden, aber auch unangenehmen Figur macht. Gerade deshalb hätte ich mir zusätzlich eine Auseinandersetzung mit Rassismus gewünscht, denn als chinesische Frau in der westlichen Akademia wäre diese doppelte Marginalisierung unglaublich spannend gewesen.

Besonders überrascht hat mich der Humor, trocken, intelligent und genau richtig dosiert. Ich musste mehrmals wirklich lachen, obwohl das Buch insgesamt düster, schwer und von emotionaler Tiefe geprägt ist. Ich habe gelacht, geschluckt, war schockiert und hatte Tränen in den Augen.

Besonders der Mittelteil war für mich emotional am stärksten, während das Ende etwas zu abrupt kam und mir der letzte Wow-Moment fehlte. Trotzdem liebe ich, wie Kuang Intellekt, Gefühl und subtile Romantik zu einem vielschichtigen, dunklen und wunderschönen Gesamtwerk verwebt. Katabasis ist keine klassische High Fantasy, aber dafür ein einzigartiges, kluges Stück Dark Academia, das noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Mein neues Lieblingsbuch

Immortal Dark
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Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen. Es war mein erstes physisch gelesenes Vampirbuch, obwohl ich schon einige Vampirgeschichten konsumiert habe.
Ich bin ehrlich: Ich bin absolut obsessed.

Die Atmosphäre ...

Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen. Es war mein erstes physisch gelesenes Vampirbuch, obwohl ich schon einige Vampirgeschichten konsumiert habe.
Ich bin ehrlich: Ich bin absolut obsessed.

Die Atmosphäre war so intensiv, dass sie sich fast anfassen ließ. Düster, melancholisch und perfekt für alle, die Dark Academia lieben. Das Thema Tod zieht sich durch jede Seite und verleiht der Geschichte eine Tiefe, die lange nachhallt. Gleichzeitig spielt das Buch mit Moral und der Frage, wie weit man gehen würde, wenn man jemanden wirklich liebt oder rächen will.

Der Schreibstil hat mich komplett in sich hineingezogen. Er ist emotional, fast poetisch und spiegelt Kidans inneres Chaos auf eine Art wider, die sich echt anfühlt. Kidan ist keine klassische Heldin, sie ist wütend, depressiv und unvorhersehbar chaotisch, aber genau das macht sie so faszinierend. Ich habe sie in all ihrem Schmerz und Trotz geliebt.

Trotz der YA-Einordnung ist die Geschichte wirklich düster und die Dynamik zwischen den Figuren wirkt verführerisch, ohne ins Offene zu gehen. Die Spannung zwischen Kidan und Susenyos war unglaublich, und obwohl ich anfangs skeptisch wegen des Altersunterschieds war, hat ihre Dynamik für mich total funktioniert. Es ist kein klassisches Enemies-to-Lovers, aber definitiv genau mein Cup of Tea.

Auch das Worldbuilding hat mich begeistert.
Komplex genug, um fesselnd zu sein, ohne überladen zu wirken. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind tief und vielschichtig, jede Person trägt eine eigene Geschichte in sich. Besonders mochte ich, wie natürlich die äthiopische Kultur in die Handlung eingewoben ist, sie verleiht dem Ganzen eine reiche, fast magische Atmosphäre, die perfekt zum Gothic-Vibe passt.

Die Handlung verläuft in einem angenehmen Tempo, nie zu schnell, aber auch nie träge. Ich mochte, wie alles ineinanderfließt und am Ende ein stimmiges Ganzes ergibt.

Immortal Dark hat mich auf jeder Ebene überzeugt, emotional, atmosphärisch und erzählerisch. Für mich ist es jetzt schon ein Herzensbuch, und ich kann Band zwei kaum erwarten.

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