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Veröffentlicht am 15.11.2024

Gegensätzlichkeiten

Pi mal Daumen
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"Pi mal Daumen" von Alina Bronsky ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Von der Autorin habe ich schon einiges gelesen und wurde auch nie enttäuscht. Sie schafft es auch ernsthafte Themen mit ...

"Pi mal Daumen" von Alina Bronsky ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Von der Autorin habe ich schon einiges gelesen und wurde auch nie enttäuscht. Sie schafft es auch ernsthafte Themen mit viel Humor und Warmherzigkeit zu verpacken.
Hier haben wir zwei Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, die ich beide mochte und gerne eine Zeit begleitet habe.
Hier liegt der Schwerpunkt der beiden auf Mathematik und auch im Buch dreht sich da so einiges darum, das sollte man schon mögen.
Die Figuren werden hier mit voller Absicht überzeichnet und auch mit den Situationen werden so einige Klischees bedient, aber gerade daraus ergibt sich die wunderbare Komik dahinter. Nicht über alle dieser Situationen konnte ich schmunzeln, manchmal fand ich es etwas zuviel, aber mir war immer bewusst, was die Autorin damit zeigen wollte.
Das Buch lässt sich einfach und schnell lesen, es ist nicht mein Lieblingsbuch der Autorin, aber trotzdem eine Empfehlung wert.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Mal etwas ganz anderes

Yoko
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"Yoko" von Bernhard Aichner ist ein Thriller, der relativ harmlos beginnt und dann recht schnell eskaliert. Es ist schon einiges an Gewalt dabei, also wer das nicht lesen möchte, sollte hier die Finger ...

"Yoko" von Bernhard Aichner ist ein Thriller, der relativ harmlos beginnt und dann recht schnell eskaliert. Es ist schon einiges an Gewalt dabei, also wer das nicht lesen möchte, sollte hier die Finger davon lassen. Für alle anderen entwickelt sich hier eine Geschichte, die mich fassungslos gemacht hat.
Yoko ist glücklich, sie hat sich selbstständig gemacht, hat einen tollen Mitarbeiter und die Gefährtin ihres Lebens gefunden, die sie liebt. Sie hat alles, was sie sich wünscht.
Dann trifft sie Männer, die einen Hund quälen und schaut eben nicht weg. Ab da läuft ihr Leben aus dem Ruder.
Der Autor findet hier einen besonderen Erzählstil, distanziert und nicht wertend, aber trotzdem wird alles sehr emotional.
Immer wenn ich dachte, das war es jetzt, legt der Autor noch eins oben rauf. Etwas Tragisches, etwas Brutales, etwas Unerwartetes. Und wenn man denkt, die Richtung verstanden zu haben, gibt es doch noch so einige Überraschungen.
Mich hat das Buch voll überrascht, es war mein erstes des Autors und ich bin absolut davon überzeugt. Gerade weil es so kalt und schonungslos geschildert wird und doch so viele Gefühle dahinter stecken.
Von der ersten bis zur letzte Seite spannend, auf die Gewalt sollte man vorbereitet sein, die hat hier auch ihren Zweck.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Guter Reihenstart

Das Dickicht
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"Das Dickicht" von Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock ist ein sehr spannend erzählter Kriminalroman. Es ist der Auftakt zu einer neuen Serie und ich freue mich hier schon darauf weitere Fälle mit diesem ...

"Das Dickicht" von Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock ist ein sehr spannend erzählter Kriminalroman. Es ist der Auftakt zu einer neuen Serie und ich freue mich hier schon darauf weitere Fälle mit diesem Ermittler-Duo lösen zu können.
Die Ermittler sind Juha Korhonen und Lucas "Lux" Adisa, beide sehr intelligent und sympathisch, wobei jeder von ihnen seine eigenen Ermittlungsansätze und Methoden hat. Trotzdem sind sie ein gutes Team.
Die Geschichte besteht hier sozusagen aus zwei Fällen, einer aktuellen Entführung und einer weit zurückliegenden, die aber tragisch mit dem Tod des Jungen endete.
Wie verzwickt und verworren der Fall wirklich ist, zeigt sich erst nach und nach, wenn eine Spur wieder keinen Erfolg bringt.
Juha war damals schon dabei und ihn holt hier die Vergangenheit ein, in die wir ihm als Lesende folgen, mir hat das gut gefallen.
Die Personen wirken hier echt und authentisch, der Schreibstil ist flüssig zu lesen und verständlich. Das Buch ist größtenteils spannend, ich freue mich hier wirklich auf die Fortsetzungen, gerade, weil man die beiden Ermittler jetzt schon besser einschätzen kann.
Die Auflösung wusste mich dann echt zu überraschen.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Mal ein etwas anderer Thriller

Du kennst sie
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"Du kennst sie" von Meagan Jennett ist ein echt spannender Thriller mit zwei ganz besonderen Frauen in den Hauptrollen.
Eine davon, Sophie Braam, arbeitet als Barkeeperin und hat es mehr als einmal mit ...

"Du kennst sie" von Meagan Jennett ist ein echt spannender Thriller mit zwei ganz besonderen Frauen in den Hauptrollen.
Eine davon, Sophie Braam, arbeitet als Barkeeperin und hat es mehr als einmal mit übergriffigen Männern zu tun. Das setzt ihr so sehr zu, dass sie zur Mörderin wird.
Die andere, Nora Winter, steht auf der anderen Seite des Gesetzes, sie ist Polizistin und hat es auch dort nicht leicht in einer fast ausschließlichen Männerwelt.
Die beiden Frauen lernen sich kenn, ja, freunden sich sogar etwas an und doch steht hier etwas gewichtiges zwischen ihnen, was uns, als Lesende auch stets bewusst ist.
Die Gefühle der Frauen werden hier gut beschrieben und man hat eine ganze Zeit lang auch echt Verständnis für ihre Gedanken und Taten, das bleibt aber natürlich nicht so. Mir gefällt, dass wir hier die beiden Frauen begleiten und das Geschehen erleben. Teils ist man da echt nah dran.
Dann gibt es noch eine Traumebene, die Göttin, die mordet, die Opfer, die sich häufen, mal etwas ganz anderes.
Mir hat dieses Buch im Ganzen sehr gut gefallen, teilweise war es etwas langatmig und fast etwas zu esoterisch. Der Ansatz und die Idee dahinter sind aber echt klasse, mal ein ganz anderer Thriller, wenn man davon schon sehr viele gelesen hat. Die Spannung war nicht durchgehend, aber absolut vorhanden. Das Buch ist eine Empfehlung und das Lesen wert.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Mir etwas zu langatmig

Truboy
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"Truboy" von Anuschka Roshani ist ein Bericht der Autorin, die sich auf Spurensuche begibt. Sie sucht nach Spuren von Capotes unveröffentlichtem, verschollenen Werk und setzt dabei Stück für Stück sein ...

"Truboy" von Anuschka Roshani ist ein Bericht der Autorin, die sich auf Spurensuche begibt. Sie sucht nach Spuren von Capotes unveröffentlichtem, verschollenen Werk und setzt dabei Stück für Stück sein Leben zusammen. Das macht sie auf eine sehr persönliche, sympathische Art und Weise.
Sie spricht mit Weggefährten des großen Autors, mit Freunden, Kindheitsfreunden, Verlegern und auch Juristen. Jeder hat Capote anders erlebt und jeder hat viel über ihn zu erzählen.
So gelingt eine sehr gute Vorstellung des Autors als Mensch und Freund, mit vielen Fehlern und Schwächen, aber auch als großartige Person und Schriftsteller.
Ich kann mir ihn nach der Lektüre besser vorstellen und habe auch Lust auf das eine und andere Werk von ihm bekommen, dass ich noch nicht kenne.
Allerdings fand ich dieses Buch über weite Strecken sehr langatmig, die Informationen waren gut und viel, es war auch gut zusammen getragen, aber mir hätte eine spannendere Art der Präsentation besser gefallen.

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