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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Reichtum

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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Eigentlich sollte die Reise für Maggie, Giselle, Vivi und Emi das ultimative Abenteuer werden: eine luxuriöse Jacht, Sonne satt, keine Eltern weit und breit und jede Menge Champagner. Alles deutete auf ...

Eigentlich sollte die Reise für Maggie, Giselle, Vivi und Emi das ultimative Abenteuer werden: eine luxuriöse Jacht, Sonne satt, keine Eltern weit und breit und jede Menge Champagner. Alles deutete auf unbeschwerte Tage voller Spaß hin – doch dann geschieht in der letzten Nacht etwas Schockierendes: Giselle verschwindet spurlos.
Am nächsten Morgen werfen die Freundinnen einen Blick auf die Sicherheitsaufnahmen – und werden in Staunen versetzt. Maggie sieht sich selbst, wie sie Giselle über Bord stößt! Doch das Mädchen hat keine Erinnerung daran. Alles, was sie weiß, ist, dass sie mit stechenden Kopfschmerzen aufwacht. In ihrem Safe findet sie tausende Dollar, Giselles Tagebuch und einen Pass, der auf keinen Fall ihr gehört.
Verzweifelt versucht Maggie herauszufinden, was in jener Nacht wirklich passiert ist. Doch je mehr Hinweise sie sammelt, desto verwirrender wird das Bild. Die Polizei wartet bereits am Hafen auf sie, während neue Informationen die bisherigen Annahmen über den Haufen werfen. Verhöre, Hinweise und unvorhergesehene Wendungen machen es ihr unmöglich, einen klaren Plan zu fassen.

Die Geschichte ist meisterhaft konstruiert. Besonders spannend ist, dass die Handlung rückwärts erzählt wird: Nach und nach versteht man, was geschehen ist, während parallel Verhöre und neue Details eingeflochten werden, die alles wieder in Frage stellen. Ich hatte schnell eine eigene Theorie, wie die Ereignisse verlaufen sein könnten, doch diese wurde immer wieder clever widerlegt.
Ein überraschender Faktor kam für mich völlig unerwartet. Andeutungen ließen zunächst auf ein anderes Drama schließen, als es tatsächlich war. Auch die Zusammenhänge der Ereignisse haben mich vollkommen überrascht. Das Buch lässt viele Vermutungen zu, zerstört sie dann wieder und nimmt sie später erneut auf – ein ständiges Hin und Her, das die Spannung bis zur letzten Seite hält.
Insgesamt ein fesselnder Thriller, der geschickt mit Perspektiven und Rückblenden spielt, die Leser auf falsche Fährten lockt und bis zum Ende bestens unterhält.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Urlaub mal anders

Die Blackbirds - Auf der Spur des Goldenen Pharaos
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In der ägyptischen Wüste hat ein gewaltiges Erdbeben etwas Unglaubliches zutage gefördert: Eine bislang unentdeckte Pyramide. Für Scotty und Constantin Blackbird bedeutet das eine aufregende Wendung ihrer ...

In der ägyptischen Wüste hat ein gewaltiges Erdbeben etwas Unglaubliches zutage gefördert: Eine bislang unentdeckte Pyramide. Für Scotty und Constantin Blackbird bedeutet das eine aufregende Wendung ihrer Ferienpläne, denn ihre Eltern, renommierte Archäologen, sollen das alte Bauwerk erforschen. Könnte es tatsächlich Hinweise auf den legendären Goldenen Pharao geben, nach dem ihre Mutter seit Jahren sucht?
Kaum im Forschungscamp angekommen, merken die Geschwister, dass hier nicht alles so friedlich ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Vorräte verschwinden spurlos, nachts hallen unheimliche Geräusche durch die Wüste, und rätselhafte Lichtsignale flackern von den sogenannten Flüsternden Steinen. Wer steckt dahinter – und welche Geheimnisse birgt die Pyramide wirklich?
Zusammen mit der kleinen, wagemutigen Wüstenrennmaus Willi wagen Scotty und Constantin sich in das Abenteuer. Sie erkunden das Gelände, kombinieren Hinweise und versuchen, die seltsamen Vorkommnisse aufzuklären. Dabei geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen, die Mut, Köpfchen und Teamgeist erfordern.

Vor dem Lesen hatte ich anhand des Klappentextes eine andere Vorstellung: Ich erwartete mehr Action innerhalb der Pyramide. Die Geschichte war trotzdem unterhaltsam, wenn auch nicht durchgehend spannend oder besonders lehrreich. Es gibt Momente, in denen man neugierig ist, was hinter den Rätseln steckt, aber man fiebert nicht permanent mit. Informationen über die Wüste wirken zunächst einseitig und teils etwas bedrohlich, doch am Ende werden die Eindrücke ausgeglichen, sodass alles stimmig bleibt – gerade für junge Leser wichtig, die sich Details stark merken.
Besonders positiv: Obwohl das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, wirkt es nicht künstlich heilig oder übermäßig moralisch belehrend. Es gibt kleine Andeutungen, aber keine unrealistische Perfektion. Gerade deswegen würde ich das Buch auch Kindern ohne religiösen Hintergrund bedenkenlos empfehlen. Es bietet Abenteuer, Rätsel und ein spannendes Setting, ohne belehrend zu wirken.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Traumhotel

The Darlington - Henry & Kate
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Kate steht vor den Trümmern ihres Lebens. Familie, Job, Wohnung – alles ist verloren, und seit Monaten schlägt sie sich allein durch die Straßen Londons. Als sie eines Tages aus einer spontanen Verzweiflung ...

Kate steht vor den Trümmern ihres Lebens. Familie, Job, Wohnung – alles ist verloren, und seit Monaten schlägt sie sich allein durch die Straßen Londons. Als sie eines Tages aus einer spontanen Verzweiflung heraus einem jungen Mann namens Henry etwas stiehlt, ahnt sie nicht, dass dieser Moment ihr Leben völlig auf den Kopf stellen wird. Henry ist der älteste Sohn einer Familie, die das wohl luxuriöseste Hotel der Stadt besitzt: das Darlington. Das Anwesen steckt jedoch in der Krise. Ein öffentlicher Skandal hat dem Haus seinen Glanz genommen, und es liegt an Henry, das Image seines Familienbetriebs wiederherzustellen.

Obwohl Kate und Henry kaum unterschiedlicher sein könnten, lädt er sie überraschend ins Darlington ein. Dort angekommen, wird Kate in eine Welt eingeführt, die ihr bisher vollkommen fremd war: Prunkvolle Säle, elegante Restaurants und ein Alltag, der ihr bislang wie aus einem anderen Universum erschien. Gleichzeitig lernt sie Henry von einer Seite kennen, die sie nicht erwartet hätte. Seine charmante, herzliche Art weckt in ihr Gefühle, die sie selbst nicht ganz versteht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, die mal zart, mal kompliziert ist und Kates bisherigen Lebensweg völlig infrage stellt.

4/5 HasenohrenHenry wirkt für mich eher wie der perfekte Freund als als Liebespartner. Seine fürsorgliche und nette Art ist bewundernswert, doch ich konnte nachvollziehen, dass Kate dadurch andere Gefühle entwickelt – auch wenn sie mir überraschend erschienen. Persönlich bin ich kein Fan von „Spice“-Szenen, aber hier war es genau richtig eingesetzt und störte den Lesefluss nicht. Die Geschichte selbst ist spannend geschrieben, mit einem frischen Setting, das angenehm anders wirkt als viele andere New-Adult-Romane.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Kates Obdachlosigkeit wirkt stellenweise etwas verharmlost. Dennoch sind die Situationen realistisch dargestellt und nachvollziehbar, sodass man gut versteht, wie sie sich durchkämpft und langsam wieder Hoffnung schöpft. Das Buch überzeugt insgesamt durch seine Mischung aus Spannung, Gefühlen und einem glaubwürdigen, modernen Setting.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Mutationen

Bite Risk – Totgesagt
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Nach seiner Verwandlung führt Sel ein scheinbar harmloses Doppelleben: Wenn der Mond voll am Himmel steht, zieht er durch Tremorglade, ohne jemandem ernsthaft zu schaden. Doch die Ruhe trügt. Eines Tages ...

Nach seiner Verwandlung führt Sel ein scheinbar harmloses Doppelleben: Wenn der Mond voll am Himmel steht, zieht er durch Tremorglade, ohne jemandem ernsthaft zu schaden. Doch die Ruhe trügt. Eines Tages tauchen verletzte Ripper aus dem Wald auf, gezeichnet von grausamen Angriffen. Bald machen düstere Geschichten über ein Wesen die Runde, das als unbesiegbar gilt und Angst in der gesamten Gegend verbreitet. Eine neue Bedrohung rückt näher – und Sel sowie seine Gefährten müssen sich fragen, ob sie dieser Herausforderung überhaupt standhalten können.

Ich hatte große Schwierigkeiten, in Band 2 hineinzufinden. Da Band 1 schon eine Weile zurückliegt und in diesem Teil sehr viele Charaktere vorkommen, konnte ich mich an einige nicht mehr erinnern. Immer wieder fragte ich mich, wer bestimmte Personen genau sind, und bei manchen Namen blieb ich bis zum Schluss unsicher, ob es sich um die Figur handelte, die ich vermutete. Das hat mein Lesevergnügen deutlich beeinträchtigt.
Auch das gesamte Gefühl der Geschichte war ein anderes als in Band 1. Die Handlung wirkte auf mich deutlich chaotischer, sodass ich stellenweise kaum hinterherkam. Der Plot-Twist war für mich früh vorhersehbar, was die Spannung etwas gedämpft hat. Da es sich jedoch um ein Jugendbuch handelt, werden jüngere Leserinnen und Leser diesen vermutlich nicht so schnell durchschauen und entsprechend überrascht sein – genau wie die Charaktere selbst.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt eine gewisse Spannung bestehen, was die Fortsetzung betrifft. Ich bin neugierig, wie es in Band 3 weitergehen wird, und kann mir gut vorstellen, auch diesen Teil noch zu lesen.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Tigergott

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Sora stammt aus einer der einflussreichsten Familien Koreas, deren Mitglieder seit Generationen über außergewöhnliche Kräfte verfügen und damit Macht und Wohlstand erlangten. Anders als ihre Verwandten ...

Sora stammt aus einer der einflussreichsten Familien Koreas, deren Mitglieder seit Generationen über außergewöhnliche Kräfte verfügen und damit Macht und Wohlstand erlangten. Anders als ihre Verwandten scheint Sora diese Gabe jedoch nicht zu besitzen – was sie in den Augen der Familie zu einer Enttäuschung macht. Deshalb führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Jeju, weit weg vom hektischen Trubel Busans. Dort betreibt sie ein kleines Café und kümmert sich liebevoll um ihre kranke Mutter.
Alles ändert sich, als Sora plötzlich einen geheimnisvollen, versiegelten Brief erhält. Die darin enthaltene Einladung wirbelt ihr Leben völlig durcheinander. Sie sieht sich mit alten Bekannten konfrontiert, denen sie lieber aus dem Weg gegangen wäre, und begegnet einem gefangenen Gott, dessen Überleben von ihrer Hilfe abhängt – genauso wie ihr eigenes Schicksal von ihm beeinflusst werden könnte.


Wäre es nicht Nacht geworden und hätte ich keine Termine gehabt, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Dass der Gott „Ran“ heißt, hat mich allerdings immer wieder irritiert, da ich dabei unweigerlich an Ran Mori aus Detektiv Conan denken musste.
Vor dem Lesen hatte ich gewisse Bedenken, da ich kein großer Fantasy-Fan bin und dieses Genre meist nur in Leserunden mit Freunden lese. Zudem kenne ich mich mit koreanischer Fantasy und ihren Kreaturen kaum aus – ein Problem, das ich bereits bei Die Legenden vom Tränenvogel hatte. Dieses Vorwissen ist hier jedoch keine Voraussetzung: Vieles wird verständlich erklärt, ohne dass man einfach Begriffe vorgesetzt bekommt, mit denen man nichts anfangen kann.
Als es darum ging, dass Sora durch die zehn Höllen reisen soll und ich wusste, dass es einen zweiten Band gibt, befürchtete ich langatmige, ausführliche Prüfungen. Das war jedoch nicht der Fall. Die Geschichte verteilt sich auf zwei eigenständige Bände, bleibt durchgehend spannend und ist so knapp erzählt, dass keine Langeweile aufkommt, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Die Autorin verbindet eine starke Story mit einem angenehmen Schreibstil, sodass man das Buch nur widerwillig aus der Hand legt.

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