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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die spannende Geschichte einer Hoteliersfamilie

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
6

Wir lesen die Geschichte der Familie Kuhlmann, die aus dem Hotelgeschäft in Berlin kommt und in Bad Doberan in Konkurrenz zum Grandhotel Heiligendamm geht. Vater Heinrich führt das Hotel, Sohn Paul soll ...

Wir lesen die Geschichte der Familie Kuhlmann, die aus dem Hotelgeschäft in Berlin kommt und in Bad Doberan in Konkurrenz zum Grandhotel Heiligendamm geht. Vater Heinrich führt das Hotel, Sohn Paul soll in seine Fußstapfen treten, was ihm gar nicht liegt. Tochter Elisabeth wäre eher die richtige Nachfolgerin, aber sie ist ja nur eine Frau und soll sticken und heiraten. Leider kommt alles ganz anders als von Vater Heinrich geplant und die Familie Kuhlmann muss sich in schweren Turbulenzen behaupten. Eine Chance für Elisabeth?

Michaela Grünigs Schreibstil ist einfühlsam, detailliert und flüssig. Es gelingt ihr perfekt, die historischen Ereignisse dieser Zeit mit der Familiengeschichte der Kuhlmanns und der Geschichte des Hotels zu verknüpfen. Außerdem schafft sie es, die sehr unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder, Angestellten und Gäste so eindringlich zu beschreiben, dass man sich mit jedem einzelnen identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein.
Die Personen sind zahlreich, trotzdem verliert man nicht den Überblick und die Geschichte verliert nicht an Spannung. Bis zum Ende war ich gefesselt von dieser großartigen Familiengeschichte in einer sehr unruhigen Zeit, für die ich sehr gerne eine uneingeschränkte Leseempfehlung da lasse. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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  • Handlung
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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.10.2024

Politische Schwestern

Die Mitford Schwestern
0

Die Mitford-Schwestern sind ihrer sechs und entstammen zusammen mit ihrem Bruder Tom einem alten, aber verarmten englischen Adelsgeschlecht. Marie Benedicts Roman dreht sich hauptsächlich um ...

Die Mitford-Schwestern sind ihrer sechs und entstammen zusammen mit ihrem Bruder Tom einem alten, aber verarmten englischen Adelsgeschlecht. Marie Benedicts Roman dreht sich hauptsächlich um Nancy, Diana und Unity, die anderen drei Schwestern sind ebenso wie der Bruder und die Eltern eher Randfiguren. Die schillernde Diana und die eher reizlose Unity verfallen zur Gänze dem Faschismus, während Schriftstellerin Nancy versucht, gemeinsam mit Winston Churchill gegen den Faschismus auch im eigenen Land anzukämpfen.

In eher sachlichem, emotionslosem Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte der Schwestern. Die kurzen Kapitel, immer der Reihe nach aus der Sicht einer anderen Schwester geschrieben, machen das Lesen sehr leicht.

Die einzige Schwester, mit der ich mich einigermaßen identifizieren kann, ist Nancy, die hilflos zusehen muss, wie Diana und Unity im Sumpf des Faschismus versinken. Fast unerträglich war für mich die Lobhudelei und blinde Gefolgschaft Unitys für Hitler. Mir ist klar, dass das alles historisch belegt ist und zu dieser Story einfach dazugehört. Mit dem Wissen, was das Ungeheuer, das sich hinter dieser charmanten Fassade verbirgt, alles angerichtet hat, ist das trotzdem schwer zu ertragen. Dianas blinde Gefolgschaft für den britischen Faschistenführer Mosley ist ebenso schwer zu verstehen. Gerne hätte ich die beiden gelegentlich geschüttelt, um sie aufzuwecken. Es ist schwer zu verstehen, wie zwei Frauen, die so zielstrebig und raffiniert vorgehen, um ihre Ziele zu verwirklichen, sich gleichzeitig so naiv und einfältig für des "Führers" Zwecke einspannen lassen.

Vor dem Lesen dieses Buches hatte ich keine Ahnung von der Existenz der Mitford-Schwestern. Auch dass es in Großbritannien zu jener Zeit eine so starke faschistische Bewegung gegeben hat, war mir neu. Insofern hat sich das Lesen dieses Buches wirklich gelohnt, ich habe auf unterhaltsame Weise einiges an Geschichtswissen dazu gewonnen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2024

Politische Schwestern

Die Mitford Schwestern
0

Die Mitford-Schwestern sind ihrer sechs und entstammen zusammen mit ihrem Bruder Tom einem alten, aber verarmten englischen Adelsgeschlecht. Marie Benedicts Roman dreht sich hauptsächlich um ...

Die Mitford-Schwestern sind ihrer sechs und entstammen zusammen mit ihrem Bruder Tom einem alten, aber verarmten englischen Adelsgeschlecht. Marie Benedicts Roman dreht sich hauptsächlich um Nancy, Diana und Unity, die anderen drei Schwestern sind ebenso wie der Bruder und die Eltern eher Randfiguren. Die schillernde Diana und die eher reizlose Unity verfallen zur Gänze dem Faschismus, während Schriftstellerin Nancy versucht, gemeinsam mit Winston Churchill gegen den Faschismus auch im eigenen Land anzukämpfen.

In eher sachlichem, emotionslosem Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte der Schwestern. Die kurzen Kapitel, immer der Reihe nach aus der Sicht einer anderen Schwester geschrieben, machen das Lesen sehr leicht.

Die einzige Schwester, mit der ich mich einigermaßen identifizieren kann, ist Nancy, die hilflos zusehen muss, wie Diana und Unity im Sumpf des Faschismus versinken. Fast unerträglich war für mich die Lobhudelei und blinde Gefolgschaft Unitys für Hitler. Mir ist klar, dass das alles historisch belegt ist und zu dieser Story einfach dazugehört. Mit dem Wissen, was das Ungeheuer, das sich hinter dieser charmanten Fassade verbirgt, alles angerichtet hat, ist das trotzdem schwer zu ertragen. Dianas blinde Gefolgschaft für den britischen Faschistenführer Mosley ist ebenso schwer zu verstehen. Gerne hätte ich die beiden gelegentlich geschüttelt, um sie aufzuwecken. Es ist schwer zu verstehen, wie zwei Frauen, die so zielstrebig und raffiniert vorgehen, um ihre Ziele zu verwirklichen, sich gleichzeitig so naiv und einfältig für des "Führers" Zwecke einspannen lassen.

Vor dem Lesen dieses Buches hatte ich keine Ahnung von der Existenz der Mitford-Schwestern. Auch dass es in Großbritannien zu jener Zeit eine so starke faschistische Bewegung gegeben hat, war mir neu. Insofern hat sich das Lesen dieses Buches wirklich gelohnt, ich habe auf unterhaltsame Weise einiges an Geschichtswissen dazu gewonnen.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Erstklassige Krimiunterhaltung

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Kommissar Tomas Wolf und Journalistin Vera Berg ermitteln zunächst getrennt voneinander in einem Mordfall, der sich in der Silvesternacht ereignet hat. Eine nackte Frau wurde gesehen, die fluchtartig ...

Kommissar Tomas Wolf und Journalistin Vera Berg ermitteln zunächst getrennt voneinander in einem Mordfall, der sich in der Silvesternacht ereignet hat. Eine nackte Frau wurde gesehen, die fluchtartig den Tatort verlassen hat und seitdem spurlos verschwunden ist. Schnell wird klar, dass sie nicht die Täterin ist. Als ein zweiter Mord geschieht, nimmt der Fall Dimensionen an, die Tomas und Vera zwingen, trotz aller Ressentiments zusammen zu arbeiten.

Den Start dieser Reihe habe ich leider nicht gelesen, was ich aber unbedingt nachholen werde. Doch kann dieser zweite Teil gut für sich selbst stehen. Der Schreibstil ist packend, der Spannungsbogen ausgesprochen gelungen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Tomas kämpft ebenso wie sein Partner Zingo und wie Vera mit den Geistern seiner Vergangenheit, die ihn im Verlauf der Ermittlungen mehrfach einholen. Daraus entstehen einige Nebenschauplätze, die ebenso spannend sind wie die zentrale Handlung. Das Ende der Story finde ich sehr berührend und es bleiben noch ausreichend lose Fäden für eine Fortsetzung, über die ich mich sehr freuen würde. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter, für Freunde skandinavischer Krimis ist es sogar ein Muss.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Gelungene Weihnachtsunterhaltung

Das mörderische Christmas Puzzle
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Edie O'Sullivan ist eine griesgrämige alte Dame deren Lebensinhalt Kreuzworträtsel und Puzzles sind. Kurz vor Weihnachten bekommt sie ein Päckchen mit Puzzleteilen und der Drohung, dass Menschen ...

Edie O'Sullivan ist eine griesgrämige alte Dame deren Lebensinhalt Kreuzworträtsel und Puzzles sind. Kurz vor Weihnachten bekommt sie ein Päckchen mit Puzzleteilen und der Drohung, dass Menschen sterben, wenn sie das im Puzzle enthaltene Rätsel nicht löst. Zunächst nimmt sie das nicht ernst und verheimlicht es auch vor ihrem Großneffen Sean, der Kriminalpolizist ist. Doch als eine Leiche mit einem Puzzleteil in der Hand auftaucht, muss Edie erkennen, dass sich in ihrem Geschenk bitterer Ernst verbirgt.

Der detaillierte, eindringliche Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Handlung beschränkt sich auf ein sehr kleines soziales Umfeld, jeder kennt jeden, das ergibt einen familiären Touch, der sehr gut in die Weihnachtszeit passt. Edie ist nicht ganz die typische Protagonistin eines englischen Weihnachtskrimis, sie ist zwar herrlich verschroben und sehr eigensinnig, dahinter steckt aber eine große psychische Belastung, was Mitleid hervorruft. Der so sympathische britische Humor kommt für mich deshalb nicht so zur Geltung. Der Spannung tut das aber keinen Abbruch, denn der Fall ist sehr verwickelt und stellenweise auch verwirrend. Trotzdem bin ich geradezu durch die Seiten geflogen, dazu haben sicher auch die angenehm kurzen Kapitel beigetragen. Immer wieder eingestreut gibt es auch kurze Kapitel aus Tätersicht, die den Leser aber über Motiv und Identität im Dunkeln lassen. Wer gerne mit den Protagonisten miträtselt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich habe mich auf jeder Seite gut unterhalten gefühlt und empfehle dieses Buch restlos überzeugt gerne weiter.

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