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Veröffentlicht am 15.02.2026

Krieg und Moral

TINTE und SCHWERT
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Das Cover ist ein Blickfang. Hochwertig gearbeitet fängt die Szene bereits den Schrecken des Krieges ein.

Der gut recherchierte, historische Roman spielt während des 30-jährigen Kriegs.

Kriegschlachten, ...

Das Cover ist ein Blickfang. Hochwertig gearbeitet fängt die Szene bereits den Schrecken des Krieges ein.

Der gut recherchierte, historische Roman spielt während des 30-jährigen Kriegs.

Kriegschlachten, Gewalt, Blut, Tod und Elend sind zu dieser Zeit allgegenwärtig. Die Szenen sind so detailreich und plastisch beschrieben, dass es für mich stellenweise kaum auszuhalten war. Ich habe während des Lesens so manche Träne geweint. Aber so ist Krieg. Es wird nichts beschönigt oder gar romantisiert.

Der Schreibstil ist temporeich und atmosphärisch. Die Geschichte wird spannend und packend erzählt.

Jacob macht eine interessante Verwandlung durch. Vom gottesfürchtigen Jungen zum Racheengel. Er ist hin und her gerissen zwischen Gewissen und Hass. Wie weit ist er bereit zu gehen, um seine ermordete Familie zu rächen?

Anna ist eine unangepasste und starke Frau, die sich mit Heilkunde auskennt. Sie lebt in der ständigen Angst, der Hexerei bezichtigt zu werden und ist ebenfalls getrieben von dem Wunsch nach Rache an den Mördern ihrer Mutter.

Ihre Familienschicksale führen die beiden zusammen.

Matthias Söder gelingt es, dass man sich gut in die Gedankenwelt der beiden Protagonisten hineinversetzen kann. Ihre Charaktere sind vielschichtig und nahbar.

Es fiel mit sehr schwer, den Roman beiseite zu legen und ich bin tief in dieses düstere Kapitel der Geschichte eingetaucht.

Für alle Fans historischer Romane eine absolute Leseempfehlung.

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Ich bin wohl einfach zu dumm...

Schleifen
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Das Cover ist für mich nach wie vor ein richtigen eyecatcher. Es sieht im Original sogar noch schöner aus.
Leider habe ich in diesem Buch vergeblich nach einem roten Faden, überhaupt nach einer Geschichte, ...

Das Cover ist für mich nach wie vor ein richtigen eyecatcher. Es sieht im Original sogar noch schöner aus.
Leider habe ich in diesem Buch vergeblich nach einem roten Faden, überhaupt nach einer Geschichte, gesucht.
Ich kann beim besten Willen einfach nicht sagen, worum es in diesem Buch überhaupt wirklich gehen soll. Für mich war es eine Aneinanderreihung von zusammenhanglosen Geschichten.
Ich musste mich regelrecht durch das Buch quälen und ich hatte abends wirklich keine Lust, überhaupt weiter zu lesen. Ich habe es nur durchgezogen, weil ich es rezensieren möchte. Hätte ich es mir selbst gekauft, hätte ich nach spätestens 100 Seiten aufgegeben.
Es tut mir sehr leid, dass ich das so schreiben muss, weil Elias Hirschl wahrscheinlich ein Genie ist und ich wirklich einfach zu dumm für diese Buch.
Ich möchte beim Lesen tatsächlich in erster Linie unterhalten werden und in eine andere Welt abtauchen. Dafür muss ich aber erstmal verstehen, worum es in dieser Welt eigentlich gehen soll...
Es gibt durchaus lustige Stellen im Roman, z.B. die Kommunikation mit den Außerirdischen, die Parallelwelt auf dem Kreisverkehr oder die Sektenrekrutierung der Hausfrau. Aber diese erheiterden Passagen tragen nun mal keinen knapp 400 Seiten langen Roman, wenn man in der Zwischenzeit immer wieder nur Bahnhof versteht.
Die beiden Protagonisten Franziska Denk und Otto Mandl finde ich auch nur unsympathisch und elitär. Im echten Leben würde ich einfach sagen, sie haben zu viel Zeit und sollten sich Hobbys suchen.
Für mich ist das Buch absolut keine Leseempfehlung und ich kenne auch wirklich niemanden, über den ich denke, dass er Freude an dem Buch hätte.
Aber Menschen, die skurrile Geschichten mögen, kommen bestimmt auf ihre Kosten.
Der Erfolg gibt Elias Hirschl ja recht.

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