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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2019

good as gone

Good as Gone
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Julie ist dreizehn als sie eines nachts aus ihrem Elternhaus entführt wird. Ihre Eltern Tom und Anna zerbrechen beinahe an dem Schicksal, geben allerdings die Suche nach der geliebten Tochter nie auf und ...

Julie ist dreizehn als sie eines nachts aus ihrem Elternhaus entführt wird. Ihre Eltern Tom und Anna zerbrechen beinahe an dem Schicksal, geben allerdings die Suche nach der geliebten Tochter nie auf und sie versuchen auch für ihr anderes Kind da zu sein. Jahre später taucht eine junge Frau auf, welche behauptet Julie zu sein. Während Tom über die wiedergefundene Tochter überglücklich ist beginnt Anna an der Wahrheit zu zweifeln, da sich Julie in immer mehr Lügen und Geheimnisse verstrickt. Letztendlich entschließt sie sich einen Privatdetektiven zu beauftragen. Dieser gibt Anna Details zu der damaligen Entführung, welche die Mutter stark an Julies Version zweifeln lassen.



Amy Gentrys Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Bereits im Prolog, in welchem die Entführung beschrieben wird, kann die Autorin große Spannung aufbauen. Im weiteren Verlauf des Buches kann diese Spannung leider nciht durchgehend aufrecht erhalten werden. Im Buch wechseln sich Kapitel rund um Anna und die damaligen Geschehnisse zur Entführung ab. Dies erhöht zwar einerseits die Spannung, aber andererseits ist die Umsetzung oftmals leider nicht ideal gelöst und ich wurde hin und wieder sehr verwirrt. Erst nach mehreren Kapiteln versteht man den Sinn und Zusammenhang dieser Rückblenden. Im Buch finden sich wenige Wendungen, die mich wirklich überraschen konnten. Die meisten Wendunge und die Auflösung waren leider sehr vorhersehbar.



Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und facettenreich. Besonders glaubwürdig erschienen mir Anna und Tom, da sie psychische Probleme aus der Entführung der Tochter haben und diese unterschiedlich verarbeiten (beispielsweise mit Alkohol). Diese Lösungsstrategien sind sehr authentisch beschrieben und die Protagonisten wirken dadurch besonders menschlich. Aber auch die vermeintliche Julie und ihre Lügen und Bewältigungsmechanismen haben mir sehr gut gefallen.



FAZIT:
„Good as gone“ ist ein fesselndes Buch, welches allerdings Schwächen aufweist. Die Rückblenden haben mich oftmals etwas verwirrt und einige Wendungen und vor allem die Auflösung waren sehr vorhersehbar. Da mich allerdings die Protagonisten wirklich überzeugen konnten, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 16.07.2019

The girl before

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
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Jane hatte eine Fehlgeburt und wünscht sich einen Neustart. Aus diesem Grund möchte sie eine neue Wohnung beziehen und geht mit sehr geringem Budget aber hohen Ansprüchen in London auf die Suche. Wie ...

Jane hatte eine Fehlgeburt und wünscht sich einen Neustart. Aus diesem Grund möchte sie eine neue Wohnung beziehen und geht mit sehr geringem Budget aber hohen Ansprüchen in London auf die Suche. Wie durch ein Wunder bekommt sie die Möglichkeit in ein hochmodernes Haus zu ziehen und auch der Vermieter, mit welchem sie bald ein Verhältnis beginnt, wirkt wie ein Traum. Bald beginnt Jane über ihre Vormieterin zu recherchieren, da diese im Haus verstorben ist. Jane muss feststellen, dass es zwischen ihr und der Vormieterin Emma viele Parallelen gibt und auch Jane gerät bald in große Gefahr.

J.P. Delaneys Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich dadurch schnell lesen. Im Buch wechseln sich immer Kapitel rund um Emma aus der Vergangenheit, Jane in der Gegenwart und Fragen aus einem Fragebogen ab. Die einzelnen Kapitel bestehen in der Regel nur aus wenigen Seiten, was zur Folge hat, dass das Buch sehr kurzweilig erscheint. Die Handlung konnte mich schnell fesseln, allerdings nicht wirklich überzeugen. Meiner Meinung nach war die Spannung für einen Thriller nicht hoch genug und die Handlung war im Großen und Ganzen sehr vorhersehbar, wodurch mich einige Wendungen und die Auflösung eher gelangweilt haben. Die Geschichte hätte meiner Ansicht nach viel mehr Potenzial gehabt, welches leider nicht genutzt worden ist.

Die einzelnen Protagonisten konnten mich leider nicht überzeugen. Ihre Handlungen und Denkweisen waren vorhersehbar und wirkten zum Teil etwas konstruiert. Mir war niemand sympathisch, wodurch ich leider nicht mit den Charakteren mit fiebern konnte und einige Verhaltensweisen erschienene mir dadurch komplett unnachvollziehbar.

FAZIT:
„The girl before“ ist fesselnd, wenn auch nicht sonderlich spannend. Die Grundidee ist wirklich überzeugend, aber leider ist die Umsetzung zu vorhersehbar. Da mich auch keiner der Protagonisten überzeugen konnte, kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Algorithmus

Algorithmus
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Richard Tackert und sein Team haben einen neuen und äußerst kniffligen Fall: Ein Mann wurde ermordet und es finden sich viele Verdächtige und Motive, allerdings lässt sich der entscheidende Hinweis nicht ...

Richard Tackert und sein Team haben einen neuen und äußerst kniffligen Fall: Ein Mann wurde ermordet und es finden sich viele Verdächtige und Motive, allerdings lässt sich der entscheidende Hinweis nicht finden. Doch damit nicht genug, denn auch Richards Chef erschwert die ohnehin erfolgslosen Ermittlungen. Das Ermittlerteam steht vor der Frage, ob eine große Wohnbaugesellschaft hinter dem Mord steckt oder hat der Mord einen privaten oder beruflichen Hintergrund? Gerade, als niemand weiter weiß, spielt Richard der Zufall in die Hände.

Wolfgang Glagla hat erneut einen fesselnden, kurzweiligen und humorvollen Kriminalroman verfasst, der seine Leser gut unterhält. Da auf unnötige Details und Beschreibungen verzichtet wird und nur die wichtigsten Ermittlungen beschrieben werden, liest sich der Roman sehr schnell. Mich konnte die Handlung schnell fesseln und diese Spannung wurde bis zum Ende aufrecht erhalten. Im Buch finden sich zudem ein paar Wendungen, welche mich wirklich überraschen konnten und die Spannung zusätzlich hoch gehalten haben. Allerdings waren mir persönlich die Auflösung und das Motiv leider zu vorhersehbar.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vor allem Richard Tackert ist liebenswert wie in allen Bänden. Ich habe immer große Freude beim Lesen, da die bunt zusammengewürfelte Ermittlertruppe rund um Richard Tackert einfach sympathisch ist und die ein oder andere humorvolle Spitze nie fehlen darf. Ich hoffe auf viele weitere Fälle für dieses Team.

„Algorithmus“ ist der mittlerweile achte Fall für Richards Team. Ich habe beinahe alle Vorgängerbände gelesen und fühlte mich von ausnahmslos jedem Band gut unterhalten. Auch der aktuelle kriminalroman verbindet Spannung und Humor und erscheint sehr kurzweilig. Da die Handlung nicht aufeinander aufbaut können die einzelnen Bände auch eigenständig gelesen werden. Allerdings empfehle ich dennoch die Reihenfolge, da man in jedem Band auch etwas zu Richards Privatleben erfährt.

FAZIT:
„Algorithmus“ ist ein kurzer Kriminalroman, der sowohl Spannung als auch Humor hat und sehr kurzweilig erscheint. Besonders überzeugen konnten mich Richard Tackert und sein sympathisches Team. Da mir persönlich das Motiv ab der Hälfte des Buches zu offensichtlich war, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 13.07.2019

Tierische Jobs

Tierische Jobs
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Mario Ludwig schreibt in circa 50 kurzen Kapiteln interessant, humorvoll und informativ über die große Vielfalt von tierischen Jobs. Ich hatte beim Lesen oft Ah- Momente und konnte viel Neues lernen. Aber ...

Mario Ludwig schreibt in circa 50 kurzen Kapiteln interessant, humorvoll und informativ über die große Vielfalt von tierischen Jobs. Ich hatte beim Lesen oft Ah- Momente und konnte viel Neues lernen. Aber auch bereits Bekanntes wurde in dem Buch aufgeführt. Auch hierbei konnte ich die eine oder andere Information entnehmen, welche ich so noch nicht kannte. Die einzelnen Kapitel sind kurz, gut verständlich und sehr flüssig geschrieben. Auf unbekannte Fremdwörter wird verzichtet, stattdessen finden sich immer wieder auch humorvolle Aussagen, die mich einerseits zum Schmunzeln brachten aber auch hin und wieder zum Nachdenken anregen. Die Kapitel sind abwechslungsreich gestaltet: es wird immer der Nutzen des jeweiligen Tiers beschrieben, oft folgen historische Fakten hierzu oder mehr Informationen über die Verwendung des Tiers. In manchen Kapiteln werden auch durch Studien erwiesene Fakten oder etwas zur Ausbildung des Tiers aufgeführt. Ich hatte in keinem der Kapitel das Gefühl zu viele oder zu wenig Informationen zu erhalten und war wirklich gelungen von den interessanten und zum Teil lustigen Fakten.

Besonders gelungen finde ich die große Vielfalt der tierischen Jobs, diese reichen von medizinischem Nutzen (beispielsweise der Blutegel oder Ratten, die Tuberkulose erkennen) über Tiertransporte (wie Drogen-Tauben oder Hannibals Alpenüberquerung mit Elefanten) bis hin zu Unterstützern im Alltag (z.B. Affen als Haushaltshilfen oder Diabeteswarnhunde). Die Gestaltung der Kapitel ist wirklich nett und sticht sofort ins Auge. Jedes Kapitel hat eine gelungene Überschrift, welche richtig neugierig auf den Text macht. Zudem findet sich bei jedem Kapitel eine Zeichnung des jeweiligen Tiers.

FAZIT:
„Tierische Jobs“ lernt viel Neues oder vertieft bereits Bekanntes ohne den Leser dabei mit Informationen zu überfluten. Durch die informative, interessante und humorvolle Gestaltung macht es wirklich Freude das Buch zu lesen und daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 12.07.2019

R.I.P.

R.I.P.
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In kurzer Zeit werden zwei Jugendliche entführt und brutal ermordet. Es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, außer, dass sich an den Tatorten die Ziffern zwei und drei finden und Videos ...

In kurzer Zeit werden zwei Jugendliche entführt und brutal ermordet. Es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, außer, dass sich an den Tatorten die Ziffern zwei und drei finden und Videos über ihre Entführung und Ermordung in den sozialen Medien verbreitet werden. Für den Ermittler Huldar und sein Team stellt sich schnell die Frage, ob es auch ein Opfer mit der Ziffer eins gab. Als Unterstützung wird die Kinderpsychologin Freyja hinzugezogen, welche feststellt, dass die beiden Opfer ihre Mitschüler gemobbt haben. Ist das Motiv eine Rache für das Mobbing?

Yrsa Sigurdardóttir baut binnen weniger Seiten eine nervenzerreißende Spannung auf, welche das gesamte Buch über problemlos gehalten wird. Ich war sofort mitten in der Handlung und mitgerissen, wodurch ich diesen Thriller kaum zur Seite legen konnte. Im Buch finden sich zahlreiche unerwartete Wendungen, welche mich wirklich überraschen und überzeugen konnten. Auch die Auflösung und das Ende konnten mich komplett begeistern.

Dieser Thriller überzeugt zudem auch mit den authentischen, interessanten und zum Teil sehr facettenreichen Protagonisten, welche sich deutlich von anderen diesen Genres unterscheiden. Ausnahmslos jeder Charakter hat liebenswerte Wesenszüge, aber auch Schwächen und Sorgen. Dies lässt sie besonders glaubwürdig erschienen. Allen voran die lesbische Krankenschwester Asta hat mich fasziniert. Sie war einerseits sympathisch, aber anderseits hatte ich beim Lesen immer den Eindruck, dass sie ein Geheimnis verbirgt, auf dessen Auflösung ich wirklich gespannt war.

„R.I.P.“ ist der dritte Fall für Huldar und Freyja. Ich kenne bisher noch keinen der Vorgängerbände, konnte aber dennoch problemlos in die Handlung einsteigen und ihr ohne Schwierigkeiten bis zum Ende folgen. Meiner Meinung nach kann dieser Teil ohne die Vorgänger gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, werde ich die ersten beiden Teile noch lesen und hoffe auf weitere Fälle für den Ermittler und die Psychologin.

FAZIT:
„R.I.P.“ ist ein unfassbar spannender, fesselnder und mitreißender Thriller, welcher überraschen und überzeugen kann. Daher empfehle ich dieses Buch allen Thrillerfans und vergebe 5 Sterne!