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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2024

Einfach gut

Sepp, was machst du?:
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Zugegeben, ich kannte den Autor und Koch zuvor nicht, wurde jedoch dank dieses Buches auf ihn aufmerksam und folge ihm seither auf Instagram.

So bodenständig wie er sich dort gibt, wirkt auch dieses Buch. ...

Zugegeben, ich kannte den Autor und Koch zuvor nicht, wurde jedoch dank dieses Buches auf ihn aufmerksam und folge ihm seither auf Instagram.

So bodenständig wie er sich dort gibt, wirkt auch dieses Buch. Rezepte werden mit kleinen Anekdoten eingeleitet, die tatsächlich den Charakter der „Sepp, was machst du?“-Shorts einfangen und dem Buch einen recht persönlichen Touch verleihen.

Auch die Auswahl der ReSEPPte empfand ich als größtenteils gelungen und sehr alltags- und anfängertauglich. Selbst geschmacklich konnte das bisher von mir Getestete durchaus überzeugen.
Einzig vermisse ich bei den Rezepten Angaben zu Zeit und Portionen und möchte auch auf teilweise etwas ungenau formulierte Angaben aufmerksam machen, welche wohl der Routine eines Kochs geschuldet sind.
Selbst wenn sich bei mir beim Fisch in Zeitungspapier leider gesundheitliche Bedenken bezüglich Druckerschwärze regen, haben mir viele Gerichte äußerst gut gefallen. Ich habe dadurch einige neue Anregungen erhalten, sowie auch Variationen mit bereits bekannten Gerichte, welche ich zukünftig gerne in unseren Speiseplan aufnehmen werde.
Die Gestaltung des Buches kommt mit einem spürbaren Retro-Touch daher, welcher meiner Meinung die hier vorgestellte bodenständige Küche schön unterstreicht. Nichts wirkt gekünstelt, nichts groß „zurecht gemacht“ und dennoch sehr appetitlich.

Trotz kleinerer Kritikpunkte kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen und sehe seine Stärke vor allem in seiner Alltagstauglichkeit.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Singen konnte sie nicht

Coco und die Revolution der Mode
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Wer war die Frau hinter dem bekannten Modelabel Coco Chanel? Wie wuchs sie auf? Welche Träume hatte sie und wie konnte sie diese erreichen? Bisher war mir das alles fremd. Doch dieser Roman hat mir Gabrielle ...

Wer war die Frau hinter dem bekannten Modelabel Coco Chanel? Wie wuchs sie auf? Welche Träume hatte sie und wie konnte sie diese erreichen? Bisher war mir das alles fremd. Doch dieser Roman hat mir Gabrielle Chanel sehr real und nahbar gezeigt. Ich hab mit Interesse verfolgt, wie sie ihre schwere Kindheit meisterte, aber auch wie sie, lebend in einer sehr Frauen feindlichen und letztendlich auch durch den aufkommenden Krieg turbulenten Zeit, ihren Weg zu gehen bereit war.
Hier wurden sicherlich Fakten mit Fiktion vermischt, doch dies geschah so geschickt, dass eine wunderbar persönliche und glaubhafte Geschichte entstand. Zuvor wusste ich nicht einmal, dass sie nicht Coco hieß, wusste nicht wer diese Frau wirklich war. Jetzt aber habe ich das Gefühl sie fast schon zu kennen.
Natürlich bestimmten auch Männer in erheblichem Maße ihren Werdegang. Doch ist dies auch der damaligen Zeit geschuldet, welche hier authentisch zum Leben erweckt wurde. Schmälern sollte dieser Umstand aber ihren Erfolg keineswegs! Aber lest am besten selbst!

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Episch

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Griechische Götter sind real. Und alle 100 Jahre entscheidet ein Wettkampf darüber, wer von ihnen für ein weiteres Jahrhundert ihr Oberhaupt werden wird. Unter Ausschluss der menschlichen Öffentlichkeit ...

Griechische Götter sind real. Und alle 100 Jahre entscheidet ein Wettkampf darüber, wer von ihnen für ein weiteres Jahrhundert ihr Oberhaupt werden wird. Unter Ausschluss der menschlichen Öffentlichkeit treten hierzu von den Gottheiten auserwählte Kandidaten gegeneinander an- Menschen, wie du und ich. Auf sie wartet Ruhm und Reichtum… oder der Tod.

Um in die Welt von Zeus, Poseidon, Hades und co eintauchen zu können, ist die Kenntnis der Mythologien nicht unbedingt erforderlich. Wer von diesen Sagen weiß, wird jedoch auch immer wieder interessante Anspielungen darauf entdecken können.
Zu Beginn aber wird der Leser langsam an die hier abgebildete Welt herangeführt und lernt diese durch Lyra besser kennen. Und aus Lyras Sicht wurden auch die daran anschließenden Spiele und Begebenheiten geschildert.
Sie selbst agierte mir anfangs etwas zu widersprüchlich und bis zuletzt erstaunlich sozial, was ihren Erfahrungen in der Vergangenheit irgendwie zu widersprechen schien. Sie und ihre Art aber hatten wesentlichen Einfluss auf den Charakter dieses Buches und ich lernte rasch mich mit ihren Eigenarten zu arrangieren- nein, tatsächlich gewann ich sie mit der Zeit sehr lieb und konnte mich gut in ihre Person und die Welt des Buches hineinversetzen. Selbst Hades, der Gott der Unterwelt, entpuppte sich als viel sympathischer als angenommen und entsprach dadurch nicht dem üblichen festgefahrenen Bild, was mir persönlich sehr gefiel und einen ganz frischen Blick auf die Totenwelt ermöglichte. Aber auch in den anderen Gottheiten erkannte man deren Charakter hervorragend und man entwickelte entsprechend Sympathien.

Ein Großteil der Handlung beschäftigte sich naturgemäß auch mit dem Aufbau des Crucrible-Spiels und der zu bestehenden Heldentaten. Diese legten sehr viel Kreativität zutage und spiegelten dennoch die jeweilige Gottheit sehr schön wider, wodurch sich auch eine äußerst abwechslungsreiche Handlung ergab. Abgerundet wurde diese durch Hades Motivation und der langsam entstehenden Zuneigung zwischen ihm und Lyra. All dies wirkte auf mich durchdacht und, abgesehen von eher unwichtigen Nebensächlichkeiten, sehr schlüssig. Auch las sich das Buch leicht und flüssig. Atmosphärisch verzichtet es erstaunlicherweise zu Gunsten von Empathie und sozialem Handeln, auf allzu große Grausamkeiten. Romanze und Spiele fügten sich dadurch wunderbar und ohne sich gegenseitig zu behindernd, ineinander. Unvorhersehbare Handlungen und Spielverläufe und miteinander verstrickte Begebenheiten aber hielten dennoch die Spannung konstant sehr hoch.

Begeistert und mMn absolut gerechtfertigt vergebe ich daher 5 von 5 Amphoren voll feinsten Nektars!

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Wirkt wie eine nordische Sagenerzählung

Die Winterschwestern
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Der Mythos dieses Buches erzählt, dass zwei Schwestern das Gesicht des Winters bestimmen. Eine ist sanft und verkörpert die schöne Seite des Winters. Die andere jedoch bringt eisigen Frost und Stürme.
Doch ...

Der Mythos dieses Buches erzählt, dass zwei Schwestern das Gesicht des Winters bestimmen. Eine ist sanft und verkörpert die schöne Seite des Winters. Die andere jedoch bringt eisigen Frost und Stürme.
Doch eines Tages verschwindet die kleine Schwester. Vor Kummer sucht die größte Schwester unermüdlich, doch sie findet sie nicht.
Die Winter wurden für die Menschen dadurch hart und entbehrungsreich- auch für Alfreds Clan. Als aber dann auch noch der Menschen liebster Besitz verschwindet, entscheidet sich Ragnar, Alfreds Onkel, von den diebischen Trollen ihr Hab und Gut zurückzufordern. Doch allein geht er nicht. Auch Alfred macht sich auf den Weg.

Als ich dieses Buch las, drängte sich mir unweigerlich ein Bild auf, wie diese Geschichte am Lagerfeuer in einer Winternacht irgendwo im Norden von einem Geschichtenerzähler vorgetragen wird, während sich Menschen um ihn scharen und andächtig lauschen, so treffend wirkt diese Form der Erzählung und deren von Magie und Mythologie durchwirkte Handlung. Dennoch enthält die Geschichte um die Winterschwestern auch modernere Einflüsse wie z.B. auch Ragnars Person und transportiert zugleich wichtige und zeitlose Werte.
Dank der Ursache des Verschwindens der Schwester aber, erscheint die Handlung auch zugleich etwas wirr und düster. Nicht selten wiederholen sich Dialoge ähnlicher Art, so dass, trotz der hervorragenden und nordisch anmutenden Illustrationen, mein Kind rasch das Interesse an der Geschichte verlor. Mir selbst aber gefiel sie gut und ich könnte mir durchaus vorstellen dass sie auch den Geschmack älterer Kinder treffen kann. Grundkenntnisse in nordischer Mythologie ( vor allem seine Hauptgötter) sind für die Handlung von Vorteil- oder man nutzt das, an die Handlung anschließende Glossar des Buches.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Hatte etwas andere Erwartungen an einen Thriller

Villa Obscura
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Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben ...

Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben wurde die Handlung in Kapiteln, welche im Wechsel jeweils eine der Figuren näher beleuchtet. Der Leser nimmt hierbei dennoch eine beobachtende Rolle ein, erhält dadurch jedoch auch einen guten Überblick über die Lage und lernt die einzelnen Personen und deren Geheimnisse nach und nach besser kennen.
Doch lange dreht sich die Handlung um die, im Zimmer eingesperrten Geiseln, wie sie Pläne schmieden zu entkommen und/oder die Lage zu verstehen. Immer wieder holen die Geiselnehmer auch eine, der gefangengehaltenen Personen, doch bleibt erst ungewiss, was sie mit ihrem Vorhaben bezwecken.
Diese Phase der Handlung war zwar durchaus interessant, doch hielt sie mir persönlich zu lange an, was sich letztendlich dann auch auf meine Leselust auswirkte. Es wurde zwar auch wieder spannender, doch hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt leider schon von der Handlung emotional distanziert.

Geschrieben ist dieses Buch aber dennoch irgendwie gut. Nur hatte es eben nicht das, von mir erwartete Gänsehautfeeling ausgelösten können. Ehrlicherweise aber, muss man hier wohl auch Zugeständnisse machen- schließlich wurde die Zielgruppe entsprechend jünger gewählt.

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