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Veröffentlicht am 27.04.2023

Bleibt an der Oberfläche

7 Minuten Heilsteinpower
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"7 Minuten Heilsteinpower: Atempausen für jeden Tag" von Katharina Bollack ist ein kleiner Ratgeber über die Wirkung und Benutzung einiger ausgewählter Edelsteine.
Aufgebaut ist dieses Buch wie eine Woche ...

"7 Minuten Heilsteinpower: Atempausen für jeden Tag" von Katharina Bollack ist ein kleiner Ratgeber über die Wirkung und Benutzung einiger ausgewählter Edelsteine.
Aufgebaut ist dieses Buch wie eine Woche mit den verschiedenen Wochentagen. Jedem Tag wird hier ein bestimmter Stein zugeordnet und genauer auf seine Wirkungen eingegangen.
Genauer betrachtet werden hier Selenit, Rauchquarz, Amethyst, Rosenquarz, Amazonit, schwarzer Turmalin und Citrin. Zu jedem Tag gibt es dann einige Fotos mit den Steinen, die sind sehr hübsch in Szene gesetzt und in verschiedenen Formen abgebildet. Außerdem werden hier Tipps gegeben, wie man mit den Steinen arbeiten kann, also wie man sie reinigt und wie man sein Trinkwasser damit energetisiert. Ergänzend werden auch Meditationen und Yoga-Übungen vorgestellt.
Gut gefällt mir auch, dass die Nutzung der Steine erklärt wird, beispielsweise als Schmuck am Körper oder in Nähe des Schlafbereiches. Welcher Stein für en und in welcher Lebenslage gut ist, auch darauf wird eingegangen.
Mir gefällt die übersichtliche Form, man wird nicht von der Fülle erschlagen. Auch die Fotos sind reichlich und wirken auflockernd.
Gerne hätte ich mehr zur Gewinnung der einzelnen Steine und dem Erwerb erfahren, um damit auch im Umweltsinne keinen Schaden zu verursachen. Manche Themen hätte ich gerne ausführlicher behandelt, hier muss man wissen, es ist ein erster und grober Überblick.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Ein musikalischer Täter

Das Wiegenlied: Thriller
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"Das Wiegenlied" von Catherine Shepherd ist schon der 13. Teil in der Reihe, die in dem Örtchen Zons spielt. Die Besonderheit hier ist, dass die Handlung in verschiedenen Zeiten spielt.
In der Gegenwart ...

"Das Wiegenlied" von Catherine Shepherd ist schon der 13. Teil in der Reihe, die in dem Örtchen Zons spielt. Die Besonderheit hier ist, dass die Handlung in verschiedenen Zeiten spielt.
In der Gegenwart hat es Kriminalkommissar Oliver Bergmann mit einem Doppelmord zu tun, am Tatort wurde ein Abspielgerät mit einem alten Kinderlied hinterlassen.
In Zons im Jahre 1504 wird Schwester Agnes auch Zeugin eines Mordes, die tote wurde mit einem Teufelssymbol gebrandmarkt und auch hier wird ein Lied gesummt. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg versucht hier das Verbrechen aufzuklären und weitere zu verhindern.
Ich mag diese verschiedenen Zeitformen in demselben Ort sehr, man kann sich das so gut vorstellen, die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsumstände bringen hier immer noch eine ganz andere Dimension hinein.
In beiden Zeiten, sowohl im alten Kloster, als auch in der Gegenwart wird ermittelt, werden Spuren verfolgt und wird man als Leser oft auch auf die falsche Fährte geführt. Spannung ist in jedem Fall vorhanden, im Gestern wie im Heute.
Sehr gut sind auch die Verknüpfungen zwischen den Zeiten, die aber nicht im Vordergrund stehen.
Bei dieser Reihe muss man nicht alle Teile gelesen haben, um alles zu verstehen, nur einige Feinheiten kann man dann besser zuordnen. Ich kenne ein paar Teile, lese aber nach und nach auch die älteren.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Zauberhaft und kurz

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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"Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" von Satoshi Yagisawa ist eine sehr ruhige Erzählung mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Takako gerät von einem Tag auf den anderen ihr Leben aus den Fugen. Ihr ...

"Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" von Satoshi Yagisawa ist eine sehr ruhige Erzählung mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Takako gerät von einem Tag auf den anderen ihr Leben aus den Fugen. Ihr Freund eröffnet ihr zu heiraten, eine andere und da sie in der selben Firma arbeiten, kann sie da auch nicht hingehen. Ein lange nicht mehr gesehener Onkel bietet ihr an, bei ihm Unterschlupf zu finden und auch Arbeit.
Und so findet sie sich in einem kleinen Antiquariat in Jimbōchō, dem Bücherviertel Tokios wieder.
Mit den Büchern verbindet sie nichts, sie liest nicht, sie will sich nur verkriechen und schlafen. Ganz langsam knüpft sie wieder ans Leben an, spricht mit Kunden, mag ihren Onkel wieder und vor allen Dingen, sie entdeckt die Bücher.
Mit ihrem steigenden Interesse an den Büchern und Geschichten, findet sie sich auch selber wider. Das alles wird hier ganz zart und behutsam erzählt.
Mir gefällt sehr gut, hier die japanische Kultur wieder ein Stück weit näher kennen lernen zu dürfen, auf eine sehr schöne Art und Weise. Die Charaktere, mit denen wir hier zu tun bekommen, werden trotz der Kürze gut gezeichnet und prägen sich ein.
Für mich hätte dieser Roman gerne ein paar Seiten mehr haben dürfen und damit noch einige der angerissenen Themen vertiefen.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Burschenschaft zu Heidelberg

Wahnspiel
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"Wahnspiel" von Kilian Eisfeld is ein Krimi, der im Laufe der Handlung mit so einigen Wendungen überraschte,
Lukas Schneider hat gemordet und der Film davon ging ins Internet. Für seinen Mord ist er im ...

"Wahnspiel" von Kilian Eisfeld is ein Krimi, der im Laufe der Handlung mit so einigen Wendungen überraschte,
Lukas Schneider hat gemordet und der Film davon ging ins Internet. Für seinen Mord ist er im Gefängnis, nur wer hat den Film davon gedreht? Jetzt wird der Mörder entlassen, vorzeitig und natürlich sind da so einige nicht begeistert davon. Nachdem er komplett von der Bildfläche verschwunden ist, wird eine menschliche Hand gefunden. Die Ermittlungen gehen in viele Richtungen.
Mit Alex Schwerdt und Sofija Marković werden hier zwei Ermittler eingeführt, die polarisieren. Sie sind nicht perfekt, auch nicht unbedingt sympathisch, schaffen es aber eine Bindung aufzubauen, zum Leser und die Spannung in einer Nebenhandlung aufrecht zu erhalten.
Das Buch beginnt sehr spannend, diese Spannung bleibt nicht durchweg erhalten, aber im Hintergrund werden hier so viele Fäden verknüpft und Charaktere gezeichnet, dass man immer tiefer in diese Kreise mit einbezogen wird. Unmerklich erweitern sich die Ermittlungen in neue Kreise und Ebenen. Die Geschichte hat Tiefe und die Ermittlungsarbeit fühlt sich echt an, ermitteln ist nicht immer spannend.
Ich mochte hier die ganze Atmosphäre sehr und auch die vielen verschrobenen Charaktere, bei denen wirklich nie Verwechslungsgefahr bestand.
Eine Reihe, von der ich gerne mehr lesen würde.

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Dystopisch

Das Erwachen des letzten Menschen
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"Das Erwachen des letzten Menschen" von Leveret Pale ist eine Novelle, die unter die Haut geht. Es zeigt eine Zukunft, die aus unserer Perspektive nicht lebenswert erscheint, von innen her aber ganz anders ...

"Das Erwachen des letzten Menschen" von Leveret Pale ist eine Novelle, die unter die Haut geht. Es zeigt eine Zukunft, die aus unserer Perspektive nicht lebenswert erscheint, von innen her aber ganz anders wahrgenommen wird.
Alles ist hier digitalisiert und die Menschen sind auch nicht mehr in der tonangebenden Position. Die Menschen machen nur noch das, was ihnen Spaß macht, der Rest wird von Robotern und Algorithmen erledigt. Allerdings hat der Mensch auch nichts mehr zu melden. Erstrebenswert?
Das Buch ist wie ein Tagebuch geschrieben, von einem der erwacht und seine eigene Existenz in Zweifel zieht. Er macht sich Gedanken über den Sinn und Zweck seines Lebens und nimmt den Leser dabei mit.
Die Geschichte ist kurz und sehr interessant geschrieben, viele Gedanken kann man weiterdenken und zu ähnlichen oder auch ganz anderen Schlüssen gelangen. Die Geschichte hat auch ein Ende, dass nichts vorschreibt, sondern zum grübeln einlädt, über das Leben und über die Entwicklung der Menschheit und ihrer Errungenschaften und wo uns das hinführt.
Eine sehr interessante Lektüre für mich.

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