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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2026

Blumen begleiten

Die Reise der Blütensammlerin
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Emma ist in Trauer und Zorn gefangen. Als Neustart beginnt sie einen Job in einem Gartencenter. Das hilft nur bedingt. Sie meidet Menschen, verpasst sogar einen Vortrag ihres netten Mentors wegen ihrer ...

Emma ist in Trauer und Zorn gefangen. Als Neustart beginnt sie einen Job in einem Gartencenter. Das hilft nur bedingt. Sie meidet Menschen, verpasst sogar einen Vortrag ihres netten Mentors wegen ihrer Menschenscheu. Aaaaber: ihre Idee, sich zu entschuldigen, ist interessant. Sie recherchiert zum Thema Blumen auf der Titanic. Ein origineller Gedanke. Und was ist das mit der Krankenschwester, die immer in ihren Gedanken auftaucht?
Parallel dazu wird ein zunächst verletztesMädchen, spätere Schiffstewardess, immer wieder erwähnt. Die Autorin begleitet auch ihren Lebensweg.
Sally Page berichtet aus zwei Perspektiven, in sehr schnellem, mir unangenehm häufigen Wechsel zwischen beider Leben. Die Beschreibung von Emma wirkt persönlicher, lebendiger; Violets aus Abstand erzählt. Ich hätte zwischendurch gern mehr über Violet und weniger über Emmas sich wiederholende und dadurch langweilende Befindlichkeiten erfahren. Geschickt eingebaut waren Emmas zahlreiche Helfer, die ihr viel Unterstützung gegeben haben. Ideal gezeichnete Personen.
Die Geschichte verfolgt eine schöne Idee, natürlich spielen Blumen und Düfte eine große Rolle, die Historie der Titanic ist immer spannend.
Ausführliche Story um zwei Frauen, die entweder ein interessantes Leben geführt oder ein reizvolles Projekt absolviert haben.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Prinzessin mal anders

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Tandy liebt Bücher über alles. Sie hat viele Prinzessinnen- Pflichten, die sie auch brav absolviert, aber die nerven so!
In einem niedlichen Dörfchen mit interessanten Einwohnern (zwanzig Prozent Drakonen, ...

Tandy liebt Bücher über alles. Sie hat viele Prinzessinnen- Pflichten, die sie auch brav absolviert, aber die nerven so!
In einem niedlichen Dörfchen mit interessanten Einwohnern (zwanzig Prozent Drakonen, zwölf Prozent Feen, vierzig Prozent Zwerge, achtzehn Prozent Menschen usw.) betritt sie einen Buchladen. Und hier wird Tandy verflucht. Kann den Buchladen nicht verlassen. Ist ihr zunächst eigentlich ganz recht. Allein im Buchladen richtet sie sich gemütlich ein und hofft, nicht von einem küssenden und damit fluchbrechenden Prinzen besucht zu werden. Ein attraktiverer Mann, ebenfalls verflucht, interessiert sie schon eher. Dann aber tauchen die echten Prinzen auf. Alle sieben. Der erste ist nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber irgendwie niedlich. Es folgt ein amüsanter Reigen potentieller Erlöser. Ob der Richtige dabei ist? Und was hat es mit dem mysteriösen Piraten auf sich?
Märchenhaft, teenietauglich und fluffig geschrieben. Macht Spaß zu lesen, ist romantisch und bezaubernd.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Eine Komödie

Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs
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Das Wellnesshotel „Perfekt“ ist Zufluchtsort für verschiedenste Menschen. Eine davon ist Sophie, abgebrannt, Ex-Mann mit bester Freundin liiert, ohne Massage-Diplom, angestellt als Masseurin. Sie und eine ...

Das Wellnesshotel „Perfekt“ ist Zufluchtsort für verschiedenste Menschen. Eine davon ist Sophie, abgebrannt, Ex-Mann mit bester Freundin liiert, ohne Massage-Diplom, angestellt als Masseurin. Sie und eine bunte Truppe wollen das Hotel er- bzw. behalten. Obwohl der Chef ein unsympathischer Antreiber ist.
Eingefügt sind wiederholte Tipps und Hinweise aus der hoteleigenen Broschüre. Viele Ratschläge, ausgerichtet auf dem Chef geldsparende Unterhaltung. Diese Hinweise nerven. Es häufen sich gewollt komische Missverständnisse. Wer Slapstick mag, ist hier richtig. Mysteriöse Todesfälle? Kommen reichlich vor. Verwechslungen auch. Es geht also sehr turbulent zu, vor dem geistigen Auge entfaltet sich ein komödiantisches Stück. Auf der Bühne besser aufgehoben, in diesem Genre durchaus unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ist sie nicht

Ein unheimlich guter Mensch
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Lillian mit Doppel-L ist einsam und sucht krampfhaft den Mann, der sie liebt. Selbstverleugnung und der Verlust jeglicher Selbstachtung begleiten ihre Bemühungen. Sie lässt sich von Henry benutzen und ...

Lillian mit Doppel-L ist einsam und sucht krampfhaft den Mann, der sie liebt. Selbstverleugnung und der Verlust jeglicher Selbstachtung begleiten ihre Bemühungen. Sie lässt sich von Henry benutzen und findet das ok.
Hilft alles nicht, Henry erwidert die Liebe trotz aller Bemühungen nicht in erwünschtem Maße. Dabei kann Lilian auch anders. Höchst unsympathisch, gemein und herablassend behandelt sie andere Menschen, besonders ihre beste Freundin.
Und was stellt sie mit dem enttäuschenden Wunschmann an? Ein Zauber soll sie rächen. Das geht sowas von schief, die Folgen sind unerwartet.
Nein, diese Lilian ist egozentrisch angelegt, manipulativ, leidet an enormer Selbstüberschätzung, hält sich für gut und genial. Ihre Wahrnehmung ist verzerrt. Außerdem trinkt sie zu viel.
Kirsten King hat ihre Hauptfigur konsequent überzeichnet. Sie sorgt für negative Gefühle beim Lesen, die angekündigte Witzigkeit habe ich vermisst. Ich hatte sehr auf Lillians Erkenntnis, dass sie doch nicht so toll ist, einen läuternden Twist, gehofft. Vergeblich.
Fazit: angenehmer Schreibstil, offene Sprache, polarisierende, aber nervende Protagonistin. Ich wurde enttäuscht, von der „Heldin“ und vom Buch.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

161 Kilometer

Der Tod hat einen langen Atem
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Wie peinlich ist das denn? Ermittler Peer Pedes und Kommissarin Stephanie müssen die Pride Parade in einer Art Golfwägelchen anführen. Spott und Hohn nicht nur der Kollegen ist ihnen gewiss. Nicht mehr, ...

Wie peinlich ist das denn? Ermittler Peer Pedes und Kommissarin Stephanie müssen die Pride Parade in einer Art Golfwägelchen anführen. Spott und Hohn nicht nur der Kollegen ist ihnen gewiss. Nicht mehr, als sie auf einen abgetrennten Fuß stoßen. Ein Fall? Ein Fall! Umso mehr, als tags darauf ein abgetrennter Arm in einem Gebüsch aufgestöbert wird. Sofort heftet sich ein sensationsgierige Reporter an das Polizistenteam. Das Autorenduo Achilles erspart den Ermittlern auch in ihrem 3. Fall nichts. Der Marathonlauf entlang der berühmten Mauer birgt so einige ( unangenehme ) Überraschungen. Mit viel Humor und Schlagfertigkeit gehen Peer und Stephanie auf Spurensuche. Gut gezeichnete Nebencharaktere wie die sympathische Uli bringen mehr Salz ins Geschehen. Auch historische Hintergründe werden einbezogen, das macht diese Mörderjagd authentisch.
Gelesen wird das Hörbuch mit sehr angenehmer Stimme von Hajo Schumacher.
Krimi mit zunehmendem Tempo, verrückten Mördern und menschlichen Tragödien - klare Hör- bzw. Leseempfehlung!

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