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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Schulprojekt

A Good Girl’s Guide to Murder
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Eigentlich gilt der Fall als abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell brutal ermordet – und der Täter, ihr Freund Sal Singh, nahm sich kurz darauf das Leben. Die Polizei ist überzeugt, ...

Eigentlich gilt der Fall als abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell brutal ermordet – und der Täter, ihr Freund Sal Singh, nahm sich kurz darauf das Leben. Die Polizei ist überzeugt, den Fall gelöst zu haben, und auch ganz Little Kilton glaubt an Sals Schuld. Alle – außer Pippa. Für ihr Abschlussprojekt beschließt die ehrgeizige Schülerin, den Fall noch einmal aufzurollen.
Ausgestattet mit Laptop, Diktiergerät-App und einer gehörigen Portion Neugier beginnt Pippa, alte Spuren zu verfolgen, Zeugen zu befragen und Hinweise zu sammeln, die längst vergessen schienen. Dabei stößt sie nicht nur auf Widersprüche und offene Fragen – sondern auch auf Widerstand. Denn nicht alle Bewohner von Little Kilton sind erfreut darüber, dass Pippa in alten Wunden stochert. Schon bald merkt sie: Je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Ich liebe Jugend-Krimis, und dieser hier ist besonders gelungen. Anfangs dachte ich, es würde mehrere Bände brauchen, um den Fall zu lösen, doch das Tempo und die Wendungen haben mich überrascht. Pippas Ermittlungen sind spannend, nachvollziehbar und clever aufgebaut. Es macht großen Spaß, gemeinsam mit ihr zu rätseln – und obwohl ich eine Ahnung hatte, wer hinter dem Ganzen stecken könnte, war ich am Ende trotzdem überrascht. Ein packender, atmosphärischer Krimi mit starker Hauptfigur und vielen Gänsehautmomenten.

Veröffentlicht am 04.05.2025

Überall Soldaten

The Brightest Stars attracted
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Die 20-jährige Karina hat mit der Liebe abgeschlossen. Nach zu vielen Enttäuschungen konzentriert sie sich ganz auf ihren Job im Massagestudio und verfolgt strikt eine No-Dating-Strategie. Alles soll ruhig ...

Die 20-jährige Karina hat mit der Liebe abgeschlossen. Nach zu vielen Enttäuschungen konzentriert sie sich ganz auf ihren Job im Massagestudio und verfolgt strikt eine No-Dating-Strategie. Alles soll ruhig und kontrolliert bleiben – bis eines Tages Kale auftaucht. Er ist höflich, zurückhaltend und besitzt eine besondere Sanftheit, die Karina zunehmend fasziniert. Widerwillig beginnt sie, ihre Mauern zu senken. Doch mit jedem Treffen spürt sie, dass Kale mehr ist, als er vorgibt zu sein.
Bald wird Karina in eine düstere Welt hineingezogen – eine Welt, die noch dunkler ist als ihre eigene Vergangenheit. Eine Welt voller Leidenschaften, die sie sich nie zu erleben gewagt hätte. Doch Kale ist nicht nur ein ruhiger Fremder – er ist Soldat auf einer nahegelegenen US-Militärbasis. Und gerade das stößt bei Karina auf Widerstand, denn sie verabscheut das Militär und möchte um jeden Preis verhindern, dass auch ihr Bruder diesen Weg einschlägt.

Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Das militärische Setting rund um die US-Army-Base war für mich eher abschreckend, und Kales Hintergrund als Soldat störte mich sehr. Dass dieser Aspekt im Klappentext nicht erwähnt wird, finde ich irreführend. Auch mit Karina selbst wurde ich nicht warm – ihre Naivität und Engstirnigkeit machten es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Für Leser*innen, die sich vom Militär-Setting nicht stören lassen, bietet der Roman vielleicht emotionale Tiefe und dunkle Leidenschaft – für mich war es jedoch kein Highlight. Sogar mein Monatsflop April 25

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.05.2025

Der Vampir aus dem 18. Jahrhundert

Keine Zeit für Vampire
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Nachdem in den USA ihr Leben aus den Fugen geraten ist, reist Iolanthe zu einer Verwandten nach Österreich, um Abstand zu gewinnen. Eines Nachmittags zieht es sie mit ihrer Kamera in den Wald – dort möchte ...

Nachdem in den USA ihr Leben aus den Fugen geraten ist, reist Iolanthe zu einer Verwandten nach Österreich, um Abstand zu gewinnen. Eines Nachmittags zieht es sie mit ihrer Kamera in den Wald – dort möchte sie einige Naturaufnahmen machen. Doch plötzlich entdeckt sie eine seltsam wirbelnde Erscheinung. Als sie näher tritt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht im 18. Jahrhundert.

Verwirrt und völlig orientierungslos wird sie von Nikola aufgefunden, einem geheimnisvollen Adligen, der sie auf seine abgelegene Burg bringt. Für Iolanthe fühlt sich alles wie ein schlechter Film an. Die Bewohner der Burg halten sie für verrückt – oder schlimmer noch: für eine Hure. Erst nach und nach beginnt sie zu begreifen, dass sie sich tatsächlich in der Vergangenheit befindet – und dass Nikola die Wahrheit sagt. Auch seine Behauptung, er sei ein Vampir, ist kein Spiel.



Dieser Band gehört zu meinen absoluten Lieblingen der Reihe. Das mittelalterlich geprägte Setting bringt eine willkommene Abwechslung und sorgt für eine dichte Atmosphäre. Einige Szenen sind selbst nach über zwölf Jahren noch immer amüsant und unvergesslich. Die Geschichte ist hervorragend gealtert und hätte es definitiv verdient, als Neuausgabe wiederentdeckt zu werden. Eine Fortsetzung oder neue Bände in diesem Stil wären mehr als wünschenswert!

Veröffentlicht am 04.05.2025

Die tote Wahrsagerin

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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„Jemand hat Olivia Gravesdown umgebracht.“ – Mit diesen Worten begegnet die Wahrsagerin Peony Lane der Krimiautorin Annie bei einem nebligen Morgenspaziergang in Castle Knoll. Die exzentrische Seherin ...

„Jemand hat Olivia Gravesdown umgebracht.“ – Mit diesen Worten begegnet die Wahrsagerin Peony Lane der Krimiautorin Annie bei einem nebligen Morgenspaziergang in Castle Knoll. Die exzentrische Seherin ist im verschlafenen Dorf berüchtigt für düstere Prophezeiungen, in denen der Tod oft eine Rolle spielt. Während manche Bewohner ihre Vorhersagen ernst nehmen, lächeln andere nur müde über Aussagen wie: „Der Tod kommt an einem Dienstag.“
Doch kurz darauf wird Peony selbst tot aufgefunden – ausgerechnet in Annies Gewächshaus. In ihrem Rücken steckt ein antiker Dolch, der voller Fingerabdrücke der jungen Schriftstellerin ist. Schnell steht Annie unter Verdacht. Wer hat der Wahrsagerin ihr tödliches Schicksal besiegelt – und warum soll Annie den Mord begangen haben?
Auf der Suche nach Antworten wendet sich Annie dem „Mörderarchiv“ ihrer verstorbenen Tante zu – einer geheimen Sammlung mit Informationen über jeden einzelnen Dorfbewohner. Mit jeder geöffneten Schublade kommen mehr dunkle Geheimnisse ans Licht. Doch je näher Annie der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr, selbst zum nächsten Opfer zu werden.

Der zweite Band der Reihe bringt wieder charmanten Cozy-Crime-Flair, doch die lange Pause seit Band 1 erschwert den Einstieg – viele Namen sind nur noch vage in Erinnerung. Die vielen Spuren machen das Miträtseln spannend, doch das Ende wirkt überhastet und wenig eindrucksvoll. Es bleibt der Eindruck, dass man den Mörder bald wieder vergessen haben wird.

Veröffentlicht am 04.05.2025

In Einzelbänden gelesen 3 rezis

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 2 - Spiel im Schatten (Bände 4-6)
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Ein feierliches Dinner im Hause Holt steht bevor – ein wichtiger Abend für Danielle, die sich von ihrer besten Seite zeigen muss. Der Bürgermeister ist ebenfalls geladen, denn Danis Vater möchte bedeutende ...

Ein feierliches Dinner im Hause Holt steht bevor – ein wichtiger Abend für Danielle, die sich von ihrer besten Seite zeigen muss. Der Bürgermeister ist ebenfalls geladen, denn Danis Vater möchte bedeutende Geschäftsbeziehungen festigen. Doch aus dem eleganten Abend wird ein Albtraum: Plötzlich stürmen Bewaffnete das Anwesen und nehmen Danielle und ihre Mutter als Geiseln. In Gefangenschaft, unter Lebensgefahr, rückt das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter unerwartet in den Fokus – eine Aussprache, die längst überfällig war, bringt verdrängte Wahrheiten ans Licht.
Währenddessen verfolgen Mason, Olivia und Randy unbeirrt ihre Spur im Mordfall Marietta King. Sie ahnen nicht, in welcher Gefahr sich ihre Freundin befindet, und konzentrieren sich weiter auf das mysteriöse Kind, das angeblich in Barrington Cove lebt und eine entscheidende Verbindung zur Toten haben könnte.
Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen – doch nicht jeder ist bereit, die Wahrheit ans Licht kommen zu lassen ...
4/5 Hasenohren
Die Handlung war spannend und emotional, auch wenn ich das Setting mit dem Schiff eher als ruhig empfand – ein kleiner Dämpfer in einem ansonsten nervenaufreibenden Band. Besonders gelungen fand ich die Entwicklung der Figur Shannon, bei der man merkt, dass ihre Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist. Danielles Großmutter sticht ebenfalls positiv hervor – eine starke, ungewöhnliche Figur mit Charme und Ecken. Die Mischung aus Familiengeheimnissen, Entführung und Mordfall bleibt fesselnd – auch wenn ich mir zwischendurch etwas mehr Tempo gewünscht hätte.


Nach den erschütternden Enthüllungen im vorherigen Band sind sich Mason, Olivia, Randy und Danielle sicher: Nur wenn sie den Fall Marietta King vollständig lösen, können sie ihr eigenes Leben retten. Ein Hinweis von Olivias Kontakt bei der Barrington Cove Gazette führt sie zu einem stillgelegten Waisenhaus im Nachbarort – ein Ort voller Schatten und vergessener Schicksale. Könnte Marietta dort ihr Kind zur Welt gebracht haben? Die Spur ist vage, doch der Verdacht erhärtet sich, und die Ermittlungen der vier Freunde führen sie tiefer denn je in die Vergangenheit.
Parallel dazu werfen Rückblicke ins Jahr 1984 ein neues Licht auf die dramatischen Stunden vor Mariettas Tod. Es geschehen Dinge, die nicht nur den Mord, sondern auch das Verhalten der damaligen Ermittler in einem anderen Licht erscheinen lassen. Auf dem Polizeirevier von Barrington Cove werden alte Akten verschlossen, Zeugen eingeschüchtert – und gefährliche Mächte tun alles, um ihre Geheimnisse zu bewahren. Die Wahrheit scheint zum Greifen nah, doch sie ist auch gefährlicher denn je.
5/5 Hasenohren
Der Band war unglaublich spannend und intensiv – vielleicht sogar etwas zu viel auf einmal. Die vielen Perspektivwechsel und parallelen Zeitebenen machen das Lesen zwar aufregend, fordern aber auch volle Konzentration. Manchmal hätte weniger Action dem Lesefluss gutgetan. Trotzdem war die Auflösung rund um Mariettas Baby ein echter Gänsehautmoment. Vor allem, weil wir der betreffenden Person bereits begegnet sind – das war ein genialer erzählerischer Kniff. Die Geschichte schreitet mit großen Schritten voran, und man merkt: Das Finale rückt näher.



Der Gründungstag von Barrington Cove steht bevor, und an der High School wird ein großes Fest gefeiert. Neben den Schülern und Lehrkräften sind auch viele Eltern, der Bürgermeister und Priscilla van Straten anwesend – ein gesellschaftliches Großereignis für den ganzen Ort. Selbst Chris Archer und Lucian wurden eingeladen, um die Veranstaltung fotografisch zu dokumentieren. Alles scheint perfekt vorbereitet, doch die festliche Stimmung wird jäh unterbrochen, als sich ein verwirrter Mann zu Wort meldet. Seine Behauptung: Die ausgestellte Gründungsurkunde der Stadt sei gefälscht.
Was zunächst wie das wirre Gerede eines Einzelnen klingt, zieht bald schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Noch während die Gäste rätseln, ob an der Geschichte etwas dran sein könnte, überschlagen sich die Ereignisse. Unerwartete Enthüllungen, versteckte Wahrheiten und ein dramatischer Zwischenfall stellen nicht nur das Fest, sondern das gesamte Vertrauen in Barrington Cove infrage. Die Lage eskaliert – und plötzlich schwebt jeder in der Schule in Gefahr.
5/5 Hasenohren
Dieser Band war wieder äußerst spannend, wenn auch etwas überladen. Die vielen Enthüllungen, Geheimnisse und Wendungen hätten sich besser auf zwei Bände verteilen lassen, um den Leser:innen mehr Raum zum Verarbeiten zu geben. Trotzdem war die Handlung fesselnd, und das tragische Ende kam vollkommen überraschend. Gerade als man dachte, es könne kaum noch dramatischer werden, zieht die Geschichte erneut alle Register. Der Spannungsbogen war intensiv, und man konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Trotz des rasanten Tempos bleibt es eines der stärkeren Kapitel der Reihe.