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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2018

Habe leider etwas anderes erwartet

Die englische Hebamme
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Normalerweise liebe ich Romane über Indien und deren Einwohner. Da ich selber noch nie dort war, lasse ich mich gerne dahin entführen.
Dies ist der Autorin auch durchaus gelungen, daher vergebe ich 3 Sterne. ...

Normalerweise liebe ich Romane über Indien und deren Einwohner. Da ich selber noch nie dort war, lasse ich mich gerne dahin entführen.
Dies ist der Autorin auch durchaus gelungen, daher vergebe ich 3 Sterne. Julia Gregson beschreibt das Land und die Kultur so wunderbar, ich hatte die schönsten Bilder vor Augen.
Der Schreibstil ist flüssig, ich fühlte mich gut in die damalige Zeit versetzt und bewunderte Kits Mut, einen Inder zu heiraten, was ja damals eigentlich überhaupt nicht ging. Ebenso den Aufbau der Geburtsklinik fand ich sehr interessant.
Da das Buch aber über 600 Seiten hat, muß dem Leser schon einiges geboten werden, damit es nicht langatmig wirkt.
Das war dann bei mir leider der Fall und ich mußte mich echt zwingen, durchzuhalten. Ein Buch muß nicht immer spannend sein, ich mag es auch gerne, wenn es ruhiger zu geht. Aber hier plätschert die Handlung leider nur noch vor sich hin und dafür ist es eben zu dick.
Da es aber ein Rezensionsexemplar war und ich immer hoffte, dass es mich doch noch packen kann, habe ich es dennoch zu Ende gelesen.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Spannung pur

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Inhaltsangabe:
Francesca und Sophie wachsen zusammen in einer Kleinstadt auf und sind unzertrennlich und beste Freundinnen. Doch eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Achtzehn Jahre später findet man ...

Inhaltsangabe:
Francesca und Sophie wachsen zusammen in einer Kleinstadt auf und sind unzertrennlich und beste Freundinnen. Doch eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Achtzehn Jahre später findet man aufeinmal Leichenteile einer Frau. Daniel, Sophies Bruder bittet Frankie, die inzwischen in London wohnt, zurückzukommen und ihm bei der Identifizierung beizustehen.
Beide glauben sie nicht an einen Unfall und beginnen zusammen nachzuforschen, was damals wirklich geschah.....

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich nicht so die Thriller Leserin. Doch hier hat mich der Klappentext auf Anhieb neugierig gemacht. Ich wurde auch nicht enttäuscht, im Gegenteil, die Geschichte konnte mich so packen, dass ich das Buch innerhalbe 3 Tagen verschlungen habe.
Und das obwohl mir Frankie nicht mal sympathisch war. Sie ist sehr egoistisch, besitzergreifend und will ständig im Mittelpunkt stehen.
Sophie, die wir in Rückblicken kennenlernen, mochte ich dagegen sehr. Sie tat mir leid, weil sie ständig im Schatten von Frankie stand. Frankie war schon immer sehr gutaussehend, weshalb sich die Jungs meistens in sie verliebten. Und gerade weil ich Sophie so mochte, war es natürlich umso interessanter, ob sie ermordet wurde und wer es war.
Ich hatte auch schon ziemlich schnell eine Vermutung, wie es gewesen sein könnte, womit ich auch teilweise recht hatte. Doch mit dem Schluß hätte ich so niemals gerechnet, die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu führen.
Ich fand die Nachforschungen von Frankie und Daniel jedenfalls ziemlich spannend und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Missing hat mir das Genre Thriller auf alle Fälle näher gebracht.

Für so eine spannungsgeladene Geschichte, mit tollen Charakteren und vielen unerwarteten Wendungen vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und empfehle das Buch weiter.

Veröffentlicht am 06.08.2018

Atemberaubender Abschluß

Die Stunde des Schicksals
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Inhaltsangabe:
London 1953: Der zweite Weltkrieg ist vorbei und bei den Lyttons ist der normale Alltag wieder eingekehrt. Doch da verkündet Celia ein Jahr nach Oliver`s Tod, dass sie wieder heiraten wird ...

Inhaltsangabe:
London 1953: Der zweite Weltkrieg ist vorbei und bei den Lyttons ist der normale Alltag wieder eingekehrt. Doch da verkündet Celia ein Jahr nach Oliver`s Tod, dass sie wieder heiraten wird und sich aus den Tagesgeschäften im Verlag zurückziehen wird.
Ein weiteres Jahr später, möchte sie dann ihre Anteile unter den Kindern verteilen.
Celias Kinder sind geschockt, sie sind nicht nur über die schnelle Heirat entsetzt sondern stehen nun auch vor der großen Herausforderung, wie im Verlag alles weitergehen soll.....

Meine Meinung:
Da die ersten beiden Bände 5 Sterne Bücher für mich waren, war ich natürlich sehr auf den Abschlußband gespannt. Und in diesem dritten Band hat es Penny Vincenzi nochmals geschafft, sich zu steigern.
Auf diesen 800 Seiten passiert soviel, dass ich gar nicht zuviel verraten möchte, um nicht zu spoilern. Aber die Seiten sind gespickt mit Machtkämpfen, Intrigen, aber auch mit Nächstenliebe und Verzeihen können.
Mir sind die Lyttons jedenfalls sehr ans Herz gewachsen, ich fand es sehr interessant, einiges über das Verlagswesen zu erfahren und besonders gefiel mir die Wandelbarkeit der Protagonisten.
Gerade Celia, die mir im ersten Band so sympathisch war, im zweiten war sie mir viel zu herrisch, doch in diesem Band konnte sie mich wieder absolut begeistern. Alle machen enorme Verwandlungen durch und dadurch wirkt die Geschichte auch so authentisch. Und ich finde es auch sehr bewundernswert, eine Trilogie zu schreiben, wo jeder Band nicht nur an die 800 Seiten hat sondern auch gleichbleibend stark ist.
Leider ist die Autorin Anfang dieses Jahres verstorben, ich hätte so gerne noch viel mehr von ihr gelesen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für die ganze Trilogie zumal auch noch die Cover wunderschön gestaltet sind und ein einheitliches Bild ergeben.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Möwenherz

Möwenherz
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Inhaltsangabe:
Ebba ist die Managerin des Stargeigers Jona Bennett, der ein Burn-Out erleidet. Da Ebba gerade auf dem Weg an die Nordseeküste zur Beerdigung ihrer Großmutter ist, nimmt sie Jona kurzerhand ...

Inhaltsangabe:
Ebba ist die Managerin des Stargeigers Jona Bennett, der ein Burn-Out erleidet. Da Ebba gerade auf dem Weg an die Nordseeküste zur Beerdigung ihrer Großmutter ist, nimmt sie Jona kurzerhand mit.
Nach der Beerdigung erfährt Ebba, dass sie ein Kapitänshaus samt Museum geerbt hat.
Doch wie soll dieses Erbe in ihr unstetes Leben passen? Schließlich will sie weiter mit Jona auf Reisen gehen.
Doch Jona kann mit dem Museum durchaus was anfangen. Sofort fühlt er sich an der Nordseeküste sehr wohl und merkt erst dort, dass sein Burn-Out schlimmer als erwartet ist.
Doch dann begegnet Ebba Finn, ihrer großen Liebe aus Kindertagen.....

Meine Meinung:
Karen Bojsen hat einen wunderschönen, sehr flüssigen Schreibstil, der mich von Anfang an in der Geschichte versinken ließ.
Sie wird abwechselnd aus der Sicht von Ebba, Jona und Finn erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. So bleibt die Geschichte bis zum Schluß ohne Längen spannend und ich war gespannt, für wen sich Ebba entscheidet.
Ich mochte alle drei Hauptprotagonisten sehr gerne, obwohl mir Ebba manchmal sehr hartherzig und selbstmitleidig erschien.
Auch Finn erscheint zunächst als Frauenheld und Jona führt ein sehr ausschweifendes Leben im Luxus, doch haben sich für mich alle zu ihrem Vorteil weiterentwickelt.
Die Autorin scheint auch sehr Tierlieb zu sein, was bei mir immer einen Extrastern gibt. So hat der Hund Otto mein Herz im Sturm erobert und ich fand gut, dass Karen Bojsen als Hauptthema das weitverbreitete Walsterben behandelt.
Ich fühlte mich vom Anfang bis zum Schluß gut unterhalten, vergebe wohlverdiente 5 Sterne und möchte das Buch sehr gerne weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Good as Gone

Good as Gone
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Inhalt:
Juli wurde im Alter von 13 Jahren direkt aus ihrem Elternhaus entführt. Die Suchaktionen der Polizei brachten leider keinerlei Hinweise, sodass der Fall irgendwann zu den Akten gelegt wurde.
Doch ...

Inhalt:
Juli wurde im Alter von 13 Jahren direkt aus ihrem Elternhaus entführt. Die Suchaktionen der Polizei brachten leider keinerlei Hinweise, sodass der Fall irgendwann zu den Akten gelegt wurde.
Doch nach acht Jahren taucht Julie wieder auf und die Familie kann ihr Glück kaum fassen.
Julie lebt sich auch schnell wieder ein. Doch dann erhält ihre Mutter Anna geheime Informationen eines Privatdetektives über den Entführungsfall.....

Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte ist man gleich mitten im Geschehen. Julie wird von zu Hause entführt und ihre Schwester Jane beobachtet alles vom Schrank aus indem sie sich versteckt. Ihre Schwester gibt ihr ein Zeichen, sich ruhig zu Verhalten.
Doch genau dieses Verhalten kreidet Anna Jane an und diese macht sich schwere Vorwürfe, warum sie nicht um Hilfe gerufen hat.
Es ist auch sehr interessant zu lesen, wie die Eltern damit umgehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und Julie erzählt. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke mit anderen Personen, die leider den Lesefluß etwas stören.
Trotzdem habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, es ist sehr emotional zu lesen, wie jeder mit der Situation umgeht und sich viele Fragen stellt. Wer ist der oder die Entführer? Warum? Lebt Julie überhaupt noch?
Auch Julie stellt sich Fragen, warum sie ihre Eltern gefunden hat und nicht andersrum?
Ich möchte die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen, sie ist durchweg spannend und man kann das Buch kaum zur Seite legen, will man doch wissen, wie sich alles aufklärt.