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Veröffentlicht am 12.08.2024

Selbstfindung

Ein Muslim auf dem Jakobsweg
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Der in Saudi-Arabien aufgewachsene Autor kennt das Pilgern im Islam gut. Weltoffen nimmt er auch das Pilgern im Christentum in Angriff. Die Kathedrale in Santiago de Compostela ist sein Ziel. Ohne Vorkenntnisse ...

Der in Saudi-Arabien aufgewachsene Autor kennt das Pilgern im Islam gut. Weltoffen nimmt er auch das Pilgern im Christentum in Angriff. Die Kathedrale in Santiago de Compostela ist sein Ziel. Ohne Vorkenntnisse landet er genau dort und erlebt erstaunt, dass seine Vorstellungen in eine völlig falsche Richtung gingen. So kommt es, dass er den Pilgerweg vom Ende her in Angriff nimmt.
Mouhanad Khorchide vergleicht beide Religionen, analysiert gründlich und beurteilt nach bestem Gewissen beide. Auch über seine Familie und die hierarchischen Verhältnisse in orientalischen Ländern erfährt man eine Menge. Er stellt auch fest, dass: „Imame in ihrem Denken und Sprechen über den Islam von der Lebenswirklichkeit der Menschen hier in Deutschland entfernt sind.“ Respekt! Vielfältige Themen werden angedacht, Rassismus, der Nahostkonflikt und der Sinn des Lebens sind nur einige davon.
Der Autor hat viel Zeit, zu philosophieren, seine Gedanken zu sortieren. Er führt eine Reihe von Gesprächen und kommt zu der Erkenntnis: Jeder ist selbst für sein Glück verantwortlich. Darüber diskutiert er auch mit seinen Gesprächspartnern. Sehr ausführlich.
Dieses Buch war für mich nur ansatzweise das Erwartete, mehr über das Wandern selbst, den Weg, die Stationen, die Pilgerunterkünfte - das hätte ich interessanter gefunden. Aber dieser Blickwinkel ist logischerweise ein sehr persönlicher.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Geister überall

Secrets of Dublin: Gebrochene Flüche
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Leslie (spürt Magie) und Privatdetektiv Victor (ernährt sich von Blut) sollen einen Todesfall aufklären bevor er geschieht. What? Wen meint die Banshee, die vor Naokis Haus heult und einen Tod ankündigt? ...

Leslie (spürt Magie) und Privatdetektiv Victor (ernährt sich von Blut) sollen einen Todesfall aufklären bevor er geschieht. What? Wen meint die Banshee, die vor Naokis Haus heult und einen Tod ankündigt? Schwierige Ermittlung, wenn zeitgleich auch noch schwarzmagische Kräfte Dublin bedrohen. Leslie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Freundin Claire ist engagierte und ehrgeizige Journalistin, verliebt in den Klienten und meist hilfreich. Obwohl - ihre Probleme hat sie auch, überfordert ihre Mitmenschen.
Leider zieht sich die Handlung ein wenig zäh dahin, wirklich spannend oder magisch ist es selten. Dafür gibt es aber viel Liebe … .
Es ist vorteilhaft, den ersten Teil der „Secrets“ von Kari Vanadis gelesen zu haben. Mitunter sind Geschehnisse nur durch Vergangenes zu verstehen. Fortsetzung folgt.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Frauen in Wien

Café Hawelka
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Nach dem Prolog mit dramatischen Ereignissen zu Beginn des 2. Weltkrieges taucht man gern ein in die gemütliche, leicht angestaubte Atmosphäre des Cafés Hawelka im Jahr 1968. Dort trifft man ein gemischtes ...

Nach dem Prolog mit dramatischen Ereignissen zu Beginn des 2. Weltkrieges taucht man gern ein in die gemütliche, leicht angestaubte Atmosphäre des Cafés Hawelka im Jahr 1968. Dort trifft man ein gemischtes Publikum, Schriftsteller, Schauspieler, Studenten. Auch Jutta, eine moderne junge Frau, ist dort anzutreffen. Sie möchte Jura studieren, fährt Mofa und ist in Bodo verliebt. Nebenbei arbeitet sie für einen Rechtsanwalt. Und trifft auf den Fall eines Gaswagenfahrers in einem Konzentrationslager. Ab jetzt interessiert sie sich für die Taten der Faschisten und vertritt kämpferisch ihre Ansichten. Sie nimmt die Gnade der späten Geburt als Nachkriegsgeborene vehement und rechthaberisch in Anspruch. Auch weitere Taten zeichnen sie als Gutmenschen.
Regelmäßig wechseln im Roman die Zeitebenen; Nachkriegszeit und 60er Jahre stehen im Focus.
Nochmal ist es 1945. Wien ist eine Trümmerstadt. Elses sechsjährige Schwester Fritzi geht verloren. Besonders engagiert ist Elses Suche nicht, ihr geht es gut bei Frau Hawelka, einer mütterlichen Frau, die unerklärlicherweise bestens für sie sorgt. Trotz Elses Nachlässigkeiten. Else ist reichlich naiv, verlässt sich darauf, dass eine fremde Frau viele Monate lang ihre kleine Schwester versorgt. Ach ja, das Café hat kurz nach dem Krieg ein ziemlich gutes Angebot. Lebensmittelmarkenfrei. Wie schön.
Und o.g. Jutta … Richterin wird sie erst einmal nicht.
Maria Wachter beschreibt die Wiener Gesellschaft in der Nachkriegszeit und in den sechziger Jahren, bezieht Lokalkolorit und historische Ereignisse mit ein. Auch Mode und Mahlzeiten werden beschrieben, der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Das ist interessant. Das glückselige Hineintapsen ihrer Figuren in die Frauenfalle allerdings nicht… . Der Autorin gelingt es, ihre Frauenfiguren nicht sonderlich stark oder sympathisch darzustellen. Die Klischees und Zufälle sind mir zu viel. 3,5 von 5 Punkten von mir.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Willkommen in Absurdistan

Long Live Evil
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Rae ist todkrank, es gibt keine Hoffnung mehr. Ihre Schwester ist oft an ihrem Krankenbett zu finden, liest ihr eine phantasievolle Geschichte vor. Eine Tages steht eine Unbekannte im Klinikzimmer und ...

Rae ist todkrank, es gibt keine Hoffnung mehr. Ihre Schwester ist oft an ihrem Krankenbett zu finden, liest ihr eine phantasievolle Geschichte vor. Eine Tages steht eine Unbekannte im Klinikzimmer und macht Rae ein Angebot: Rae wird die zum Tode verurteilte Hauptfigur in einem Kitschroman und kann mit der Blume des Lebens ihr Leben retten ODER sie stirbt im real Life.
Natürlich nimmt Rae an und findet sich in der vorgelesenen Story als Schurkin wieder. Zu gern füllt sie diese Rolle aus, spinnt Intrigen und nutzt andere Figuren, um an die begehrte Blume zu gelangen.
Es folgt eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. Abstruse Gedankenstränge verzweigen sich, es wird völlig verdreht. Rae arbeitet mit allerlei Tricks, findet Verbündete, trifft auf klischeehafte Charaktere. Die Sprache wechselt zwischen kitschigen und Seifenopern ähnelnden Beschreibungen und normalem Stil. Man erkennt immer wieder Raes Kampf gegen die Krankheit, sogar in den unglaublichsten Szenen. Mir ist die Story zu abgedreht, streckenweise zu albern, selten spannend. Es war mein Wunschbuch, mit Spannung erwartet. Jedoch dann doch nicht mein Geschmack.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Irland - Land und Leute

Gebrauchsanweisung für Irland
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Humorvoll und mit vielen Anekdoten gewürzt geleitet Ralf Sotschek den Leser durch ein wunderbares Land. Irische Gewohn- und Besonderheiten, Landeskundliches und Sprichwörter kann man erlesen, man erfährt ...

Humorvoll und mit vielen Anekdoten gewürzt geleitet Ralf Sotschek den Leser durch ein wunderbares Land. Irische Gewohn- und Besonderheiten, Landeskundliches und Sprichwörter kann man erlesen, man erfährt etwas über die 40 Shades of Green, Fest- und Feiertage, modische Eigenheiten. Auch Statistisches nimmt man zur Kenntnis, es wird kurz und knackig offeriert.
Natürlich geht es auch um Sehenswürdigkeiten in Dublin und anderen Städten, landschaftliche Besonderheiten wie den Giants Causeway, Leute wie die Travellers und Ereignisse wie den Heiratsmarkt. Selbstverständlich werden auch die Themen Religion, Jenseitsvorstellungen, regionale Küche, Wettverhalten und Feen und ihre Behausungen beleuchtet. Und: Die Gepflogenheiten im Straßenverkehr sind bemerkenswert … .
Der Autor scheut sich auch nicht, über dunkle Seiten zu berichten. Missbrauch durch Angehörige der Kirche, katastrophale Zustände in Kinderheimen oder Zwangseinweisungen werden angesprochen. Historisches wird aufgelistet.
Breiten Raum nimmt die Politik ein. Man muss ja nicht alles lesen, aber man kann. Alles gründlich recherchiert.
Ein sehr lesenswertes Buch vor und nach einer Irlandreise.

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