Auf einem Treffen mächtiger Wirtschaftsbosse, Bankiers und Politiker soll der Nobelpreisträger Herbert Thompson eine Rede halten. Bevor es dazu kommt hat er einen Autounfall bei dem auch seine Begleiter ...
Auf einem Treffen mächtiger Wirtschaftsbosse, Bankiers und Politiker soll der Nobelpreisträger Herbert Thompson eine Rede halten. Bevor es dazu kommt hat er einen Autounfall bei dem auch seine Begleiter ums Leben kommen. Dieses Unfall beobachtet der Krankenpflegerauszubildende Jan Wutte und eilt zu Hilfe. Es war kein Unfall und nun wird er von der Polizei und den Mördern gejagt. Er bekommt Hilfe und gemeinsam finden sie heraus, das die Rede Thompsons und bisheriges wirtschaftliches Denken und Handeln auf den Kopf stellen würde. Nicht das Streben nach mehr Reichtum für den Einzelnen, sondern das Teilen bringt jedem von uns mehr.
Eine rasante, teilweise übertrieben actiongeladen, Verfolgungsjagd durch Berlin wird mit mathematischen Berechnungen erzählt. Macht auf jeden Fall nachdenklich.
Dorothys Leben ist ein trauriges. Die Ehe mit Fred ist nur noch ein nebeneinander, man hat sich nicht mehr viel zu sagen nachdem ihr Kind gestorben ist. Fred ist den ganzen Tag bei der Arbeit während Dotty ...
Dorothys Leben ist ein trauriges. Die Ehe mit Fred ist nur noch ein nebeneinander, man hat sich nicht mehr viel zu sagen nachdem ihr Kind gestorben ist. Fred ist den ganzen Tag bei der Arbeit während Dotty ihre Zeit mit Grübeln und Hausarbeit verbringt. In der letzten Zeit hört sie immer wieder Stimmen aus dem Radio, die sie persönlich ansprechen. Während sie das Abendessen für ihren Mann und ihrem Gast zubereitet hört sie die Warnung des Radiosprechers, dass aus einem Labor ein gefährliches Wesen ausgebrochen sei. Es hätte bereits Menschen getötet. Dieses Wesen steht plötzlich in ihrer Küche und sieht verängstigt und hilflos aus. Sie nimmt das menschenähnliche Wesen in ihre Obhut, versteckt es und sorgt für Nahrung. Die Beziehung zu Larry wird immer intensiver.
Realität oder Fantasy, man kann sich selbst ein Urteil darüber bilden. Die Geschichte entwickelt sich im Laufe der Handlung immer wirklichkeitsfremder und skurril.
Nach dem Tod seiner kleinen Tochter Abigail und der darauf verstummenden Ehefrau Faye hält es Alister Cox nicht mehr länger aus. Etwas muss sich verändern. Da kommt der Auftrag des Kaisers von China, Qianlong, ...
Nach dem Tod seiner kleinen Tochter Abigail und der darauf verstummenden Ehefrau Faye hält es Alister Cox nicht mehr länger aus. Etwas muss sich verändern. Da kommt der Auftrag des Kaisers von China, Qianlong, gerade recht. Mit seinen Gehilfen und Partner fährt Cox in die verbotene Stadt um für Qianlong besondere Uhren zu bauen. Der kaiserliche Hof ist voller Misstrauen gegenüber den Fremden, die sich sogar in der verbotenen Stadt aufhalten dürfen. Nur der Dolmetscher Kiang steht ihnen zur Seite. Aber ist es wirklich eine Ehre und eine hervorragende Vergütung für den Kaiser zu arbeiten? Cox erlebt auch die Folterungen und grausame Tode für kleinste Vergehen.
Wunderbare und gleichzeitig verstörende Einblicke werden in das Kaiserreich Chinas gezeigt. Schönheit und immenser Reichtum auf der einen Seite, Brutalität, blinder Gehorsam und Armut auf der anderen. Der Schreibstil Christoph Ransmayrs ist facettenreich und gut lesbar.
Felix hält sich für einen Loser, alles, was er angepackt hat, ist gescheitert, inklusive seiner Ehe. Maya, seine 11-jährige Tochter, hält ihm Vorträge über das Leben und den Naturschutz während sie auf ...
Felix hält sich für einen Loser, alles, was er angepackt hat, ist gescheitert, inklusive seiner Ehe. Maya, seine 11-jährige Tochter, hält ihm Vorträge über das Leben und den Naturschutz während sie auf einem Kreuzfahrtschiff in der Arktis einen kleinen Eisblock auf das Schiff zukommen sehen. Als der Block an Bord geholt wird, sehen sie darin ein kleines Minimammut und eine Steinzeitfrau. Dem immer mürrische Kapitän Lovskar wird die Kontrolle über das Schiff entzogen, als eine Gruppe Wissenschaftler um die Jugendliebe Felix, Amanda, die vor 33.000 Jahren Eingefrorenen auftauen möchten. Es gelingt, doch da Amanda diese zu Forschungszwecken missbrauchen möchte, fliehen Felix, Maya und der Kapitän.
Der Roman wird von alles Sichten beleuchtet. Mal hören wir von der Steinzeitfrau namens Urga über ihr Leben, ihre Liebe und ihre Hoffnung auf ein besseres Leben, mal von dem Minimammut, wie es seine Herde vermisst. Felix denkt an Amanda, an die schöne Zeit mit ihr im Internat und Maya möchte für alle eine bessere, gesündere Welt erschaffen, während Lovskar sich immer mehr zu Urga hingezogen fühlt. Allen eint, dass ihr Leben nicht glücklich verläuft und so machen sie sich auf die Suche nach dem Glück.
Wunderschön leicht, sehr humorvoll und gleichzeitig philosophisch geschrieben.
Der erste Satz des Buches berührt macht gleichzeitig neugierig auf die Vergangenheit. Jeder Mensch hat eine Mutter. Jana Seliger hatte zwei. Denn statt Margos Töchter wäre der Titel: Janas Mütter genauso ...
Der erste Satz des Buches berührt macht gleichzeitig neugierig auf die Vergangenheit. Jeder Mensch hat eine Mutter. Jana Seliger hatte zwei. Denn statt Margos Töchter wäre der Titel: Janas Mütter genauso passend gewesen.
Jana wurde als Kleinkind von einer jungen Mutter namens Gisela, die nach dem Freikauf aus der Haft in der DDR freigekauft wurde und bei Margo Seliger Unterschlupf gefunden hatte, zurück gelassen. Von Gisela gab es danach keine Spur und Leonore, Margos Tochter, adoptierte das Kind. Das Kind, dass sie selbst nach einer missglückten Abtreibung nicht bekommen konnte. Leos Leben hatte mehr Tiefen als Höhen, sie lebte als Kind ein Außenseiterleben, als Studentin in einer WG, die mit der RAF sympathisierte und sie vertraute den falschen Menschen. Als sie den aus der DDR geflüchteten Alexander kennenlernte, sollte sich ihr Leben zum Besseren wenden, so dachte sie, als sie in Frankfurt in einer schönen Umgebung mit ihrer kleinen Familie lebte. Doch Leo fühlte sich verfolgt und beobachtet, bis sie meinte, Gisela wieder zu erkennen.
In einem weiteren Teil des Romans erfahren wir mehr über das Leben Giselas, die als Spionin in den Westen geschickt wird und dort einiges über sich selbst und ihre Familie lernt.
Der Roman ist einerseits eine Familiengeschichte über mehrere Generationen aus Ost- und Westdeutschland, andererseits werden viele Aspekte in der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung erst beider, danach des einen Deutschlands beleuchtet. Die Flucht nach dem Krieg und später in den Westen, die Studentenrevolten und die RAF, die Demonstrationen gegen Atomkraft und für die Umwelt, die Gründung der Partei die Grünen, die Spionagetätigkeit innerhalb der Familien und Freunde, Leben und Arbeiten in der DDR sowie die fehlende Privatsphäre durch den Überwachungsstaat inklusive Verhaftungen für Verfehlungen werden nebenbei erzählt und vermitteln sehr anschaulich, warum sich Menschen so verhalten wie in dieser Geschichte. Auch wenn man wie ich den ersten Band um Margo Seliger nicht gelesen hat, kommt man sofort in die Handlung hinein und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.