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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein Klassiker neu interpretiert

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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Eine Klassiker in neuer Gewandung- ich fand es immens spannend das berühmte Werk ‚Stolz und Vorurteil‘ neu zu erleben. Bildlich dargestellt und in Farbe, das hat schon was!
Wer sich aber nun vor antiquierter ...

Eine Klassiker in neuer Gewandung- ich fand es immens spannend das berühmte Werk ‚Stolz und Vorurteil‘ neu zu erleben. Bildlich dargestellt und in Farbe, das hat schon was!
Wer sich aber nun vor antiquierter Sprache fürchtet, den kann ich beruhigen. Die Texte sind kurz, vereinfacht und gut verständlich. Genau wie die Bebilderung, die für mein Empfinden die Handlung sehr gut und ausführlich wiedergibt und auch Emotionen gut an den Leser weitertransportiert. Trotzdem gibt es leider kleinere Kritikpunkte meinerseits. Anders als das Motiv im Cover sind die innenliegenden Seiten weit weniger klar gedruckt und wirken etwas verwaschen. Vielleicht mag das der gewünschte Stil dieses Buches sein, ich aber musste mich erst an diesen Anblick gewöhnen. Und irgendwie wertet das das Buch in meinen Augen leider etwas ab.
Die Farbgebung aber ist schön, die Personen wirken individuell und die Szenen gut ausgearbeitet, erstaunlich ländlich gehalten und auch Landschaften beinhaltend. Die Übergänge sind verständlich und selbst Ortswechsel können gut nachvollzogen werden.

Alles in allem ist es ein wunderbares Buch sowohl für den Einstieg in die Austen-Welt, als auch eine schöne Art für Kenner diesem Roman nochmals neu zu begegnen. Ich könnte mir sogar gut vorstellen, dass bereits junge Leser dadurch Gefallen an Klassikern finden könnten.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Die Uhr tickt

Noch fünf Tage
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Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung ...

Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Liebenswertes Federvieh

Mein Leben mit Hühnern
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Ist das schön, wie Arthur hier von seinem Leben und seinen Hühnern berichtet. Mir ging dabei wirklich das Herz auf, so wunderbar war es davon zu lesen. Dieses Buch ist jedoch weder eine reine Biografie ...

Ist das schön, wie Arthur hier von seinem Leben und seinen Hühnern berichtet. Mir ging dabei wirklich das Herz auf, so wunderbar war es davon zu lesen. Dieses Buch ist jedoch weder eine reine Biografie noch ein Ratgeber im klassischen Sinne. Es ist ein vielmehr ein liebevoller Mix aus beiden und wirkt dadurch mehr wie ein persönliches Gespräch, das man mit einem Hühnerexperten führen darf. Arthur Parkinson‘s Fokus hierbei natürlich auf seiner Hühnerschar. Und er gibt anhand seiner Erzählungen und Sachtexteinwürfen auch enorm viel Wissen in Form von praktischen Tipps und Informationen weiter. Er spricht zugleich aber auch über sich selbst, seine Erfahrungen, vom Landleben, seinem Verwandten, Kollegen und dem eigenen Werdegang. Er steuerte eigens angefertigte Illustrationen bei und auch das ein oder andere beeindruckende Foto befindet sich im Buch. Alles, ob Text, Bild oder Illustration sprüht nur so von Herzblut, zeigt wie liebenswert Hühner sind und reduziert sie nicht auf ihre Legefähigkeit oder sieht sie als emotionsloses Nutztier. Nein, hier sind sie Lebewesen, vielschichtig und toll. Und genau diese respektvolle Sichtweise beeindruckte mich sehr.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein Schatz im Bücherregal

Der cool tätowierte Jäger aus der Steinzeit
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Eigentlich sind wir durch ein neueres Band auf Dusty Diggers gestoßen. Aber das hat uns so begeistert und überzeugt, dass wir nun dabei sind uns nach und nach auch die vorangegangenen Bücher zu holen. ...

Eigentlich sind wir durch ein neueres Band auf Dusty Diggers gestoßen. Aber das hat uns so begeistert und überzeugt, dass wir nun dabei sind uns nach und nach auch die vorangegangenen Bücher zu holen. Die Reihenfolge ist hierbei GsD nicht ausschlaggebend. Jedes Buch für steht für sich und enthält eine eigene abgeschlossene ‚Geschichte‘. Wobei Geschichte hier wortwörtlich genommen werden sollte. Man erfährt nämlich von realen historischen Begebenheiten. Und genau das find ich ungemein spannend! Es ist nämlich so, dass selbst ich oft nicht die Auffindeumstände von diesen historisch relevanten Funden kannte und beim Vorlesen selber auch so fasziniert davon bin, was damals wirklich geschah.
Was Ötzi anbelangt war mir tatsächlich noch vieles fremd und gleichzeitig rauft man sich die Haare, wenn man mit dem heutigen Wissensstand von seiner Bergung liest. Oh, haben wir diskutiert! Und ich fand es toll. Denn all das- die Geschichte, die Infos heutiger Untersuchungsmethoden UND unsere eigenen Gespräche- bringt uns Ötzi viel näher als jeden Lehrbuch es hätte können. Denn ‚Dusty Diggers‘ ist speziell auf Kinder ausgelegt und macht Geschichte so ungemein greifbar, dass man nicht anders kann als sich in den Sog der Archäologie ziehen zu lassen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Für ältere Kinder sehr toll

Exoplaneten
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Was an diesem Buch sofort ins Auge springt, ist definitiv seine Aufmachung, die kräftigen Farben, Goldverzierungen auf dem Cover und ein sehr ansprechender Illustrationsstil- wirklich toll. Nicht nur Kinder ...

Was an diesem Buch sofort ins Auge springt, ist definitiv seine Aufmachung, die kräftigen Farben, Goldverzierungen auf dem Cover und ein sehr ansprechender Illustrationsstil- wirklich toll. Nicht nur Kinder werden dies lieben. Aber auch inhaltlich hat dieses Buch einiges zu bieten.
Bevor es zu den Exoplaneten geht, werden kurz nochmal Grundlagen der Astronomie zusammengefasst und Forschungsmethoden vorgestellt. Letztere sind für Kinder ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse aber nur schwer zu verstehen, interessant davon zu lesen ist es dennoch.
Und dann geht’s los, hinein ins Weltall. Nun erfährt man welche Arten von Exoplaneten es gibt, was sie ausmacht und welche Vertreter dieser Klassen man bereits entdeckt hat. Das ist schon sehr beeindruckend. Und die farbliche Darstellung ist dazu noch ein echter Augenschmaus. Was dabei fast untergeht, aber uns richtig gut gefiel, ist die Entfernungsskala am unteren Bildrand, die nochmal verdeutlichte von welchen unbegreiflichen großen Entfernungen wir hier reden. Schaut euch das bitte unbedingt auch an.

Ein tolles und sehr informatives Buch, aber eines, das logisches Denken und einen gewissen Grad an naturwissenschaftlichem Wissen benötigt. Daher empfehle ich es eher für ältere Kinder. Mit 10 Jahren hatte meine Tochter, obwohl am Thema recht interessiert, doch hin und wieder noch etwas Probleme damit.

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