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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2024

Ungewöhnlich .

Die Lungenschwimmprobe
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…ist nicht nur die Thematik dieses historischen Romanes , sondern auch die Aufmachung des Buches. Schon die kurze LP hatte mich davon überzeugt , dass der Autor Tore Renberg akribisch recherchiert hat. ...

…ist nicht nur die Thematik dieses historischen Romanes , sondern auch die Aufmachung des Buches. Schon die kurze LP hatte mich davon überzeugt , dass der Autor Tore Renberg akribisch recherchiert hat. Auch das Interview mit Tore Renberg und der Prolog verstärkten mein Interesse. Von der Lungenschwimmprobe hatte ich vorher noch nie gehört.
In diesem Roman werden wir von Tore Renberg in einem ziemlich umfangreichen Werk in Leipzig und Umgebung der Jahre 1681-1696 entführt. Die Gutsbesitzertochter Anna Voigt soll ihr neugeborenes Kind umgebracht haben und wird deshalb von Staat und Kirche angeklagt. Der Vater versucht durch eine medizinische Untersuchung beweisen zu lassen, dass das Kind bereits tot geboren wurde. Ein Arzt soll eine Autopsie durchführen mit der titelgebenden Lungenschwimmprobe . Der junge , aber schon bekannte und sehr fortschrittlich denkende Anwalt Christian Thomasius übernimmt den Fall und will Annas Unschuld beweisen.
Ausführlich folgen wir nun der Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei erfahren wir unheimlich viele Fakten in einem sehr detaillierten Schreibstil.
Manchmal war mir das ein bisschen zu umfangreich und auch die Menge der Figuren überforderte mich zeitweise . Meine Leselust störte das aber nicht, weil ich unbedingt weiter der Geschichte folgen wollte. Spannend auch die ständige Frage: handelt es sich hierbei gerade um belegte Fakten oder ist es Fiktion. Für mich macht gerade das ein gutes literarisches Werk aus, und Geschichtsunterricht gab es gratis dazu.
Keine leichte Lektüre , aber auf jeden Fall ungewöhnlich und spannend.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Unerwartet

Die geheimsten Orte der Welt
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Cover und Titel haben mich gleich angesprochen. Nach dem Öffnen der LP kann ich das auch von der Darstellungsweise und den Illustrationen sagen ; alles qualitativ hochwertig. Ich war positiv überrascht ...

Cover und Titel haben mich gleich angesprochen. Nach dem Öffnen der LP kann ich das auch von der Darstellungsweise und den Illustrationen sagen ; alles qualitativ hochwertig. Ich war positiv überrascht , wie ernst hier der Wissensdurst der Kinder genommen wird.
Dieses Kindersachbuch macht neugierig auf geheime Orte unserer Erde. Auf einem fliegenden Teppich gelangen die Kinder dahin. Die interessanten Fakten werde sehr kindgerecht präsentiert, mit viel Liebe zum Detail und mit farbenfrohen Illustrationen. Die Begleittexte sind informativ , aber ausreichend kurz gestaltet , sodass der Lesespaß nicht zu kurz kommt. Das Buch ist geeignet , sich stundenlang in Gedanken auf Reisen um die ganze Welt zu begeben. Und Geschwister , Eltern und Großeltern begleiten den Beschenkten sicher nur allzu gern.
Was mir auffiel: das Buch ist sehr chinalastig illustriert, das ist ein bisschen schade.
Den Abschnitt „ Katakomben von Paris“ habe ich genauer unter die Lupe genommen, weil ich selbst schon da war; tolle Darstellung!
Die Bilderbande ist eine Kinderbuchreihe, die man sich merken sollte, allerdings roch das Buch außergewöhnlich stark nach Chemie.

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Vergessene Geschichte

La Louisiane
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Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris – dort beginnt das Buch der jungen Autorin Julia Malye - war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas. Diese Anstalt und deren Bewohnerinnen ...

Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris – dort beginnt das Buch der jungen Autorin Julia Malye - war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas. Diese Anstalt und deren Bewohnerinnen kenne ich schon aus dem Roman von Victoria Mas „Die Tanzenden“.
Deshalb war ich besonders gespannt , etwas über die Geschichte seiner Bewohnerinnen im 18. Jahrhundert zu erfahren.
Der historische Roman besteht aus drei Teilen; der erste beschäftigt sich genauer mit der Leiterin der Anstalt , die wie ein riesiges Gefängnis für arme und kranke Frauen aber auch Waisen dargestellt wird. Diese Leiterin , Marguerite Pancatelin , arbeitet dort schon seit 54 Jahren und hat im Frühjahr 1720 die Aufgabe , eine Liste von neunzig Frauen zu erstellen; alles künftige , arbeitsame Mütter , die auf der „Baleine“ in die französische Kolonie La Louisiane verschifft werden sollen. Unter ihnen sind drei Freundinnen, durch das Schicksal zusammengeführt: die zwölfjährige Charlotte, eine scharfzüngige Waise. Pétronille, eine enterbte Adelige mit einem riesigen Muttermal im Gesicht. Und Geneviève, eine Engelmacherin, die Frauen liebt.
Nach einer langen Schiffsreise folgt in Teil 2 die Ankunft auf dem Festland und das weitere Schicksal der Frauen in der französischen Kolonie zwischen 1721 und 1734.Der dritte Teil war für mich am interessantesten, denn es tritt die junge Indigene Uto’wv Eco konesel auf , die in Natchez als Kräuterfrau Pétronille in die Heilkunde ihrer Kultur einweihen soll. Durch sie werden wir in eine völlig neue Welt eingeführt.
Die Charaktere der Frauen sind vielschichtig und überzeugend dargestellt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert. Allerdings war ich etwas verwundert , dass die indigene Kräuterfrau nirgendwo in den Ankündigungen auftaucht. Denn gerade diese rundet das Bild der Frauen in dieser Zeit ab.
Den Aufbau des Buches muss man erst einmal durchdringen und mit der Unmenge von Namen klarkommen – hier hätte ich mir auf alle Fälle ein Glossar gewünscht, auch für Leser:innen , die kein Französisch sprechen.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Stille Nacht, tödliche Nacht?

Das mörderische Christmas Puzzle
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Das Cover hatte mich sofort auf die Leseprobe aufmerksam gemacht, vor allem auch durch die weihnachtlichen Farben Rot , Grün und Gold. Und darauf , dass ich letztes Jahr bei ihrem Buch „Mord im Christmas-Express“ ...

Das Cover hatte mich sofort auf die Leseprobe aufmerksam gemacht, vor allem auch durch die weihnachtlichen Farben Rot , Grün und Gold. Und darauf , dass ich letztes Jahr bei ihrem Buch „Mord im Christmas-Express“ mich leider erfolglos beworben habe. Glücklicherweise habe ich das Buch dann zu Weihnachten geschenkt bekommen – super, denn Weihnachten ist ja sowieso Lesezeit.
Diesmal möchte ich das Warten auf das Weihnachtsfest gerne mit dem neuen Buch von Alexandra Benedict „Das mörderische Christmas Puzzle“ verkürzen. Der flüssige Schreibstil wird ein Lesevergnügen bescheren. Dazu kommt noch , dass ich den englischen Humor ausgesprochen mag.
Diesmal war ich erfolgreich und habe mich auch gleich ans Lesen gemacht . „Vorkenntnisse „ aus dem ersten Buch benötigt man nicht , es reicht , wenn man ein überzeugter Krimi- und Weihnachtsfan ist!
Die Figuren in diesem Krimi , besonders Edie, sind mir sehr sympathisch und sehr nah am Leser, dabei very british. Die Geschichte wirkt an manchen Stellen etwas überzogen , bei einem Weihnachtskrimi lässt sich das aber verschmerzen. Es geht ja nicht ausschließlich um Literarisches sondern auch ums Rätseln.
Die Vorstellung der Spiele am Anfang finde ich ebenso gelungen wie die Verweise auf Charles Dickens.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und durch die Rätsel aufgelockert. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen , werde es mir aber in der Vorweihnachtszeit nochmal zur Hand nehmen und dann jeden Tag einn Stück lesen oder vorlesen. Und natürlich muss ich dann auch noch die Rezepte am Ende des Buches ausprobieren.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Ratespaß

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer: Das Rätselbuch für Spürnasen
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Das Konzept dieser Reihe um die Freunde des magischen Detektivkoffers gefällt mir gut.
Es ist nicht das erste der Reihe , das ich meinen Enkeln vorgelesen habe ; Rätseln geht immer! Die Geschichte ist ...

Das Konzept dieser Reihe um die Freunde des magischen Detektivkoffers gefällt mir gut.
Es ist nicht das erste der Reihe , das ich meinen Enkeln vorgelesen habe ; Rätseln geht immer! Die Geschichte ist auch diesmal kindgerecht geschrieben und die Illustrationen sind wundervoll.
Das Cover gefällt uns sehr gut und hat einen deutlichen Wiedererkennungswert für Kinder, – und Großeltern als potentielle Käufer !- die schon Bücher aus der Reihe Um die Jagd nach dem magische Detektivkoffer kennen. Und dann ist man einfach nur gespannt darauf, was die beiden kleinen Spürnasen diesmal erleben werden.
Die Vorstellung der wichtigsten Personen am Anfang finde ich sehr gut überlegt , denn sie ermöglicht auch Einsteigern in diese Reihe problemloses Rätseln. Die Aufgaben sind sehr vielfältig gestaltet , sodass wirklich für Jeden was dabei sin sollte. Das gesamte Heft führt die Kinder wunderbar spielerisch an konzentriertes Rätsel, logisches Denken und gute Beobachtung heran.
Das alles macht ungeheuren Spaß!

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