NIcht einfach zu lesen
Grand Hotel AbgrundAutor Stuart Jeffries erklärt in 7 Kapiteln was es mit der „Frankfurter Schule“, einer der einflussreichsten philosophischen Richtung der 20. Jahrhunderts auf sich hat(te).
1900-1920
Die 1920er Jahre
Die ...
Autor Stuart Jeffries erklärt in 7 Kapiteln was es mit der „Frankfurter Schule“, einer der einflussreichsten philosophischen Richtung der 20. Jahrhunderts auf sich hat(te).
1900-1920
Die 1920er Jahre
Die 1930er Jahre
Die 1940er Jahre
Die 1950er Jahre
Die 1960er Jahre
Abschied vom Abgrund
Die „Frankfurter Schule“ gibt es längst nicht mehr. Dennoch wird über ihre Bedeutung, ihre Spuren und Auswirkungen nach wie vor trefflich gestritten.
Die Bezeichnung „Grand Hotel Abgrund“ hat für die Frankfurter Schule hat ausgerechnet Georg Lukács geprägt, der Theodor Adorno und seinen Mitstreitern vorgeworfen hat, sich nur in elitäre Interpretationen zu üben. „die Mitglieder der Frankfurter Schule lebten in einem „Grand Hotel Abgrund“, von dessen Terrasse aus sie bei einem Aperitif das Elend der Welt betrachteten“.
Der Großteil der Mitglieder der Frankfurter Schule stammt aus reichem, jüdischen Haus. Den meisten ist gemeinsam, das sie gegen ihre Väter rebellieren. Sie treten weder in das Familiengeschäft ein, noch heiraten sie die ausgesuchten Bräute. Das alles aus der bequeme Lage des sorgenfreien Lebens, auf Grund der finanziellen Unterstützung der Familie. Wie sagt man so schön? „Mit voller Hose ist leicht stinken.“ Jeffries zitiert hier mehrfach Siegmund Freud und verweist auf den „Ödipus-Komplex“. Viele können, wie Adorno und Horkheimer, aus Nazi-Deutschland flüchten.
Der Autor stellt die unterschiedlichen Vertreter der „Frankfurter Schule“ vor. Er spannt den Bogen von den Anfängen des Austromarxisten Carl Grünberg über Theodor Adorno, Max Horkheimer bis zur Gegenwart mit Jürgen Habermas und Axel Honneth. Ein Kapitel widmet sich den Philosophen der 1968er Bewegung, die die Gewalt auf die Straße bringt und letztlich scheitert.
Fazit:
Nicht immer einfach zu lesen, schwankt der Autor doch zwischen der historischen Berichterstattung, in die auch Anekdoten eingestreut sind, und einer intellektuellen Biografie der „Frankfurter Schule“ über deren philosophische Bedeutung. Daher erhält das Buch nur 3 Sterne.