Kunstraub und Raubkunst
Schatten der ProvenceDer pensionierte Commissaire Albin Leclerc kann es einfach nicht lassen und steckt seine Nase wieder einmal in einen Kriminalfall. Dieser hier, beschäftigt sich mit von den Nazis geraubten und versteckten ...
Der pensionierte Commissaire Albin Leclerc kann es einfach nicht lassen und steckt seine Nase wieder einmal in einen Kriminalfall. Dieser hier, beschäftigt sich mit von den Nazis geraubten und versteckten Kunstschätzen, von denen es nach wie vor einige gibt und die die Fantasie der Menschen beflügeln.
Doch der Reihe nach:
In der Nähe von Carpentras wird ein Kunsttransport überfallen, der wertvolle Gemälde von Paul Cézanne zu einer Ausstellung nach Lyon bringen soll. Die Räuber haben nicht mit einer einsamen Polizeistreife gerechnet und die Situation eskaliert. Tote Polizisten lassen den Apparat immer zu Höchstleistungen auflaufen - so auch diesmal.
Leclerc macht sich wieder einmal mit seinem untrüglichen Spürsinn auf den Weg und entdeckt, nicht ohne wieder alle seine Kompetenzen zu überschreiten, dass ein genialer Kunstfälscher in diesem Kriminalfall eine nicht unbedeutende Rolle spielt.
Als er dann noch in einem aufgelassenen Bergwerk einen wahren Schatz, nämlich Dutzende Gemälde, Kisten voll mit Silber- und Goldschmuck und anderen Kunstgegenständen findet, hängt sein Leben wieder einmal am seidenen Faden
Die eigentlichen Ermittler, Alain Theroux und Catherine Castel, kommen ganz schön ins Schwitzen, da Interpol und Europol Interesse an diesem Fall haben und ihn an sich reißen wollen. Kunstraub und Raubkunst - das passt den internationalen Polizeieinheiten sehr gut in den Kram.
Meine Meinung:
Die Idee ist nun nicht ganz neu, doch mir hat die Geschichte ganz gut gefallen. Vor allem der Kunstfälscher, der sich nicht als solcher bezeichnet, weil er ja jedes Bild „neu malt“, hat mich amüsiert. Den Hype zu so manchem Kunstwerk, das zu echt unappetitlichen Höchstpreisen verkauft wird, um dann im Tresor eines privaten Sammlers zu verschwinden, kann ich nicht nach voll ziehen. Interessant, aber auch nicht ganz unbekannt, ist die Geschichte mit den Versicherungen.
Stellenweise ist die Geschichte natürlich vorhersehbar, aber dennoch spannend inszeniert. Schmunzeln musste ich über die Mopsdame Mila, an der Tyson Gefallen gefunden hat.
Fazit:
Wer eine leichte Krimi-Lektüre sucht, ist hier richtig. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.