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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Die Superschule

Sammy Schlappohr (Band 1) – Vier Pfoten für den Schulstart
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Leckerer Sockenduft begeistert Hund Sammy, besonders viel davon gibt es bei der Einschulungsveranstaltung. Frauchen Lou ist dort Hausmeisterin, Lou ihr Hund. Aus dessen Sicht werden dieser besondere und ...

Leckerer Sockenduft begeistert Hund Sammy, besonders viel davon gibt es bei der Einschulungsveranstaltung. Frauchen Lou ist dort Hausmeisterin, Lou ihr Hund. Aus dessen Sicht werden dieser besondere und weitere Tage geschildert. Gewollt lustig beschreibt Sammy die Menschenwelt und deren schlechten Geruchssinn.
Die Idee, dass Sammy als eine Art Therapiehund den Schulanfängern die Eingewöhnung erleichtern soll, ist nett.
Der Tag wird ausführlich beschrieben, Kinder verschiedener Nationalitäten vorgestellt. Dann geht es ins Klassenzimmer; auch das wird erklärt.
Erste Übungen, Verhaltensregeln werden kennengelernt, alles läuft ideal. Die Intention: alle werden einbezogen, sind rücksichtsvoll, hilfsbereit und agieren zusammen, Ängste werden abgebaut. Eventuelle Probleme werden locker bewältigt.
So wünscht man sich Schule!
Aber: Das Buch von Katharina Mauder weckt Erwartungen, die recht realitätsfern sind und zu Enttäuschungen führen können. Da muss der Vorlesende relativieren, die Realität ist anders.
Empfehlung: Kurz vor dem Schulbeginn anfangen, dieses Buch zu lesen, bald danach fortsetzen.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Tweed und Räucherfisch

Hedley Mill - Wo deine Träume leuchten
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1955, Northumbria. Tante Janesˋ Unfall, den die eifersüchtige Carol verursacht hat, hat unabsehbare, schwere Folgen.
Zehn Jahre später ergibt sich ein anderes Bild: Tante Jane geht es besser, die Tweed- ...

1955, Northumbria. Tante Janesˋ Unfall, den die eifersüchtige Carol verursacht hat, hat unabsehbare, schwere Folgen.
Zehn Jahre später ergibt sich ein anderes Bild: Tante Jane geht es besser, die Tweed- Produktion läuft erfolgreich, aber die Fischverarbeitung bereitet Probleme.
Während Laura erfolgreich Verträge aushandelt, wird Ehemann Fred launisch. Zu allem Überfluss schneit die unberechenbare Carol zurück ins Dorf. Kommt der hilfsbereite Ronan jetzt wieder ins Spiel?
Sophie Oliver schreibt anschaulich. Die Figuren wirken authentisch und gut vorstellbar. Hauptcharaktere werden klar herausgearbeitet, auch Mansplaining kommt nicht zu kurz. Ebenso Standesdünkel und Wertevorstellungen.
Im Gegensatz dazu gibt es eine schöne Liebesgeschichte.
Ich bin sehr angetan von den Erklärungen zur Tweedherstellung und den entsprechenden Mustern, sogar die Räucherfischverarbeitung sieht der Leser jetzt mit anderen Augen.
Auch der zweite Teil von „Hedley Mill“ ist gelungen, liest sich bestens. Gefühlvoll geschrieben, abwechslungsreich, spannend und interessant - eindeutige Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Was Senioren so tun

Die Glorreichen 77. Rache kennt keinen Ruhestand
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Eine noble Seniorenresidenz mit glücklichen Bewohnern gefällt den Neubesitzern ausgezeichnet - als Geldmaschine. Die Mieter sollen rückwirkend und zukünftig 10000 Euro pro Monat zahlen. Wollen und können ...

Eine noble Seniorenresidenz mit glücklichen Bewohnern gefällt den Neubesitzern ausgezeichnet - als Geldmaschine. Die Mieter sollen rückwirkend und zukünftig 10000 Euro pro Monat zahlen. Wollen und können sie nicht. Es kommt zu tödlichen Ereignissen. Zufällig mietet sich gerade jetzt aber ein Berufskiller ein. Die Senioren nötigen ihn, die Geldhaie zur Strecke zu bringen. Leichter gesagt als getan …
Angelika Niestrath und Andreas Hüging beschreiben ihre Senioren gut vorstellbar, verleihen ihnen interessante Charaktere. Spezielle Eigenheiten machen sie mehr oder weniger sympathisch, aber sie halten zusammen und verfolgen einsatzbereit ihr großes Ziel. Sie haben mein vollstes Verständnis! Allerdings gibt es viele Tote. Nicht unbedingt realistisch, aber unterhaltsam!

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Sybille und ihre Senioren

Sie haben Ihr Hörgerät im Swimmingpool versenkt
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Ungefiltert gibt auch dieses Mal Pflägekraft Sybille Bullatschek ihre Gedanken preis. Egal, ob es um den flugangsthabenden Chef geht, ihre Senioren, Kollegen oder ihr Liebesleben. Gnadenlos mit sich selbst, ...

Ungefiltert gibt auch dieses Mal Pflägekraft Sybille Bullatschek ihre Gedanken preis. Egal, ob es um den flugangsthabenden Chef geht, ihre Senioren, Kollegen oder ihr Liebesleben. Gnadenlos mit sich selbst, offenbart sie ihre Missgeschicke wie Ungeschicklichkeit, Gedächtnislücken, merkwürdige Gesprächsbeiträge und mehr. Alles unter dem Motto: Pleiten, Pech und Pannen. Sybille schafft es, in jedes Fettnäpfchen zu treten, lacht oft dümmlich und ist absolut verpeilt. So unbedarft kann man doch gar nicht sein! Jedenfalls startet eine unglaubliche Reise ins Partnerseniorenheim in Italien … .
Niemand würde ernsthaft an ein Altenheim für ehemalige Mafiosi glauben. Noch dazu in einem Kloster. Und Rauschgift würde auch kein vernünftiger Mensch dort vermuten. Oder??? Sybille Bullatschek unterhält die Leser mit eigenartigen Geschehnissen, lässt den Leser die Hand vor die Stirn klatschen. Slapstickartig, skurril und chaotisch geht es zu, langweilig wird es nicht. Überzogen, jedoch typisch für eine Comedienne, unterhaltsam allemal.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

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I am cringe, but I am free
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Die vermeintlich beste Freundin lässt sie im Stich. Der Wochenendvater will sie nach seinen Wünschen biegen. In der Schule wird sie gemobbt. Dabei will sie es doch allen nur recht machen, stimmt allen ...

Die vermeintlich beste Freundin lässt sie im Stich. Der Wochenendvater will sie nach seinen Wünschen biegen. In der Schule wird sie gemobbt. Dabei will sie es doch allen nur recht machen, stimmt allen Meinungen zu. Bis der erste feste Freund sie dafür total falsch einschätzt, sie klein macht. Ob sich das je ändert?
Verena Bogner beschreibt präzise, welchen Selbstzweifeln ihre Heldin ausgesetzt ist, wie sie sich „maskiert“, verbiegt, gefallen will und dabei immer mehr Persönlichkeit abgibt. Um das zu ändern, muss viel geschehen, braucht es Unterstützung und echte Freunde. Wie hilfreich diese sind - muss man selber lesen und vielleicht einiges davon für sich selbst verarbeiten.
Der Schreibstil ist locker, authentisch und mit einigen Anglizismen angereichert - ein wenig Englisch sollte man können.
Gutes Mutmachbuch, um einen eigenen Weg zu finden!

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