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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2020

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Luftschlösser sind schwer zu knacken
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Nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, habe ich mich auf eine Liebesgeschichte mit ein paar dramatischen Szenen eingestellt – doch am Ende war die Storyline auf jeden Fall heftiger, als ...

Nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, habe ich mich auf eine Liebesgeschichte mit ein paar dramatischen Szenen eingestellt – doch am Ende war die Storyline auf jeden Fall heftiger, als ich das erwartet habe. Doch das ist nicht negativ zu sehen – im Gegenteil: Ich wurde von der Geschichte richtig mitgerissen und habe das Buch in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen.

Die Geschichte dreht sich um Jonas und Nika, für die es nicht gerade die Liebe auf den ersten Blick war, als sie aufeinandertreffen. Denn Jonas erwischt Nika, als sie bei ihm einbricht. Nicht, weil sie etwas gegen ihn persönlich hat, sondern weil das ihr Job ist. Nika gehört zu einem Familienclan, der sich auf Wohnungseinbrüche spezialisiert hat. Wenn sie nicht liefert, machen die anderen Druck. Doch Nika und Jonas begegnen sich wieder. Zufällig. Und Jonas zeigt ihr, dass das Leben nicht nur aus Sackgassen besteht. Aber einfach aussteigen ist nicht. Plötzlich schwebt nicht nur Nika, sondern auch Jonas in größter Gefahr…

Ich habe sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht, passt sehr gut zur Zielgruppe und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt.

Jonas war mir von Anfang an sympathisch, denn er ist ein ganz normaler Junge, der sich vor allem sehr für die Musik interessiert. Mit Mädchen hatte er noch nicht viel am Hut, aber dann trifft Nika in sein Leben. Anfangs konnte ich mit Nika nicht richtig warm werden, aber das hat sich im Laufe der Geschichte geändert. Nika hat mir sehr bald sehr leid getan, weil sie wohl noch nie wirkliche Liebe erlebt hat und in Zuständen haust, die einen sprachlos zurücklassen. Ihre Liebe zueinander bringt die Beiden sehr schnell auch in große Gefahr, was vor allem gegen Ende der Story dramatische Folgen hat…

Die Geschichte ist wirklich harter Tobak. Ich habe mit einer Liebesgeschichte gerechnet – mit einigen Problemen, die auf die Proganisten zukommen. Aber die Storyline wurde sehr heftig, aber auch mitreißend, denn ich habe mit Nika und Jonas regelrecht mitgelitten. Eine wirklich aufwühlende Geschichte, die bei mir noch längere Zeit nachhallen wird.

Ich wurde von dem Buch sehr gut unterhalten und vergebe sehr gute 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.08.2020

Eine mitreißende Fortsetzung

Riviera - Der Weg in die Freiheit
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Da ich bereits das erste Band der Reihe gelesen habe, war ich natürlich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch diesmal wurde ich gut unterhalten und ich muss sagen, dass ich das zweite Buch sogar ...

Da ich bereits das erste Band der Reihe gelesen habe, war ich natürlich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch diesmal wurde ich gut unterhalten und ich muss sagen, dass ich das zweite Buch sogar noch besser als das Auftaktbuch fand.

In der Fortsetzung gilt die Sehnsucht nach Italien für die Nazis als »urdeutscher Trieb«, und Reisen dorthin erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Salome nutzt die Trips nach Rom, die das Reisebüro ihres Vaters organisiert, um jüdischen Familien zur Ausreise aus Deutschland zu verhelfen. Als Mussolini diese nicht länger in seinem Land duldet, flieht sie mit ihnen über das Mittelmeer nach Frankreich. Auf einem ihrer waghalsigen Unternehmen begegnet sie Félix, und die Gefühle von einst sind wieder da. Als der Krieg aufflammt und die deutsche Wehrmacht Frankreich überrennt, wird die Lage für die jüdischen Emigranten immer prekärer – und Salome und Félix müssen sich zwischen Liebe und Widerstand entscheiden…

Auch diesmal habe ich sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Toll fand ich, dass die Autorin am Anfang noch einmal eine kurze Zusammenfassung gibt, was alles im ersten Band passiert ist. So findet man noch besser hinein, vor allem wenn das erste Buch schon eine zeitlang zurück liegt. Der Schreibstil ist sehr bildlich, passt sehr gut zu dem Genre und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben.

Wie bereits im ersten Band werden die historischen Ereignisse sehr gut in die Geschichte integriert, was mich nach wie vor fasziniert. Dabei beschönigt die Autorin nichts, sondern zeigt die harte Realität auf, die damals geherrscht hat. Mir ist es oft kalt den Rücken hinunter gelaufen und ich war dadurch mehr als gefesselt von der Storyline.

Die einzelnen Figuren, die man bereits im ersten Teil kennenlernen durfte, haben sich weiterentwickelt und werden realistisch dargestellt. Vor allem Salome ist zu einer starken Persönlichkeit herangewachsen und stellt ein großes Vorbild dar. Sie habe ich voll und ganz in mein Herz geschlossen. Ornella jedoch hat sich zum Negativen entwickelt und meine Sympathien in der Fortsetzung verspielt. Dagegen hat Felix einige Pluspunkte sammeln können.

Die Spannungsschraube wurde die ganze Zeit über hoch gehalten – bis zum Ende, das aber noch Fragen offen lässt. Wird es vielleicht noch einen dritten Teil geben? Potenzial hätte die Storyline auf jeden Fall dafür.

Der Zweiteiler wird noch lange in mir nachhallen, da mir einiges – im Hinblick auf die historischen Ereignisse – bisher gar nicht bewusst war. Mir hat das zweite Buch nun auf jeden Fall sogar noch etwas besser gefallen als der erste Teil, obwohl mich auch dieser schon mitgerissen hatte. Für die Fortsetzung vergebe ich deshalb ganz klar 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Tolles Auftaktbuch

Riviera - Der Traum vom Meer
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Ich lese sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit transportieren und gleichzeitig mit einer packenden Geschichte aufwarten. Als ich von der Riviera-Reihe gehört habe, wusste ich, dass ...

Ich lese sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit transportieren und gleichzeitig mit einer packenden Geschichte aufwarten. Als ich von der Riviera-Reihe gehört habe, wusste ich, dass die Storyline ganz nach meinem Geschmack ist. Und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil, ich wurde von dem Auftaktbuch gut unterhalten, auch wenn einige Passagen etwas zu langatmig geschrieben waren. Doch nun kann ich es nicht mehr abwarten, die Fortsetzung zu lesen.

Die Geschichte dreht sich um Salome, die sofort wunderschöne Bilder von funkelnden Weiten vor Augen hat, als sie zum ersten Mal vom Meer hört. Ihr Traum, einmal selbst im Meer zu schwimmen, wird wahr, als ihr Vater, der Besitzer eines Reisebureaus, den Tourismus im sonnigen Italien ausbauen will – und zwar nirgendwo sonst als in San Remo an der malerischen Riviera. Um dort Fuß zu fassen, kooperiert er mit dem Hotelier Renzo Barbera. Und nicht nur beruflich sind die Familien bald eng verbunden, denn Salome schließt Freundschaft mit Renzos Tochter Ornella. Doch dann wirft der erstarkende Faschismus erste Schatten auf das Paradies und erschwert weitere Reisen. Die Ereignisse überschlagen sich, als sich Ornella in den Sohn eines französischen Unternehmers verliebt, dem auch Salome näher kommt …

In die Storyline habe ich gut hineingefunden. Der Schreibstil war anfangs für mich etwas gewöhnungsbedürftig (ich kann aber gar nicht genau sagen, warum das so war), aber daran habe ich mich recht schnell gewöhnt. Es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten regelrecht dahinfliegen lässt.

Die einzelnen Figuren finde ich interessant beschrieben. Ans Herz gewachsen ist mir vor allem Salome, mit deren Denken und Handeln ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie legt auch im ersten Band eine tolle Entwicklung zu einer starken, jungen Frau hin. Ich habe ihr gerne dabei zuzusehen und bin sehr gespannt, wie sie sich nun in der Fortsetzung noch weiterentwickelt.

Anfangs hatte das Buch auch mal die ein oder andere Länge, aber gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf und ich konnte das Buch danach nicht mehr zur Seite legen. Die komplizierte Liebesgeschichte zwischen Salome, Ornella und Felix nimmt einen großen Teil der Storyline ein. Jedoch werden politische Entwicklungen dieser Zeit und Infos über die Anfänge des Pauschaltourismus interessant in die Geschichte eingewoben. Hier merkt man, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.

Ich wurde von dem Auftaktbuch der Reihe gut unterhalten und bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung. Von mir erhält „Der Traum vom Meer“ sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Die Sündenbraut

Die Sündenbraut
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Ich lese sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit katapultieren. Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich deshalb sehr neugierig darauf. Ich wurde auch nicht enttäuscht, ...

Ich lese sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit katapultieren. Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich deshalb sehr neugierig darauf. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern gut von der Geschichte unterhalten.

Die Story spielt im Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

In die Story habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten dahinfliegen lässt. Toll fand ich auch, dass die Autorin historische Fakten ebenfalls mit in die Geschichte integriert hat.

Fenja war mir von Anfang an schon sehr sympathisch und ich konnte mich mit ihrem Denken und Handeln sehr gut identifizieren. Auch Gerald ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Deshalb musste ich die ganze Zeit über mit den Beiden mitfiebern.

Ich wurde auf jeden Fall gut von dem Buch unterhalten und habe es in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen. Es blieb die ganze Zeit über eine gewisse Spannung, nur ab und zu gab es mal die ein oder andere Länge. Die Wendung am Ende hat mich jedoch sprachlos zurückgelassen, denn endlich erfährt man, wer Fenja wirklich ist. Interessant wäre es aber, wenn es noch eine Fortsetzung geben würde, denn die Story hat auf jeden Fall Potenzial. Von mir gibt es auf jeden Fall gute 4 von 5 Sternen für das Buch.

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Veröffentlicht am 21.07.2020

Ein absolut mitreißendes Buch

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Ich verschlinge zurzeit historische Roman, die mich in eine andere Zeit entführen. Deshalb war auch klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Alleine schon ...

Ich verschlinge zurzeit historische Roman, die mich in eine andere Zeit entführen. Deshalb war auch klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Alleine schon deshalb, da ich in der Nähe der Schauplätze des Buches aufgewachsen bin. Ich wurde auch sehr gut unterhalten und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Die Storyline beginnt im Jahr 1870. Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden, auch wenn ich anfangs die vielen verschiedenen Figuren erst einmal richtig zuordnen musste. Aber das war schnell kein Problem mehr. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre und ist genau mein Ding. Die Autorin schreibt sehr bildlich, so dass ich mich direkt mitten im Geschehen wiederfinde. Es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten regelrecht dahinfliegen lässt.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht des Liebespaars Madeleine und Paul, die kurz vor der Hochzeit stehen und dann vom Krieg getrennt werden und von ihrer Herkunft her auf verschiedenen Seiten stehen; von Djamila und ihrem Bruder Karim, die einiges bereits in der Vergangenheit durchmachen mussten und nun durch den Krieg wieder hart getroffen werden; sowie Madeleines Bruder Clement, der mit seinen Ansichten aneckt. Alle Charaktere – außer Clement, der es mir sehr schwer gemacht hat mit seiner Art – waren mir alle Figuren sympathisch und ich konnte mich mit ihrem Denken und Handeln sehr gut identifizieren. Ich habe mit jeder einzelnen Figur mitgefiebert.

Von der Geschichte selbst wurde ich von Anfang bis zum Ende absolut gut unterhalten. Es gab immer wieder überraschende Wendungen und überhaupt war die Storyline die ganze Zeit über eine Achterbahnfahrt der Gefühle, so dass ich vor allem gegen Ende das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Zusammengefasst wurde ich von dem Buch wirklich gut unterhalten. Die historischen Fakten wurden wirklich absolut top recherchiert und mit den Handlungssträngen mitreißend verwoben. Von mir erhält das Buch ganz klar 5 von 5 Sternen!

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