4 miteinander verbundene Schicksale
Wie Schiffe auf stürmischer SeeJack ist an Demenz erkrankt und sehnt sich noch heute nach seinem auf See verschollenen Sohn. Grace, seine Tochter bemüht sich aufopferungsvoll um ihren Vater und ist selbst traumatisiert von ihrem Verlust. ...
Jack ist an Demenz erkrankt und sehnt sich noch heute nach seinem auf See verschollenen Sohn. Grace, seine Tochter bemüht sich aufopferungsvoll um ihren Vater und ist selbst traumatisiert von ihrem Verlust. Und dann ist da noch die junge Malin, die sich anhand eines Fotos fragt, wer ihr Vater sein mag.
Michael, Michael verbindet diese drei Menschen zu einem Ganzen. Und Michael ist der Grund, wieso kurz nach Malins Auftauchen eine aufwühlende, und krankheitsbedingt manchmal chaotische Suche beginnt- mit dem Camper von Hafen zu Hafen und mit jeder Menge Gefühle im Gepäck. Doch was lässt sich nach so langer Zeit noch finden?
Dieser Roman wird in leisen Tönen erzählt, gemächlich in seinem Verlauf, sehr eindrücklich, aber nicht erdrückend. Die Autorin ließ sich Zeit für eine ausführliche Charakterentwicklung, für Hintergründe, für Atmosphäre und vor allem für Gefühle. Mich hat dieses Buch enorm fasziniert und auch berührt, aufgewühlt und lange beschäftigt. Man findet rasch Zugang zu den Personen und fühlt stark mit ihnen mit, wenn sie mit Verlust, Schuld, Identität und Zugehörigkeit ringen. Sie werden einem vertraut wie Freunde. Daher sind Tränenflecken im Buch (leider) nicht ausgeschlossen.