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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Kommt nicht ganz an seinen Vorgänger heran

Die Mitternachtsreise
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Der Titel zeigt es deutlich. Dieses Buch ist angelehnt an die Mitternachtsbibliothek, besitzt aber dennoch eine eigenständig Handlung, die auch ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Wie im berühmten Bestseller ...

Der Titel zeigt es deutlich. Dieses Buch ist angelehnt an die Mitternachtsbibliothek, besitzt aber dennoch eine eigenständig Handlung, die auch ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Wie im berühmten Bestseller spielt auch diese Handlung größtenteils nach dem Tode Wilburs. Oder besser, er reist in seine eigene Vergangenheit zurück und erlebt diese als stiller Beobachter und mit dem Wissen des Alters und der Geschehnisse neu. Eine tolle Interpretation der letzten sieben Minuten im Leben eines Menschen- eher ruhig erzählt und doch sehr eindringlich. Der Sog der Handlung ist deutlich spürbar, trägt sich aber mehr durch Tiefe und philosophisch anmutenden Fragestellungen als durch Spannung.
Und doch empfand ich die Thematik im vergleich zum ersten Mitternachtsband als etwas schwächer, dies könnte aber am eigenen Interessengebiet liegen. Die verschiedenen möglichen Lebenswege schienen mir einfach etwas interessanter und kreativer als ein Rückblick auf ein einzelnes turbulentes, auch wenn vieles darin aufgearbeitet wurde.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Mein Lesetipp!

50 Sätze, die es Eltern leichter machen
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Dieses Buch wurde aus einer Idee heraus geboren als die Autorin Kuschiks Buch ‚50 Sätze, die das Leben leichter machen‘ las und sich ähnliches vornahm. Und da ich auch dieses besagte Buch kenne, kann ich ...

Dieses Buch wurde aus einer Idee heraus geboren als die Autorin Kuschiks Buch ‚50 Sätze, die das Leben leichter machen‘ las und sich ähnliches vornahm. Und da ich auch dieses besagte Buch kenne, kann ich guten Gewissens vergleichen und behaupten, dass ihr das auch wirklich gut gelungen ist. Die Fragestellungen und Situationen sind natürlich andere und speziell auf den Familienalltag und seine typischen Konflikte zugeschnitten, die Art und Weise wie aber damit umgegangen wird, gefällt mir sehr. Kein Wunder, denn die Autorin pflegt einen ähnlichen Erziehungsstil wie auch ich ihn präferiere. Sie ist familylab- und Mentaltrainerin und hat sogar eine Online-Community. Beste Voraussetzungen also und kompetente Lösungswege aufzeigen zu können. Und das tut sie hier auch. Egal ob es um Geschwisterstreit geht, um Diskussionen oder um eher allgemeiner gehaltene Themen, wie die Bindung zum Kind oder das Grenzen setzen. Ihre Informationen verpackt sie einfühlsam, aber auch praxisorientiert und schafft es im Grunde sofort, dass sich die lesende Person gesehen und verstanden fühlt. Sie erklärt aber auch ungeheuer gut- nicht nur die Situation an sich, sondern oft auch die Hintergründe dazu, was jemanden, der in dieser Situation steckt und sie begleitet, viel rationaler analysieren lässt, mögliche Trigger umgeht und ihm dadurch die Möglichkeit gibt mit offenem und zugewandten Herzen zu handeln. Auch setzen sich Sätze, wie sie sie verwendet, rasch fest und sind in den entsprechenden Situationen leicht abrufbar und daher super dazu geeignet sein eigenes Mindset entsprechend danach auszurichten.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Wahr oder erfunden?

Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier
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Juniorbewertung: „Ida, Elsa und Oskar und Mikkel sind die besten Freunde und leben mit ihren Ponys auf der Hufeiseninsel Lillasund in Schweden. In den Sommerferien zelten sie und erzählen sich Geschichten ...

Juniorbewertung: „Ida, Elsa und Oskar und Mikkel sind die besten Freunde und leben mit ihren Ponys auf der Hufeiseninsel Lillasund in Schweden. In den Sommerferien zelten sie und erzählen sich Geschichten und Ida weiß nicht ob es wirklich Trolle gibt und bekommt ein bisschen Angst. Floki merkt das und dann klappt plötzlich das Training für nicht mehr.

Die Bücher über Lillasund mag ich sehr gerne und ich warte immer auf eine neue Geschichte und lese die dann an einem Tag fertig. Man lernt viel über Tiere und über Schweden. Und Freundschaft und Natur ist auch sehr wichtig. Das finde ich gut.‘



Mit Lillasund haben wir eine Serie gefunden, die bei uns voll ins Schwarze traf und mein Kind- ganz ohne Zwang- zum Lesen animierte. Die Geschichten sind perfekt für das Alter, einfach zu lesen, aber auch mit einer gewissen Spannung und rätselhaften Vorkommnissen, die Kinder am Ball bleiben lässt. Ein klein wenig Magie liegt dies Mal auch in der Luft, trotzdem bleibt die Handlung realistisch. Die für diese Reihe typisch umsichtige und positive Art ist wieder bemerkenswert schön- etwas verklärt, aber gerade deshalb sehr toll. Man spürt dabei förmlich die Sonne und riecht die Natur. Die Freundesgruppe erhält jetzt zudem noch Zuwachs- tierischen sowie auch menschlichen, die beide jede Menge Action und Tiefe mit in die Handlung bringen. Doch auch die vielen Details rund ums Reiten, über Schwedens bekanntestes Fest und die Infos zu Tiere, machen aus der Geschichte irgendwie etwas Besonderes. Dass in Lillasund sehr viel Herzblut steckt, merkt man also sofort.
Die Autorin begegnet jungen Leser*innen auf Augenhöhe und entführt sie in die schönsten Abenteuer, die aber die Sehnsucht nach Natur, Schweden und einem eigenen Haustier wecken könnten.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Nur bedingt zu empfehlen

Kinder brauchen Dopamin
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Lange nicht mehr hat mich ein Buch so zwiespältig zurückgelassen. Einerseits hat es mich extrem interessiert, wie sich Medienkonsum und hochverarbeitete Lebensmittel auf den Körper auswirken, welche Vorgänge ...

Lange nicht mehr hat mich ein Buch so zwiespältig zurückgelassen. Einerseits hat es mich extrem interessiert, wie sich Medienkonsum und hochverarbeitete Lebensmittel auf den Körper auswirken, welche Vorgänge dabei freigesetzt werden und was zu einer Sucht führt. Andererseits folgt diese Autorin einem Ansatz, den ich selbst nicht gutheißen kann. Ich finde ihn zu radikal und auch nicht allgemein umsetzbar. Sie nutzt die eigene Tochter um ihre Fortschritte darzustellen, doch diese Berichte wirken auf mich zu glatt, als dass sie glaubhaft wären. Und zugleich scheint die Familie für Michaeleen Doucleff so wie sie es hier darstellt eine Mischung aus Versuchkaninchen und Obsession zu sein, immer darauf bedacht noch extremer vorzugehen. Die Gefühlswelt wird dabei fast völlig außen vor gelassen und Kindern nur ein minimales Mitspracherecht eingeräumt. Meinen Wunsch nach einer gewissen Vereinbarkeit läuft dem komplett entgegen. Entsprechend habe und werde ich mir nur die für mich relevanten Infos aus diesem Buch ziehen und den vorgegebenen Plan nicht weiter verfolgen.

Die Autorin beschreibt interessant, gut verständlich und ausführlich. Sie stellt sowohl wissenschaftliche Hintergründe vor, wie auch Anekdoten und Gedanken dahinter. Wenn man ihren Weg annehmen kann, kann dieses Buch trotz seines Umfangs womöglich kurzweilig und erhellend sein. Ich selbst habe jedoch rasch eine innerliche Haltung angenommen, die mir dies erschwerte.

Die Haltung der Autorin spricht klar gegen bedürfnisorientierte Erziehung.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Und wer liest nun vor?

Widdersehen
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Es geht zurück zu Georg, und das schneller als gedacht. Die Schafe träumten schon von ihrer Heimatheide und waren insgeheim dem Reisen bereits etwas überdrüssig, als Rebecca die Nachricht bekam, die sie ...

Es geht zurück zu Georg, und das schneller als gedacht. Die Schafe träumten schon von ihrer Heimatheide und waren insgeheim dem Reisen bereits etwas überdrüssig, als Rebecca die Nachricht bekam, die sie alle zurück nach Glennkill bringen sollte. Doch dort angekommen gestaltet sich das Ganze überhaupt nicht wie erwartet. Georg war natürlich nicht da, dafür aber fremde Schafe, die sogar die Georges Place abgeweidet hatten und ein beißender Zaun hindert die Herde in ihrem Freiheitsdrang. Doch als dann auch noch Rebecca verschwindet, der Metzger ist zurück ist und Finger fliegen, ist rasch klar: die Schafe müssen über alle Berge, vielleicht sogar bis ins Paradies um ihre Schäferin wiederzufinden.
Haltet euch fest, es wird spannend, skurril und urkomisch. Ja, alles zusammen. Einen Krimi aus Schafsicht erzählt zu bekommen und zu sehen, wie Schafe unser menschliches Leben deuten, ist schon sehr speziell. Ich kannte diesen Humor aber bereits aus ‚Glennkill‘, hatte dann jedoch Leonie Swanns Bücher aus den Augen verloren, so dass ich dieses dritte Band ohne die Kenntnis des dazwischen liegenden las. Doch das machte keinerlei Probleme. Ich war schnell wieder drin und konnte nicht anders als mich vom Charme der Schafe, Fastschafe und Neuschafe einwickeln zu lassen. Das Abenteuer ist immens kreativ und großartig und das Verbrechen gewaltiger als gedacht. Doch es gibt auch sehr schöne, nachdenkliche Momente, die besonders ein Schaf betreffen, und einen faszinierenden, unbekannten Mann, der unverhofft zu Schäferfreuden kommt.
Mir hat dieses Buch immens gut gefallen und ich bin wieder neu fasziniert von dieser Serie. Das fehlende Band hab ich bereits bestellt und Kino (Glennkill wurde ja nun sogar verfilmt) steht nun auch ganz oben auf meiner to do Liste. Und das alles verdanke ich ‚Widdersehen‘.

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