Character-driven Spannungsroman
The HikeDie vier Freundinnen Maggie, Liz, Helena und Joni entscheiden sich, dem Alltag zu entfliehen und gemeinsam in der wilden Natur Norwegens zu wandern. Zwischen hohen Bergen, klaren Seen, dichten Wäldern ...
Die vier Freundinnen Maggie, Liz, Helena und Joni entscheiden sich, dem Alltag zu entfliehen und gemeinsam in der wilden Natur Norwegens zu wandern. Zwischen hohen Bergen, klaren Seen, dichten Wäldern und abgelegenen Hütten begeben sie sich auf ein Abenteuer, bei dem sie nur auf sich selbst gestellt sind. Doch während der Wanderung werden sie nicht nur körperlich gefordert, sondern auch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Denn die Natur birgt auch eine düstere Seite: Vor einem Jahr ist eine Frau in den Bergen verschwunden, und irgendjemand weiß genau, was mit ihr passiert ist und ist entschlossen, das Geheimnis um ihr Verschwinden zu wahren.
Die Geschichte wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonistinnen erzählt, wodurch wir die vier nach und nach besser kennenlernen, ihre Gedankengänge verfolgen können und ihren Geheimnissen langsam auf die Spur kommen.
Die Charaktere haben mir unwahrscheinlich gut gefallen. Nach „One of the girls“ hatte ich gehofft, dass „The Hike“ ähnlich character-driven ausfällt und die Spannung nicht unbedingt durch die Geschichte, sondern die einzelnen Charaktere aufgebaut wird – und ich wurde nicht enttäuscht. Ich mochte es total, dass wir die vier nach und nach besser kennenlernen, in ihre geheimen Gedanken und Sorgen eingeweiht werden und schlichtweg an ihren Leben teilnehmen können. Jede für sich hatte ganz spezielle Charakterzüge, die für mich komplett authentisch und nachvollziehbar gewesen sind. Ich hab ihre Emotionen gespürt, ihre Sorgen und Ängste geteilt und war stille Mitwisserin ihrer Geheimnisse.
Die Mischung aus Plot und Naturbeschreibungen hat für mich gut gepasst. Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendwo zu viel erzählt wurde und sich dadurch einzelne Stellen in die Länge gezogen haben. Es las sich flüssig, angenehm und die Seiten flogen nur so dahin.
Einen kleinen Punktabzug gab es für mich, weil ich das ganze Geplänkel um Jonis Karriere nicht wirklich mochte, obwohl ich weiß, dass es zu ihrem Charakter dazu gehört. Ebenso das zentrale Thema gegen Ende war einfach nicht meins, obwohl es dennoch gut nachvollziehbar gewesen ist.
Ein solider Spannungsroman, der sehr charakterfokussiert ist und seine Spannung anhand dessen aufbaut.