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Veröffentlicht am 01.02.2018

Die Jahre der Schwalben

Die Jahre der Schwalben
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Kurz nachdem Frederike und Ax geheiratet haben erfährt die junge Frau, dass ihr Mann schwer krank ist. Er geht für lange Zeit in ein Sanatorium und Frederike muss sich während dieser Zeit um das Gut ihres ...

Kurz nachdem Frederike und Ax geheiratet haben erfährt die junge Frau, dass ihr Mann schwer krank ist. Er geht für lange Zeit in ein Sanatorium und Frederike muss sich während dieser Zeit um das Gut ihres Mannes kümmern. Als ihr Mann seiner Krankheit erliegt steht die junge Frau vor den Trümmern ihres Lebens, doch sie verzweifelt nicht an dem Schicksalsschlag. Frederike heiratet erneut und gründet mit ihrem neuen Partner Gebhard eine Familie. Doch auch dieses Glück ist nicht von Dauer. Bald kommt Hitler an die Macht und der zweite Weltkrieg beginnt.


Ulrike Renk ist es mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Die bildliche Schreibweise ermöglicht es dem Leser komplett in Handlung einzutauchen. Die sehr authentischen und oftmals emotionalen Szenen konnten mich sofort in ihren Bann ziehen und ich musste mit den einzelnen Protagonisten oftmals mitleiden und mitfiebern. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist das offene Ende, schließlich muss ich jetzt ein halbes Jahr warten um zu erfahren wie es weitergeht.

Da sich die Handlung des Buches über mehrere Jahre erstreckt führt die Autorin jeweils zu Kapitelbeginn die aktuelle Jahreszahl an. Dadurch kann der Leser die geschichtlichen Geschehnisse besser einordnen.


Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Die Handlung konnte mich gleich zu Beginn fesseln und es fiel mir schwer das Buch wegzulegen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung der sehr interessanten historischen Fakten, den zum Teil sehr liebenswerten Charakteren und dem emotionalen Leben von Frederike.


Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem Frederike, Rudolph und Gebhard waren mir sofort sympathisch, was zur Folge hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitfiebern musste. Aber auch die anderen Protagonisten werden ebenso ausführlich beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Dialoge immer wieder im Dialekt verfasst wurden. Dies hat die Handlung besonders authentisch gemacht, den Lesefluss allerdings in keinster Weise beeinträchtigt.


„Die Jahre der Schwalben“ ist bereits der zweite Teil rund um Frederike. Ich persönlich finde, dass der aktuelle teil seinem Vorgänger in nichts nachsteht und diesen sogar in der Emotionalität nochmals übertrifft. Ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung. Aber auch ohne den ersten Teil „Das Lied der Störche“ zu kennen, kann ein Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.


FAZIT:

„Die Jahre der Schwalben“ überzeugt durch liebenswerte Protagonisten, einer fesselnden Handlung und großer Emotionalität. Zudem schafft es die Autorin die geschichtlichen Fakten rund um Hitler, den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg sehr gelungen in die Handlung einzubauen. Ich vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Das Mädchen im schwarzen Nebel

Das Mädchen im schwarzen Nebel
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Lorenz, ein junger Köhler in Weißenberg, findet in seinem Meiler eine verkohlte Leiche. Lange ist Dr. Waldeck und Spoerri nicht klar, um wen es sich bei dem Toten handelt, dies hat zur Folge, dass ihnen ...

Lorenz, ein junger Köhler in Weißenberg, findet in seinem Meiler eine verkohlte Leiche. Lange ist Dr. Waldeck und Spoerri nicht klar, um wen es sich bei dem Toten handelt, dies hat zur Folge, dass ihnen die heiße Spur bei ihren Ermittlungen bezüglich des Mörders ausbleibt. Im Ort befindet sich zur selben Zeit eine Gruppe von Zigeunern. Diese Gruppe war bereits drei Jahre zuvor in der Gegend und der Vater wurde damals zu Unrecht inhaftiert und kam dabei ums Leben. Bald wird klar, dass die Zigeunergruppe und der Tote im Meiler einen Zusammenhang haben. Aber welchen?

Zu Beginn des Buches wechseln sich zwei Handlungsstränge ab, welche im selben Ort, aber mit einem Zeitunterschied von drei Jahren spielt. Aufgrund der jeweiligen Jahreszahl in der Überschrift kann der Leser ohne Probleme den Zeitsprüngen folgen. Zudem verbindet die Autorin im Laufe der Handlung die zwei Stränge sehr geschickt und gelungen.

Ivonne Hübner hat mit ihrem flüssigen und bildlichen Schreibstil einen wirklich lesenswerten historischen Kriminalroman verfasst. Die Autorin kann gleich zu Beginn der Handlung Spannung aufbauen und diese durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht erhalten. Bei der Suche nach dem Täter konnte sie mich komplett in die Irre führen und ich hätte bis zum Ende nicht mit dem Täter gerechnet.

Das Ende des Buches ist zwar sehr gelungen, aber trotzdem hätte ich mir ein paar zusätzliche Erläuterungen gewünscht. Mir persönlich blieben einige wichtige Fragen offen.

Die einzelnen Kapitel sind sehr logisch und gut durchdacht aufgebaut. Die Autorin kann auf Längen und Wiederholungen verzichten. Dadurch lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Obwohl „Das Mädchen im schwarzen Nebel“ bereits der zweite Teil rund um Dr. Waldeck ist kann der Leser auch ohne Vorkenntnisse sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die einzelnen Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass der Leser schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln kann. Vor allem die Lorenz und Rosana waren mir sehr sympathisch und ich würde mir in einer Fortsetzung wünschen, dass auch sie wieder Platz finden.

„Das Mädchen im schwarzen Nebel“ wirkt geschichtlich gut recherchiert. Dennoch liegt der Schwerpunkt der Handlung auf dem Kriminalfall und nicht auf geschichtlichen Fakten. Bei allen geschichtlichen Details, die äußerst gelungen in die Handlung einfließen, merkt der Leser sofort, dass sich die Autorin wirklich ausführlich damit befasst hat.

Dieser historische Kriminalroman war mein erstes Buch der Autorin. Dies werde ich allerdings ändern, da sie mich mit der gelungenen Verbindung historischer Fakten und Krimielementen wirklich überzeugen konnte. Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen und diese gerne lesen.

FAZIT:

„Das Mädchen im schwarzen Nebel“ baut schnell Spannung auf und macht beim Lesen wirklich Spaß. Die Verbindung der historischen und Krimielemente ist äußerst gelungen. Einzig die ungeklärten Fragen am Ende haben mich etwas gestört. Ich vergebe gelungene 4 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung!

Veröffentlicht am 01.02.2018

111Orte

111 Orte in Klagenfurt und am Wörthersee, die man gesehen haben muss
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Im wunderschönen Kärnten besuchen die meisten Urlauber Seen, Burgen, Schlösser und Berge. Doch vor allem Klagenfurt und der Wörthersee haben zusätzlich noch viele weitere, zum Teil sehr versteckte, Sehenswürdigkeiten ...

Im wunderschönen Kärnten besuchen die meisten Urlauber Seen, Burgen, Schlösser und Berge. Doch vor allem Klagenfurt und der Wörthersee haben zusätzlich noch viele weitere, zum Teil sehr versteckte, Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Autorin Andrea Nagele, welche selbst in Kärnten lebt, zeigt in ihrem Buch „111 Orte in Klagenfurt und am Wörthersee die man gesehen haben muss“ dem Leser viele Geheimtipps rund um ihre Heimat. Diese reichen von Kirchen über Gedenkstätten, architektonische Bauten bis hin zu Läden, wie Buchhandlungen oder Cafés.

Die Sehenswürdigkeiten sind auf einer Seite ausführlich beschrieben. Hierbei finden sich Infos zur Geschichte, zur Erreichbarkeit und dazu, was diese Sehenswürdigkeit so besonders macht. Zusätzlich findet sich neben jeder Beschreibung ein Foto, welches dem Leser einen Vorgeschmack auf die Sehenswürdigkeit gibt.

Im Buch „111 Orte in Klagenfurt und am Wörthersee, die man gesehen haben muss“ sind sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch viele Geheimtipps beschrieben, die man in keinem Reiseführer finden kann. Als Leser merkt man schnell, dass die Autorin selbst in Kärnten lebt und sich ausführlich zu den Sehenswürdigkeiten befasst hat. Zudem hat man beim Lesen das Gefühl, dass ein Einheimischer auf Geheimtipps verweist, die kein Tourist sonst zu sehen bekommt.

Ich habe bereits mehrere „111Orte“ Bücher in meinem Bücherregal und verwende diese bevorzugt, wenn ich auf Reisen gehe. Auch dieser Teil konnte mich komplett überzeugen und kommt bei meinem nächsten Aufenthalt am Wörthersee in den Koffer und vermutlich häufig zum Einsatz.

FAZIT:

„111 Orte in Klagenfurt und am Wörthersee die man gesehen haben muss“ ist für alle zu empfehlen, die zusätzlich zu den typischen Touristenattraktionen auch Geheimtipps der Einheimischen kennenlernen wollen. Die Sehenswürdigkeiten sind gut gemischt und meiner Meinung nach ist für jeden Geschmack der ein oder andere Ausflugstipp im Buch. Ich bin total begeistert und vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die schöne Insel

Die schöne Insel
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Die russischstämmige Anastassia wächst gemeinsam mit ihrem Halbbruder, ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in Shanghai auf. Nach dem Tod des Vaters kehrt ihre restliche Familie in ihre Heimat zurück, aber ...

Die russischstämmige Anastassia wächst gemeinsam mit ihrem Halbbruder, ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in Shanghai auf. Nach dem Tod des Vaters kehrt ihre restliche Familie in ihre Heimat zurück, aber Anastassia wird zurückgelassen. Ana beginnt bei Felix Hoffmann, einem deutschen Geschäftsmann in Shanghai, zu arbeiten. Bald darauf lernt sie Clio, eine Chinesin, welche aus einem Bordell geflohen ist, kennen und sie freunden sich an. Da Clio einen Verlobten in Formosa hat reisen die zwei Frauen auf die Insel und beginnen dort als Lehrerinnen der Missionare zu arbeiten. Doch die Insel hält nicht nur ihre wunderschönen Seiten sondern auch einige Gefahren für die beiden Frauen parat.

Tereza Vanek ist es erneut mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Die bildliche Schreibweise von Tereza Vanek ermöglicht es dem Leser komplett in die Handlung einzutauchen, wodurch großes Kopfkino entsteht.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut weshalb es einem schwer fällt das Buch wegzulegen.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Tereza Vanek geht sehr gelungen auf die Emotionen der einzelnen Protagonisten ein und als Leser beginnt man schnell mit den einzelnen Charakteren mitzuleiden oder sich zu freuen.

„Die schöne Insel“ wirkt geschichtlich sehr gut recherchiert! Der Leser merkt sofort, dass sich Tereza Vanek unglaublich gut mit der Geschichte Formosas und der Besetzung durch die Japaner befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Zudem lässt Tereza Vanek immer wieder geschichtliche Fakten zur Kultur und Gesellschaft einfließen, welche die Handlung besonders authentisch gestalten (beispielsweise Clios Lotusfüße). Auch ohne geschichtliches Vorwissen zum asiatischen Raum im 20. Jahrhundert kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und ihr folgen.

„Die Schöne Insel“ ist bereits der dritte Teil der Chinareihe. Für das Verständnis des aktuellen Bandes ist es allerdings nicht nötig die Vorgänger zu kennen. Ich empfehle aber trotzdem jedem auch die Vorgänger zu lesen, da Tereza Vanek mit ausnahmslos jedem Buch begeistern kann!

Tereza Vanek ist bereits seit längerem meine absolute Lieblingsautorin im Genre historische Romane. Auch mit dem aktuellen Band konnte sie mich erneut begeistern und fesseln. Ich freue mich bereits jetzt auf ihr nächstes Werk und hoffe auf eine Fortsetzung rund um Ana und Clio.

FAZIT:

„Die schöne Insel“ ist erneut ein Meisterwerk meiner Lieblingsautorin. Im Buch passt einfach alles: Spannung, liebenswerte Charaktere und gut recherchierte geschichtliche Fakten. Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen und vergebe 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Winterkartoffelknödel

Winterkartoffelknödel
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Der Polizist Franz Oberhofer wird in sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen in Bayern strafversetzt. Er erwartet einen langweiligen Dienst und ein absitzen seiner Arbeitszeit, doch es kommt anders. Die Männer ...

Der Polizist Franz Oberhofer wird in sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen in Bayern strafversetzt. Er erwartet einen langweiligen Dienst und ein absitzen seiner Arbeitszeit, doch es kommt anders. Die Männer in der Familie Neuhofer kommen auf seltsame Weise innerhalb kürzester Zeit ums Leben. Obwohl der Richter Moratschek der Meinung ist, dass es sich bei den Todesfällen nur um tragische Unfälle handelt, beginnt Franz Eberhofer zu ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass die Toten nicht verunglückt sondern ermordet wurden.

Ria Falks Schreibstil ist sowohl fesselnd als auch sehr humorvoll. Die Autorin brachte mich mehrfach zum Schmunzeln und auch immer wieder zum Lachen. Dies liegt aber auch an Christian Tramitz, der die Handlung sehr gelungen und humorvoll vorliest.

Ich konnte von Anfang an in das Hörbuch einsteigen und der Handlung ohne Probleme bis zum Ende folgen. Es ist nicht erforderlich sich komplett auf die Handlung zu konzentrieren, da man ihr trotzdem folgen kann. Rita Falks Hörbuch hat keine unnötigen Längen oder Wiederholungen, was das Hörbuch äußerst kurzweilig erscheinen lässt.

Die einzelnen Protagonisten und Szenen sind sehr authentisch und bildlich beschrieben, wodurch sich der Zuhörer schnell ein Bild machen kann und viele lustige Bilder im Kopf entstehen.

„Winterkartoffelknödel“ ist der erste Teil rund um den sympathischen Polizisten Franz Eberhofer und sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen. Ich kenne bisher beinahe alle Bücher der Reihe und finde, dass der erste Band mit der lustigste und gelungenste ist. Um die anderen Teile verstehen zu können, ist es allerdings nicht zwingend notwendig „Winterkartoffelknödel“ zu kennen.

Ich persönlich bevorzuge bei der Franz Eberhofer Reihe die Hörbücher, da Christian Tramitz die Sprecherrolle sehr authentisch und humorvoll übernimmt. Er ist meiner Meinung nach die perfekte Besetzung und verleiht jedem Protagonisten seinen eigenen unverkennbaren Charakter.

FAZIT:
„Winterkartoffelknödel“ ist kurzweilig und sehr humorvoll. Ich hatte viel zu lachen, was nicht zuletzt an Christian Tramitz und seiner äußerst gelungenen Erzählweise liegt. Dieser Teil gehört zu meinen Favoriten in der Franz Eberhofer Reihe, daher vergebe ich 5 Sterne!