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Veröffentlicht am 30.05.2026

Was für eine Zukunft!

Cryptos
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Jana programmiert Phantasiewelten. Perfektes Leben, perfekte Welt. Die wirkliche Welt ist nicht lebenswert. Als in einer Wunschzone eine Störung auftritt, bleibt Jana in einer diesen Welten gefangen. Alle ...

Jana programmiert Phantasiewelten. Perfektes Leben, perfekte Welt. Die wirkliche Welt ist nicht lebenswert. Als in einer Wunschzone eine Störung auftritt, bleibt Jana in einer diesen Welten gefangen. Alle Welten sind originell, einige wunderschön, aber auch gefährlich. Nicht wirklich, wird man gefressen, findet man sich in seinem zuhause lebendig wieder. Aber neuerdings: nicht! Tot ist tot. Wer sabotiert die Traumwelten? Das will Jana unbedingt herausfinden. Böse, sogar tödliche Überraschungen erwarten sie. Kein Ausweg in Sicht. Inzwischen geschehen auch in der Realwelt unkontrollierbare Dinge.
Ursula Poznanskis Figuren wirken authentisch, sind vielschichtig angelegt. Ihre Welten sind inspirierend, wecken Wünsche. Unerwartete Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Ein Bild einer möglichen, gar nicht so weit entfernten Zukunft wird entworfen: Klimaschutz, Lebensmittelsorge, kaum körperliche Arbeit und strenge Kontrolle.
Die Autorin schreibt wunderbar und atemberaubend spannend, phantasievoll und originell. Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Leo, 20, Busfahrerr

Pina fällt aus
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Das Unglaubliche geschieht: Pina hat einen schweren Unfall, wird ins Koma versetzt. Niemand erfährt davon. Nicht einmal ihr 20jähriger, autistischer und auf ihre Hilfe angewiesener Sohn Leo. Im Haus wohnen ...

Das Unglaubliche geschieht: Pina hat einen schweren Unfall, wird ins Koma versetzt. Niemand erfährt davon. Nicht einmal ihr 20jähriger, autistischer und auf ihre Hilfe angewiesener Sohn Leo. Im Haus wohnen noch die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der Einsiedler Wojtek und die lebensmüde 86jährige Inge. Aber: was haben sie mit Leo zu tun? Alle haben genug eigene Probleme.
Vera Zischke schildert die Charaktere der anderen Hausbewohner detailliert. Sehr glaubhaft, sehr vorstellbar. Einige Verhaltensweisen kommen dem Leser bekannt vor.
Wie die Entwicklung verläuft und die Gedankengänge von Zola, Inge und Wojtek werden verfolgt. Man hofft das Beste …
Die Autorin stellt die Frage, worum es wirklich im Leben geht. In einer Welt, in der Viele möglichst für sich bleiben. Soziale Abkapslungen und Kälte spürbar sind. Auch hier möchten die Bewohner gern Verantwortung abgeben. Ein so nicht voraussehbarer Prozess wird in Gang gesetzt.
Nachdenklich machend, emphatisch geschrieben, emotional mitnehmend.
Lesenswert.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Zauberer und Katzenlady

Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht
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Agnes wurde mehrfach vom Unglück heimgesucht: ihr Mann starb, ihr Zuhause wurde bei einem Magierkampf zerstört. Nun sucht sie für sich und ihr Katzenshelter ein neues Heim. Weil ihre Mittel begrenzt sind, ...

Agnes wurde mehrfach vom Unglück heimgesucht: ihr Mann starb, ihr Zuhause wurde bei einem Magierkampf zerstört. Nun sucht sie für sich und ihr Katzenshelter ein neues Heim. Weil ihre Mittel begrenzt sind, entscheidet sie sich für ein Haus, in dem es merkwürdig zugehen soll. Bis auf einige Gerüche und Geräusche ereignet sich zunächst kaum etwas. Dass einige Besucher kommen und verschwinden verwundert Agnes nicht. Sie kümmert sich um aufgesammelte Katzen und deren Vermittlung. Die Felltiger haben originelle Namen … . Unerwartet taucht eine Frau auf, die ihren Bruder, einen gefürchteten Zauberer, sucht. Sieh an, DER wohnt in dem Katzenhaus. Ein Kampf, der alles verwüstet, folgt. Sämtliche Schäden werden aber schnell repariert. Es folgen viele Gespräche zwischen Agnes und dem Zauberer Havelock, in den sie sich - oh, welche Überraschung- verliebt. Sie räumt seinen Kram auf, er zaubert ein wenig und erklärt viel. Agnes arbeitet viel,macht sich Gedanken übers Zaubern, aber: wirkliche Spannung fehlt. Ja, es gibt auch Kämpfe, aber mich packen konnten weder sie noch die Handlung. Eine Idee mit Potenzial, vielen Erklärungen und viel Herz für Katzen - nicht mehr und nicht weniger.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Rache, Blut und Dämonen

Akuma
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Kjara ist nicht eine, sondern zwei: sie und ihr Dämon Akuma. Der lebte gern und allein in einem Haus, in dem ein Mord geschehen war. Dann zog Familie Winter mit dem furchtlosen Töchterchen ein. Ein Überfall ...

Kjara ist nicht eine, sondern zwei: sie und ihr Dämon Akuma. Der lebte gern und allein in einem Haus, in dem ein Mord geschehen war. Dann zog Familie Winter mit dem furchtlosen Töchterchen ein. Ein Überfall beendete das friedliche Leben.
Das Aufmerksamkeit heischende Cover bereitet auf Kommendes vor.
Tatsächlich fließt wirklich, ganz wirklich viel Blut. Anatomische Unmöglichkeiten regen die Phantasie des Lesers an. Auf Schockwirkung bedachte Schilderungen, nicht immer elegant im Wordbuilding, aber von Herzen kommend, reihen sich aneinander.
Es geht blutrünstig und ekelig zu, Nicole Siemer zeichnet nicht nur ihren Arkuma als teuflisch. Wobei - Kuku hat auch eine nette Seite, ein interessante Figur.
Auf die Protas warten hoffentlich neue Abenteuer, Rache sollte originell und clever darin enthalten sein. Unmoralisch - ja- , aber unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Politik und Abenteuer

Lady Trents Memoiren 2
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Isabella ist eine ungewöhnliche junge Frau. Sie hat sich mit ihrer Familie verkracht, ist verwitwet, reist gern ( besonders in gefährliche Gebiete) und betrachtet ihren Sohn eher aus wissenschaftlicher ...

Isabella ist eine ungewöhnliche junge Frau. Sie hat sich mit ihrer Familie verkracht, ist verwitwet, reist gern ( besonders in gefährliche Gebiete) und betrachtet ihren Sohn eher aus wissenschaftlicher denn aus mütterlicher Sicht. Ihr Interesse gilt zuvörderst der Erforschung von Drachen - die kommen im Buch aber ein wenig zu kurz.
Ihre Lebensumstände legt Lady Trent ausufernd und angereichert mit unzähligen blumigen Details dar. In Gesellschaft einer jungen Frau begibt sie sich auf eine Forschungsreise ( tolles Thema), dabei führt sie eine Art Tagebuch mit Landschaftsschilderungen und Personenbeschreibungen, Skizzen ( gelungen!) sind eingefügt.
Marie Brennans Schreibstil ist weitschweifig und antiquiert. Die Protagonistin ist sehr selbstbewusst und berichtet häufig nervtötend langweilig. Was sie über die Politik und die Sitten der Bewohner der besuchten Gegenden äußert, könnte allerdings durchaus interessant sein. Isabella macht einen langatmigen Brei mit nervigen Fantasienamen daraus.
Stark gekürzt und mehr auf die Abenteuer in der „Grünen Hölle“ ausgerichtet, hätte mir dieses Reisetagebuch wesentlich besser gefallen.

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