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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2024

Irgendwie zwiegespalten

When The Moon Hatched
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Manchmal wäre bei Fantasy statt eines Hörbuches, vermutlich das Buch etwas besser gewählt gewesen, oder eine Kombination aus beidem. Das Werk der Autorin Sarah A. Parker hat durchaus seinen Reiz, allerdings ...

Manchmal wäre bei Fantasy statt eines Hörbuches, vermutlich das Buch etwas besser gewählt gewesen, oder eine Kombination aus beidem. Das Werk der Autorin Sarah A. Parker hat durchaus seinen Reiz, allerdings auch einige Längen. Ich kann nicht wirklich von mir sagen, das ich alles zu 100 Prozent verstanden oder richtig eingeordnet bekommen hätte. Der Schreibstil & Inhalt schwankt zwischen ausschweifend, poetisch und kommt auch mit einigen unschönen Szenen daher. Größtenteils wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Raeve erzählt. Sie wirkt zugleich stark & verletzlich. Als sie dann auf Kaan trifft, sprühen Funken unterschiedlichster Art. Man könnte sie wirklich wie Feuer & Eis beschreiben, deren Anziehung für mich nicht ganz nachvollziehbar bzw. spürbar ist. Dann gibt es u. A. noch Tagebucheinträge von Elluin & es wird auch ein wenig aus der Sicht von Veya, Kaans Schwester erzählt. Es gab Unvorsehbares & Vorhersehbares, letzteres hat mir etwas meine Stimmung vermiest. Meine Lieblingssynchronsprecherin Katja Sallay, lässt mich vermutlich jedes Hörbuch endlos lauschen, ich höre sie wirklich sehr gerne. Sie hat Raeve ihre Stimme verliehen. Daneben sprachen noch Timo Weisschnur, Madiha Kelling Bergner, Ann Vielhaben, Janin Stenzel, Nils Nelleßen & Gunnar Bergmann andere Figuren ein. Einige dieser Synchronsprecher kenne und mag ich auch gerne. Man könnte fast meinen es wäre ein Hörspiel, bei so vielen Sprechern. ;) Aber damit nicht genug, das Buch wurde zudem von insgesamt 5 Übersetzern ins Deutsche übertragen. Um sie alle namentlich auch aufzuzählen: Franca Fritz, Heinrich Koop, Kerstin Fricke, Christine Heinzius & Mo Zuber. Etwas irritierend für mich bzw. auch neu. Ob ich zum zweiten Band greife, wenn er dann erschienen ist, weiß ich noch nicht so recht. Allerdings wirkt dieser erste Band trotz meiner Kritikpunkte nach, was ja kein schlechtes Zeichen ist.

«Mein Herz machte einen Satz, als wollte es sich zwischen meinen Rippen verstecken.»

«Ich bin nicht Dein Geheimnis, ich bin Deine Wahrheit.»

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Es gibt viele Rätsel

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Wie so oft zog mich zuerst das Cover an, es ist für mich ein Mix aus Moderne & ein Hauch Altertum. Auch wenn ich mich jetzt nicht so als große Rätselfreundin betiteln würde, finde ich bestimmte Rätsel ...

Wie so oft zog mich zuerst das Cover an, es ist für mich ein Mix aus Moderne & ein Hauch Altertum. Auch wenn ich mich jetzt nicht so als große Rätselfreundin betiteln würde, finde ich bestimmte Rätsel doch schon sehr reizvoll. Diese Geschichte wartet mit einer ganzen Menge davon auf. Wobei meine Vorstellung davon eine etwas Andere war. Der Autor Samuel Burr arbeitet als Fernsehproduzent und schrieb mit diesem Werk seinen Debütroman. Die Grundidee einer Rätselgemeinschaft fand ich ziemlich interessant, auch die Hintergründe wie diese zustande kam, mochte ich. Die Bewohner sind schon ein Völkchen für sich, intelligent bis etwas verschroben, spezialisiert auf ihrem jeweiligen Metier. Einige waren mir sympathisch, Andere weniger. Die Hauptfigur Clayton wird als Säugling in diese Gemeinschaft aufgenommen und weiß lange Jahre nicht, woher er kommt und wer seine Eltern sind. Bis seine Ziehmutter & Gründerin der Rätselgemeinschaft Pippa verstirbt, danach macht er sich mit der Hilfe hinterlassener Rätselkrumen auf den Weg ins Ungewisse. Insgesamt hat dieses Werk einiges an Potential, allerdings ging mir davon vor allem durch mannigfaltige Längen etwas verloren. Es ist ein Roman, der mich stellenweise neugierig machte & berührt hat. Mich an anderen Stellen allerdings etwas verlor. Empfehlen würde ich es Lesern, die sich daran nicht stören & es sich damit gemütlich machen können. :)

«Sie war immer schon eine Außenseiterin gewesen und hatte immer damit zu ringen gehabt, ihre außergewöhnlichen Eigenschaften zugunsten des Wunsches, sich der Welt anzupassen, hintanzustellen.»

«Die Liebe ist komplizierter als jedes Rätsel, das sich jemand ausdenken kann, Clayton.»

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Liebeswerte Geschichte

Alice und die Geister von nebenan
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Das Cover ist ansprechend und etwas düster zugleich. Für mich ist es stimmig. Unsere Protagonistin Alice zieht mit ihren Eltern oft um und macht größtenteils mit ihrem Vater aus heruntergekommenen Häusern, ...

Das Cover ist ansprechend und etwas düster zugleich. Für mich ist es stimmig. Unsere Protagonistin Alice zieht mit ihren Eltern oft um und macht größtenteils mit ihrem Vater aus heruntergekommenen Häusern, die ihnen ein Zuhause auf Zeit sind, mit handwerklichen Geschick & Geduld, wieder ansehnliche & gemütliche Domizile. Sie ist ein bemerkenswertes 10-jähriges Mädchen, mit einem Freigeistsinn. Als sie mit ihrer Familie das vorerst letzte Mal umzieht, wird zwar in dem eigenem Haus nichts mehr repariert, aber das hält Alice nicht davon ab nebenan ihr persönliches Abenteuer zu erleben. In der desolaten Villa hausen zudem 3 Geister. Das ist neu für sie. Aber sie macht es sich zur Aufgabe Ivy, Mugwort & Danny kennenzulernen und ihnen zu helfen ihre jeweiligen Herzensangelegenheiten zu lösen und sie zu einem so gutem, wie möglichem Ende zu bringen. Mir gefiel viel an dieser Geschichte, der Schreibstil liest sich angenehm weg und inhaltlich war es eine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Freiraum und Humor. So bekommt Alice z.B. öfters liebevolle Koseworte von ihren Eltern, wie Fußnötchen. Eine empfehlenswerte liebenswürdige Geschichte die Neugierde, Wissen & Mut viel Raum gibt.

«So ist das, wenn man etwas repariert: Es entsteht ganz still und heimlich eine Verbundenheit zwischen einem selbst und dem Gegenstand.»
«Alice hatte das Gefühl, ihr Herz müsste zersplittern - brechen und splittern wie das Haus selbst.»
«Außerdem gibt es so viele unterschiedliche Arten von uns: die Ruhenden, die Überfälligen, die Für-Immer-Vergessenen.»
«Ich darf ja wohl herumschweben, wo ich Lust habe.»
«Beinahe nur für sich murmelte sie:« Ivy, Mugwort, Dandelion.» «Efeu, Wermut, Löwenzahn. Allesamt Unkräuter, die im Rasen rings um das Haus wucherten.»
«Wie die Zeit vergeht! Und am Ende müssen wir uns von allem, was wir lieben verabschieden, bis nichts von uns bleibt als unsere Essenz.»

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Veröffentlicht am 06.07.2024

Gelungener Gesellschaftsroman

In den Farben des Dunkels
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Chris Whitaker ist für mich kein unbekannter Autor, seine beiden vorherigen Romane «Von hier bis zum Anfang» & «Was auf das Ende folgt» habe ich sehr geliebt. Umso mehr freute ich mich, nun ein neues Werk ...

Chris Whitaker ist für mich kein unbekannter Autor, seine beiden vorherigen Romane «Von hier bis zum Anfang» & «Was auf das Ende folgt» habe ich sehr geliebt. Umso mehr freute ich mich, nun ein neues Werk von ihm entdecken zu können. Gewohnt atmosphärisch und auch ein wenig düster geschrieben, konnte ich gut in die Geschichte einsteigen. Die beiden Protagonisten Patch & Saint sind irgendwie besonders von ihren Persönlichkeiten her, sympathische Außenseiter. Allerdings schließt man sie wirklich sehr schnell ins Herz. Da mir anfangs nicht bewusst war, das es dieses Mal ein Gesellschaftsroman ist, kam bei mir zwischenzeitlich etwas Irritation auf. Nachdem ich es wusste, konnte ich auch diesen Roman genießen. Man begleitet die beiden Freunde durch ihre Jahrzehnte. Ihre Freundschaft muss durch so einiges durch, sie verändert sich, aber sie hat ein unsichtbares Band. Die Charakterentwicklung beider, gefiel mir gut, da ich sie als authentisch empfinde. Das Werk wurde von Richard Barenberg atmosphärisch und gut nuanciert eingelesen, so das man ihm stundenlag zuhören mochte. Für mich war dieser neue Roman wieder ein kleines Highlight, der intensiv und bildhaft geschrieben wurde. Auf künftige Werke des Autors, freue ich mich daher sehr, denn er schreibt genau so, wie ich es mag. :)

«Erinnerungen wohnen in den Menschen, nicht in Orten und Dingen.»

«Das Gute lässt viel Raum für Böses.»

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Veröffentlicht am 06.07.2024

Empathischer Führungsstil

Mit Liebe werben
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Das kontrastreiche Cover & der passende Titel haben sogleich meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Werbe,- und Designbranche wurde von der Autorin und Designerin Jacqueline Jeske kompetent dargestellt ...

Das kontrastreiche Cover & der passende Titel haben sogleich meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Werbe,- und Designbranche wurde von der Autorin und Designerin Jacqueline Jeske kompetent dargestellt und ich fühlte mich oft abgeholt. Sie beleuchtet nicht nur die 4 unterschiedlichen Generationen (Boomer, Generation X, Millennials & Generation Z), sondern auch bekannte Führungsstile und wie man den Balanceakt guter bedürfnisorientierter Unternehmensführung schaffen kann. Dieses Sachbuch besticht durch Authentizität und guter Verständlichkeit. Der angenehme Schreibstil, lässt einen fast durch die Seiten fliegen. Inhaltlich fließen viele Erfahrungen, aber auch einige Studien mit hinein. Es gab für mich nur ein kleines Manko & zwar tat ich mich mit einigen Abkürzungen und englischen Bezeichnungen schwer. Da hätte ich mir des Öfteren gern, eine kleine Erklärung oder ein deutsches Pendant dafür gewünscht, zur leichteren Einordnung und zum besseren Verständnis. Hingegen ich einige Ideen für eine neue Arbeitswelt sehr inspirierend fand wie z.B.: die 32-Stunden-Woche für alle, die Mental Health Days & ein Überstundenverbot. Insgesamt würde ich dieses gute Werk, auch außerhalb der Werbe,- und Designbranche empfehlen. Für ein gutes Miteinander in der Arbeitswelt.

«New Work - das heißt also ganz einfach zeitgemäße Arbeitsbedingungen für zeitgemäße Arbeitskräfte.»

«Ehrliche und transparente Bewerbungsgespräche sind also das A & O.»

«Die meisten von uns sind irgendwie anders, manchmal etwas drüber und generell per Du.»

«Die Einstellung zum Leben und Arbeiten - und damit auch die Art der psychischen Bedürfniserfüllung - hat sich grundsätzlich verändert.»

«Mitarbeitende sollten also unter Artenschutz gestellt werden. Sie bleiben immer Menschen mit außerbetrieblichen Beziehungen, Bedürfnissen und Gewohnheiten. Und heutzutage möchten sie auch im Job mit all diesem Gepäck verstanden, respektiert und unterstützt werden. Holistisch, als Ganzes.»

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