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Veröffentlicht am 07.05.2020

Die Reise, die keine war

Denn das Leben ist eine Reise
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Die Geschichte erzählt aus dem Leben der jungen Frau Aimee Thaler, die ein eigentlich perfektes Leben führt. Sie hat einen entzückenden Sohn, zu dem ein sie sehr liebevolles Verhältnis hat. Ihr Mann Per ...

Die Geschichte erzählt aus dem Leben der jungen Frau Aimee Thaler, die ein eigentlich perfektes Leben führt. Sie hat einen entzückenden Sohn, zu dem ein sie sehr liebevolles Verhältnis hat. Ihr Mann Per ist ein vielbeschäftigter Architekt. Sie selbst restauriert in mühevoller Kleinarbeit alte Möbel. Eines Tages entdeckt Aimee, dass ihre Welt doch nicht so wundervoll perfekt ist, wie sie dachte. Sie verlässt ihren Mann und macht sich zusammen mit ihrem Sohn in einem alten VW-Bulli auf die Reise in ein neues Leben, dass sie in das Küstenstädtchen St. Ives führt. Dort trifft sie auf ihre alte Jugendliebe Daniel und wer weiß, was die Zukunft für die beiden bereit hält.

Das ist die Ausgangsbasis der Geschichte, die in ein wundervolles Abenteuer hätte führen können.
Der Anfang der Geschichte macht Lust darauf, Aimee und ihren Sohn Len bei ihrem Neuanfang zu begleiten. Die Beschreibung, wie die beiden ihr bisheriges Leben verlassen und dann in St. Ives landen, gefiel mir sehr gut. Man konnte sich gut hineinversetzen und auch die Landschaftsbeschreibungen waren so detailliert, dass man sich selbst wie am Meer und in dem kleinen Städtchen vorkam.
Aimee fasst langsam Fuß und fängt an, ihr neues Leben zu gestalten.
Dann überschlagen sich allerdings die Ereignisse in einer Form, die den Bogen der Realität leider etwas überspannt. Ein Ereignis jagt das nächste und dann gibt es ohne viele Übergänge ein rührseliges Happy End.

Fazit:
Ich war sehr gespannt, auf Aimees Neuanfang und habe mich für sie mit ihrem Sohn darauf gefreut, dass sie ein neues Leben beginnen konnte.
Leider war ihre Reise für mich zu schnell zu Ende. Letzten Endes ist sie ja gleich in St. Ives geblieben. Und vieles, was dort passierte, war einfach zu vorhersehbar und konstruiert. Letztendlich wusste man immer schon, was als nächstes kommen wird. Die Charaktere waren für mich nicht so beschrieben, dass man sich in sie hineinversetzen konnte. Vieles wurde nur angerissen. Auch das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter wurde meiner Meinung nach nicht wirklich thematisiert, sondern nur am Rande angesprochen. Auch die Beziehung zu ihrer Jugendliebe kam zu kurz.
Zum Schluss ändert sich schlagartig alles zum Guten und alle sind happy.
Leider ging mir in der zweiten Hälfte des Buches der Lesespaß verloren, weil die Geschichte für mich zu vorhersehbar und konstruiert war.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren