Schlachtenlärm
TINTE und SCHWERTLaut Klappentext lesen wie die Geschichte des Priesteranwärters Jakob Wolffen und der jungen Heilerin Anna Dillenberger, die einander in den Wirren des dreißigjährigen Krieges begegnen. Jakob ...
Laut Klappentext lesen wie die Geschichte des Priesteranwärters Jakob Wolffen und der jungen Heilerin Anna Dillenberger, die einander in den Wirren des dreißigjährigen Krieges begegnen. Jakob ist getrieben von Rachegedanken gegen den Offizier Heinrich von Hohenfels, der Jakobs ganze Familie getötet und Jakob zur Armee gepresst hat. Anna hat ihre Mutter durch die Hexenverfolgung verloren und lebt in der ständigen Angst, selbst als Hexe denunziert zu werden. Gemeinsam glauben sie, ihre Ziele besser erreichen zu können.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich leicht lesen, lässt aber Einfühlungsvermögen und Emotionen vermissen. Eher sachlich schildert der Autor die brutalen Schlachten des dreißigjährigen Krieges in aller Ausführlichkeit und das mehrfach. Diese wiederholten Schilderungen gehen auf Kosten des Spannungsbogens, der für mich dadurch eher flach bleibt. Auch kommen Jakob und Anna dadurch zu kurz, Anna als vermeintliche Hauptfigur taucht erst zur Mitte des Buches hin wirklich auf. Jakob ist zwar von Beginn an dabei, seine Wandlung vom Priesteranwärter zum Racheengel und Mörder aber ist meiner Meinung nach nicht richtig ausgearbeitet und erfolgt sehr plötzlich. Die starken Emotionen, die zu einer solchen Entwicklung gehören, fehlen gänzlich.
Die historischen dagegen sind akribisch recherchiert und in den Roman eingearbeitet. Das gefällt mir sehr gut und ich habe beim Lesen durchaus etwas gelernt. Ob ich die folgenden Teile lesen werde, weiß ich noch nicht, vergebe aber wohlwollende drei Sterne für die sehr gute Recherche.