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Veröffentlicht am 30.11.2025

20er Jahre Mord

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe ...

Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe in ein abgelegenes Herrenhaus auf einer einsamen Insel ein, wo eine mehrtägige Party im Stil der 1920er Jahre stattfinden soll – mit glamourösen Vintage-Outfits, funkelnden Diamanten und dem Gefühl, für kurze Zeit in eine andere Epoche einzutauchen.

Zunächst genießen sie die extravagante Atmosphäre und feiern ausgelassen. Doch der Traum zerbricht abrupt, als Kassidys Freund plötzlich tot aufgefunden wird. Die Polizei trifft zwar schnell ein, doch kurz darauf zieht ein gewaltiger Sturm über die Insel und schneidet Ashwood Manor vollständig von der Außenwelt ab. Niemand kann weg, niemand kann kommen.

Schon bald wird klar, dass jeder der Anwesenden ein mögliches Motiv gehabt hätte. Heimlichkeiten, alte Konflikte und unausgesprochene Wahrheiten treten zutage und machen jeden verdächtig. Doch eine Sache lässt Izzy besonders zittern: Das Messer, mit dem der Mord verübt wurde, stammt ausgerechnet aus ihrem Besitz – sie war es, die es auf die Insel mitgebracht hat.

Während die Spannung im Herrenhaus immer weiter steigt und die Atmosphäre der goldenen Zwanziger in scharfem Kontrast zu den dunklen Ereignissen steht, erkennt Izzy, dass die Wahrheit viel tiefer reicht, als sie zunächst ahnte. Und dass niemand hier wirklich unschuldig ist.



Die Spannung war definitiv vorhanden, doch die Motive wirkten oft wenig überzeugend und viele der Verdächtigen nicht besonders bedrohlich. Anfangs glaubt man durch den Schreibstil zu wissen, wer der Täter sein muss, doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verschieben sich die Verdächte – was positiv überrascht. Das Setting mit dem 20er-Jahre-Motto und der isolierten Insel war hervorragend gewählt und hat viel Atmosphäre geschaffen. Allerdings wurde meiner Meinung nach etwas zu häufig über alte Filme gesprochen, fast schon in einer Art Besessenheit, was schließlich auch im Ende eine große Rolle spielt. Insgesamt trotzdem ein spannendes Buch mit starkem Setting.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Titel ist Programm

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie ...

Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie eine Einladung ihrer wohlhabenden Nachbarin Jane – verbunden mit einer unmissverständlichen Drohung. Wenn Rosemary nicht erscheint, wird ihr dunkelstes Geheimnis ans Licht kommen. Für sie steht fest: Absagen ist unmöglich. Also bittet sie die einzige Person um Begleitung, auf die sie sich verlassen kann – ihre Enkelin Addie, krisenerprobt, praktisch veranlagt und nervenstark.

Neben Rosemary haben sieben weitere Menschen eine Einladung erhalten. Jeder von ihnen trägt ein brisantes Geheimnis mit sich herum, das auf keinen Fall bekannt werden darf. Während draußen ein schwerer Schneesturm aufzieht, treffen Rosemary und Addie in Janes abgeschiedenem Herrenhaus auf diesen ungewöhnlichen Kreis handverlesener Gäste. Doch bevor die Stimmung überhaupt festlich werden kann, durchdringt ein Schrei das Gebäude. Kurz darauf findet man Jane – ermordet.

Für Rosemary und Addie ergeben sich sofort drei Gewissheiten. Erstens: Jane war nicht die Drahtzieherin dieser unheimlichen Zusammenkunft. Zweitens: Der Mörder befindet sich unter den Gästen. Und drittens: Um ihn zu entlarven, müssen sie herausfinden, weshalb genau diese Menschen eingeladen wurden – und welches Geheimnis sie verbindet. Denn eines ist klar: Wenn sie die Antworten nicht schnell genug finden, wird es nicht bei einem Mord bleiben …



Die Grundidee ist spannend, aber leider sehr langweilig umgesetzt. Addie spricht ununterbrochen in Gamingsprache, was nicht nur unpassend wirkt, sondern auch extrem nervig ist. Fast jede Situation vergleicht sie mit Computerspielen, wodurch viele Momente unfreiwillig albern werden. Die Handlung springt zudem schnell von Szene zu Szene, oft so abrupt, dass man kaum weiß, wo man sich gerade befindet. Insgesamt empfand ich die Story so zäh erzählt, dass ich mehrfach überprüft habe, wie viele Seiten noch vor mir liegen.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Party mit Leiche

Post, Mord und Provinzgeflüster - Tod an einem stillen Ort
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Beim 500-jährigen Jubiläum des Flammang-Anwesens begegnet Sully Morland seiner Jugendliebe Jou wieder, die extra aus Norwegen angereist ist. Die Stimmung ist festlich, alte Erinnerungen werden wach, und ...

Beim 500-jährigen Jubiläum des Flammang-Anwesens begegnet Sully Morland seiner Jugendliebe Jou wieder, die extra aus Norwegen angereist ist. Die Stimmung ist festlich, alte Erinnerungen werden wach, und für einen Moment scheint alles perfekt. Doch die Feier nimmt eine dramatische Wendung, als ein langjähriger Freund der Familie tot aufgefunden wird. War es ein tragischer Unfall – oder wurde er ermordet?

Während Sully beginnt, die Puzzleteile zusammenzufügen, zeigt sich schnell, dass der Tote keineswegs nur Freunde hatte. Hinter der glamourösen Fassade des Jubiläums verbergen sich alte Konflikte, Eifersüchteleien und unausgesprochene Feindschaften. Und plötzlich rückt ausgerechnet Jou ins Zentrum der Ermittlungen: Auch sie hätte ein Motiv.

Für Sully ist die Jagd nach einem Mörder nichts Neues, doch diesmal ist alles anders. Der Fall trifft ihn persönlich. Die Grenzen zwischen Pflicht und Gefühl verschwimmen, und je näher er der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr – für ihn selbst und für die Menschen, die ihm etwas bedeuten.



Beim Lesen habe ich leider immer wieder den Faden verloren. Es tauchten erneut viele neue Figuren auf, deren Namen sich unglaublich ähnlich anhörten, sodass ich irgendwann nicht mehr wusste, wer wer ist. Dadurch habe ich aufgehört aktiv mitzudenken und mich nur noch berieseln lassen. Ich hoffe wirklich, dass es in den nächsten Bänden weniger Charaktere und klarer unterscheidbare Namen gibt, sonst leidet der Lesespaß für mich zunehmend.

Der Fall selbst wirkte dadurch auf mich nicht ganz durchschaubar. Ich habe mehrere Personen miteinander verwechselt und wusste stellenweise nicht mehr, welche Rolle sie im Plot spielen oder was genau passiert war. Das machte die Spannung zwar nicht kaputt, aber es hinderte mich daran, richtig in die Geschichte einzutauchen.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Das Monster neben ihr

House of the Beast
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Als uneheliches Kind und von ihrer Umgebung gemieden, hat Alma früh gelernt, mit der Einsamkeit zu leben – solange ihre Mutter an ihrer Seite war. Doch als diese schwer erkrankt, stößt Alma auf einen Hinweis ...

Als uneheliches Kind und von ihrer Umgebung gemieden, hat Alma früh gelernt, mit der Einsamkeit zu leben – solange ihre Mutter an ihrer Seite war. Doch als diese schwer erkrankt, stößt Alma auf einen Hinweis zu ihrem entfremdeten Vater. In ihrer Verzweiflung schreibt sie ihm eine Nachricht und bittet um Hilfe, ohne zu ahnen, wer er wirklich ist. Alma ist ein Bastard des Hauses Avera, einer der vier adligen Familien, die den Göttern dienen und von deren Macht durchdrungen sind. Ihr Vater ist das menschliche Gefäß der Schreckensbestie, dem furchterregendsten aller Götter, einem uralten Wesen, das als Vorbote des Todes gilt.

Im Austausch für die Medizin, die ihre Mutter retten soll, erklärt Alma sich bereit, der Bestie ihren linken Arm zu opfern. Die Zeremonie bindet sie unwiderruflich an das Haus und die Gottheit. Doch trotz ihres Opfers stirbt ihre Mutter wenig später, und Alma bleibt auf dem Anwesen der Averas zurück: gefangen, verachtet und kaum mehr als ein Werkzeug in den Plänen ihres Vaters.

Jetzt hält sie einzig ihr Wunsch nach Vergeltung aufrecht – und die seltsame Verbindung, die sie zu ihrem Gott besitzt. Die Schreckensbestie ist ständig an ihrer Seite, ein uraltes Monster, das nur für sie die Gestalt eines schönen Prinzen mit sternenklarem Haar annimmt. Er behauptet, Alma sei auserwählt, die Welt zu verändern, und mit seiner Hilfe schmiedet sie einen gefährlichen Plan: Sie will das Haus zerstören, das ihr alles genommen hat.




Beim Lesen fühlte ich mich zwar zeitweise in eine andere Welt versetzt, aber es fiel mir schwer, wieder hineinzufinden. Die vielen, sehr ausschweifend beschriebenen Kämpfe haben mich oft aus der Handlung herausgerissen; ich hoffte jedes Mal, dass sie bald enden. Die Welt wirkte unklar – ich wusste nie, ob es eine Fantasiewelt, ein anderer Planet oder eine Art Parallelversion unserer Realität sein sollte, was vieles seltsam und wenig glaubhaft machte. Kämpfe mit robotischen Wesen aus Leichenteilen empfand ich schlicht als absurd. Auch mit Alma wurde ich nicht warm; ihr Charakter erschien mir extrem merkwürdig und schwer greifbar.


Veröffentlicht am 01.11.2025

Überall Familiendrama

Burnham Dynasty
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Cathy hat sich nie für das Leben der Reichen und Schönen interessiert. Doch als sie unerwartet zu ihrem Vater ziehen muss, der als Stallmeister auf dem Burnham-Anwesen arbeitet, gerät sie mitten in die ...

Cathy hat sich nie für das Leben der Reichen und Schönen interessiert. Doch als sie unerwartet zu ihrem Vater ziehen muss, der als Stallmeister auf dem Burnham-Anwesen arbeitet, gerät sie mitten in die geheimnisvollen und dunklen Machenschaften der aristokratischen Familie. Besonders Josh, der 18-jährige Enkel des Earls, verkörpert alles, was Cathy ablehnt – arrogant, selbstbewusst und unnahbar. Doch als ein Mord die Familie erschüttert und Cathys Vater ins Visier der Ermittlungen gerät, muss sie plötzlich auf Josh zählen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Je tiefer Cathy jedoch in die Geheimnisse der Burnhams eintaucht, desto stärker spürt sie eine unerwartete Anziehungskraft zu Josh. Gleichzeitig wächst das Misstrauen: Kann sie ihm wirklich trauen, oder verbirgt er selbst etwas? Zwischen Geheimnissen, Verdächtigungen und einem Mordfall entwickelt sich eine intensive Mischung aus Spannung und aufkeimender Liebe, die Cathy vor schwierige Entscheidungen stellt.


Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Die Charaktere sind spannend und gut aufgebaut, und die Familie Burnham sorgt immer wieder für Überraschungen. Zwar konnte man manches ahnen, doch lange war nicht klar, wie sich alles entwickeln würde. Besonders der Mordfall ließ Raum zum Rätseln, und die Lösung war letztlich überraschend einfach. Einzig der Klappentext wirkt etwas reißerisch, etwa in Bezug auf Cathys Vater, der ins Visier der Ermittlungen geraten soll. Schade ist auch, dass es vermutlich kein Buch zu Quentin geben wird, der mir als Familienliebling besonders ans Herz gewachsen ist – man würde gern mehr über ihn erfahren. Insgesamt ist dies aber ein absolut lesenswerter Roman, der in der heutigen Zeit überrascht. Lustig ist übrigens, dass Cover und Klappentext zunächst den Eindruck einer Geschichte aus den 1920er-Jahren oder noch früher vermitteln, was aber beim Lesen schnell widerlegt wird.