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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2019

Empfehlenswert!

Das große kleine Buch: Kräuterwanderung mit Kindern
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Was kann netter sein, als ein Ausflug mit Kindern um Kräuter zu sammeln?
26 verschiedene Kräuter, die auch in Städten am Wegesrand wachsen, werden beschrieben. Man begegnet auf dieser Kräuterwanderung ...

Was kann netter sein, als ein Ausflug mit Kindern um Kräuter zu sammeln?
26 verschiedene Kräuter, die auch in Städten am Wegesrand wachsen, werden beschrieben. Man begegnet auf dieser Kräuterwanderung Pflanzen wie Veilchen, Breitwegerich, Johanniskraut und Haselnuss.

Jedes Kräutlein ist abgebildet und erhält eine Anleitung zur Anwendung. Z.B. (passend zur Wanderung) Breitwegerich auf die reibende Stelle im Schuh legen, kühlt und vermeidet Blasen.

Gut gefällt mir, dass die Kids direkt angesprochen werden: „lege die ..“ oder „ nimm das..“. Das ist didaktisch gut aufgebaut, weil sich die Kinder hiermit identifizieren können.

Fazit:

Ein empfehlenswertes kleines Buch, das in jede Handtasche passt und jederzeit einen Blick auf Kräuter werfen lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.03.2019

Hat mich nicht überzeugt

Das kleine Buch: Räuchern mit Kräutern und Harzen
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Klappentext:

Die geheimnisvollen Nächte um den Jahreswechsel heißen tatsächlich Rauchnächte und nicht Raunächte. Denn in diesen Nächten ist es in den ländlichen Gegenden noch Brauch, die Häuser und Wohnungen ...


Klappentext:

Die geheimnisvollen Nächte um den Jahreswechsel heißen tatsächlich Rauchnächte und nicht Raunächte. Denn in diesen Nächten ist es in den ländlichen Gegenden noch Brauch, die Häuser und Wohnungen mit duftenden Kräutern und Harzen auszuräuchern, um Glück und Segen für das kommende Jahr zu erbitten. Die Räucherexperten und Biobauern Barbara und Hans Haider gewähren in diesem Buch Einblicke in dieses uralte, bis heute praktizierte Brauchtum.

Das Autorenpaar weiß, worüber es schreibt, wohnen sie ja mit ihren Kindern auf einem Bauernhof. Sie beschäftigen sich seit Jahren mit dem Anbau und Verarbeitung von Kräutern.

Das vorliegende Buch aus der Serie „Das kleine Buch“ beginnt mit der Geschichte des Räucherns, welche Unterschiede es zwischen „damals“ und „heute“ gibt.
Neben einer kleinen Kräuterkunde erfährt der Leser einiges über die Besonderheiten von Harzen und deren Verarbeitung.

Allerdings haben die Autoren übersehen, dass der gewöhnliche Leser nicht über das umfassende Wissen verfügt, um diesem Buch wirklich folgen zu können. Warum auch heute noch mit Wacholder geräuchert werden soll, der doch als Abwehr gegen die Pest gilt, verstehe ich nicht ganz. Ein lieb gewonnener Brauch?
Zugegeben, ich habe das Räuchern noch nie erlebt. Vielleicht fehlt mir schlicht und einfach dieses Erlebnis.

Fazit:

Für mich als Großstadtpflanze ist es interessant, über ländliche Bräuche zu lesen. Dennoch hat mich das Buch ein wenig ratlos zurückgelassen. Leider kann ich hier nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 21.03.2019

Eine Reise in die textile Vergangenheit

Persische Textilien. Die Sammlung Ramezani
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In diesem wunderschön gestalteten Buch bringt uns die Autorin Marie-Louise Nab-holz-Kartaschoff an Hand der Sammlung Ramezani die lange Tradition der persi-schen Textilkunde näher.

Die Stationen sind:

• Zar-baft ...

In diesem wunderschön gestalteten Buch bringt uns die Autorin Marie-Louise Nab-holz-Kartaschoff an Hand der Sammlung Ramezani die lange Tradition der persi-schen Textilkunde näher.

Die Stationen sind:

• Zar-baft – Golden glänzende Seidenstoffe
• Termeh – Fein gemusterte Gewebe aus Wolle
• Pateh-duzi – Stickereien aus Kermen
• Rasht-duzi – Patchworkstickereien aus Rasht
• Dara’i – Seidenen Kettikat-Stoffe
• Qalamkar – Gedruckte Ornamente und gemalte Geschichten
• Stammestextilien aus Persien und Zentralasien

Jedes Kapitel beschäftigt sich eingehend mit dem Material aus dem die Stoffe gewebt und den Menschen, die daran beteiligt sind, sowie den Orten der Herstel-lung und dem Verwendungszweck der Textilien. Viele Abbildungen der kostbaren Stoffe bzw. Kleidungstücke ergänzen den zweisprachigen Text (deutsch/englisch) ebenso wie Fotos von Webstühlen und Personen, die diese bedienen.

Meine Meinung:

Ein tolles Buch mit informativen Texten, die in einer angenehm lesbaren Sprache abgefasst sind. Die detailreichen Abbildungen lassen mich bedauern, diese faszi-nierenden Gewebe nicht angreifen zu können. Das haptische Erlebnis muss ein be-sonderes sein.
Um sich über die Orte der persischen Textilkunst ein Bild machen zu können, ist sowohl an der vorderen als auch hinteren Buchinnenseite jeweils eine Landkarte abgebildet, sodass man einen geografischen Bezug zum Text bzw. Herstellungsort herstellen kann.

Das Buch selbst ist in einer hochwertigen (zum Thema passenden) Aufmachung im Anton Pustet Verlag erschienen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Spanische Delikatessen
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Barcelona - die Eigentümerin eines bekannten Delikatessengeschäftes entdeckt einen Schinken mit der Aufschrift „100 % carne humana“ (100 % Menschenfleisch). Ein schlechter Scherz?
Comisario Alex Diaz geht ...

Barcelona - die Eigentümerin eines bekannten Delikatessengeschäftes entdeckt einen Schinken mit der Aufschrift „100 % carne humana“ (100 % Menschenfleisch). Ein schlechter Scherz?
Comisario Alex Diaz geht der Sache nach und als sich der Verdacht bestätigt, wird ermittelt. Das Opfer ist auch schnell ausgemacht. So richtig beliebt war er bei niemanden, aber rechtfertigt das eine Verarbeitung als Schinken?

An Alex Diaz’ Seite ist sein Schwager, der deutsche Kriminalhauptkommissar Karl Lindberg. Lindberg, von vielen aufgrund der Namensähnlichkeit mit dem Flugpionier „Flieger“ genannt. Karl ist seit einiger Zeit beurlaubt und langweilt sich. Obwohl Diaz der offizielle Ermittler ist, ist ihm Karl an Erfahrung weitaus überlegen. So macht Alex seinen Schwager zum „Praktikanten“ und die beiden höchst unterschiedlichen Männer ermitteln gemeinsam.

Wir erhalten auch Einblick in die Familie Diaz-Lindberg, deren halbwüchsiger Sohn Oliver ein Geheimnis enthüllt.

Meine Meinung:

Ein spannender Krimi um Rache, Gerechtigkeit und Zusammenhalt in der Familie. Es dauert eine Zeit, bis die Fäden entwirrt und der Täter dingfest gemacht werden kann.
Die Autorin führt ihre Leser mehrmals in die Irre. Der Schreibstil ist angenehm und wir können anhand der Beschreibung das Leben in Barcelona so richtig miterleben. Wir erfahren einiges über die Familie des Opfers und noch viel mehr über die Familie der Ermittler.

Am Ende des Krimis finden sich ein paar Rezepte für typisch katalanische Gerichte und eine Vokabelliste.

Die Autorin spricht auch die Probleme der Stadt an: die Schere zwischen arm und reich klafft weiter denn je auseinander, der überbordende Tourismus, der starke Verkehr und die häufig teuren Wohnungen.

Fazit:

Mir hat dieser Krimi gut gefallen, daher gebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Alex Diaz und Karl Lindberg ermitteln wieder

Spanischer Totentanz
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Nach dem Erfolg im ersten gemeinsamen Fall („Spanische Delikatessen“) wird der in Deutschland karenzierte Kriminalkommissar Karl Lindberg fix bei der spanischen Polizei den „Mossos d’Esquadras“ angestellt. ...


Nach dem Erfolg im ersten gemeinsamen Fall („Spanische Delikatessen“) wird der in Deutschland karenzierte Kriminalkommissar Karl Lindberg fix bei der spanischen Polizei den „Mossos d’Esquadras“ angestellt. Mitten in der Party anlässlich der Ernennung zum Segent, platzt die Nachricht über einen Leichenfund auf dem Friedhof. Tote auf dem Friedhof sind ja an sich nicht ganz ungewöhnlich, aber: Nicht alltäglich ist, dass es sich um den seit zwei Wochen abgängigen Politiker Fernando Bunyol handelt, und der erdrosselt wurde. Erschwerend kommt noch das auffällige Interesse der Boulevardpresse hinzu. Und was hat die altmodische Krawatte, die um den Hals des Toten geschlungen war, mit dem Opfer zu tun? Sein Geschmack war sie nämlich nicht.

Wieder müssen sich Alex Diaz und Karl Lindberg mit einer Vielzahl von Spuren auseinandersetzen. Immerhin war der Tote nicht allzu beliebt. Lediglich seine Ehefrau hält nach wie vor große Stücke auf ihn.

Als wenig später eine weitere Leiche auf dem Friedhof gefunden wird, sprechen die Medien bereits von einem Serienmörder.

Wird es Alex Diaz und Karl Lindberg gelingen, den Täter zu stoppen? Nebenbei ist man in der Gruppe wegen des unerklärlichen Verschwindens von Kollegin Marla besorgt.


Meine Meinung:

Auch in ihrem zweiten gemeinsamen Fall arbeiten die beiden höchst unterschiedlichen Ermittler gut zusammen. Wir erfahren neue Details aus dem Familienleben der Ermittler. So werden die Teammitglieder beinahe von der Familie Diaz-Lindberg adoptiert und auch der schwule Sohn eines anderen Politikers findet Platz hier seinen Platz.
Diesmal, so finde ich, ist die Spannung ein wenig zurückgeblieben. Vielleicht liegt das aber daran, dass der geneigte Krimi-Leser seine Fantasie weiter schweifen lassen kann, als die Ermittler. Mir war relativ schnell klar, wer der Täter ist und warum. Da hätte es den fremden Kriminalpsychologen nicht unbedingt gebraucht.
Mir wurde ein bisschen zu viel gegessen. Natürlich ist die katalanische Küche köstlich und die Spanier legen großen Wert auf ausgiebiges Essen.
Seit Kurzem haben auch wieder vermehrt rauchende Polizisten in die Krimis Einzug gehalten - das muss ich persönlich jetzt auch nicht haben. Die Handlung bringt der Nikotinabusus auch nicht wirklich weiter.

Gut ist das Verschwinden und Wiederauftauchen von Marla aufgelöst.


Fazit:

Auch der zweite Fall für Diaz und Lindberg gefällt und erhält 4 Sterne.