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Veröffentlicht am 07.03.2024

Interessantes Thema, etwas langatmig gestrickt

Hexen
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Dieses Buch mit dem schlichten Titel „Hexen“ und dem coolen Cover, von der britischen Autorin und Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, Marion Gibson fand ...

Dieses Buch mit dem schlichten Titel „Hexen“ und dem coolen Cover, von der britischen Autorin und Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, Marion Gibson fand ich von Thema und Cover her ziemlich vielversprechend. Da ich schon reichlich Lektüre zum Thema „Hexen“ gelesen habe, war ich sogleich interessiert. Dass es sich hier um ein Fachbuch und nicht um einen Roman handelt, war mir natürlich von vornherein klar, hat mich aber nicht sonderlich gestört, denn auch Fachbücher können faszinieren!
Im Buch werden an die 13 Hexenprozesse gesammelt und vorgestellt, vom Mittelalter bis in unsere Gegenwart, chronologisch geordnet und analysiert, quer über den Globus. Die Opfer und auch Täter, werden namentlich erwähnt, ihr Schicksal aufgearbeitet und dem ganzen Leid eine Würdigung erwiesen.
Es muss ja nicht immer hoch spannend sein, doch meiner Meinung nach, sind die Texte recht ausführlich und langatmig gehalten. Leider störte meinen Lesefluss zusätzlich noch das Gendern vieler Begriffe. Gendern fühlt sich für mich in historischen Dingen falsch an, es passt wenig zum historischen Zusammenhang und wirkt dort oft unpassend.
Obwohl mich das Thema äußerst interessiert und ich mich sehr auf diese Lektüre gefreut habe, war die Umsetzung für meinen Geschmack eher enttäuschend.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese holperige Ausdrucksweise mehr an der Übersetzung und nicht an der Autorin liegt. Manchmal musste ich mich zum Weiterlesen aufraffen, denn häufige Wiederholungen, lange Schachtelsätze oder stupide Aufzählungen machten das Lesen ermüdend. Eigentlich schade, hätte mir eine etwas ansprechendere Herangehensweise an dieses emotionale Thema gewünscht.
Die beschriebenen Personen und Fälle an sich, fand ich recht spannend, ihr Verhalten und Agieren wurde deutlich beschrieben. Auch wenn am Ende die Intension klar und die Absichten des Werks sehr gut erklärt und sichtbar werden, war mir das Ganze zu anstrengend und nicht ausgewogen genug.

Mein Fazit:
Auf mich wirkte dieses Fachbuch oft wie ein Anreihen von zusammen gesuchten Fakten ohne großen Zusammenhang und wenig Struktur. Am Ende wird es schlüssiger, dennoch hätte ich mir für diesen spannenden Stoff einen deutlicheren roten Faden gewünscht.

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Veröffentlicht am 04.03.2024

Sprachen lernen mit Fun-Faktor

Perdu à Paris
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„Perdu à Paris: Rätseln, knobeln, Französisch lernen“ von Sarah Portner, ist ein kleines, hübsch gestaltetes Büchlein, mit dem man seine Französisch-Kenntnisse testen, verbessern und erweitern kann. Gleichzeitig ...

„Perdu à Paris: Rätseln, knobeln, Französisch lernen“ von Sarah Portner, ist ein kleines, hübsch gestaltetes Büchlein, mit dem man seine Französisch-Kenntnisse testen, verbessern und erweitern kann. Gleichzeitig ist es aber auch ein Escape-Rätsel-Buch zum Grübeln und Rätseln. Für mich als Neuling was Escape-Rätsel betrifft, war es schon ein wenig knifflig, doch keine Bange es gibt Auflösungstipps zu den einzelnen Kapiteln.
Die Schwierigkeitsstufe der Sprachkenntnisse ist A1, also sehr gut geeignet für Anfänger wie mich. Nach ungefähr einem Jahr Französisch üben, mit einer Sprachlern-App, war der Text daher ganz gut zu meistern!
Sehr gut gefallen hat mir die ganze optische Gestaltung, Einteilung und die hübschen, wenn auch oft sehr kleinteiligen Illustrationen. Die Rätselskizzen haben mich, blindes Huhn, öfter gefordert, denn die Vokabeln. Gut, das es den Anhang mit Erklärungen gibt, der mir auch dabei immer mal wieder auf die Sprünge half.

Mein Fazit:
Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, mich durch das Buch zu kämpfen, immer am Rätseln und Lernen. Gleichzeitig ist es wirklich unterhaltsam zusammen mit dem Protagonisten Paris zu erkunden und dabei seine Sprachkenntnisse zu testen oder aufzufrischen. Könnte mir das Heft auch gut als eine Schullektüre vorstellen.

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Veröffentlicht am 01.03.2024

Ein bewegender Familienroman, sowie eine Hommage an Sizilien voller bildhafter Geschichten und Emotionen

Nostalgia Siciliana
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Die Berliner Grafikerin Tita erbt von ihrem Onkel Peppino, das alte Familienanwesen „Magni“ im Südosten Siziliens. Diese Angelegenheit, führt Tita zurück auf die Insel, zu ihren verdrängten Kindheitserinnerungen ...

Die Berliner Grafikerin Tita erbt von ihrem Onkel Peppino, das alte Familienanwesen „Magni“ im Südosten Siziliens. Diese Angelegenheit, führt Tita zurück auf die Insel, zu ihren verdrängten Kindheitserinnerungen und bietet ihr auch einen Rückblick auf das Leben ihres viel zu früh verstorbenen Vaters Gianni. Der junge Sizilianer kam damals in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland, um sein Glück zu machen, sein Weg führte ihn bis nach Berlin in eine völlig andere Welt.

In dem Romandebüt “Nostalgia Siciliana”, von Patrizia Di Stefano, verarbeitet die Autorin einen Teil ihrer Familiengeschichte, beschreibt der Lebensweg ihres Vaters, sowie dessen Werdegang, als einer der ersten italienischen Gastronomen in Berlin. Gleichzeitig ist es aber auch eine Hommage an die wunderbare Insel Sizilien und die italienische Lebensart, die man sich schon, nach ein paar Stunden Lektüre herbeisehnt. Aufregende Erinnerungen und Rückblicke gestalten den Ablauf des Buches und bieten spannende Einblicke in Vergangenheit, sogar in Bezug auf historische Begebenheiten. Der außerordentlich mitreißende und bildhafte Schreibstil, die großartige Beschreibung von Land und Leuten, sowie auch der kulinarischen Köstlichkeiten ist sehr verführerisch und fesselnd. Die Stimmung der Insel wird dabei sehr gut eingefangen, dazu als Kontrast das kalte und ungewohnte Deutschland. Verständlich wie sehr sich Gianni nach seiner italienischen Heimat gesehnt haben muss!
Auch bei mir ist nun das Fernweh geweckt und ich sehne ich mich danach, wieder einmal auf diese traumhafte Insel zu reisen.

Mein Fazit:
Sehr gelungenes Debüt! Mit ihrer einfühlsamen und interessanten Familiengeschichte, hat mich die Autorin in ihren Bann gezogen und mich dabei glänzend unterhalten!

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Veröffentlicht am 24.02.2024

Ein bunter und inspirierender Weg zur gesunden Ernährung

Eat colourful, feel better
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Den Titel „Eat colourful, feel better“, von Carolin Kotke’s Buch kann ich so nur betätigen, seit Anfang dieses Jahres halte ich mich nun schon an dieses Prinzip, habe Zucker, schlechte Fette, sowie hoch ...

Den Titel „Eat colourful, feel better“, von Carolin Kotke’s Buch kann ich so nur betätigen, seit Anfang dieses Jahres halte ich mich nun schon an dieses Prinzip, habe Zucker, schlechte Fette, sowie hoch verarbeitete Produkte völlig aus unserem Ernährungsalltag verbannt und kann sagen, ich fühle mich seitdem viel fitter! Zum Thema Gesundheit und Ernährung habe ich inzwischen schon einiges an Literatur gelesen und mir viele Rezepte und Ernährungsphilosophien angeschaut.
Auch dieses Fachbuch konnte mich wieder überzeugen, den richtigen Weg einzuschlagen. Bei Carolins Tabelle konnte ich also schon sehr viele Ja ankreuzen. Meine Motivation war nicht ganz so existenziell einschneidend wie die der Autorin, sondern „nur“ meine Gelenkschmerzen, die mich in letzter Zeit immer öfter zwickten. Es ist wirklich besser damit geworden und das nach nur 6 Wochen. Dieses Buch ist sehr motivierend geschrieben, alle Schritte, Gründe und Vorteile werden einleuchtend erklärt. Farben spielen hier im Buch, wie gesagt, die Hauptrolle und sorgen auch dafür nichts Wichtiges zu überlesen oder auch etwas wiederzufinden.
Habe auch in diesem Buch wieder einiges an neuen Input gefunden, was Lebensmittel anbelangt, wie z.Bsp. gekeimtes Mehl oder Produkte daraus, welche Lebensmittel sind gut oder auch nicht gut zu kombinieren.
Besonders gefallen hat mir hier der Rezeptteil mit seinem „Eat-Colourful-Konzept“, im letzten Abschnitt des Buchs. Das ist eine Art bunter Baukasten aus allen wichtigen Nährstoffen. Schön das hier auf dem Frühstück der Focus liegt, ist auch meine wichtigste Mahlzeit des Tages, das gefällt mir.
Sicherlich ist das Paperback-Buchexemplar zwecks Übersichtlichkeit zu empfehlen, doch auch im E-Book sind essenzielle Rubriken, wie die wichtigen Bausteine der Ernährung farbig hervorgehoben. Insgesamt ist also auch das digitale Exemplar sehr schön gestaltet, mit Fotos, Illustrationen, farbigen Tabellen und Rubriken, das findet man so nicht oft.

Mein Fazit:
Ein wunderbar motivierendes Buch, sehr übersichtlich und gut erklärte Ernährungsweise, die mich total angesprochen hat. Werde sicherlich einige der Empfehlungen und Rezepte ausprobieren und übernehmen.
Empfehlenswert für Leute, die Gefahren der modernen Ernährung erkennen, und gerne etwas für sich und ihre Gesundheit tun, wollen.

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Ein absolut einladender Städtereiseführer

MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Marseille MM-City
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Bislang habe ich die Stadt Marseille noch nie persönlich besucht, deshalb habe ich mich voller Neugierde und Spannung auf diesen speziellen Stadtreiseführer über „Marseille“ von Ralf Nestmeyer gestürzt! ...

Bislang habe ich die Stadt Marseille noch nie persönlich besucht, deshalb habe ich mich voller Neugierde und Spannung auf diesen speziellen Stadtreiseführer über „Marseille“ von Ralf Nestmeyer gestürzt! Wie immer wurde ich nicht enttäuscht, denn die Aus- und Ansichten dieser wunderbaren Stadt haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Buch besitzt eine ausgeklügelte und praktische Einteilung. Zu Beginn gibt es sechs unterschiedlichen Touren durch Marseille, mit kurzen Beschreibungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört natürlich ein Plan des jeweiligen Spaziergangs, aber auch gute Tipps für Essen &Trinken und Shopping. Im Anschluss folgen dann noch Ausflugsvorschläge in die nähere Umgebung von Marseille.

Sehr interessant fand ich die Anekdoten zur Stadtgeschichte, die in Lavendel-farbig unterlegten Kästchen das Buch bereichern und passend zum jeweiligen Abschnitt, immer wieder auftauchen. Ganz am Ende gibt es noch eine praktische Übersicht aller Museen, Restaurants und Shoppingadressen, sowie ein Speiselexikon und ein paar französische Begriffe zur Konversation. Gefehlt haben mir eigentlich nur noch ein paar Tipps zum Thema Reisen mit Hund.

Das Cover bietet ein wundervolles Porträt vom Hafen, aus einer Komposition von Alt und Modern bestehend. Im Umschlag verstecken sich Stadtpläne und Karten, sowie auch im Inneren zahlreiche tolle Fotos, Karten und Pläne, die dem Reisenden Orientierung bieten.



Mein Fazit:

Insgesamt ein sehr inspirierender Reiseführer für Marseille, man bekommt einen guten Eindruck und Überblick, was diese Stadt zu bieten hat! Freue mich schon jetzt auf eine hoffentlich baldige Reise in diese schöne Ecke Frankreichs.

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