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Veröffentlicht am 13.05.2026

Willkommen bei Riaru

Riaru
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„Riaru“ ist das erfolgreichste Unternehmen der Welt: ein riesiges Online-Multiplayer-Game, das seinen Nutzer:innen ermöglicht, in fremde Welten einzutauchen, sich selbst neu zu erfinden und sogar Geld ...

„Riaru“ ist das erfolgreichste Unternehmen der Welt: ein riesiges Online-Multiplayer-Game, das seinen Nutzer:innen ermöglicht, in fremde Welten einzutauchen, sich selbst neu zu erfinden und sogar Geld mit eigenen Ideen und Projekten zu verdienen. Das erklärte Ziel der Firma: die Welt für alle besser machen.
Für Mic klingt das nach genau der eigenen Zukunft. Nach einem Studium der Softwareentwicklung hofft sie auf den großen Karrieresprung doch mit einem Abschluss aus einer kleinen argentinischen Stadt scheint dieser Traum eigentlich unerreichbar.
Dann wird plötzlich Tuuli, die Gründerin von Riaru, auf sie aufmerksam und holt sie nach Berlin ins Headquarter des Unternehmens. Für Mic beginnt scheinbar ein neues Leben. Doch je tiefer sie in die Welt von Riaru eintaucht, desto mehr beginnt die perfekte Fassade zu bröckeln.

„Riaru“ verbindet spannende Cyber- und Tech-Themen mit einer Geschichte, die sich teilweise beängstigend realistisch anfühlt. Besonders interessant fand ich die Einblicke in die Strukturen großer Tech-Unternehmen und den Umgang mit Daten, Algorithmen und digitaler Kontrolle.
Man merkt beim Lesen deutlich, dass der Autor selbst aus der Tech-Welt kommt. Viele Abläufe und Hintergründe wirken dadurch authentisch und durchdacht, ohne komplett unverständlich zu werden.
Gleichzeitig wirft das Buch spannende Fragen auf: Wie viel Vertrauen geben wir großen Plattformen? Wann wird aus Innovation Kontrolle? Und wie weit dürfen Unternehmen gehen, wenn sie behaupten, die Welt verbessern zu wollen?

Hier haben wir einen spannenden und aktuellen Cyber-Roman mit vielen realistischen Tech-Einblicken und einer spannenden Atmosphäre. Die Gschichte kann besonders interessant für alle sein, die Stories über Digitalisierung, KI und Machtstrukturen mögen.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Vielschichige Spannungsfelder

Pipeline
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Mit "Pipeline" stellt Lucas Fassnacht einen neuen Thriller vor, der erschreckend realistisch wirkt, gerade weil die Themen darin gar nicht mehr so weit weg erscheinen.

Die Rhône führt immer weniger Wasser ...

Mit "Pipeline" stellt Lucas Fassnacht einen neuen Thriller vor, der erschreckend realistisch wirkt, gerade weil die Themen darin gar nicht mehr so weit weg erscheinen.

Die Rhône führt immer weniger Wasser und mehrere Atomkraftwerke in Südfrankreich geraten dadurch an ihre Grenzen, weil die Kühlung nicht mehr ausreichend gesichert ist. Die Lösung soll eine gigantische Pipeline sein, die Wasser vom Mittelmeer ins Landesinnere transportiert.

Doch das Projekt sorgt für massive Konflikte: Umweltorganisationen, Bauernverbände und die lokale Politik stellen sich dagegen. Als eine Pumpstation in Flammen aufgeht, wird die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma nach Avignon geschickt, um die Öffentlichkeit zu beruhigen.
Doch schnell merkt sie, dass hinter dem Projekt weit mehr steckt als politische Spannungen und Proteste. Als sie bedroht wird, beginnt sie selbst nachzuforschen und gerät dabei immer tiefer in ein Netz aus Machtspielchen, wirtschaftlichen Interessen und gefährlichen Geheimnissen.

„Pipeline“ ist kein klassischer Action-Thriller, sondern lebt vor allem von seiner beklemmenden Atmosphäre und dem Gedanken, wie realistisch dieses Szenario eigentlich wirkt. Themen wie Klimawandel, Wasserknappheit, Energieversorgung und wirtschaftliche Macht greifen hier erschreckend glaubwürdig ineinander.
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch viele verschiedene Interessen und Perspektiven zeigt, ohne alles nur schwarz-weiß darzustellen. Dadurch wirkt die Geschichte sehr nah an der Realität.

Fassnachts Schreibstil liest sich angenehm flüssig und sorgt dafür, dass man trotz der komplexeren politischen und gesellschaftlichen Themen gut durch die Geschichte kommt.

Für mich war es ein sehr spannender Thriller, der vor allem durch seine Aktualität überzeugt. Es ist allerdings kein Buch für schnelle Action, sondern eher für alle, die realistische Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz mögen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Zwischen Visaproblemen und Midlife Crisis

Cleopatra und Frankenstein
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Hier haben wir trotz des Titels keinen Historienroman, sondern einen zeitgenössischen Roman über Ehe, Liebe, psychische Gesundheit, Identität und toxische Dynamiken im modernen New York.

Die 24-jährige ...

Hier haben wir trotz des Titels keinen Historienroman, sondern einen zeitgenössischen Roman über Ehe, Liebe, psychische Gesundheit, Identität und toxische Dynamiken im modernen New York.

Die 24-jährige britische Kunststudentin Cleo lebt in New York und versucht, sich irgendwie über Wasser zu halten. Zwischen Visaproblemen, Geldsorgen und Orientierungslosigkeit lernt sie den deutlich älteren und wohlhabenden Frank kennen. Die beiden verlieben sich schnell – und heiraten impulsiv.
Doch was zunächst wie eine glamouröse Liebesgeschichte wirkt, bekommt schnell Risse. Beide bringen eigene Unsicherheiten, Probleme und Erwartungen mit in die Beziehung. Gleichzeitig begleitet das Buch auch die Menschen in ihrem Umfeld und erzählt von Freundschaft, Einsamkeit, Sucht, psychischer Gesundheit und dem Wunsch, irgendwo anzukommen.

Dieses Buch lebt weniger von großer Handlung, sondern viel mehr von seinen Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Niemand ist perfekt, viele Entscheidungen sind chaotisch oder schmerzhaft und genau das wirkt unglaublich menschlich.
Besonders gut gefallen hat mir, dass alle wichtigen Charaktere in den einzelnen Kapiteln eine eigene Stimme und Perspektive bekommen. Dadurch wirken die Figuren noch greifbarer, vielschichtiger und man versteht ihre Gedanken, Entscheidungen und Verletzlichkeiten deutlich besser.
Außerdem mochte ich das New-York-Setting, das der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre gibt. Dazu kommt ein moderner, kluger Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt.

Man muss sich aber darauf einlassen, dass die Figuren teilweise anstrengend sind und das Buch eher beobachtet als bewertet. Für mich macht genau das einen großen Teil des Reizes aus.

Ein intensiver, moderner Roman über Liebe, Selbstsuche und die Frage, ob zwei Menschen sich wirklich retten können. Nicht immer leicht aber definitiv spannend und besonders.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Cozy Crime trifft Romance

Blut Aussee
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Marie Haslinger freut sich auf eine romantische Vorweihnachtszeit mit Andi in Bad Aussee. Doch die Idylle hält nicht lange: Gleich zu Beginn wird ein Mann erstochen – und Andi ist sofort mitten in den ...

Marie Haslinger freut sich auf eine romantische Vorweihnachtszeit mit Andi in Bad Aussee. Doch die Idylle hält nicht lange: Gleich zu Beginn wird ein Mann erstochen – und Andi ist sofort mitten in den Ermittlungen.
Als wenig später eine zweite Leiche auftaucht, eskaliert die Situation. Während Andi kaum noch Zeit für sie hat, bleibt Marie frustriert zurück. Da kommt der charmante Simon gerade recht, um sie abzulenken – sehr zum Missfallen von Andi.
Zwischen Eifersucht, Gefühlen und Mordermittlungen steht Marie plötzlich nicht nur vor der Frage, wer der Täter ist, sondern auch, was sie eigentlich will.

„Blut Aussee“ verbindet Cozy Crime mit einer Prise Romance und lebt vor allem von seinem winterlichen Setting im Salzkammergut, das richtig Lust auf verschneite Tage macht.
Die Mischung aus Mordfall, Beziehungsthema und leichtem Humor macht das Buch angenehm zu lesen. Gleichzeitig steht nicht nur die Aufklärung im Fokus, sondern auch Maries Gefühlswelt, was der Geschichte eine persönliche Note gibt.
Perfekt für alle, die es spannend, aber nicht zu düster mögen und Lust auf eine Geschichte mit Wohlfühl-Vibe trotz Krimi haben.

Ein unterhaltsamer Mix auf 209 Seiten aus Spannung und Gefühl, also ideal für gemütliche Lesestunden bei schlechtem Wetter.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Zwischen Faszination und Abgrund

Bluttochter – Die Schwarzen Juwelen
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Normalerweise mache ich eher einen großen Bogen um Bücher, die sehr düster und gewalttätig sind. Gleichzeitig reizt es mich immer wieder, auch mal außerhalb meiner Komfortzone zu lesen und genau so ist ...

Normalerweise mache ich eher einen großen Bogen um Bücher, die sehr düster und gewalttätig sind. Gleichzeitig reizt es mich immer wieder, auch mal außerhalb meiner Komfortzone zu lesen und genau so ist "Bluttochter" auf meiner Leseliste gelandet.

Laut einer Prophezeiung soll Jaenelle eines Tages die rechtmäßige Königin von Terreille werden und damit die grausame Herrscherin ablösen, die das Reich unterdrückt. Doch genau deshalb schwebt sie in großer Gefahr. Die aktuelle Machthaberin setzen alles daran, ihren Aufstieg zu verhindern. An ihrer Seite stehen ihr Gefährte Daemon Sadi und der Höllenfürst Saetan, doch ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Dieses Buch von Anne Bishop ist mit Abstand eines der düstersten und härtesten, das ich bisher gelesen habe. Manche Szenen sind schwer zu verdauen und die Brutalität ist stellenweise wirklich nichts für schwache Nerven. Besonders das Ende hat es noch einmal in sich.
Gleichzeitig steckt hier aber auch unglaublich viel drin: ein spannendes Worldbuilding, starke Figuren und ein Schreibstil, der emotional, intensiv und zwischendurch überraschend selbstironisch wirkt. Im Kern ist die Geschichte fast mehr eine Familiengeschichte rund um Jaenelle und ihre Wahlfamilie, was dem Ganzen eine berührende Ebene gibt.
Ich muss ehrlich sagen: Ich kann bis heute nicht so richtig einordnen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht. Es bewegt sich für mich in einer Zwischenebene. Einerseits faszinierend, packend und besonders, andererseits sehr schwer und teils kaum zu ertragen.

Kein leichtes Buch und definitiv nichts für zwischendurch. Aber eines, das Eindruck hinterlässt, viele Emotionen auslöst und mich noch länger beschäftigt hat.

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