Biografie eines Lebensretters
Der Retter der MütterIgnaz Semmelweis hat die Medizin so viel zu verdanken und doch wurde seine Leistung, wie bei so vielen, erst posthum anerkannt. Ja, er wurde für seine Studien angefeindet und ausgelacht.
Dieser biografische ...
Ignaz Semmelweis hat die Medizin so viel zu verdanken und doch wurde seine Leistung, wie bei so vielen, erst posthum anerkannt. Ja, er wurde für seine Studien angefeindet und ausgelacht.
Dieser biografische Roman hat mich wirklich sehr bewegt. Péter Gárdos ist es gelungen, Semmelweis und sein gesamtes Umfeld zum Leben zu erwecken. Man fühlte sich beim Lesen ein wenig wie ein Freund, der ihn auf seiner Reise begleitete. Sehr eindrucksvoll wird beschrieben, wie unaufhörlich er sich auf die Suche nach der Ursache der unerklärlichen Sterblichkeit im Wochenbett macht und dabei auch über seinen eigenen Schatten springt und sich auf die Suche begibt, warum es bei den Hebammen weniger Todesfälle gibt. Man fiebert wirklich mit und fragt sich, wie er darauf kommt, weil es ja wirklich eine bahnbrechende Entdeckung war.
Die Rolle seines ehemaligen Freundes war mir neu und ich weiß nicht, ob sie der künstlerischen Freiheit geschuldet war. Hier hätte ich mich über ein Nachwort gefreut, welches ein wenig Licht ins Dunkel hätte bringen können.
Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch über einen besonderen Menschen.