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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Düster, bissig, skurril

Ein kleines Lied über das Sterben
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Ex-Mordermittler Tom Mangold ist am Ende: Statt knifflige Fälle zu lösen, jagt er streunende Hunde, wohnt in einer Kleingartenkolonie und geht seiner Leidenschaft für extravagante Mode nach. Doch als ihn ...

Ex-Mordermittler Tom Mangold ist am Ende: Statt knifflige Fälle zu lösen, jagt er streunende Hunde, wohnt in einer Kleingartenkolonie und geht seiner Leidenschaft für extravagante Mode nach. Doch als ihn eine Hündin zu einer Leiche führt, wird er schneller wieder in die Abgründe des Verbrechens hineingezogen, als ihm lieb ist. Bald verstrickt er sich in ein Geflecht aus Mord, verbotener Leidenschaft und düsteren Geheimnissen. Mit seiner Vergangenheit hat er also noch lange nicht abgeschlossen.

Dies ist nicht mein erstes Buch von Timo Blunk gewesen, und wird vermutlich auch nicht das letzte sein. Ich mag seinen schwarzen Humor, den er mit einem Hauch grotesker Düsterheit mixt. Timo Blunck schreibt schnörkellos und schafft es in "Ein kleines Lied über das Sterben" Spannung und absurde Momente miteinander zu verweben. Mir hat gefallen, wie ungewöhnlich die Figuren sind. Es gibt weder bei den Hauptcharakteren noch den bein Nebenrollen glatten Held*innen, sondern kaputte, kantige Menschen, die trotzdem faszinieren. Hier wurde uns ein Buch präsentiert, das für alle etwas ist, die Krimis mit Biss mögen und Lust auf etwas völlig anderes haben als das klassische Ermittler-Schema.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wenn Kunst zur Währung wird

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig
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Der Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung ...

Der Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung einzufordner. Wer nicht spurt landet im ewigen Kreislauf der Wiederholung, bis die Arme seele es dann endlich gescafft hat, "Gott" zu unterhalten. In dieser Satire macht sie, Gott selbst, Kunst zur neuen Währung, und plötzlich müssen alle kreativ werden, um ins Paradies zu kommen.
Der obdachlose Jazzmusiker Adam Fein, der eigentlich nur seine Ruhe will, durchlebt widerwillig die konsequenzen aus diesen Ereignissen, die anere Leute um ihn herum mitprägen. Beleitet von Freunden und Bekannten, wird er dadurch in die komsichsten Situationen versetzt. Gemeinsam mit der Cafébesitzerin Sara versucht er, einen Weg durch diese chaotische, neue Welt zu finden.

Dieses Debüt ist ungewöhnlich, witzig und gleichzeitig nachdenklich. Christian Schulte-Loh gelingt es, große Fragen über Gier, Bedeutung und Kreativität in eine verrückte Geschichte zu verpacken, die sich wie eine Mischung aus Satire und Gesellschaftsroman liest. Ich fand die Idee erfrischend originell – perfekt für alle, die Lust auf ein Buch haben, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken bringt.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Eine Dystopie für zwischendurch

1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
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In einer streng kontrollierten Gesellschaft gibt es keinen Platz für Eigenständigkeit: Jedes Mädchen gleicht dem anderen, jedes Leben folgt denselben Regeln. Auch „8“ lebt nach diesem System bis sie merkt, ...

In einer streng kontrollierten Gesellschaft gibt es keinen Platz für Eigenständigkeit: Jedes Mädchen gleicht dem anderen, jedes Leben folgt denselben Regeln. Auch „8“ lebt nach diesem System bis sie merkt, dass sie anders ist. Sie spürt Gefühle, die sie nicht zeigen darf, und beginnt, an der Ordnung zu zweifeln.
Als sie einem Mädchen begegnet, das ihr den Mut gibt, über die Grenzen des Systems hinauszudenken, gerät ihre Welt endgültig ins Wanken und ihr Wunsch nach Freiheit wächst.
Autor Yorick Goldewijk hat hier einen Charakter geschaffen, der eine eine gefährliche Reise zu sich selbst beginnt.

Für mich war "1000 und ich" ein kurzes, spannendes Leseerlebnis, das ich fast in einem Rutsch durch hatte. Besonders gefallen hat mir die klare Struktur und die dichte Atmosphäre. Ich sehe das Buch vor allem für Jugendliche, die sich für Technik, Ethik und dystopische Fragen interessieren, aber auch Erwachsene können hier eine gut lesbare, in sich abgeschlossene Geschichte finden. Es ist kein Mehrteiler mit wenig Ausschweifungen, sondern einfach eine kompakte, eindringliche Story. Für mich war sie mit kompakten 160 Seiten perfekt für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Magie, Mut und die Macht der See

Unbeugsam wie die See
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Ich war schon beim Debüt „Die Unbändigen“ hin und weg. Auch mit "Unbeugsam wie die See" beweist Emilia Hart erneut ihre erzählerische Stärke.

In drei miteinander verwobenen Zeiten begegnen wir starken ...

Ich war schon beim Debüt „Die Unbändigen“ hin und weg. Auch mit "Unbeugsam wie die See" beweist Emilia Hart erneut ihre erzählerische Stärke.

In drei miteinander verwobenen Zeiten begegnen wir starken Frauen, deren Stimmen sich nicht zum Schweigen bringen lassen verleiht der Handlung eine besondere Tiefe, denn die Schicksale der Zwillingsschwestern entfalten sich über Generationen hinweg.

2019: Lucy flieht nach einem schockierenden Vorfall zu ihrer Schwester an die australische Küste, nur um festzustellen, dass Jess verschwunden ist. Statt Antworten findet sie rätselhafte Spuren: vermisste Männer, ein zurückgelassenes Baby und unheimliche Frauenstimmen, die vom Meer zu kommen scheinen.
1999: Die sechzehnjährige Jess lebt zurückgezogen, geplagt von einer seltenen Wasserallergie. Erst eine inspirierender Kunstlehrer weckt in ihr das Gefühl, gesehen zu werden und vielleicht mehr vom Leben erwarten zu dürfen.
1800: Die Zwillinge Mary und Eliza werden gewaltsam von ihrer Familie getrennt und nach Australien verschifft. Während der beschwerlichen Überfahrt spüren sie eine seltsame Verbindung zum Ozean, die alles verändert.

Mit atmosphärischen Bildern, magischem Realismus und starken Frauenfiguren verwebt Emilia Hart hier ein generationsübergreifendes Mosaik aus Verlust, Geheimnissen und innerer Stärke ist "Unbeugsam wie die See" auf 416 Seiten ein Roman, der so unberechenbar und kraftvoll ist wie das Meer selbst

Für alle, die „Die Unbändigen“ geliebt haben, ist dieser neue Roman ein perfekter nächster Lesestoff.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Wenn ein Fuchs dein Schicksal verändert

Der Fuchs und der Mondhase
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Mit "Der Fuchs und der Mondhase" legt Leo Hirsch einen packenden Auftakt zur Magikk-Saga vor, der mich als Fantasyfan sofort abgeholt hat.
Es geht um Irma Wolf, die zurück ins alte Familienhaus zieht und ...

Mit "Der Fuchs und der Mondhase" legt Leo Hirsch einen packenden Auftakt zur Magikk-Saga vor, der mich als Fantasyfan sofort abgeholt hat.
Es geht um Irma Wolf, die zurück ins alte Familienhaus zieht und sozusagen geradewegs in eine verborgene Welt voller Anderswesen stolpert.
Neuer Ort und neue Schule bedutet auch neue Mitschüler. Dort trifft sie Iven, der mehr Geheimnisse hat, als er zunächst zugibt.

Irma steht zwischen gefährlichen Kreaturen, einer geheimnisvollen Anderswelt und der Frage, wem sie wirklich vertrauen kann. Als sie dann auch noch gekiddnappt wird und sie lernen muss Wächterin in dieser spannenden neuen Welt zu werden, ist der Spannungsbogen perfekt. Doch je tiefer sie in die Magie eintaucht, desto unschärfer werden die Grenzen zwischen Gut und Böse. Selbst ihr Herz wird auf die Probe gestellt.

Leo Hirsch verbindet eine spannende magische Welt mit einer feinfühligen Liebesgeschichte und Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Besonders gefallen hat mir, wie Irma vom unbedarften Neuling zur Kämpferin heranwächst.
Die Mischung aus Action, düsteren Kreaturen und zarten Gefühlen sorgt für eine Sogwirkung, die neugierig auf die nächsten Bände macht. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht!

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