Platzhalter für Profilbild

Shilo_

Lesejury Star
offline

Shilo_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Shilo_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2022

Die verschwundenen Mädchen

Das Gelübde der vergessenen Tochter
0

Im Jahr 1137 bricht eine junge Frau vor dem Tor des Bergklosters Tannhöhe in den bayrischen Alpen zusammen. Als sie erwacht, liegt sich versorgt in einem Bett und eine junge Nonne sitzt neben ihr. Da die ...

Im Jahr 1137 bricht eine junge Frau vor dem Tor des Bergklosters Tannhöhe in den bayrischen Alpen zusammen. Als sie erwacht, liegt sich versorgt in einem Bett und eine junge Nonne sitzt neben ihr. Da die junge Frau anscheinend ihr Gedächtnis verloren hat, gibt man ihr den Namen Laya. Doch Laya verschweigt bewusst ihre Herkunft. Sie wurde zusammen mit ihrem Gefährten Julian überfallen. Jetzt will sie sich rächen und Ansgar, ein junger Mönch, will ihr dabei helfen. Dabei erfährt sie, dass in der Gegend immer wieder junge Frauen spurlos verschwinden.
Dieser Roman der mir bis dahin unbekannten Autorin hat mich bereits ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Bildhaft hat Manuela Schörghofer die einzelnen Charaktere gezeichnet. So war es mir möglich, mich jederzeit in die Hauptprotagonistin Laya hineinversetzen zu können und ihre Gedanken und Handlungen nachzuvollziehen. Die Handlung mit ihrem unvorhersehbaren Ende ist fesselnd und ließ mich bis zum Schluss mitfiebern. Durch den lockeren und leichten Schreibstil bereitete mir das Buch spannende und sehr unterhaltsame Lesestunden.
Mein Fazit:
Ein spannender historischer Klosterroman, auf dessen Fortsetzung ich mich schon jetzt sehr freue. Sehr gerne empfehle ich ihn weiter und vergebe 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2022

Gelungene Fortsetzung

Die Dorflehrerin
0

Antonie Weber ist mit Leib und Seele Lehrerin in der kleinen Berggemeinde Tannau. Der erste Weltkrieg tobt noch immer und viele männliche Einwohner sind an der Front gefallen. Antonie ist ein geachtetes ...

Antonie Weber ist mit Leib und Seele Lehrerin in der kleinen Berggemeinde Tannau. Der erste Weltkrieg tobt noch immer und viele männliche Einwohner sind an der Front gefallen. Antonie ist ein geachtetes Mitglied in dem Bergdorf geworden. Lediglich der neue Pfarrer versucht, ihr das Leben zur Hölle zu machen. Der Revierförster Sebastian, gegen den sich Antonie ihres Berufes zuliebe entschieden hat, kommt unverletzt aus dem Krieg zurück. Da es für beide keine gemeinsame Zukunft zu geben scheint, folgt er dem Aufruf des Ministeriums und geht nach München. Im Jahr 1918 bricht in München die Novemberrevolution aus und alles verändert sich. Jetzt muss sich Antonie entscheiden, Beruf oder ihre Liebe zu Sebastian.
Auch diese Fortsetzung des ersten Bandes der Dorflehrerin erzählt von den unbeschreiblichen Zuständen, der eine junge Frau in diesem Beruf Anfang des 20. Jahrhunderts noch ausgesetzt war. Als Lehrerin durfte sie keine Ehe eingehen, denn dann verlor sie ihren Beruf und ihre Pensionsansprüche. Auch unterstanden die Schulen, zumindest in Bayern, der Kirche, der Pfarrer hatte das allmächtige Sagen und konnte sich in den Unterricht nach Belieben einmischen. Bettina Seidl ist es auch in diesem Band gelungen, die historischen Begebenheiten gekonnt in die Handlung einzuflechten. Die Charaktere sind ausdrucksstark dargestellt und die Handlung voller Spannung. Mit einem leichten und lockeren Schreibstil führt die Autorin durch dieses Buch.
Mein Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die auch ohne Kenntnis des ersten Teiles sehr gut gelesen werden kann.
4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2022

Letzter Teil der Gut Mohlenberg-Reihe

Mehr als die Gerechtigkeit
0

Im Jahr 1957 ist Gut Mohlenberg wieder eine psychiatrische Klinik. Friederike von Aalen reist mit ihrer Tochter Charlotte nach Hamburg, um ihrem Kollegen Richard Hellmer zu helfen. Dieser versucht, Zwangssterilisierten ...

Im Jahr 1957 ist Gut Mohlenberg wieder eine psychiatrische Klinik. Friederike von Aalen reist mit ihrer Tochter Charlotte nach Hamburg, um ihrem Kollegen Richard Hellmer zu helfen. Dieser versucht, Zwangssterilisierten des Dritten Reiches zu einem späten Recht zu verhelfen. Richard wird von einer unerwarteten Seite Unterstützung angeboten, doch ehe er sich mit dem ehemaligen Widersacher treffen kann, wird dieser tot aufgefunden. Friederike wird durch Hauptkommissar Studt in die Ermittlungen mit einbezogen.
Charlotte lernt in Hamburg den englischen Piloten Thomas kennen, von dem sie sich angezogen fühlt.
Kann daraus mehr werden?
Dieser vierte Teil der Reihe beschreibt den Versuch, Verbrechen der NS-Zeit ans Licht zu bringen und den Opfern eine Entschädigung zukommen zu lassen. Ein fast aussichtsloser Kampf, denn viele der NS-Verbrecher saßen nach dem Krieg wieder in angesehenen und gehobenen Positionen.
Melanie Metzenthin hat es geschafft, diese Situationen anschaulich und nachvollziehbar in diesem Roman darzustellen. Authentisch hat sie die verschiedenen Charaktere gestaltet. Die Handlung, in die historische Persönlichkeiten gekonnt mit eingewoben wurden, ist fesselnd und spannend. Mit flüssigem und lockeren Schreibstil führt die Autorin durch dieses Buch.
Mein Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Gut Mohlenberg-Reihe, die man jedoch zum besseren Verständnis mit dem ersten Band beginnen sollte. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2022

Im Grauen des Krieges

Das Gedächtnis des Winters
0

Paul Bauer, ein deutscher Chirurg und Militärarzt, baut im eiskalten Winter 1941 ein Feldlazarett in Jasnaja Poljana auf. Es ist das einstige Landgut von Leo Tolstoi. Hier trifft er auf Katerina, der Kuratorin ...

Paul Bauer, ein deutscher Chirurg und Militärarzt, baut im eiskalten Winter 1941 ein Feldlazarett in Jasnaja Poljana auf. Es ist das einstige Landgut von Leo Tolstoi. Hier trifft er auf Katerina, der Kuratorin von Tolstois Gedenkstätte, die Bauer den baldigen Untergang der deutschen Armee prophezeit und nicht dazu bereit ist, den deutschen Besatzern das Leben in irgendeiner Weise zu erleichtern. Doch mit der Zeit bringt die Liebe zur Literatur und vor allen Dingen zu dem Buch „Krieg und Frieden“ Katerina und Paul etwas näher zusammen.
Bildgewaltig hat Steven Conte die Situation der deutschen Sanitätseinheit im sibirischen Winter Russlands dargestellt. Fast körperlich ist das Grauen des Krieges und die Hoffnungslosigkeit spürbar. Detaillierte Chirurgie-Szenen bringen dem Leser die Sinnlosigkeit und Brutalität nahe, in denen sich die Einheit befindet.
Bereichert wird dieser Roman durch skurrile Charaktere, die durchaus in die Realität dieser Zeit hätten passen können. Auch hat der Autor das sowjetische Staats-und Kulturleben nach dem Krieg nachvollziehbar und authentisch nach gezeichnet.
Dieses Buch über eine chancenlose Liebe in einer grauenhaften Zeit verdient 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2022

Wunderschön und zeitlos

Der rote Seidenschal
0

Dieser Neuauflage des Buches, das die Autorin im Alter von 15 Jahren schrieb und seine Erstveröffentlichung 1957 hatte, ist ein Klassiker, der auch heute noch, nach 65 Jahren seine Anhänger finden wird. ...

Dieser Neuauflage des Buches, das die Autorin im Alter von 15 Jahren schrieb und seine Erstveröffentlichung 1957 hatte, ist ein Klassiker, der auch heute noch, nach 65 Jahren seine Anhänger finden wird. Es handelt von der 17jährigen Ann, die, nach dem Tod beider Eltern, bei ihrer Tante streng und wohlbehütet aufwächst. Bei einer Bahnfahrt von Phoenix nach Tuscon verliert beim Aussteigen auf der Zwischenstation in Mesilla eine junge Frau ihren roten Seidenschal. Sofort springt Ann auf, um ihr den Schal wiederzugeben. Dabei verläuft sie sich in der kleinen Stadt und verpasst den Zug. Sie erfährt, dass der nächste Zug erst wieder in drei Wochen nach nach Tuscon fährt. Allein, hungrig und ohne Geld irrt sie herum
und lernt Chee, einen jungen Halbblutapachen kennen. Die abenteuerlustige und freiheitsliebende Ann begibt sich mit ihm auf eine abenteuerliche Reise.
Schon ab der ersten Seite hat mich dieser Roman verzaubert. Glaubhaft hat Federica de Cesco die relevanten Protagonisten dargestellt. So war es mir möglich, das Geschehen vor meinem geistigen Auge bildhaft nachzuvollziehen. Die Handlung, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Arizona spielt, ist spannend und anschaulich geschrieben. Viel zu schnell hatte ich die 208 Seiten gelesen.
Mein Fazit:
Diesen Roman kann ich allen Liebhabern von Abenteuern im Wilden Westen ans Herz legen. 4 Sterne und eine Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere