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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2024

Feinfühlig

Für immer
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Die bekannte Autorin Maja Lunde widmet sich in ihrem neuen großen Roman mit viel Wärme dem heutigen Leben in seiner Endlichkeit und … wieder unserer Verbindung zur Natur.
Cover und Titel machen mich ...

Die bekannte Autorin Maja Lunde widmet sich in ihrem neuen großen Roman mit viel Wärme dem heutigen Leben in seiner Endlichkeit und … wieder unserer Verbindung zur Natur.
Cover und Titel machen mich neugierig auf diesen neuen Roman, dessen LP mich sofort fesselte. Ich habe nicht zum ersten Mal ein Buch der Autorin gelesen und immer wendet sie sich Themen zu , die uns Alle bewegen , aber manchmal schwer zu ertragen sind. Keine leichte Kost also, aber durch ihren bildhaften Schreibstil macht das Lesen Freude.
Diesmal widmet sie sich der Thematik Zeit und will uns eine Botschaft zu unsrer eigenen Endlichkeit überbringen. Und gleich vorne weg ; ich habe dieses Buch in 3 Tagen durchgelesen.
Autorin Maja Lunde befasst sich in jedem Kapitel mit einer anderen Person und nimmt uns mit in deren Lebenswelt. Dabei nutzt sie den tollen literarischen Trick , die Spannung immer hochzuhalten. Die Protagonisten hat Lunde sehr genau ausgewählt , um viele verschiedene Perspektiven beleuchten zu können. Dabei stellt sie interessante Fragen auf , die sich mit dem Sinn und Nutzen von Stillstand und gewonnener Zeit beschäftigen.
Maja Lunde verfügt über einen erstaunlich sensiblen Schreibstil mit einer äußerst klaren Sprache voller Emotionalität. Ihren Personen fühlt man sich sehr nah.
Das Cover in rot und grün ist wohl gewählt und verdeutlicht für mich die Hoffnung , verbunden mit den Gefahren, diese zu verlieren.
Ein eindringlicher Roman , der uns die Augen öffnen kann , die kleinen Momente des Lebens wahrzunehmen . Wir sind endlich ¸also sollten wir ENDLICH diese geschenkte Zeit nutzen , um glücklich zu sein. Jeder auf seine Weise.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Unerlässlich

Pokémon Handbuch: Pokémon: Timelines
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Ich habe die Leseprobe angesehen, weil mein Enkel die Pokémon richtig toll findet. Ich selbst habe nicht viel Ahnung davon, möchte aber gerne mitreden können , wenn mein Enkel davon spricht, ja schwärmt.
Das ...

Ich habe die Leseprobe angesehen, weil mein Enkel die Pokémon richtig toll findet. Ich selbst habe nicht viel Ahnung davon, möchte aber gerne mitreden können , wenn mein Enkel davon spricht, ja schwärmt.
Das Buch heißt Pokémon Timelines mit dem Untertitel Die visuelle Chronik des Pokémon-Universums . Das stimmt in jedem Fall , weil alles was zu einer Chronik gehört dabei ist : gut gegliedertes Inhaltsverzeichnis ,Register und Glossar. Auf 200 Seiten kann man den Pokémon-Helden Ash auf seiner Reise durch die verschiedensten Regionen verfolgen bis zu seinem Sieg bei der Weltmeisterschaft. Das ist sehr umfangreich , aber für eine Chronik völlig in Ordnung. Erleichternd beim Lesen des Animes helfen auch eine kurze Einleitung und vor allem die Lesehinweise.
Überrascht war ich von der hochwertigen Ausstattung des Buches vom Nelson Verlag. Diesen Verlag kannte ich bisher noch nicht. Er gehört zur Carlsen Verlag GmbH. Mini-Bücher und Kinderbücher verlegt der Verlag.
Auch visuell , also gestalterisch wird das Buch ein Highlight im Bücheregal werden. Es ist nicht nur übersichtlich und kindgerecht ,sondern auch sehr liebevoll gestaltet mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis.

Unerlässlich für jeden Pokémon-Fan , aber auch für alle neugierigen Eltern und Großeltern , also ein generationsübergreifendes Buch , das sich zudem hervorragend zum Verschenken eignet.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Ungewöhnlich .

Die Lungenschwimmprobe
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…ist nicht nur die Thematik dieses historischen Romanes , sondern auch die Aufmachung des Buches. Schon die kurze LP hatte mich davon überzeugt , dass der Autor Tore Renberg akribisch recherchiert hat. ...

…ist nicht nur die Thematik dieses historischen Romanes , sondern auch die Aufmachung des Buches. Schon die kurze LP hatte mich davon überzeugt , dass der Autor Tore Renberg akribisch recherchiert hat. Auch das Interview mit Tore Renberg und der Prolog verstärkten mein Interesse. Von der Lungenschwimmprobe hatte ich vorher noch nie gehört.
In diesem Roman werden wir von Tore Renberg in einem ziemlich umfangreichen Werk in Leipzig und Umgebung der Jahre 1681-1696 entführt. Die Gutsbesitzertochter Anna Voigt soll ihr neugeborenes Kind umgebracht haben und wird deshalb von Staat und Kirche angeklagt. Der Vater versucht durch eine medizinische Untersuchung beweisen zu lassen, dass das Kind bereits tot geboren wurde. Ein Arzt soll eine Autopsie durchführen mit der titelgebenden Lungenschwimmprobe . Der junge , aber schon bekannte und sehr fortschrittlich denkende Anwalt Christian Thomasius übernimmt den Fall und will Annas Unschuld beweisen.
Ausführlich folgen wir nun der Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei erfahren wir unheimlich viele Fakten in einem sehr detaillierten Schreibstil.
Manchmal war mir das ein bisschen zu umfangreich und auch die Menge der Figuren überforderte mich zeitweise . Meine Leselust störte das aber nicht, weil ich unbedingt weiter der Geschichte folgen wollte. Spannend auch die ständige Frage: handelt es sich hierbei gerade um belegte Fakten oder ist es Fiktion. Für mich macht gerade das ein gutes literarisches Werk aus, und Geschichtsunterricht gab es gratis dazu.
Keine leichte Lektüre , aber auf jeden Fall ungewöhnlich und spannend.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Unerwartet

Die geheimsten Orte der Welt
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Cover und Titel haben mich gleich angesprochen. Nach dem Öffnen der LP kann ich das auch von der Darstellungsweise und den Illustrationen sagen ; alles qualitativ hochwertig. Ich war positiv überrascht ...

Cover und Titel haben mich gleich angesprochen. Nach dem Öffnen der LP kann ich das auch von der Darstellungsweise und den Illustrationen sagen ; alles qualitativ hochwertig. Ich war positiv überrascht , wie ernst hier der Wissensdurst der Kinder genommen wird.
Dieses Kindersachbuch macht neugierig auf geheime Orte unserer Erde. Auf einem fliegenden Teppich gelangen die Kinder dahin. Die interessanten Fakten werde sehr kindgerecht präsentiert, mit viel Liebe zum Detail und mit farbenfrohen Illustrationen. Die Begleittexte sind informativ , aber ausreichend kurz gestaltet , sodass der Lesespaß nicht zu kurz kommt. Das Buch ist geeignet , sich stundenlang in Gedanken auf Reisen um die ganze Welt zu begeben. Und Geschwister , Eltern und Großeltern begleiten den Beschenkten sicher nur allzu gern.
Was mir auffiel: das Buch ist sehr chinalastig illustriert, das ist ein bisschen schade.
Den Abschnitt „ Katakomben von Paris“ habe ich genauer unter die Lupe genommen, weil ich selbst schon da war; tolle Darstellung!
Die Bilderbande ist eine Kinderbuchreihe, die man sich merken sollte, allerdings roch das Buch außergewöhnlich stark nach Chemie.

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Vergessene Geschichte

La Louisiane
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Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris – dort beginnt das Buch der jungen Autorin Julia Malye - war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas. Diese Anstalt und deren Bewohnerinnen ...

Das Hôpital de la Salpêtrière in Paris – dort beginnt das Buch der jungen Autorin Julia Malye - war im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas. Diese Anstalt und deren Bewohnerinnen kenne ich schon aus dem Roman von Victoria Mas „Die Tanzenden“.
Deshalb war ich besonders gespannt , etwas über die Geschichte seiner Bewohnerinnen im 18. Jahrhundert zu erfahren.
Der historische Roman besteht aus drei Teilen; der erste beschäftigt sich genauer mit der Leiterin der Anstalt , die wie ein riesiges Gefängnis für arme und kranke Frauen aber auch Waisen dargestellt wird. Diese Leiterin , Marguerite Pancatelin , arbeitet dort schon seit 54 Jahren und hat im Frühjahr 1720 die Aufgabe , eine Liste von neunzig Frauen zu erstellen; alles künftige , arbeitsame Mütter , die auf der „Baleine“ in die französische Kolonie La Louisiane verschifft werden sollen. Unter ihnen sind drei Freundinnen, durch das Schicksal zusammengeführt: die zwölfjährige Charlotte, eine scharfzüngige Waise. Pétronille, eine enterbte Adelige mit einem riesigen Muttermal im Gesicht. Und Geneviève, eine Engelmacherin, die Frauen liebt.
Nach einer langen Schiffsreise folgt in Teil 2 die Ankunft auf dem Festland und das weitere Schicksal der Frauen in der französischen Kolonie zwischen 1721 und 1734.Der dritte Teil war für mich am interessantesten, denn es tritt die junge Indigene Uto’wv Eco konesel auf , die in Natchez als Kräuterfrau Pétronille in die Heilkunde ihrer Kultur einweihen soll. Durch sie werden wir in eine völlig neue Welt eingeführt.
Die Charaktere der Frauen sind vielschichtig und überzeugend dargestellt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert. Allerdings war ich etwas verwundert , dass die indigene Kräuterfrau nirgendwo in den Ankündigungen auftaucht. Denn gerade diese rundet das Bild der Frauen in dieser Zeit ab.
Den Aufbau des Buches muss man erst einmal durchdringen und mit der Unmenge von Namen klarkommen – hier hätte ich mir auf alle Fälle ein Glossar gewünscht, auch für Leser:innen , die kein Französisch sprechen.

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