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Veröffentlicht am 16.11.2023

Schaut mal hinter euch

Schatten – Der Pakt (Schatten 1)
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"Schatten-Der Pakt" von Timo Parvela ist der Auftakt einer tollen Kinderbuch-Reihe. Illustriert wurde das ganze wunderschön und passend von Pasi Pitkänen. Dieses Buch ist nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ...

"Schatten-Der Pakt" von Timo Parvela ist der Auftakt einer tollen Kinderbuch-Reihe. Illustriert wurde das ganze wunderschön und passend von Pasi Pitkänen. Dieses Buch ist nicht nur für Kinder ab 10 Jahren empfehlenswert, sondern auch für Erwachsene definitiv einen Blick wert.
Sehr gut gelungen ist hier die Gestaltung, zwischen Text und Bildern ist hier eine gute Einheit entstanden.
Pete ist 13 und glaubt eigentlich nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber als seine beste Freundin Sara lebensgefährlich erkrankt, wünscht er sich vor allem ihre Rettung.
Er darf einen Pakt schließen, sein Schatten gegen ihre Gesundung.
Erst später wird ihm bewusst, was Menschen ohne Schatten ausmacht, was ihnen das Fehlen antut und er bereut den Tausch doch ein wenig.
Mit Freunden, menschlichen und auch anderen, macht er sich auf den Weg, die Schatten zu befreien und sich wiederzuholen. Hier wird ihm so richtig bewusst, wie wichtig Freunde sind.
Das alles ist schon recht düster, aber nie zu gruselig oder so. Es ist leicht geschrieben, kurze Sätze, gut verständlich.
Die Geschichte wird zunehmend spannender, ich warte gespannt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Überleben im Wald

Tief in den Wäldern
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"Tief in den Wäldern" von Chevy Stevens habe ich als Hörbuch gehört. Die Sprecherin passte sehr gut zu dem Thriller, die Umsetzung hat mir gefallen.
Am Cold Creek Highway im Nordwesten von Kanada verschwinden ...

"Tief in den Wäldern" von Chevy Stevens habe ich als Hörbuch gehört. Die Sprecherin passte sehr gut zu dem Thriller, die Umsetzung hat mir gefallen.
Am Cold Creek Highway im Nordwesten von Kanada verschwinden immer mal wieder junge Frauen. Auch Amber, die Freundin von Hailey ist jetzt fort.
Hailey hat es auch zu Hause nicht einfach, einen furchtbaren Verdacht und sie verschwindet in die Wälder, um dort zu leben.
Dann erscheint Beth auf der Bildfläche, um ihre Schwester Amber zu suchen.
Alle drei jungen Frauen lernen wir hier im Verlauf des Buches gut kennen und begreifen, was sie verbindet.
Die Autorin baut hier sehr geschickt Spannung auf und legt auch falsche Fährten.
Gut gefallen haben mir hier auch die Beschreibungen der Natur und des Lebens im Wald.
Nicht alles ist hier nachvollziehbar und auch nicht alles kann aufgeklärt werden. Trotzdem ist es ein sehr spannender, solider Thriller, der auch ab und an einige Längen hat.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Und alles war hin

Eigentum
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"Eigentum" von Wolf Haas ist ein ungewöhnlicher kleiner Roman, in dessen Sprache ich mich erstmal einfinden musste.
Wolf Haas erzählt hier nach und nach in kurzen Rückblicken die Geschichte seiner Mutter, ...

"Eigentum" von Wolf Haas ist ein ungewöhnlicher kleiner Roman, in dessen Sprache ich mich erstmal einfinden musste.
Wolf Haas erzählt hier nach und nach in kurzen Rückblicken die Geschichte seiner Mutter, sozusagen an ihrem Sterbebett sitzen.
Das ganze Leben der Mutter besteht hier aus Arbeit, Arbeit, Arbeit um zu sparen, sparen, sparen. Ihr größter Traum, eigener Grund und Boden, soll sich trotzdem in ihrer Lebenszeit von fast 95 Jahren nicht erfüllen.
Erst mit dem eigenen Grab hat sie Grund in Anspruch nehmen können.
Trotz dem Hintergrund des Todes ist es kein trauriges Buch, die Mutter kommt zu Wort und erzählt aus ihrem Leben und auch der Sohn hat da einiges dazu beizutragen, wie er es erlebte und empfand. Auch eine Abrechnung ist es aber nicht geworden, die beiden sind gut miteinander.
Die Erzählweise, ich kannte den Autor noch nicht, hat trotz des Themas eine gewisse Leichtigkeit, eine Art Humor, auch wenn es schwer wird.
Viele Aspekte der Lebensgeschichte fand ich interessant, manches machte nachdenklich und zwingt dazu das eigene Handeln und Streben zu überdenken. Zu überlegen, was man selber anstelle der Mutter später mal zu sagen hat. Ein kluges kleines Buch, dass sich trotzdem nicht schnell mal nebenbei weglesen lässt.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Der historische Teil ist überzeugend

Das achte Haus
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"Das achte Haus" von Linda Segtnan ist eine Art Krimi mit einem historischen Bezug.
Das Buch hat Geschehnisse in zwei Zeitebenen, die abwechselnd erzählt werden.
Linda Segtnan bekommt einen Artikel über ...

"Das achte Haus" von Linda Segtnan ist eine Art Krimi mit einem historischen Bezug.
Das Buch hat Geschehnisse in zwei Zeitebenen, die abwechselnd erzählt werden.
Linda Segtnan bekommt einen Artikel über einen ungeklärten Mordfall an Birgitta Sivander im Mai 1948 in die Finger. Brigitta war ein neunjähriges Mädchen und der Autorin lässt dieser Fall ab da keine Ruhe mehr und sie beginnt zu recherchieren.
Sie taucht tief ab in die Vergangenheit, sucht Zeugenaussagen, durchleuchtet Tatverdächtige, kopiert Polizeiakten. Sie kontaktiert noch lebende Angehörige und Betroffene. Auch an Ort und Stelle stellt sie Zeitpläne auf und geht diesen nach und zeichnet damit ein recht genaues Bild des damaligen Geschehens.
Es wird auch schnell klar, dass unterlassene Verhöre und Durchsuchungen nicht mehr nachgeholt werden können, auch andere Verdächtige nicht mehr befragt.
Es wurden eindeutig Fehler und Unterlassungen begangen, das Ende kann hier eigentlich bloß offen bleiben. Dieser Teil war toll recherchiert und auch geschrieben.
Sehr unbehaglich habe ich mich mit dem gegenwärtigen Teil gefühlt, wo sie ihre Schwangerschaft akribisch beschreibt und ihr Leben mit den beiden kleinen Kindern. Das nimmt mir zu viel Raum ein, ich kann auch ein wenig ihre Ängste verstehen und ihre Übervorsorglichkeit, gerade weil sie an dem Mord an einem Kind ermittelt, aber das war mir echt zu viel und zu anstrengend.
Verbunden wird alles durch kleine übersinnliche Aspekt, die ich nicht als störend empfinde, höchstens etwas unheimlich.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Starker Beginn

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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"Der Trip" von Arno Strobel ist ein Thriller, der versucht den Lesenden in die Irre zu führen, auf einen Trip über Campingplätze mitzunehmen.
Fabian und seine Frau sind mit einem Wohnmobil auf dem Weg ...

"Der Trip" von Arno Strobel ist ein Thriller, der versucht den Lesenden in die Irre zu führen, auf einen Trip über Campingplätze mitzunehmen.
Fabian und seine Frau sind mit einem Wohnmobil auf dem Weg nach Spanien, als sie in Frankreich eine Panne haben. Von dem Moment an fehlt von den beiden jede Spur.
Zwei Jahre später glaubt die forensische Psychologin Evelyn Jancke in einem Bild ihren verschollenen Bruder Fabian wiederzuerkennen.
Zusammen mit dem Hauptkommissar Gerhard Tillmann ermittelt sie in den Morden auf Campingplätzen, weil sich in ihr ein furchtbarer Verdacht gebildet hat.
Leider war der Auftakt des Buches das spannendste an der ganzen Geschichte.
Die Psychologin Evelyn gehört mit ihrem Benehmen wohl selber in solche Behandlung, selten habe ich jemanden so seltsame Entscheidungen treffen sehen.
Auch der Freund und Polizist an ihrer Seite war als Figur nicht glaubwürdig dargestellt. Die Geschichte an sich strotzt vor Widersprüchen und sehr schnell wurde klar, um was es eigentlich geht.

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