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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2019

unsympathische Heldin

Einladung zum Mord
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Bewertet mit 2.5 Sternen
Dies ist das 2. Buch von der Autorin, das ich gelesen habe. Das 3. kommt ungelesen ins Tauschregal, denn die Detektivin geht mir sowas von auf den Keks. Sie ist unsympathisch, ...

Bewertet mit 2.5 Sternen
Dies ist das 2. Buch von der Autorin, das ich gelesen habe. Das 3. kommt ungelesen ins Tauschregal, denn die Detektivin geht mir sowas von auf den Keks. Sie ist unsympathisch, ruppig und agressiv allen Menschen gegenüber, die ihr Gutes tun wollen (Ehemann, Freunde, Kollegen). Sie hat ein schweres Kindheitstrauma und dessen Aufarbeitung macht gefühlte 50 % des Buches aus. Mehrfach wird ausführlich und seitenweise geschildert, wie sie Sex mit ihrem Mann hat und wie sehr er sie liebt und der eigentliche Fall, an dem sie arbeitet kommt dabei viel zu kurz. Eine Frau, die sie vor einigen Jahren hinter Gitter gebracht hatt, weil sie mehrere Männer ermordet hat, ist jetzt draußen und will sich rächen, indem sie wieder mordet und auch den Ehemann der Polizistin töten will. Diese Krimis, in denen die Ermittlerin Ziel des Verbrechers ist, finde ich eigentlich schon immer doof, aber hier ist also ein Plot, den ich nicht mag und dann wird fast nur das Privatleben der Polizistin beschrieben. Und wie gesagt, die ist äußerst unsympathisch. Als sie z.B. angegriffen und verletzt wird und sich Ehemann und Ärztin um sie kümmern wollen, schnauzt und schreit sie diese nur an, als eine Kollegin ihr etwas abnehmen will, bedroht sie diese usw. Bloß keine Schwäche zeigen ! Ich kann diese Frau einfach nicht leiden. Eine Geschichte am Rande, ein zurückliegender Fall, den sie ihrer Assistentin gibt, hat mich am meisten interessiert, aber für den war nur wenig Raum. Und warum das Ganze 50 Jahre in der Zukunft spielt, erschließt sich mir auch nicht. Schon beim ersten Buch mochte ich die Polizistin nicht, aber da war die Handlung spannend. Hier dreht sich alles um diese Frau und daher gibt es nur wenig Punkte, auch wenn der Schreibstil flüssig ist und sich schnell lesen lässt. Wer auf die Beweihräucherung von toughen, unsympatischen Helden steht, der ist hier richtig. Aber ich bin bedient.

Veröffentlicht am 18.06.2019

empfehlenswert

Und plötzlich sind sie 13
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Bewertet mit 4.5 Sternen
Ein tolles Buch, das in meinen Augen mehr taugt, als viele andere Bücher zu dem Thema Teenager. Die Ratschläge sind teilweise sehr erstaunlich und einleuchtend und haben bei meiner ...

Bewertet mit 4.5 Sternen
Ein tolles Buch, das in meinen Augen mehr taugt, als viele andere Bücher zu dem Thema Teenager. Die Ratschläge sind teilweise sehr erstaunlich und einleuchtend und haben bei meiner Tochter schon gewirkt. Natürlich gibt es auch Empfehlungen, die man schon kennt und auch das ein oder andere, was man für übertrieben oder für die eigene Familie nicht anwendbar hält, aber dennoch sind einige tolle Ideen drin. Habe das Buch erst bekommen, als mein Kind schon 14 war und muß sagen, ich wünschte, ich hätte es eher gelesen. Aber vieles ist grundsätzlich und es ist nie zu spät, einiges auszuprobieren und anzuwenden. Auch im Buch wird einem immer wieder Mut gemacht, dass man auch bei einem kaputten Verhältnis, die Dinge wieder ins Reine bringen kann. Das Ehepaar, das dieses Buch verfasst hat, ist selbst sehr religiös, das klingt aber nur am Raqnde etwas an und wird auch nur als Ressourcen-Möglichkeit erwähnt.
Viele Tipps sind so einfach, aber im Alltag denkt man oft nicht dran und es ist gut, wenn man mal wieder daran erinnert wird. Gefallen hat mir auch der Teen-Prep, eine To-Do-Liste, die mit dem Kind erstellt wird und für deren Erledigung es paar Monate Zeit hat. Am Schluß gibt es eine Belohnung, eine Urkunde und einige neue Privilegien. Aufgaben können sein, im sportlichen Bereich eine bestimmte Leistung erzielen, im praktischen Bereich, ein Essen für 4 Leuten kochen und dafür einkaufen, im Wissensbereich z:B. ein Buch lesen und zusammenfassen usw. andere Aufgaben können sein, durch arbeiten einen bestimmten Betrag verdienen, der dann evtl. verdoppelt wird oder einen Wochenendausflug planen inkl. Hotelbuchungen. Das Ganze wird von den Autoren als eine Art Initiationsritus gesehen, den sie mit all ihren Kindern gemacht haben. Ich war sehr überrascht, wie begeistert mein Kind diese Idee aufgenommen hat, wo sie mich ansonsten nur anpflaumt.
Auch wenn es einige Wiederholungen gibt und schon Bekanntes, so ist es dennoch bislang das beste Buch zu dem Thema, das ich gelesen habe und die Tipps sind praktikabel und lassen sich umsetzen. Einige Ratschläge sind richtig klasse und haben schon Erfolg gezeigt, wo ich längst resigniert hatte. Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 17.06.2019

erschütternd

Die Wolke
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Bewertet mit 5 Sternen
Ich weine immer noch. Habe grade fertig gelesen und heule so, dass ich kaum schreiben kann. Was für ein Buch !
Schrecklich, erschütternd, kaum zu ertragen und so wichtig ! Ich bin ...

Bewertet mit 5 Sternen
Ich weine immer noch. Habe grade fertig gelesen und heule so, dass ich kaum schreiben kann. Was für ein Buch !
Schrecklich, erschütternd, kaum zu ertragen und so wichtig ! Ich bin froh, dass es Schullektüre ist.
Die Wolke wurde nach Tschernobyl und vor Fukushima geschrieben und schildert die Erlebnisse eines 14 Mädchens, das mit seinem kleinen Bruder vor einem Reaktorunfall eines Atomkraftwerks flüchtet. Es ist sehr anschaulich und eindringlich geschrieben und man weint und weint und weint immer wieder. Die Flucht mit dem Fahrrad, die Angst, die plötzliche Verantwortung, auf sich allein gestellt, die Staus und das Verkehrschaos, die spärlichen, widersprüchlichen Informationen und die Gerüchte, Egoismus und Hilfsbereitschaft der Anderen, im Lazarett dann die Krankheit, die Sorge um die Eltern, Hoffnung, Verlust, und später bei der Tante wieder Normalität und Heile Welt, obwohl nichts ist, wie es war, das Ausgegrenzt werden durch gesunde Deutsche, Haarausfall und die Erkenntnis, wohl nie (gesunde) Kinder bekommen zu können und immer als aussätzig zu gelten,das alles wird sehr anschaulich, ohne große Worte und ohne reißerisch zu werden erzählt. Aber gerade die leisen Töne und das Nüchtern-Sachliche gehen einem unter die Haut.
Ich halte dieses Buch für sehr wichtig, auch wenn (hoffentlich bald) alle Atomkraftwerke abgeschaltet sind. Auch wenn es in erster Linie eine Warnung vor den Gefahren der Kernenergie ist und deutlich die schrecklichen Folgen eines Reaktorunglücks schildert, bringt es einem auch allgemein nahe, wie es in Deutschland nach einer Katastrophe aussehen könnte. Darum sollte dieses Buch Pflichtlektüre an allen Schulen werden.
Auch das Vorwort ist bemerkenswert, denn es ist ein Text, den Inge Aicher- Scholl, die Schwester von Hans und Sophie Scholl mit Freunden verfasst und in der Zeitung veröffentlicht hat, nachdem Tschernobyl passiert ist.
Ein erschütterndes, ergreifendes und leider realistisches Buch, dessen Inhalt Gott sei Dank bei uns nicht Realität geworden ist, aber deutlich macht, dass es jederzeit passieren kann. (Wenn man dann Blackout gelesen hat und weiß, dass die Brennstäbe bei einem längeren Stromausfall nicht mehr ausreichend gekühlt werden können und es auch zu Austritt von Radioaktivität kommen kann, dann bekommt man nochmehr Angst, zumal heutzutage alles mit dem Computer gesteuert wird und dadurch anfällig für Hacker aus aller Welt ist).
Sollte Pflichtlektüre nicht nur in Schulen, sondern für alle Wähler werden. Und erst recht für alle Politiker.

Veröffentlicht am 13.06.2019

sehr Charmant

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Tiffy braucht dringend eine Wohnung und Leon braucht Geld. Da er Nachtschicht im Hospitz arbeitet, kommt er auf die Idee, seine Wohnung Nachts zu vermieten. Wenn er tagsüber frei hat, schläft er bei seiner ...

Tiffy braucht dringend eine Wohnung und Leon braucht Geld. Da er Nachtschicht im Hospitz arbeitet, kommt er auf die Idee, seine Wohnung Nachts zu vermieten. Wenn er tagsüber frei hat, schläft er bei seiner Freundin. Die beiden sind sich nie begegnet, aber langsam beginnen sie mit Post - Its zu kommunizieren.
Liebesgeschichten sind nicht mein Genre, aber diese Idee fand ich klasse und es hat auch sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Durch den raschen Perspektivwechsel, mal aus Tiffys, mal aus Leons Sicht, wird die Geschichte vorangetrieben. Kompliziert wird es durch Tiffys Altlasten in Form eines nervigen Exfreundes. Schöne Nebengeschichten, z.B. die große Liebe eines sterbenden Patienten ausfindig machen runden das Ganze ab. Gegen Ende läuft mir alles etwas zu glatt und es fehlt etwas der Charme vom Anfang. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.
Wer Liebesgeschichten mag, kommt hier auf seine Kosten und wer sie nicht mag, kann es mit dieser trotzdem mal versuchen. Locker, luftig , leicht und viel Charme.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Megaspannend

Der Hypnotiseur
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Bewertet mit 5 Sternen
Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautoren entdeckt. Das Buch ist ja so spannend mit so vielen überraschenden Wendungen und so gut geschrieben, dass ich ganz hin und weg ...

Bewertet mit 5 Sternen
Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautoren entdeckt. Das Buch ist ja so spannend mit so vielen überraschenden Wendungen und so gut geschrieben, dass ich ganz hin und weg bin.
Ein Mann wird brutal abgeschlachtet und zerstückelt aufgefunden. Bei seiner Frau und Tochter zuhause findet man ein ähnliches Massaker vor. Nur der Sohn hat schwer verletzt überlebt. Kann er Hinweise auf den Täter geben ? Egal, was ich jetzt noch schreiben würde, es würde spoilern und das will ich nicht. Aber ich kann dies Buch nur jedem Krimi und Thriller Fan ans Herz legen. Jeder Erzählstrang ist spannend, überraschend, fesselnd und gut geschrieben. Man liest das Buch quasi in einem durch, weil man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Habe mir direkt den nächsten Band gekauft. Durch Arnaldur Indridarson bin ich auf nordische Krimis gekommen, aber dieser hier hat wesentlich mehr Tempo und nur wenige andere Autoren können da mithalten.
Diesen Autor sollte jeder Thrillerfan kennen. Eins der spannensten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe !