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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2025

Ein Pakt mit dem Gevatter…

Donald MackIntosh - Im Zeichen des Gevatters
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In dem Buch geht es um Donald, der um seiner schlechten Lebenslage zu entfliehen einen Deal mit dem Gevatter (dem Tod) eingeht. Dadurch gewinnt er tatsächlich an Einfluss, Erfolg und Liebe, wird allerdings ...

In dem Buch geht es um Donald, der um seiner schlechten Lebenslage zu entfliehen einen Deal mit dem Gevatter (dem Tod) eingeht. Dadurch gewinnt er tatsächlich an Einfluss, Erfolg und Liebe, wird allerdings auch in die Machenschaften der Lairds verwickelt. Das und auch die Vereinbarung mit dem Tod hat seinen Preis…
Das Buch ist von einem schottischen Märchen (Donald mit der Hucke) inspiriert.  
Die Story ist in den Grundzügen sehr interessant und auch das Setting und das Gefühl das vermittelt wird war toll. Gerade den Bezug zur schottischen Geschichte fand ich toll: die Hintergründe hängen mit dem Jakobitenaufstand und der Besetzung des Throns zusammen und entsprechen weitgehend der Wahrheit. Dabei muss ich allerdings sagen, dass oft die Zusammenhänge (zu den Aufständen, Kriegen,…) etwas verwirrend und mit vielen Namen geschildert sind. An manchen Stellen hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen gewünscht. Und vor allem das Ende finde ich zu kurz geraten, da die eigentlich gut geschilderte Geschichte der Protagonisten hier leider recht abrupt beendet wird. Das ist schade, da diese ansonsten einfach toll war und man die Charaktere, ihre Vergangenheit und ihr Verhalten super kennenlernen und begleiten durfte. Trotzdem hat mir die Geschichte viel Spaß beim Lesen gemacht.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem Donald mit seiner höflichen, zurückhaltenden, aber auch geselligen und witzigen Art hat mir imponiert. Und auch die Nebencharaktere haben der Geschichte ihren besonderen Touch gegeben. 
Auch das Gefühl, das das Buch vermittelt ist toll. Es ist hierbei natürlich sehr empfehlenswert, wenn man auf den schottischen Charakter und auch ein paar historische Einblicke und Formulierungen steht. 
Fazit: eine tolle Geschichte, die interessante Hintergründe und wahre Quellen enthält und durch großartige Charaktere ausgeschmückt wird. Nur meiner Meinung nach leider an manchen Stellen etwas zu kurz gefasst.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Faszinierende Geschichte

Babel
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Babel ist ein Buch, das für mich schwer einzuordnen ist. Es enthält extrem viele ernste Elemente. Es enthält fantastisches. Es enthält Ausschweifungen zu Sprache, zu Politik und Geschichte. Und dabei ist ...

Babel ist ein Buch, das für mich schwer einzuordnen ist. Es enthält extrem viele ernste Elemente. Es enthält fantastisches. Es enthält Ausschweifungen zu Sprache, zu Politik und Geschichte. Und dabei ist es extrem faszinierend und - mit der Zeit - fesselnd zu lesen.
Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch hinein zu finden und den Stil, die Geschichte und die Assoziationen zu verstehen und nachempfinden zu können. Aber je weiter ich gelesen habe, desto faszinierender wurde das Buch, bis ich (ohne es wirklich bemerkt zu haben) einfach in die Geschichte abtauchen konnte. Der Sinn der Geschichte und worauf diese hinaus läuft, ist lange schwer zu greifen, und trotzdem schafft sie es, den Leser für sich einzunehmen.
Robin als Protagonist ist toll, weil man seine Gedanken und Gefühle mitbekommt, die zum Teil sehr emotional, zum Teil aber auch eher nüchtern ausfallen, was extrem spannend zu lesen ist. Und vor allem kann man über das Buch hinweg seine Entwicklung verfolgen. Ebenso wie die der anderen Charaktere. Alle Personen in dem Buch sind toll beschrieben. Ebenso wie die Geschichte an sich, die mit so vielen Details aufwartet, dass man einfach hinein gezogen wird.
Der Sinn hinter der Geschichte/ das worum es geht, ist zum Teil ernst und faktisch, aber so eingekleidet, dass durch die Entwicklungen des Buches, die Zuspitzung und die Einzelheiten eine faszinierende Spannung erzeugt wird.
Insgesamt fand ich Babel faszinierend zu lesen und stark geschrieben.
(Es ist mit allen Details und vom Thema/ Stil her für mich nicht klar einzuordnen, aber eine Empfehlung für alle, die der Klappentext anspricht und die gut ausgearbeitete, detailreiche, ernste Geschichten mögen)


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Veröffentlicht am 02.01.2025

Süße, leichte Geschichte mit schottischem Flair

Mistelzweig und Dudelsack
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Mit „Mistelzweig und Dudelsack“ hat Daniela Vogel eine Geschichte geschaffen, die super flüssig und schön zu lesen ist und natürlich vor allem vor Weihnachten perfekt passt.
Die Story ist einfach, beinhaltet ...

Mit „Mistelzweig und Dudelsack“ hat Daniela Vogel eine Geschichte geschaffen, die super flüssig und schön zu lesen ist und natürlich vor allem vor Weihnachten perfekt passt.
Die Story ist einfach, beinhaltet aber auch eine gewisse Tiefe. Wobei vor allem die emotionalen, winterlichen und mysteriösen Aspekte vorherrschen. Hinzu kommt ein bisschen Humor, Freundschaft und Familie. Dazu passen dann auch die Charaktere sehr gut, deren Eigenschaften man in dem eher dünnen Buch schon ganz gut kennenlernt. Ich konnte dennoch die entstehende Bindung nicht ganz mitfühlen, beziehungsweise habe zu der Story nicht komplett den Zugang gefunden. Dazu fand ich die Zeit für die und mit den Charakteren etwas zu kurz. Trotzdem kamen die Gefühle größtenteils bei mir an und ich mochte die Charaktere und die Geschichte. Vor allem fand ich beim Lesen die Idee und das Gefühl hinter der Geschichte (zur Weihnachtszeit) total schön. Und mir hat der schottische Fair gefallen, der durch die Feiertage (Raunächte), die vereinzelten Ausdrücke und das Gesamtpaket entstanden ist.
Alles in allem würde ich also sagen, dass das Buch, insbesondere vor Weihnachten /im Winter, süß ist und ich es mit der Story und dem Gefühl, das sie vermittelt, als tolle Geschichte für Zwischendurch empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Süß und flüssig zu lesen

Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti
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Die Geschichte in „Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ ist süß und leicht und damit schön für eine entspannte (Herbst-)Lektüre. Es ist cool die Gedanken und Gefühle der 14-jährigen Protagonistin, ...

Die Geschichte in „Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ ist süß und leicht und damit schön für eine entspannte (Herbst-)Lektüre. Es ist cool die Gedanken und Gefühle der 14-jährigen Protagonistin, die sich inmitten ihres ersten Verliebtseins befindet, zu verfolgen. Und auch die übrigen Charaktere und insbesondere die Freundschaften haben mir gut gefallen.
Dennoch war mir das Buch, beziehungsweise die Protagonistin an einigen Stellen etwas zu naiv und pubertär. Einige Streitigkeiten und Vorurteile wiederholen sich immer wieder und die Handlungen sind zum Teil etwas überspitzt. Andererseits ist es gerade das, was das Buch ausmacht. Außerdem kommen durchaus - auf leichte und jugendliche Weise eingebaut - auch ein paar ernstere Aspekte vor.
Daher würde ich sagen, ist das Buch für jüngere Leser*innen gut geeignet und schön zu lesen.
Für mich (19) war es stellenweise etwas „übertrieben“, aber nett als leichte Lektüre, um die Gedanken etwas wandern zu lassen.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Interessante Geschichte

We hunt the Flame
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„We Hunt the Flame“ ist ein Buch, das von einer ganz neuen Welt erzählt, in der es um verlorene Magie, Sandwüsten, Freundschaft, tödliche Feinde und eine abenteuerliche Reise geht. Beim Lesen hat mich ...

„We Hunt the Flame“ ist ein Buch, das von einer ganz neuen Welt erzählt, in der es um verlorene Magie, Sandwüsten, Freundschaft, tödliche Feinde und eine abenteuerliche Reise geht. Beim Lesen hat mich das Buch ein bisschen aus Geschichten aus 1001 nach erinnert, weil es abendländische Aspekte, fremdländische Ausdrücke und seinen ganz eigenen Flair enthält.
Die Geschichte an sich ist toll und man wird direkt von Beginn an einbezogen. Dadurch erfährt man das Wesentliche über diese neue Welt und die Hintergründe quasi nebenbei beim Lesen, ohne dass vieles extra erklärt werden muss, was den Lesefluss fördert - wobei keine (ungewollten) Fragen offen bleiben. Daneben hat mir auch die Story an sich gefallen: die Reise, das aufeinandertreffen verschiedener Gruppen, die Suche nach Magie, die Intrigen und Geheimnisse und generell die Welt machen Spaß beim Lesen. Zum Teil hat mir dennoch etwas der Spannungsbogen gefehlt, wobei ich nicht genau sagen kann, woran es liegt, weil sich teilweise schon Spannung aufbaut und auch ein paar Wendungen enthalten sind. Genauso ging es mir aber auch mit den Charakteren: manchmal war mir manches an ihnen „zu wenig“, andererseits fand ich sie extrem gut charakterisiert, weil jeder mit seinen Eigenschaften und Handlungen einzigartig ist, man den Humor des einen, die Ruhe des anderen oder die Gefährlichkeit oder aber Freundschaft eines Dritten erfahren darf. Vor allem natürlich die beiden Protagonisten sind dabei besonders.
Ich würde sagen, generell ging mir Manches vielleicht zu schnell oder zu einfach und deshalb waren Story und Charaktere für mich nicht ganz perfekt und ich gebe dem Buch 3-4 Sterne. Aber - wie gesagt - dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen, fand die Geschichte mit ihrem ganz eigenen Flair, ihrer Hintergrundstory, den Geheimnissen und Charakteren interessant und kann das Buch daher empfehlen. (Ich möchte auch Band zwei lesen).

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