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Veröffentlicht am 09.08.2026

Toller Reihenauftakt mit liebenswerten Charakteren

Die Waldponys – Tilda im Ponyglück
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Tilda ist hin- und hergerissen. Einerseits freut sie sich, dass ihre Mama viellleicht einen Job als Ponypflegerin bekommt, andererseits müssten sie dafür umziehen und ihr altes Leben zurücklassen. Doch ...

Tilda ist hin- und hergerissen. Einerseits freut sie sich, dass ihre Mama viellleicht einen Job als Ponypflegerin bekommt, andererseits müssten sie dafür umziehen und ihr altes Leben zurücklassen. Doch zuerst will die 5-köpfige Familie sich dem Schlossherren und Besitzer der Ponys einmal vorstellen. Dummerweise stellt sich auch noch ein gewisser Herr Doberkopp vor, der haufenweise Zeugnisse vorweisen kann, während Tildas Familie eher laut und chaotisch wirkt. Doch hat Herr Doberkopp wirklich Gutes mit dem Anwesen im Sinn?

Wir hatten schon einige Bücher, in denen Kinder plötzlich umziehen müssen und sich in der neuen Situation zurecht finden müssen. Im ersten Teil der Waldponys läuft es etwas anders. Noch ist nämlich nicht sicher, ob die Mama von Tilda den Job überhaupt bekommt. Daher kann die Famiilie sich die Sache erstmal ansehen und muss dann noch die Zusage bekommen. Sehr zwielichtig erscheint sofort der Konkurrent um den Job, während der Schlossbesitzer eher etwas ältlich wirkt und auch überfordert mit Tildas wuseliger Familie. Wir fanden sie allerdings total liebenswert, gerade weil sie auch etwas chaotisch ist. Besonders angetan hat es uns Tildas kleine Schwester. Die ist wirklich zum Knuddeln.

Tilda selbst sitzt etwas zwischen den Stühlen. Sie hat Angst, bald ohne Freunde in einer fremden Gegend zu leben, aber gleichzeitig findet sie sofort einen Draht zu den frei im Wald lebenden Ponys. Die sind auch etwas ganz Besonderes und gerade die mysteriöse Bella hatte etwas Magisches an sich. Hier lässt es sich wunderbar mit der Familie mitfiebern, für die es leider gar nicht gut aussieht. Und dann ist da noch eine neue Bekanntschaft, die Tilda erstmal gar nicht behagt, nämlich die Tochter des Försters. An der Stelle kommt dann noch das Thema Freundschaft in die Geschichte, die mal spannend aber immer auch humorvoll erzählt wird. Wir mussten des Öfteren Grinsen, weil doch einiges schief geht. Kleine Ponyfans werden das Buch hoffentlich genauso lieben wie wir. Einfach ein toller Reihenauftakt mit ebenfalls gelungenen Illustrationen, den man selbst lesen oder vorlesen kann. Uns hat die Geschichte richtig gut abgeholt und wir werden auf jeden Fall weitere Bände lesen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Familiensaga mit einem Hauch von Abenteuer und Mystery

Die Meerglas-Schwestern
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Dies ist der erste Band einer vierteiligen Reihe über die Blackmore-Töchter auf auf Skara in Schottland. Der Prolog erklärt den Fluch, der seit lange vor Christus auf diesem Anwesen liegen soll. Mittlerweile ...

Dies ist der erste Band einer vierteiligen Reihe über die Blackmore-Töchter auf auf Skara in Schottland. Der Prolog erklärt den Fluch, der seit lange vor Christus auf diesem Anwesen liegen soll. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1931. Als erste der Schwestern lernen wir die Älteste, Iris, kennen. Da der Vater das Anwesen heruntergewirtschaftet hat, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel Ralph. Er soll auf Ceylon eine Teeplantage besitzen, deshalb möchte sie ihn um Hilfe bitten. Wie "blauäugig" sie unterwegs ist, wird ihr erst später bewusst.

In der Gegenwart treffen wir auf Roz, die in Australien lebt und nur mit einem Opalring ihrer verstorbenen Mutter auf der Flucht vor ihrem Stiefvater nach London reist. In einer dortigen Galerie zieht sie ein Landschaftsgemälde magisch an. Sie macht sich auf, diesen Ort zu suchen.

Die Autorin Eleanor Buchanan, die mir bisher unbekannt war, erzählt in zwei Zeitebenen und mehreren Strängen sehr flüssig, bildhaft und fesselnd die Geschichte von Iris, die zu einem großen Abenteuer aufbricht und Roz, die unwissentlich auf die Spuren ihrer eigenen Familie stößt. Die Erzählstränge sind so geschickt miteinander verwoben, dass immer nur das Nötigste preisgegeben wird und so die Spannung erhalten bleibt. Natürlich kommt auch das Gefühlsleben der Protagonistinnen nicht zu kurz. Die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaften auf allen vorkommenden Kontinenten tragen viel zur Stimmung beim Lesen bei, ebenso wie das wunderschön gestaltete Cover.

Auf die mystischen, irrealen Szenen im Buch hätte ich jedoch gerne verzichten können, sie waren in meinen Augen unnötig. Trotzdem hat mir die Familiengeschichte insgesamt gut gefallen und mich prima unterhalten. Darum freue ich mich auch auf die Fortsetzung, die hoffentlich in nicht allzu langer Zeit erscheinen wird. Für mich ist dieser Roman gute vier Sterne wert.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Auf spannender Suche nach den Dinos

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier
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Mein Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist der Hit für alle kleinen Dino-Fans. Es schickt diese nicht nur auf eine spannende Suche in wimmeligen Landschaften an Land und zu Wasser, sondern weckt auch ...

Mein Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist der Hit für alle kleinen Dino-Fans. Es schickt diese nicht nur auf eine spannende Suche in wimmeligen Landschaften an Land und zu Wasser, sondern weckt auch Neugier durch die vielen Klappen, durch die sich die Bilder verändern. Das Titelcover gibt schon einen guten Hinweis, was die jungen Leser*innen im Inneren erwartet. Etwa drei Viertel der Doppelseiten nimmt jeweils eine wunderbar gezeichnete Szene voller erstaunlicher Urzeitwesen ein, wobei mir hier besonders die dezenten Farben und die Details zum Entdecken sehr gut gefallen. Auch auf die richtige zeitliche Einordnung wurde meines Erachtens nach genau geachtet. Das Viertel am linken Rand bleibt im Untergrund weiß. Hier findet sich ein kurzer erklärender oder einleitender Text, der Zeit und/oder Ort der Szene und damals lelbende Dinos und andere Tiere erwähnt. Immer endet schon dieser Text mit einer Frage, die die Kinder zum Mitmachen und Suchen animiert. Durch die vielen Details ist es manchmal für die ganz Kleinen gar nicht mal so leicht, sofort eins der mindestens sieben gesuchten Bilder aufzuspüren. Oft befindet sich dann auch noch genau bei den gesuchten Tieren eine Klappe, durch die sich zum Beispiel das Maul des Sauriers öffnet oder ein Raubsaurier angreift. Auch ein Blick ins Dino-Nest stillt die Neugier. Am Ende besucht man noch ein naturhistorisches Museum, in dem die Überreste, die man von Dinos gefunden hat, ausgestellt werden. Das regt auf jeden Fall zu einem tollen Familienausflug ins nächste Museum ein. Dass hier während des Publikumsverkehrs gerade neue Exponate vorbereitet werden, ist nicht ganz so realistisch, aber so vereint man zwei Aspekte einer Ausstellung auf einem Bild. Meine Enkel lieben das Buch und ich suche auch gern mit. Einzig die Pappe kommt mir nicht mehr ganz so stabil vor wie früher. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Ruhige Vorschulgeschichten mit pädagogischem Ansatz

Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita
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In der Kita Kichererbse haben die Großen regelmäßig Vorschulgruppentreffen. Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma gehören jetzt zu den Vorschulprofis. Mit ihrem Erzieher Joschi machen die fünf Kinder dann besondere ...

In der Kita Kichererbse haben die Großen regelmäßig Vorschulgruppentreffen. Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma gehören jetzt zu den Vorschulprofis. Mit ihrem Erzieher Joschi machen die fünf Kinder dann besondere Spiele und Aktionen, die ihnen bei der Vorbereitung auf die Schule helfen, aber vor allem machen sie riesigen Spaß und zeigen ihnen, wie viel sie eigentlich schon können. Auch Zuhause ist einiges los, da gibt es Alltagsexperimente, Kuscheltage und Geburtstagsfeiern. Sogar der Schule dürfen die Vorschulprofis einen Besuch abstatten. Da kann ja nichts mehr schief gehen. Wenn da nur am Ende nicht der Abschied von der Kita wäre...

Mir hat das bunte Cover mit den fröhlichen Kindern, die alle tolle Sachen machen, sofort gefallen. Es fällt sehr positiv auf und macht Kindern sicher große Lust aufs Vorlesen. Das Thema Vorschulkind liegt bei uns gerade hoch im Kurs, denn ab September ist meine Enkelin genau das. Das Buch trifft auch in weiten Teilen meine Erwartungen. Die Geschichten sind insgesamt sehr ruhig und besonnen erzählt, häufig geht es ganz lustig und lehrreich zu in der Kita, aber auch bei den Kindern zuhause, wo man sie mit ihren Eltern, Kindern zu Besuch oder ihren Geschwistern erlebt. Zu jedem der 11 Kapitel gibt es Tipps für Aktionen und Spiele, die man meist ganz leicht nachmachen kann. Doch bevor es ans Buch selbst geht, darf das Vorlesekind sich auf der Rückseite des Buchdeckels und er ersten Seite austoben und seinen Namen, seine Schulstimmung und vieles Weitere eintragen. Es folgt ein kurzes Vorwort der Autorin. In der ersten Geschichte lernt man Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma kennen. Auch Erzieher Joschi kommt gleich zu Anfang sehr sympathisch und engagiert im Umgang mit den Kindern rüber. Insgesamt sind die Geschichten und die darin enthaltenen Spiele und Situationen sehr lehrreich und pädagogisch aufbereitet. Dabei tritt für mich der Lesespaß oft etwas zu sehr in den Hintergrund. Zwar gibt es lustige Situationen und auch mal kurze Konflikte, aber alles ist recht gleichförmig erzählt. Meine Enkelin fand nicht jede Geschichte gleich gut und hatte schnell ihre Lieblinge. Meist waren es die, in denen die Gefühle der Kinder in den Vordergrund traten, wie z. B. die Sorge vor neuen Herausforderungen oder das Lachen bei der Geburtstagsparty. Da konnte man richtig mitgehen und das traf wohl einen Nerv.

Die Aktionen der Kinder werden am Ende als Vorschläge auf einer Art Checkliste zum Nachmachen erläutert und dabei auch deren pädagogischer Wert erläutert. Letztere Angaben habe ich am Ende nur noch überflogen. Es reicht mir zu wissen, dass die Spiele Sinn machen und dieses Kriterium erfüllt so ziemlich jedes Spielen, Basteln und Toben. Für Erzieher*innen haben diese Angaben vermutlich mehr Nutzen, um Kinder gezielt zu fördern. Mir als Erwachsener gefiel zwar, dass das Buch die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt (z. B. zwei Papas, ein Kind mit Hörimplantat etc.), dennoch waren mir die Charaktere insgesamt zu gleichförmig, zu homogen. Selbst, wenn ein Kind mal mehr Sorge gezeigt hat, als andere, konnte man kaum Unterschiede oder gar Schwächen erkennen. Aber auch diese Art Vielfalt gehört für mich dazu.

Superbunt und schön empfinden wir die Illustrationen, sowie die gesamte Gestaltung des Buches. Immer wieder gibt es einen QR-Code für das Vorschulprofilied, das die Gruppe bei jedem Treffen singt. Einmal gab es auch ein Video zu einem Beipsiel für ein Klatschspiel. Das ist immer mal eine tolle Abwechslung und erleichtert das Mitmachen. Auch die Spiele sind leicht vorbereitet, man hat meist alles Nötige zuhause. Deswegen erhalten die Vorschulprofis von uns 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Emotionale, fesselnde Familiengeschichte aus dem hohen Norden

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die versprochene Suche nach Fenjas vermisster älterer Schwester Martje, aber auch die Sehnsucht nach Fenjas Sohn Eric bringen die Journalistin Anna zurück nach Listland auf Sylt. Fenja ist mittlerweile ...

Die versprochene Suche nach Fenjas vermisster älterer Schwester Martje, aber auch die Sehnsucht nach Fenjas Sohn Eric bringen die Journalistin Anna zurück nach Listland auf Sylt. Fenja ist mittlerweile 85 Jahre alt und hofft, ihre Schwester noch einmal in die Arme schließen zu können. Martje ist seit einem Sturm 1958 spurlos verschwunden. Erstaunt muss Anna erfahren, dass Fenja doch mehr über ihren Verbleib weiß, als sie bisher offenbart hat. Kann Anna die Fährte aufnehmen? Dann ist da noch die geheimnisvolle Stipendiatin Leevke, die Martens Buch fertigstellen soll.

Dies ist Band 2 der Dilogie "Die Bücherfrauen von Listland". Zum besseren Verständnis empfehle ich, auf jeden Fall vorab Band 1 "Der Gesang der Seeschwalben" zu lesen. Doch auch das vorangestellte Personenregister ist hilfreich. Die Autorin Gabriella Engelmann schreibt sehr flüssig, tiefsinnig und vor allem bildgewaltig. Durch die Zeitstränge bleibt stets eine gewisse Spannung erhalten. Die Szenen um Anna und Eric, sowie Leevke ergänzen das Ganze.

Vor allem die Lebensgeschichte von Martje hat mich bewegt. Ihre Flucht zu Herk, das harmonische Zusammenleben mit Nanning, alles, was sie aus ihrem weiteren Leben gemacht hat, wirkt auf mich sehr authentisch. Sie war dann doch mehr "Bücherfrau" als gedacht. Dieser Roman hat mich berührt und gut unterhalten, auch wenn zum Ende hin einige Fragen offen geblieben sind. Es war faszinierend, auf den Nordseeinseln Gast zu sein. Eigens erwähnen möchte ich das stimmungsvolle Titelbild, das eine besondere Atmosphäre spüren lässt und zum Verweilen auf der Bank in den Dünen einlädt. Von mir gibt es dafür verdiente 4,5 Sterne.

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