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Veröffentlicht am 16.01.2020

1794

1794
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Nach den Ereignissen des letzten Jahres fällt Jean Michael Cardell in ein tiefes Loch. Die Ermittlungen im Fall der verstümmelten Leiche gaben seinem Leben einen Sinn. Nun ist er wieder da, wo er vorher ...

Nach den Ereignissen des letzten Jahres fällt Jean Michael Cardell in ein tiefes Loch. Die Ermittlungen im Fall der verstümmelten Leiche gaben seinem Leben einen Sinn. Nun ist er wieder da, wo er vorher war. Bis zu dem Tag, als ihn eine Frau kontaktiert: Ihre Tochter wurde in der Hochzeitsnacht auf grausamste Weise zugerichtet und getötet. Als Täter wird deren frisch angetrauter adeliger Ehemann identifiziert und in ein Irrenhaus eingewiesen. Die Mutter der Getöteten glaubt diese Version jedoch nicht und sucht Hilfe bei Cardell. Seine Nachforschungen führen diesen erneut in die Abgründe Stockholms, und er muss feststellen, dass die Stadt verruchter und gefährlicher ist als je zuvor.

Niklas Natt och Dags Art zu Schreiben ist flüssig, mitreißend und unfassbar bildgewaltig. Bereits mit der ersten Seite wird große Spannung aufgebaut und diese wird zunehmend gesteigert, bis sie beinahe nervenzerreißend wird und man das Buch nicht mehr zur Seite legen kann. Es passiert relativ selten, dass mich eine Handlung so sehr in ihren Bann zieht, dass ich die gesamte Nacht hindurch lesen muss, dies war hier allerdings der Fall. Ein besonderes Highlight der Krimis von Niklas Natt och Dag sind die oftmals äußerst bildgewaltigen Beschreibungen, welche beim Leser großes Kopfkino auslösen. Aus diesem Grund sind die Bücher allerdings nicht für jeden Leser geeignet, da auch die stellenweise sehr brutalen Morde unglaublich detailliert und blutrünstig beschrieben werden.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und äußerst facettenreich. Der Autor schafft es Charaktere zu erstellen, die sich deutlich von jenen anderer Krimis abheben und dadurch besonders interessant erscheinen. Allen voran die Hauptfiguren wirken durch ihre Schwächen, Ängste und Sorgen besonders authentisch und glaubwürdig. Aber auch die Atmosphäre und gesellschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit finden viel Platz im Buch, ohne dass die Spannung darunter leidet. Niklas Natt och Dag findet die perfekte Balance zwischen Spannung und historischen Fakten sowie atmosphärischen Beschreibungen.


„1793“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und mein Lesehighlight des letzten Jahres. Aus diesem Grund war ich besonders gespannt auf das aktuelle Buch, hatte allerdings die Befürchtung, dass es an den Vorgänger nicht mehr herankommt. Diese Befürchtung war allerdings komplett unbegründet, da der Autor erneut ein Meisterwerk verfasst hat.


FAZIT:
„1794“ steht dem Vorgänger in nichts nach und ist erneut ein absolutes Lesehighlight und Meisterwerk. Daher vergebe ich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung (allerdings nur für jene Krimifans, welche äußerst brutale und detailliert beschriebene Szenen mögen).

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Veröffentlicht am 13.01.2020

Spätsommermord

Spätsommermord
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Anna Vesper zieht gemeinsam mit ihrer Tochter Agnes, deren Verhältnis sehr angespannt ist, aufs Land. Grund hierfür ist einerseits der Tod ihres Exmannes und andererseits ein neuer Posten als Polizeichefin. ...

Anna Vesper zieht gemeinsam mit ihrer Tochter Agnes, deren Verhältnis sehr angespannt ist, aufs Land. Grund hierfür ist einerseits der Tod ihres Exmannes und andererseits ein neuer Posten als Polizeichefin. Annas Vermieterin hat vor mehr als zwanzig Jahren ihren Sohn bei einem tragischen Unfall verloren, allerdings zweifelt sie an den offiziellen Ermittlungsergebnissen. Sie weckt Annas Interesse an dem Fall und Anna beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, was vielen Dorfbewohnern sauer aufstößt. Anna hat schnell den Verdacht, dass etwas vor ihr verborgen wird und dieser Verdacht erhärte sich, als eine Leiche auftaucht.

Anders De La Mottes Schreibstil ist fesselnd und sehr kurzweilig. Das Hörbuch konnte mich von der ersten bis zur letzten Minute fesseln und mitreißen. Besonders gut haben mir einerseits die unglaublich sympathische Hauptprotagonistin Anna und andererseits die abwechselnden Kapitelaus Gegenwart und Vergangenheit gefallen. Letztere haben die Spannung ungemein gesteigert und durchgehend sehr hoch gehalten. Als Hörer kann man das Hörbuch kaum pausieren, da man unbedingt erfahren will, was mit Simon geschehen ist. Einzig das Ende hat mich persönlich nicht ganz überzeugt, da einige Fragen unbeantwortet bleiben.

Antja Thiele ist die Hörbuchsprecherin. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten mich auf ihre Betonungen und Art zu Lesen einzulassen, dies ist mir im Laufe des Hörbuchs aber immer besser gelungen. Letztendlich hat mir ihre Art das Hörbuch vorzutragen relativ gut gefallen, auch wenn sie es nicht geschafft hat jedem Protagonisten seinen eigenen und unverwechselbaren Charakter zu verleihen.

FAZIT:
„Spätsommermord“ ist ein fesselndes und mitreißendes Hörbuch, welches sehr geschickt zwei Handlungsstränge (Vergangenheit und Gegenwart) verbindet. Da mir ein paar Fragen zu viel offen bleiben und die Sprecherin nicht ganz überzeugt, vergebe ich 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 07.01.2020

Die Morde von Mapleton

Die Morde von Mapleton
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Sir Eustace Vernon hat am Weihnachtsabend mehrere Personen aus seinem privaten Umfeld zu einem Dinner eingeladen. Nachdem der Gastgeber eine Nachricht in einem Knallbonbon gefunden hat, zieht er sich in ...

Sir Eustace Vernon hat am Weihnachtsabend mehrere Personen aus seinem privaten Umfeld zu einem Dinner eingeladen. Nachdem der Gastgeber eine Nachricht in einem Knallbonbon gefunden hat, zieht er sich in sein Arbeitszimmer zurück. Da Eustace mehrere Stunden nicht mehr auftaucht beginnen sich seine Gäste zu sorgen und als dann auch noch der Butler ermordet aufgefunden wird, schalten die Gäste Scotland Yard ein. Die Ermittler Kemble und Bathurst stellen schnell fest, dass in Eustaces Haus vieles auf den ersten Blick anders wirkt, als es letztendlich ist.

Brian Flynns Weihnachtskrimi konnte mich leider nicht überzeugen. Die Handlung hat sich sehr stark in die Länge gezogen und die Spannung blieb durchgehend, selbst bei den Morden, sehr gering. Ich fand das Buch so langatmig, dass ich mich stellenweise überwinden musste weiterzulesen und konzentriert zu bleiben. Zudem erschienen mir ausnahmslose alle Protagonisten zu blass, stellenweise konstruiert und daher absolut unglaubwürdig. Die Ermittlungen waren langatmig und mir wurde auf zu viel Belangloses eingegangen. Die Auflösung war zwar unerwartet, aber dennoch alles andere als spannend. Aus diesem Grund konnte auch sie mich nicht überzeugen.

FAZIT:
„Die Morde von Mapleton“ ist ein langatmiger Weihnachtskrimi, dem komplett die Spannung fehlt. Zudem sind die Protagonisten blass und die gesamte Handlung unglaubwürdig. Ich musste mich durch das Buch kämpfen und bleibe enttäuscht zurück. Daher kann ich leider nur 1 Stern vergeben!

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Todesfalle

Todesfalle
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Jazzies Mutter wird brutal ermordet und das Mädchen sieht den Täter. Aufgrund der Traumatisierung spricht Jazzie kein Wort mehr und gibt der Polizei nicht preis wer hinter der grausamen Tat steckt. Gemeinsam ...

Jazzies Mutter wird brutal ermordet und das Mädchen sieht den Täter. Aufgrund der Traumatisierung spricht Jazzie kein Wort mehr und gibt der Polizei nicht preis wer hinter der grausamen Tat steckt. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester besucht sie einen Reiterhof für traumatisierte Kinder und lernt dort die Praktikantin Taylor kennen. Jazzie und Taylor verstehen sich auf Anhieb und das Mädchen beginnt sich zu öffnen. Das bleibt auch der Polizei, welche fieberhaft nach dem Mörder sucht, nicht verborgen und sie schmieden einen Plan, welcher gehörig nach hinten los geht und viele Opfer fordert.



Karen Rose kann bereits im Prolog ihre ganze Stärke ausspielen. Man lernt Jazzie kennen und schließt das Mädchen sofort ins Herz. Zudem baut die Autorin sofort große Spannung auf und zieht den Hörer binnen weniger Minuten komplett in den Bann der Handlung. Besonders gelungen finde ich, dass die Autorin schnell den Täter, dessen Motive und weiteren Pläne offenbart und dadurch die Spannung zusätzlich steigern kann. Ich habe gerade diese Kapitel gerne verfolgt und ständig gehofft, dass er von der Polizei geschnappt wird. Nach circa zwei Drittel des Hörbuchs kommt es zu einem actiongeladenen Aufeinandertreffen zwischen dem Täter und der Polizei sowie deren Lockvögel. In diesen Kapiteln hat sich Karen Rose beinahe selbst übertroffen und die Spannung ins Unermessliche gesteigert. Umso enttäuschter war ich, dass die Spannung anschließend deutlich abgesackt ist und von da an nie mehr so hoch wurde.



Die einzelnen Protagonisten wirken authentisch und dadurch musste ich mit ausnahmslos jedem mitfiebern. Vor allem Jazzie, Taylor und Clay waren sehr sympathisch, aber auch der Täter erschien aufgrund menschlicher Züge, Ängsten und Sorgen äußerst glaubwürdig. Dennoch hat mich persönlich etwas gestört, dass Taylors und Clays Familiengeschichte für einen Thriller deutlich zu viel Platz eingenommen und dadurch die Spannung gesenkt hat.



Die Sprecherin Sabina Godec ist die perfekte Besetzung. Sie verleiht dem Hörbuch Spannung aber auch Emotionen. Zudem schafft sie es ausnahmslos jedem Protagonisten einen ganz persönlichen Charakter zu verleihen.



FAZIT:
„Todesfalle“ ist ein solider Thriller, dessen Spannung leider immer wieder einbricht. Am meisten konnten mich die zum Teil sehr sympathischen und menschlichen Protagonisten überzeugen, obwohl mir persönlich die Familiengeschichte oftmals zu viel Platz eingenommen hat. Daher vergebe ich 3 Sterne!

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Veröffentlicht am 24.12.2019

Kräuter bei kopfschmerzen

Kräuter bei Kopfschmerzen
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Mich plagen gelegentlich Kopfschmerzen, welche zwar nur mäßig stark sind, aber mich dennoch in meinem Alltag (gerade bei der Arbeit) einschränken. Dennoch lehne ich den regelmäßigen Griff zu Schmerztabletten ...

Mich plagen gelegentlich Kopfschmerzen, welche zwar nur mäßig stark sind, aber mich dennoch in meinem Alltag (gerade bei der Arbeit) einschränken. Dennoch lehne ich den regelmäßigen Griff zu Schmerztabletten oder anderen Medikamenten ab. Ich bevorzuge Haus- und Naturmittel solange die Kopfschmerzen nur gelegentlich kommen und nicht zu stark sind. Hierbei kommt dieses kleine, handliche Nachschlagewerk wie gerufen.

Das Buch beginnt mit nützlichen Hinweisen zu den Themen Kräuter und Kopfschmerzen. Im nächsten Schritt wird auf verschiedenen Kräuter sowie deren Wirkung ausführlich, aber dennoch gut verständlich eingegangen, hierbei handelt es sich um Pfefferminze, Mädesüß, Mutterkraut, Johanniskraut und Pestwurz. Jede dieser Kräuterarten wird in einem eigenen Kapitel behandelt. Hier wird zunächst auf die Geschichte und in weiterer Folge auf die Schmerzbekämpfung und die Anwendung eingegangen. Hierbei gefallen mir die zahlreichen Rezepte zu den verschiedenen Anwendungsmethoden besonders gut. Zum Ende des Buches werden weitere hilfreiche Pflanzen erläutert.

Alles in allem ist dieses Buch ein sinnvolles, gut verständliches Nachschlagewerk, welches keine neuen Infos enthält aber dafür zahlreiche Rezepte für Salben, Tinkturen oder Inhalationen enthält.

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