Als Lukas, einziger Sohn des Arztes Jens Bjerre und seiner Frau verschwindet sind alle fassungslos. Erst spät kristallisiert sich heraus, das die heile Familienwelt mehr Schein als Sein ist...
Mit psychologischem ...
Als Lukas, einziger Sohn des Arztes Jens Bjerre und seiner Frau verschwindet sind alle fassungslos. Erst spät kristallisiert sich heraus, das die heile Familienwelt mehr Schein als Sein ist...
Mit psychologischem Fingerspitzengefühl zeichnet die Autorin ein erschreckend tragisches Bild einer zerrütteten Familie, die nach außen perfekt zu sein scheint. Dabei verknüpft sie mehrere Handlungsstränge so geschickt miteinander, das es in Gänze ermittlungstechnisch ein stimmiges Gesamtresultat ergibt, was von einem doch überraschenden und überaus gelungenem Ende gekrönt wird.
Der flüssige Schreibstil und die spannende Handlung haben mich so an das Buch gefesselt, das ich mit Lesen kaum aufhören konnte und das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen habe. Das spricht definitiv für "Narbenherz" - klare Leseempfehlung!
In ihrem beschaulichem kleinen Häuschen lebt Ruth nach dem überraschenden Unfalltod ihres Mannes allein und hat sich mit ihrer Situation arrangiert. Bis sie, wie auch ihre Freunde, Bekannten und Arbeitgeber ...
In ihrem beschaulichem kleinen Häuschen lebt Ruth nach dem überraschenden Unfalltod ihres Mannes allein und hat sich mit ihrer Situation arrangiert. Bis sie, wie auch ihre Freunde, Bekannten und Arbeitgeber anonyme Nachrichten erhält, deren Details nur wenige kennen dürften...
Ich habe sehr lange gebraucht um in dieses Hörbuch hinein zukommen. Als Buch gelesen hätte ich es vermutlich rasch beiseitegelegt. Zum Glück ist es mit ca. 6 Stunden relativ kurz, so dass ich es dann doch bis zum Ende gehört habe, immer in Erwartung auf den auflösenden Knüller, die Kernaussage.
Jedoch bleibt es bei den Themen digitales Stalking und "me too", wobei letzteres auf mich, obwohl ich selbst eine Frau bin, langsam nervend wirkt. Vielleicht liegt dies auch an meiner Abneigung alles möglich in den sozialen Netzwerken teilen zu müssen, womit man logischerweise bei provozierenden Posts Reaktionen hervorruft, eventuell vielleicht sogar beabsichtigt. Dies soll dabei keineswegs als Rechtfertigung oder Verharmlosung des digitalen Stalkings stehen verstanden werden, jedoch bin ich da der Meinung "Wie es in den Wald ruft...".
Während im ganzen Buch ausführliche Gedanken und Überlegungen beschrieben werden ist die Auflösung dagegen recht banal und kurz geschildert. Eher /fast gefühlt nebenbei wird der Stalker enttarnt und für meine Begriffe erfährt man über dessen Motiv zu wenig.
Mitunter hatte ich das Gefühl das die Autorin ein in Sprachtechnik als auch inhaltlich besonderes Buch schreiben wollte. Meiner Meinung wird sie diesem hohen Ziel aber nicht gerecht. Die ständigen Wiederholungen " Ich sagte, er sagte..." beginnen auf Dauer zu nerven.
"Die Nachricht" hat mich nach dem Hören noch lange beschäftigt, nicht aufgrund der Thematik sondern der zu übermittelnden Botschaft. Lange noch habe ich nach der Quintessenz der ganzen Geschichte gesucht und sie jedoch nicht gefunden. Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen und ich würde es nicht ein zweites Mal lesen/hören.
Die jüdische Pianistin Eva sieht in den Kindertransporten die einzige (Überlebens)Chance für ihre Tochter und schickt Miriam, gegen den Willen ihres Ehemanns und Vaters Joseph, nach England.
Ihrem Glauben ...
Die jüdische Pianistin Eva sieht in den Kindertransporten die einzige (Überlebens)Chance für ihre Tochter und schickt Miriam, gegen den Willen ihres Ehemanns und Vaters Joseph, nach England.
Ihrem Glauben folgend nimmt die britische Quäkerin Pamela Miriam in ihre Familie auf und versucht dem kleinen Mädchen ein zu Hause zu geben und Trost zu spenden. Doch die Auswirkungen des Krieges reichen weit und bald muss auch Pamela um das Schicksal ihres Sohnes Will bangen, der sich freiwillig zur Royal Air Force gemeldet hat…
Aus Sicht der zwei Mütter in doch recht unterschiedlichen Situationen schildert Gill Thomson sensibel und einfühlsam die ungeheurere seelische Belastung mit dem Bangen um die Liebsten. Dabei bleibt sie aber auch realistisch um exemplarisch und stellvertretend für die Betroffenen den Krieg mit all den Grausamkeiten und persönlichen Schicksalen abzubilden.
Zum Schluss gleitet die Geschichte dann jedoch etwas ins Unglaubhafte ab, dafür ein Stern Abzug - ansonsten ein lesenswerter Roman.
Die heranwachsende Luise verliert ihre erste Liebe an den Krieg - Wolfgang zieht freiwillig in den Kampf, stolz dem Vaterland zu dienen.
Und auch in ihrem Heimatort, dem niederschlesischen Dorf Lindau ...
Die heranwachsende Luise verliert ihre erste Liebe an den Krieg - Wolfgang zieht freiwillig in den Kampf, stolz dem Vaterland zu dienen.
Und auch in ihrem Heimatort, dem niederschlesischen Dorf Lindau im Riesengebirge ändert der Zweite Weltkrieg alles. Kriegsgefangene werden den Höfen als Zwangsarbeiter zugeteilt, so auch der zurückhaltende Pole Marian. Dieser bemüht sich redlich um die Erfüllung der auferlegten Aufgaben, wird von Luises Mutter trotzdem als Mensch zweiter Klasse behandelt - ein näherer Kontakt mit ihm den Kindern verboten. Doch während der gemeinsamen Arbeit kommen sich Luise und Marian näher und er wird auch nach dem Krieg und der drohenden Vertreibung ihr größte Stütze, Vertrauter und Liebster. Kann die Liebe zwischen dem Polen und der Deutschen Bestand haben??
Feinfühlig und berührend schildert die Autorin Marion Johanning die Geschichte der Familie Reich zwischen Krieg und Vertreibung - und mitten drin die junge Luise im Widerstreit zwischen der romantischen Liebe und Loyalität zu der Familie, ihrer Angst vor den Besatzern und dem Verlust ihrer Heimat. Sehr anschaulich wird die "doppelte Vertreibung" - der Polen durch die Russen und der Deutschen durch die Polen mit den daran hängenden Schicksalen dargestellt. Klar werden die Charaktere der überzeugten Nazis und Wendehälse, als auch der Zwangsarbeiter, Vertriebenen und einfachen Dorfbewohner gezeichnet. In jeder Familie Leid, Elend und Tod - und trotzdem der festen Glauben das alles vorbei geht und wie vor dem Krieg wird.
"Was uns durch die Zeiten trägt" fesselte mich so sehr, dass ich das Buch in knapp drei Tagen durchgelesen habe und fast traurig war, das Ende erreicht zu haben.
Von mir eine klare Leseempfehlung!
Als Kind schickte die jüdische Kinderärztin Helene Bornstein ihren Sohn Moritz mit Kindertransporten nach England in Sicherheit.
Mehrmals hat Helene die Chance Deutschland zu verlassen und doch blieb sie, ...
Als Kind schickte die jüdische Kinderärztin Helene Bornstein ihren Sohn Moritz mit Kindertransporten nach England in Sicherheit.
Mehrmals hat Helene die Chance Deutschland zu verlassen und doch blieb sie, an das Versprechen das sie ihrem Vater gab, gebunden: sich um Mutter und Schwestern zu kümmern. Und noch weiter reichte ihr Mut - sie ließ ihre Ausreisemöglichkeiten nicht verfallen sondern verhalf damit anderen zur Flucht. Letztendlich hat Helene überlebt, doch alles was ihr lieb und teuer war hat sie verloren: Freunde, Familienmitglieder und die Heimat. Nach fast zehn Jahren der Trennung freut sie sich 1947 nun auf das Wiedersehen mit Moritz in New York – ihre einzige Motivation die Schikane unter dem Nazi-Terror zu ertragen. Doch er steht ihr nun als junger Mann gegenüber – beide sind sich fremd. Können beide sich wieder annähern? Und lann sie mit ihrer schweren Bürde einen Neuanfang starten - oder wurde alle Energie im Einsatz um das blanke Überleben aufgebraucht?
Auch die Entfremdung zwischen Helene und ihrer Schwester Marlis schreitet voran. Noch verstärkt durch den mangelnden Austausch des Erlebten bleibt jede mit ihrem Trauma allein
Das die getrennte Zeit Probleme mit sich bringt hatte ich selber noch nicht bedacht, aber ist nur logisch, denn das Leben verläuft weiter - mit unterschiedlichsten Erleben und Erfahrungen.
Sehr interessant und neu für mich war die Haltung der Amerikaner, die fast oberflächlich naiv nicht verstehen, warum Helene nicht einfach froh über ihre Rettung sein kann, können ihre durch gewisse Situationen ausgelösten Flashbacks weder nachvollziehen noch (wollen sie sie) verstehen
Sehr gelungen beschreibt die Autorin das innere Gefühlsleben der Protagonisten mit falschen Erwartungen und daraus resultierenden Enttäuschungen. Der Leser kann sich dadurch gut in die Charaktere hineinversetzen und mehr als einmal habe ich mich gefragt wie es mir damit ergangen wäre.
"Helenes Versprechen" fesselte mich so sehr, dass ich das Buch in knapp drei Tagen gehört habe und fast traurig war, das Ende erreicht zu haben.
Von mir eine klare Lese/Hörempfehlung!