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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2018

naja, geht so

Du sollst nicht lügen!
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Der Journalist Jürgen Schmieder wagt einen Selbstversuch: 40 Tage nicht lügen. Anfangs glaubt er noch, dies würde bedeuten, Leute zu beschimpfen und zu beleidigen, wenn er sich ärgerte, aber dann erkannte ...

Der Journalist Jürgen Schmieder wagt einen Selbstversuch: 40 Tage nicht lügen. Anfangs glaubt er noch, dies würde bedeuten, Leute zu beschimpfen und zu beleidigen, wenn er sich ärgerte, aber dann erkannte er, dass man auch die Wahrheit sagen kann, ohne zu kränken. Statt: ,,Pfui, dieses scheußliche Abwasser ist eine Zumutung !" Ist ein schlichtes:,, mir schmeckt die Suppe nicht" weitaus angemessener. Ehefrau, Kollegen, Freunde und Eltern reagieren unterschiedlich, oft verständnislos.
Das Buch ist mit viel Humor geschrieben, wobei sich der Schreibstil aber mit der Zeit etwas abnutzt. Über manche Formulierungen musste man laut Lachen. Auch wenn der Autor sich pseudophilosophischen Gedanken hingibt, wirkt es weitgehend trivial. Einige Denkanstöße sind dennoch vorhanden: Wann haben sie jemandem zuletzt ein ehrliches Kompliment gemacht oder richtig gelobt ? Nicht:,, du siehst gut aus" oder,, gut gemacht", sondern ehrlich, wohlüberlegt, detailreich erklärt, was einen genau gefällt und warum, auch wenn es ein Stück Selbstoffenbarung beinhaltet. Leider gibt es auch geschmacklose Entgleisungen, die den Autor unsympathisch machen. Allerdings wird er mit der Zeit zunehmend selbstreflektierter.
Insgesamt macht er gute und schlechte Erfahrungen mit der Ehrlichkeit. Neue Erkenntnisse gibt es keine. Man kann dieses Buch lesen, muß es aber nicht.

Veröffentlicht am 22.08.2018

ruhiger, spannender Krimi

Ewiges Eis
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Winter, Kanada, Kälte, Mord, Entführung, ein Zuhälter, eine Arktisexpedition, eine Politikergattin. Aus diesen Zutaten und einigen mehr, doch ich will nicht spoilern, mixt Giles Blunt wiedermal einen spannenden ...

Winter, Kanada, Kälte, Mord, Entführung, ein Zuhälter, eine Arktisexpedition, eine Politikergattin. Aus diesen Zutaten und einigen mehr, doch ich will nicht spoilern, mixt Giles Blunt wiedermal einen spannenden Krimi, der mich diesmal aber nicht ganz so begeistert hat. Ich fand die Aufzeichnungen aus dem Notizbuch der Arktisexpedition ziemlich langweilig (erst auf S. 260 wurde es auch da spannend). Den Teil mit dem Zuhälter fand ich eher unrealistisch und die Polizistin wurde mir irgendwie unsympathisch. Aber ansonsten hat mir das Buch gut gefallen. Es gibt mehrere Fälle aufzuklären, die teilweise auch in Zusammenhang stehen, teilweise aber völlig unabhängige Taten sind. Die letzten 150 Seiten habe ich verschlungen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Der Tathintergrund ist echt der Hammer und man blieb lange im Dunkeln, wie alles zusammenhängt.
Ich lese gerne Giles Blunt Krimis und mir hat auch dieser - trotz einigen leichten Schwächen - gut gefallen, vor allem die Auflösung.

Veröffentlicht am 18.08.2018

superspannend

Tod im Pfarrhaus
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Spannend von Anfang bis Ende.
Eine Pfarrersfamilie in Schweden wird ausgelöscht, bis auf die Schwester, die in London lebt, aber zu krank ist, um vernommen zu werden. Die Kommissarin Irene Huss, eine sehr ...

Spannend von Anfang bis Ende.
Eine Pfarrersfamilie in Schweden wird ausgelöscht, bis auf die Schwester, die in London lebt, aber zu krank ist, um vernommen zu werden. Die Kommissarin Irene Huss, eine sehr sympatische Figur, ermittelt und gräbt immer tiefer. Aber auch, wenn die Morde schon schlimm sind, die HIntergründe sind noch viel schlimmer...
Das Buch liest sich schnell und leicht. Die Charaktere sind sehr herzlich und liebevoll beschrieben. Es gibt einige überraschende Wendungen und ein krasses Ende.
MIr hat das Buch sehr gefallen und ich kann es allen Krimi oder Thrillerfans empfehlen.

Veröffentlicht am 18.08.2018

spannendes und witziges Jugendbuch

Die geheime Benedict-Gesellschaft
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Durch eine Zeitungsannonce neugierig geworden, nimmt Reynie an einem Test teil, dem noch weitere folgen. Nur wenige Kinder bestehen die kniffligen Aufgaben. Jedes auf seine Weise. Aber eine Sache haben ...

Durch eine Zeitungsannonce neugierig geworden, nimmt Reynie an einem Test teil, dem noch weitere folgen. Nur wenige Kinder bestehen die kniffligen Aufgaben. Jedes auf seine Weise. Aber eine Sache haben sie alle gemein...
Halb Abenteuerbuch, halb Detektivroman ist es ein richtig tolles Kinder- und Jugendbuch, in dem es um Freundschaft, Verantwortung, Toleranz, Loyalität, Pfiffigkeit, Mut und darum geht, Ängste zu überwinden. Es ist spannend und witzig. Besonders gefallen hat mir, wie schlau die Kinder sind, vor allem Reynie. Die kleine Constance war zunächst unsympatisch, aber bald fand man Gefallen an ihrer schnoddrigen, frechen Art.
Man fiebert regelrecht mit und hofft, dass die Kinder noch rechtzeitig die Welt retten können.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.07.2018

tolles Cover - Inhalt doof

Meer der Finsternis
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Die ersten 80 Seiten waren sehr spanned. Eine Verfolgungsjagd a´la James Bond. Es gibt viel Humor in dem Buch, aber etwas zu viele Metaphern, irgendwann sind einem die vielen coolen Vergleiche und markigen ...

Die ersten 80 Seiten waren sehr spanned. Eine Verfolgungsjagd a´la James Bond. Es gibt viel Humor in dem Buch, aber etwas zu viele Metaphern, irgendwann sind einem die vielen coolen Vergleiche und markigen Sprüche zu viel. Nach den ersten 80 Seiten folgt sinnloses Geplänkel zwischen einer geheimnisvollen Frau und dem Helden der Geschichte (Odd THomas, der Visionen hat und Tote sieht). Dieses Geplämkel soll wohl Spannung erzeugen ("Wer bist Du?" "Alles zu seiner Zeit", "Woher wußtest Du...?" "Die Zeit wird kommen, da wirst Du es erfahren" ---übrigens ist das Buch zu Ende bevor der Leser es erfährt--- "Was ist das ?" "Die Zeit wird es zeigen"), hat bei mir aber eher den Wunsch geweckt, das ganze abzubrechen. Habe jedoch durchgehalten, denn es liest sich ja auch leicht, aber gelohnt hat es sich nicht wirklich, auch wenn es ab Seite 153 wieder besser wurde. Das Buch strotzt nur so von Pseudophilosophischen Ansichten, was mir irgendwann ziemlich auf die Nerven ging. Wie das angeberische Geschwaffel eines Koksers. Zur Handlung kann ich nicht viel sagen, außer das sie ziemlich abstrus ist. Der Autor hat versucht James Bond und Horror mit noch einen Schuß Fantasie zu mischen und in meinen Augen ist Murks rausgekommen. Dies ist mein 2. Buch von dem Autor. Das erste bestach durch seine durchweg düstere, beklemmende und bedrückende Stimmung. Dies ist dem Autor hier nicht gelungen.
Das Buch ist nicht unbedingt schlecht, aber überhaupt nicht mein Fall.