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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2019

Das Paket

Das Paket
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Emma ist seit der Vergewaltigung durch den „Friseur“, einen Serienmörder, ein psychisches Wrack. Sie leidet an paranoiden Wahnvorstellungen und einer Angststörung. In allem sieht sie eine Bedrohung und ...

Emma ist seit der Vergewaltigung durch den „Friseur“, einen Serienmörder, ein psychisches Wrack. Sie leidet an paranoiden Wahnvorstellungen und einer Angststörung. In allem sieht sie eine Bedrohung und Verschwörung. So auch an jenem verhängnisvollen Tag, an welchem sie für einen unbekannten Nachbarn ein Paket annimmt. Emma befürchtet, dass der Nachbar der Friseur ist und ihr erneut auflauert. Durch unterschiedlichste Begebenheiten wird diese Annahme zusätzlich bestärkt und Emma gerät in einen emotionalen Ausnahmezustand und große Gefahr.

Eigentlich mag ich die Bücher von Sebastian Fitzek, aber dieses ist meiner Meinung nach das Schwächste. Anfangs kann der Autor große Spannung aufbauen und diese auch steigern, aber ab dem Mittelteil ist die Handlung sehr vorhersehbar und wirkt leider oftmals etwas konstruiert. Zudem bricht die Spannung deutlich ein, da es meiner Meinung nach zu viele und zu detailliert beschriebene Kampfszenen gibt. Alles in allem wirkt die Handlung leider zu überladen, als dass sie authentisch wäre. Am Ende gibt es zwar doch noch ein paar unerwartete Auflösungen, aber diese konnten mich auch nicht mehr ganz überzeugen.

Die einzelnen Protagonisten sind zum Teil sehr facettenreich und haben alle authentische Charaktereigenschaften. Auch Emmas verdrehten und wahnhaften Vorstellungen haben mich im Großen und Ganzen überzeugt, auch wenn diese teilweise doch sehr überspitzt dargestellt wurde (ich arbeite seit Jahren mit Menschen mit paranoider Schizophrenie und finde, dass Fitzek deren Verhaltensweisen teilweise wirklich gelungen dargestellt hat). Dennoch konnten mich leier andere Schlüsselfiguren, wie Konrad oder Philip, leider nicht ganz überzeugen, da deren Rolle für die Auflösung viel zu schnell ersichtlich war.

FAZIT:
„Das Paket“ ist leider das schwächste Buch von Sebastian Fitzek. Ich fand die Handlung zu vorhersehbar und teilweise zu konstruiert, weshalb die Spannung nicht konstant hochgehalten wurde. Aus diesem Grund kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 25.11.2019

Das Erbe

Das Erbe
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Mona erbt von ihrer Großtante Klara ein Haus. Da Klara Mona bittet das Richtige zu tun, beginnt diese die Familiengeschichte und Geschichte des Hauses zu recherchieren und deckt dabei ein schockierendes ...

Mona erbt von ihrer Großtante Klara ein Haus. Da Klara Mona bittet das Richtige zu tun, beginnt diese die Familiengeschichte und Geschichte des Hauses zu recherchieren und deckt dabei ein schockierendes Familiengeheimnis auf.

Ellen Sandberg startet im ersten Abschnitt des Buches gewohnt stark und konnte mich sofort in den Bann der Handlung zeihen. Leider lässt dies im Mittelteil stark nach und ich musste mich hin und wieder überwinden weiterzulesen. Obwohl der Schreibstil sehr flüssig und bildlich ist, habe ich im Mittelteil die Freude am Buch verloren. Es passierte zu viel und dies wirkte oftmals konstruiert. Im letzten Abschnitt ist das deutlich besser geworden und es gab viele unerwartete und überraschende Wendungen. Leider wirkt allerdings auch hier die Handlung zum Teil etwas konstruiert und zu überladen. Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass sich die unterschiedlichen Handlungsstränge immer abgewechselt haben und am Ende sehr stimmig zusammengeführt wurden.

Die einzelnen Protagonisten konnten mich persönlich leider nicht ganz überzeugen. Gerade Mona fand ich am Anfang sehr sympathisch und ich hatte mit ihr großes Mitleid. Dies ist im Mittelteil leider gekippt, da sie sehr naiv wirkte und dadurch eher unsympathisch erschien. Aber so ging es mir leider bei den meisten Charakteren, Der Großteil erschien nicht sonderlich authentisch, weshalb ich mit ihnen kaum mitfibern konnte und mich auch die Emotionen nicht erreicht haben.

Fazit:
„Das Erbe“ beginnt stark und lässt dann leider nach. Dieser Roman ist nicht das beste Buch der Autorin und kommt meiner Meinung nach nicht an ihre anderen Bücher heran. Da mich weder die zum Teil etwas konstruiert wirkende Handlung noch die Protagonisten ganz überzeugen konnte, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 20.11.2019

Winterfeuernacht

Winterfeuernacht
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Laura verbrachte in ihrer Kindheit und Jugend häufig Zeit bei ihrer Tante im Feriendorf Gärdsnäset. Dort hatte sie viele Freunde und eine unbeschwerte Zeit, bis zu jenem verhängnisvollen Tag im Winter ...

Laura verbrachte in ihrer Kindheit und Jugend häufig Zeit bei ihrer Tante im Feriendorf Gärdsnäset. Dort hatte sie viele Freunde und eine unbeschwerte Zeit, bis zu jenem verhängnisvollen Tag im Winter 1987: Bei einer Luciafestfeier brannte der Veranstaltungsort und dabei kam Lauras beste Freundin Iben ums Leben. Laura selbst überlebte nur knapp und kämpft bis heute mit den Folgen. 30 Jahre später erhält Laura die Nachricht, dass ihre Tante verstorben ist und Laura das Feriendorf geerbt hat. Verwundert über das Testament, schließlich hatte Laura seit dem Brand keinen Kontakt mehr zur Tante, macht sie sich auf den Weg nach Gärdsnäset. Schon bald muss sich Laura die Frage stellen, was in jener Nacht vor 30 Jahren tatsächlich passiert ist.

Andres de la Motte hat einen unglaublich fesselnden und flüssigen Schreibstil. Ich finde es sehr gelungen, wie sich Kapitel rund um das aktuelle Geschehen und die Vergangenheit abwechseln. Dies hat zur Folge, dass man erst nach und nach erfährt, was genau vor dreißig Jahren geschehen ist. Der Autor kann schon im ersten Kapitel große Spannung aufbauen und diese immer weiter steigern, wodurch man das Buch nur schwer zur Seite legen kann. Es gibt viele unerwartete Auflösungen und kleine Geheimnisse, welche den Leser immer wieder in die Irre führen. Leider ist die Auflösung bezüglich Ibens Tod und dem Auftraggeber des Brandstifters ab circa der Hälfte des Buches sehr vorhersehbar und trat genauso ein, wie ich es vermutet habe.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und zum Teil sehr facettenreich. Ich mochte Laura bereits von der ersten Seite an und musste daher bis zur letzten Seite und auch während des spannenden Showdowns auf dem See mit ihr mitfiebern und mitleiden. Aber auch Hedda und Ibens Vater fand ich sehr gut und glaubwürdig beschrieben. Andere Charaktere konnten mich nicht ganz überzeugen, so beispielsweise Lauras beste Freundin Steph oder ihr Kindheitsfreund Peter.

Fazit:
„Winterfeuernacht“ ist ein gelungener, mitreißender und fesselnder Krimi, den man kaum noch zur Seite legen kann. Da ich die Auflösung zu vorhersehbar fand, aber dennoch begeistert bin, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 15.11.2019

Winteraustern

Winteraustern
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Luc ist Polizist und besucht seinen kranken Vater, einen ehemaligen Austernzüchter. Lucs Vater wünscht sich noch einmal das Bassin zu befahren, in welchem er früher seine Austern hatte. Doch bei diesem ...

Luc ist Polizist und besucht seinen kranken Vater, einen ehemaligen Austernzüchter. Lucs Vater wünscht sich noch einmal das Bassin zu befahren, in welchem er früher seine Austern hatte. Doch bei diesem Ausflug stoßen Vater und Sohn auf die Leichen von zwei jungen Austernzüchtern. Luc beginnt zu ermitteln, wer hinter dem grausamen Mord stecken könnte.

Alexander Oetkers Kriminalroman bietet neben den typischen Krimielementen auch zahlreiche Hintergrundinformationen zur Austernzucht und Lokalkolorit, wie beispielsweise gutes Essen und Trinken. Der Krimi ist flüssig und man kann ihn binnen weniger Tage beenden, da er sehr kurzweilig erscheint. Der Autor baut schnell Spannung auf und kann diese durchgehend halten, allerdings ist die Spannung nie sonderlich hoch und erst recht nicht nervenzerreißend. Trotzdem plätschert die Handlung dahin und man folgt ihr gerne.

„Winteraustern“ ist bereits der dritte Fall für Luc, aber für das Verständnis ist es nicht notwendig die vorherigen Fälle zu kennen. Auch neue Leser können sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos bis zum Ende folgen. Mir haben in diesem Kriminalroman besonders gut die authentischen und liebenswerten Protagonisten, wie Luc, sein Vater und Annouk gefallen. Sie konnten mich durch ihre menschlichen Ansichten wirklich überzeugen.

FAZIT:
„Winteraustern“ ist ein spannender Kriminalroman, dessen Handlung flüssig und mit französischen Elementen (wie dem Essen und Trinken) gepaart ist. Die Handlung wird durch die authentischen Charaktere zu etwas ganz Besonderem. Da mir persönlich die Spannung an einigen Stelen nicht hoch genug war, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 12.11.2019

Codex 632

Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?
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Tomas Noronha wird von einer amerikanischen Stiftung beauftragt die Arbeit eines verstorbenen Kollegen zu rekonstruieren. Tomas beginnt diese Arbeit in dem Glauben sich mit der Entdeckung Brasiliens zu ...

Tomas Noronha wird von einer amerikanischen Stiftung beauftragt die Arbeit eines verstorbenen Kollegen zu rekonstruieren. Tomas beginnt diese Arbeit in dem Glauben sich mit der Entdeckung Brasiliens zu befassen. Er muss allerdings schnell feststellen, dass sein Vorgänger Toscano die wahre Identität von Christoph Kolumbus herausgefunden hat. Auch Tomas schafft es zahlreiche Ungereimtheiten rund um das Leben des angeblichen genuesischen Seidenwebers zu lösen. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb Christoph Kolumbus so erpicht darauf war seine wahre Identität zu verschleiern.

J.R. Dos Santos schafft es Wahrheit und Fiktion geschickt zu kombinieren und dadurch ein fesselndes und mitreißendes Buch zu verfassen. Ich habe die Entdeckungen von Tomas gerne verfolgt, auch wenn der Autor hin und wieder zu weit ausschweift und sich die Handlung dadurch etwas in die Länge zieht. Besonders gut haben mir zudem die Mischung aus seinen Recherchen und die Geschichte rund um sein Privatleben gefallen. Die zahlreichen Codes und deren Lösung haben die Handlung besonders spannend gestaltet und auch der Besuch diverser Orte und geschichtsträchtiger Bauten sowie deren Fakten konnten mich komplett begeistern und fesseln.

FAZIT:
„Codex 632- Wer war Christoph Kolumbus wirklich?“ ist ein gelungenes und sehr fesselndes Buch, das vor allem den Fans von Dan Brown gefallen wird. Da einige Szenen etwas langatmig waren vergebe ich 4 Sterne!