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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2023

Voller Tiefe und Emotionen

Wind in deinen Segeln
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Mit diesem Buch hab Jessica Winter wieder einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht.
Die liebenswerte Emerald, genannt Em, ist auf dem Weg nach Idaho, um ein Versprechen einzulösen,
das sie vor ...

Mit diesem Buch hab Jessica Winter wieder einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht.
Die liebenswerte Emerald, genannt Em, ist auf dem Weg nach Idaho, um ein Versprechen einzulösen,
das sie vor 3 Jahren ihren jüngeren Geschwistern gegeben hat. Doch sie hat einen Unfall und kann mit dem beschädigten Auto nicht weiterfahren. Der Automechaniker Gabriel soll jetzt ihren Wagen reparieren. Er ist ihr gegenüber sehr ruppig, obwohl er in ihrer Nähe Herzklopfen verspürt. Doch er muss allen Frauen aus dem Weg gehen, seit ihm das Leben übel mitgespielt hat. Auch Em hat ihr Bündel zu tragen und die Zeit drängt, nach Idaho zu gelangen.
Beide Hauptprotagonisten hat die Autorin authentisch und nachvollziehbar gezeichnet. Die erschütternden Erlebnisse von Gabe und Em werden mit Fortlauf der Geschichte nach und nach aufgedeckt. Dadurch erhält die Handlung eine besondere Spannung, und ich wollte unbedingt wissen, was in der Vergangenheit geschah. Der Schreibstil ist flüssig und so flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Eine dramatische Story voller Tiefe und Emotionen, die mit einem Cliffhänger endet. Jetzt fiebere ich der Fortsetzung entgegen. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Eine spannende Reise in Omas Vergangenheit

Das Mädchen aus Ostpreußen
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Nach ihrer Flucht aus Ostpreußen strandet Netti mit ihrer Familie 1945 in Lüneburg. Die Stadt ist überfüllt mit Flüchtlingen und täglich treffen neue ein. Hunger ist ihr täglicher Begleiter und Unterkünfte ...

Nach ihrer Flucht aus Ostpreußen strandet Netti mit ihrer Familie 1945 in Lüneburg. Die Stadt ist überfüllt mit Flüchtlingen und täglich treffen neue ein. Hunger ist ihr täglicher Begleiter und Unterkünfte gibt es auch kaum. Endlich erhalten sie ein leeres Zimmer auf einem Bauernhof, doch sie besitzen nur das, was sie auf dem Leib tragen. Und für die Bäuerin sind sie nur „Polackenpack“, das äußerst unwillkommen ist. Doch Netti hat Glück. Sie bekommt eine Stelle im Haus von Major Alan Thompson, einem britischen Besatzungsoffizier, der die Deutschen hasst und sich Netti gegenüber abweisend verhält. Allerdings hat er auch seine Gründe dafür.
Dieser Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal von der Enkelin Johanna, die nach einer gescheiterten Beziehung zu ihren Großeltern flüchtet und durch Zufall ein altes Foto entdeckt. Wer ist der Mann darauf und in welcher Beziehung stand er zu ihrer Oma? Johanna will es unbedingt heraus finden.
Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit den Erlebnissen von Netti in Lüneburg. Während Johannas Geschichte eher einem Liebesroman gleicht, sind die Begebenheiten in der direkten Nachkriegszeit spannend und emotional aufwühlend. Nachvollziehbar hat Karin Lindberg die Verhältnisse und das Leben der Flüchtlinge beschrieben. Ich konnte mich in Netti hineinversetzen und habe mit ihr gelitten und gehofft.
Der Schreibstil führt flüssig durch diese Lektüre.
Mein Fazit:
Während ich zu Johanna keinen Bezug aufbauen konnte, und mich die steten Wechsel in die Gegenwart sehr gestört haben, hat mich die Geschichte von Netti doch sehr berührt. Trotzdem hat mir dieses Buch unterhaltsame und emotionale Lesestunden bereitet. 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.01.2023

Ein bewegender Auftakt der Schönbrunn-Saga

Die Frauen von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 1)
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Emmas größter Wunsch ist es, Tierärztin zu werden. Doch einer Frau ist es 1914 verwehrt, Veterinärmedizin zu studieren. Dieses ist nur in der Schweiz möglich. Deshalb ist Emma glücklich eine Tätigkeit ...

Emmas größter Wunsch ist es, Tierärztin zu werden. Doch einer Frau ist es 1914 verwehrt, Veterinärmedizin zu studieren. Dieses ist nur in der Schweiz möglich. Deshalb ist Emma glücklich eine Tätigkeit als Tierpflegerin im Tiergarten Schönbrunn zu bekommen. Voller Leidenschaft geht sie dieser Tätigkeit nach. Doch als der erste Weltkrieg ausbricht wird die Nahrung für Mensch und Tier knapp und der Tiergarten und Emma müssen um ihr Überleben kämpfen. Zumal sich Emma noch um ihre schwangere Schwester Greta kümmern muss, deren Mann an der Front vermisst wird. An Emmas Seite kämpft der Tierarzt Julius, der von der Front verletzt zurückgekehrt ist, um das Bestehen des Zoos. Denn auch von Seiten der hungernden Bevölkerung mehren sich die Stimmen, den Zoo zu schließen. Können Emma und Julius die Tiere und den Zoo retten?
Beate Maly hat sich bei diesem Roman von wahren Begebenheiten inspirieren lassen. So hat es einige der Tiere wirklich gegeben. Die Situation der damaligen Zeit hat sie eindrucksvoll und nachvollziehbar dargestellt. Auch sind die verschiedenen Charaktere authentisch und warmherzig beschrieben. Durch den leichten und flüssigen Schreibstil ist es ein Vergnügen diesen bewegenden Roman zu lesen.
Mein Fazit:
Ein wundervoller Auftakt der Schönbrunn-Saga, den ich sehr gerne weiterempfehle. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.01.2023

Cäcilia muss sich entscheiden

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Cecilia Herringer hat es im Jahr 1922 geschafft und das Lehrerinnenseminar mit Erfolg abgeschlossen.. Endlich kann sie Kinder unterrichten. Jetzt hofft sie, eine Stelle in der Nähe von Gut Erlensee zu ...

Cecilia Herringer hat es im Jahr 1922 geschafft und das Lehrerinnenseminar mit Erfolg abgeschlossen.. Endlich kann sie Kinder unterrichten. Jetzt hofft sie, eine Stelle in der Nähe von Gut Erlensee zu bekommen. Dass sie als Lehrerin unter einem Zölibat lebt, ist ihr gleichgültig. Denn sie will Bildung und Wissen an Kinder vermitteln und von keinem Mann abhängig sein. Bis sie dem Physiker Jakob Kaltenbrunner begegnet, der ihre Überzeugung ins Wanken bringt.
Während der erste Band der Erlensee-Saga sich um Margarete drehte, handelt es sich dieses Mal um Cäcilia. Sie lebt jetzt seit drei Jahren bei ihrem Patenonkel und seiner Familie auf Gut Erlensee, nachdem ihr Vater sie nach dem Tod ihrer Mutter von zuhause fortgeschickt hatte. Unvorhersehbare Ereignisse erschüttern plötzlich die Familie. Halt findet Cäcilia nur bei Jakob. Und Cecilia weiß, mehr als Freundschaft darf sie nicht mit ihm verbinden.
Wieder hat die Autorin die einzelnen Charaktere bildhaft und detailliert ausgearbeitet und beschrieben. Die Anschauungsweisen und Vorstellungen in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts sind nachvollziehbar dargestellt. Die Handlung ist fesselnd und der Schreibstil führt flüssig durch diesen Roman.
Mein Fazit:
Auch wenn Cäcilias Weg teilweise vorhersehbar ist, hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten. Der Cliffhänger am Ende lässt mich der Fortsetzung entgegenfiebern, die sich dann um Marilla dreht. Dieses Buch lässt sich auch ohne Kenntnisse des ersten Teils lesen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.12.2022

Alles hat seine Zeit

Woher der Duft des Flieders weht
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Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Eireen hat Rosa den Blumenladen ihrer Großmutter geerbt. Während Eireen darin ihr Lebensglück findet, sehnt sich Rosa nach einem Leben als Tänzerin auf einer großen ...

Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Eireen hat Rosa den Blumenladen ihrer Großmutter geerbt. Während Eireen darin ihr Lebensglück findet, sehnt sich Rosa nach einem Leben als Tänzerin auf einer großen Bühne. Durch Eireens Kontrollzwang über ihr Leben, fühlt Rosa sich eingesperrt. Eines Tages steht ein junger Mann im Blumenladen, der sie magisch anzieht. Bei einem Besuch im Zirkus Rosso begegnet sie ihm wieder und erfährt, dass Enes als Artist dort arbeitet und lebt. Am Abend macht Rosa zuhause eine schreckliche Entdeckung und der Abend endet mit einem heftigen Streit mit ihrer Schwester. Kurzentschlossen verlässt Rosa die gemeinsame Wohnung, trifft durch Zufall Enes wieder und beschließt, ihm in den Zirkus zu folgen. Doch aller Anfang ist schwer.
Hat mich schon der erste Band der Zirkuslichter-Reihe „Wohin die Wahrheit mich führt“ atemlos gemacht, so ist es der Autorin gelungen, dieses nochmals zu übertreffen. In diesem Buch handelt die Geschichte von Rosa und Enes und wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Abwechselnd aus den Anfängen in den 1970er Jahren sowie 40 Jahre später, also in der heutigen Zeit.
Auch dieser zweite Teil ist eine totale Achterbahn der Gefühle. Lebendig und facettenreich hat Jane Aiven die liebenswerten Protagonisten beschrieben. So konnte ich mit Rosa lachen, weinen, hoffen und trauern. Der lockere und einfühlsame Schreibstil führte mich zügig durch diesen hervorragenden Roman. Schade, dass diese Reihe jetzt abgeschlossen ist. Doch ich hoffe auf weitere Bücher von Jane Aiven.
Mein Fazit:
Eine Lebensgeschichte, die unter die Haut geht und in Erinnerung bleibt. Diesem Lesehighlight vergebe ich mit Überzeugung 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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