Profilbild von Snappy

Snappy

Lesejury Star
offline

Snappy ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Snappy über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2024

Back to the roots

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
0

Als Cassie unverhofft bei der Hochzeit einer alten Freundin landet, hat sie vieles erwartet, doch nicht den Ausgang des Tages. Als Sündenbock stürzt sie Hals über Kopf in die Arme eines Unbekannten. Kleiner ...

Als Cassie unverhofft bei der Hochzeit einer alten Freundin landet, hat sie vieles erwartet, doch nicht den Ausgang des Tages. Als Sündenbock stürzt sie Hals über Kopf in die Arme eines Unbekannten. Kleiner Scherz, vielleicht ist er doch nicht so unbekannt, schließlich soll man nicht mit Fremden mitgehen, hat schon die Mama immer gesagt.

Mit dem Versuch, sich aus einem Chaos zu retten, landet sie jedoch gleich im nächsten und das Schicksal nimmt seinen Lauf, mit Anlauf und einem E-Bike.

Manchmal lässt man sich ja von der Optik eines Buches blenden und stellt dann fest, dass ein schöner (Buch-)Rücken zwar auch entzücken kann, allerdings noch nicht die halbe Miete ist. Im Fall von Willow Falls kann man sich aber auch bei der Story über eine Cosy Romance passend für den Herbst freuen.

Die Story spielt auch ein wenig mit den Vorurteilen von Charakteren und auch den Vorahnungen der Leser. Entsprechend dem Zeitalter sind auch die Flügelschläge des Schmetterlings ein wenig anders geartet. Und plötzlich weiß man nicht mehr so recht, was eigentlich das Problem war.

Eine Verknüpfung von Good Boy & Bad Girl und Bad Boy & Good Girl, Freundschaft und Familie, Egoismus und Selbstlosigkeit.

Und vermutlich der unterschwellige Appell, sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen, auch wenn die Sicht auf diese ab und an verschwimmt.

Für mich zwar kein All-Time-Favorite, aber eine herzliche, kreative, umfangreiche Story mit Gefühl.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2024

Fremde und Freunde

Pina Ponyhexe – Eine magische Freundschaft
0

Pina will sich als Junghexe ihre Sporen verdienen. Doch bereits vor ihrer Prüfung geht ordentlich was schief. Und dann trifft sie auch noch auf das ziemlich zickige Pony. Das bemüht sich redlich, ihr die ...

Pina will sich als Junghexe ihre Sporen verdienen. Doch bereits vor ihrer Prüfung geht ordentlich was schief. Und dann trifft sie auch noch auf das ziemlich zickige Pony. Das bemüht sich redlich, ihr die Prüfungssuppe zu versalzen. Also natürlich alles ohne Absicht, ist ja klar. Doch als Pina denkt, sie ist aus dem gröbsten raus, wird ihre Abenteuerreise nicht nur durch einen blinden Passagier ziemlich aufgewirbelt und plötzlich geht es um das Wohl von vielen, das sich nicht im Alleingang retten lässt.

Abgesehen vom Offensichtlichen, dem ziemlich süßen Cover und den Illustrationen, bietet Pina Ponyhexe auch nicht nur die Kombination von zwei beliebten Themen in Kinderbüchern, Ponys und Fabelwesen. Durch die Blume vermittelt insbesondere der Austausch von Pina und ihrem Gegenspieler, dem Pony, ein paar typische Konflikte, die immer wieder im Alltag auftauchen können und im Kontrast zueinander, sicher für das ein oder andere Kind die Möglichkeit, einen neuen Blick auf Dinge zu erhalten. Abgesehen von Pinas sehr offenem und herzlichen Charakter, verbindet sie auch Attribute wie Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit.

Ich denke, das Buch schafft es, eine gute Geschichte und auch etwas darüber hinaus zu vermitteln, so dass man die Jungleser auch nach dem Ende der Geschichte weiter mit ihren Gedanken arbeiten lassen kann.

Eine bunte Story mit Charakter.

Ich finde das Hörbuch gelungen, mit der Printversion kann man aber m.E. der Geschichte leichter folgen und man kann natürlich auch die eigene Fantasie freier fliegen lassen. :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Was es bedeutet, frei zu sein

Lauf wie der Wind, Sky!
0

Die USA im 19. Jahrhundert, Sky wird in eine Herde Wildpferde geboren. Sein Leben ist frei, er wird von seiner Familie geschützt. Doch mit den Nöten des Erwachsenwerdens kommen auch neue Sorgen hinzu. ...

Die USA im 19. Jahrhundert, Sky wird in eine Herde Wildpferde geboren. Sein Leben ist frei, er wird von seiner Familie geschützt. Doch mit den Nöten des Erwachsenwerdens kommen auch neue Sorgen hinzu. Er landet in Gefangenschaft und muss nun dafür kämpfen, das Feuer seiner Seele nicht erlöschen zu lassen.

Das Buch beschreibt die Abenteuer von Sky, mal unbeschwert, mal voller Schwere.

Ich denke, Kinder können die Geschichte sehr unterschiedlich interpretieren. Auch ich habe bei den Worten der Autorin am Schluss festgestellt, dass ich manches anders interpretiert habe als es gedacht war. Kinder dürften hier bei den meisten Dingen auch deutlich sorglosere Gedanken haben.

Für den einen kann es eine leichte Abenteuergeschichte sein, für den anderen eine sehr intensive Umsetzung von Problemen, die bis heute andauern.

Ich würde dazu raten, das Buch in Begleitung oder zumindest mit Dialog lesen zu lassen, da es sicher nicht schadet, die aufkommenden Gedanken zusammen zu erforschen.

Die Ausführungen der Autorin am Ende des Buches zu Land, Menschen und Tieren geben erst den letzten Aufschluss.

Ein Buch, das die Verbindungen von Mensch und Tieren eingehend betrachtet und auch kritisch verarbeitet.

Für einen kleinen Schritt in die richtige Richtung...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2024

Fairytale gone bad

A Single Dad for Christmas
0

Natalie ist ziemlich talentierte Nanny und freut sich endlich mal über ein ruhiges Fest im Kreise ihrer Familie. Wäre da nicht ihre Chefin und ein Eilauftrag. Der Kunde: ein alter Bekannter. Charmant, ...

Natalie ist ziemlich talentierte Nanny und freut sich endlich mal über ein ruhiges Fest im Kreise ihrer Familie. Wäre da nicht ihre Chefin und ein Eilauftrag. Der Kunde: ein alter Bekannter. Charmant, heiß und gefährlich. Und ziemlich vergesslich. Doch das könnte alles so schön sein, würde nicht ein Satansbraten in Form seiner Tochter seine Aufmerksamkeit fordern. Und Überraschungen werden verteilt wie Ostereier.

Ich fand den Einstieg ins Buch sehr gelungen. Neben der winterlichen Atmosphäre waren die Charaktere interessant gestaltet und es gab einiges an Biss in der Story. Leider hat sich im Lauf der Geschichte dieser Biss eher verflüchtigt und alles in allem fand ich die Geschichte zu übereilt. Das Grundkonzept war wirklich ansprechend und thematisch stimmig, in der Ausführung hätte man die Story aber besser verkauft mit mehr Zeit für die Handlung. So konnte ich manche Schritte nicht nachvollziehen, weil das Geschehen für mich den Gefühlen voraus war.

Wie aber gesagt ist das Konzept für eine Weihnachtsgeschichte sehr stimmig und auch schön zu lesen. Eine kurzweilige Unterhaltung für die kommende Jahreszeit.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 09.10.2024

Allzeit bereit

L wie Lafer
0

Ehrlich gesagt sind Kochbücher ja immer ein zweischneidiges Schwert. Ich glaube keine andere Art Buch, lässt den Leser so leicht unzufrieden zurück. Auch wenn es hier meistens daran liegt, dass man nach ...

Ehrlich gesagt sind Kochbücher ja immer ein zweischneidiges Schwert. Ich glaube keine andere Art Buch, lässt den Leser so leicht unzufrieden zurück. Auch wenn es hier meistens daran liegt, dass man nach dem Konsum ein akutes Hungergefühl empfindet.

Johann Lafer ist seit Ewigkeiten aus dem Köchekosmos im deutschsprachigen Raum nicht wegzudenken. Insbesondere im Fernsehen sind die meisten ihm sicher schon mal begegnet.

Ich habe mich auf das Buch gefreut, um mal wieder ein bisschen frischen Wind in die Essensauswahl zu bekommen, da man ja gerne dazu neigt die selbsternannten Klassiker immer wieder und wieder zu kredenzen.

L wie Lafer hat eine gute, bunte Mischung mit unterschiedlichen Hauptkomponenten, Herkunftsländern und Schwierigkeitsgraden.

Eine visuelle Aufbereitung zur Komplexität bzw. dem Arbeitsaufwand wäre vielleicht noch eine hilfreiche Ergänzung gewesen.

Sehr praktisch finde ich das Rezeptregister nach Zutaten, so dass man das Buch auch gut nutzen kann um gezielt Produkte zu verwenden.

Ich habe einige Rezepte gefunden, die auch für den Alltag eine schmackhafte Wahlmöglichkeit sind und insbesondere im Bereich Dessert würde ich am liebsten gleich alle auf den Tisch stellen.

Bei 100 Rezepten 100% Trefferquote mit "Würde ich essen" zu erzielen ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings habe ich auch einige Rezepte gefunden, bei denen ich mir gut eine Substitution von Zutaten vorstellen kann und die ich somit auch in anderer Form mal probieren würde.

Ich hatte einige Male gelesen, dass der Zugriff zu Zutaten schwierig sei. Trotz Beachtung aller Rezepte sind mir nur sehr wenige Zutaten aufgefallen, bei denen ein gut sortierter Supermarkt keine Abhilfe schaffen könnte. Aber wie oben erwähnt, sind nicht alle Rezepte gleich aufwendig und das Buch wohl nicht als Rezeptsammlung für jeden Tag gedacht.

Für mich ein gelungener Blick über den Tellerrand.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere