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Venatrix

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Veröffentlicht am 09.03.2019

Der dritte Fall für Steinböck & Co - souverän gelöst

Glückskatz
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„Um den ist es eh ned schad“, das ist Ilonas erster Kommentar, als sie zur Leiche des arroganten Anwalts Hasso Käskopf geholt werden. Diese Meinung teilt halb München, da Käskopf seine gar nicht so kleinen ...


„Um den ist es eh ned schad“, das ist Ilonas erster Kommentar, als sie zur Leiche des arroganten Anwalts Hasso Käskopf geholt werden. Diese Meinung teilt halb München, da Käskopf seine gar nicht so kleinen Brötchen als „Abmahnanwalt“ verdient. Der Verdächtigen gibt es viele - Steinböck & Co. haben eine reiche Auswahl.

Doch der Käskopf wird nicht die einzige Leiche bleiben. Neben diesen Morden, die vielleicht irgendwie zusammenhängen oder auch nicht, müssen sich Steinböck (nach wie vor ohne Vornamen) und sein Team um eine Flüchtlingsfamilie aus Ghana kümmern. Jala, dem kleinen Mädchen, droht die Genitalverstümmelung, was um jeden Preis verhindert werden muss. Hier hat Steinböcks Katze Frau Merkel einen Kamikaze-Auftritt, der seinesgleichen sucht.
Und was hat es mit der „Winke-Katze“ auf sich, die Steinböck von seinem japanischen Kollegen Watanabe erhält? Frau Merkel beäugt die Glückskatze mit skeptischem Blick und droht ihr unmissverständlich: „Du oder ich. Es kann nur eine geben.“ Es wird aber Jala sein, die entdeckt „was die Welt, Pardon die Katz’, im Innersten zusammenhält“ (frei nach J. W. Goethe).

Meine Meinung:

Auch in seinem dritten Fall wird das Geheimnis um Steinböcks Vornamen nicht gelüftet. Man erfährt, dass er immer „Bubi“ gerufen worden ist. Nun gut, auch der ehemalige Weltklasseskispringer Josef „Sepp“ Bradl (1918-1982) wurde „Bubi“ oder sogar „Buwi“ genannt - eine Reminiszenz der Familie Steinböck?

Steinböck und sein Team sind nicht nur beruflich gefordert, denn der Autor flicht tagaktuelle Themen ein. Da ist zum Beispiel die Genitalverstümmelung an kleinen Mädchen, oder der illegale Export von Elektroschrott nach Afrika, wo auf riesigen Müllhalden die wertvollen Rohstoffe unter schlimmen Bedingungen von Kinderhand herausgelöst werden. Nur, um später wieder für das neueste Smartphone zur Verfügung zu stehen. Oder, der Skandal um verfälschte Medikamente, deren Wirkung gleich null ist.
Auch diesmal erhalten wir Einblick in das Privatleben der Protagonisten. So scheint sich zwischen Emil und Ilona so etwas wie eine Beziehung anzubahnen. Steinböck hat ebenso wie Kessler und der Horst ein Händchen für die falschen Frauen. Immerhin hat Steinböck „nur“ einen weiteren Kratzer auf seiner Seele, während der Gerichtsmediziner und der Journalist noch ein festes Loch im Geldbeutel haben. Die Frau für Steinböck, die Gnade vor Frau Merkel findet, muss vermutlich erst vom Autor geboren werden.

Herrlich sind wieder die Dialoge mit der Katz’ gelungen. Inzwischen wundert sich im Präsidium fast niemand mehr, wenn Steinböck und Frau Merkel daherkommen. Dass der Krimi in „Minga“ spielt, ist unschwer am Dialekt und daran zu erkennen, dass die Berliner Currywurst als ausländische Spezialität gehandelt wird.

Der Leser wird mehrmals an der Nase herumgeführt und muss mit Steinböck & Co. allerlei Rückschläge bei der Mördersuchen einstecken, bevor sich der Fall lösen lässt.
Wieder mit dabei, die Journalistin Sabine Husup, die normalerweise Steinböck ziemlich nervt. Diesmal kann sie sowohl ihr journalistisches Können unter Beweis stellen und ihre Kontakte nützen.

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall für das originelle Team.

Fazit:

Wieder ein herrliches Lesevergnügen, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgänger zu kennen, doch ohne, bringt man sich um vergnügliche Stunden. Gerne gebe ich hier fünf Sterne.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Sauerbruch und der Donnerstagsclub

Die Spionin der Charité
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Berlin im Zweiten Weltkrieg: Während die Truppen der NS-Diktatur die Welt in Trümmer legen, konstituiert sich in Berlins bekanntestem Krankenhaus, der Charité, ein kleine, eingeschworene Widerstandsgruppe. ...

Berlin im Zweiten Weltkrieg: Während die Truppen der NS-Diktatur die Welt in Trümmer legen, konstituiert sich in Berlins bekanntestem Krankenhaus, der Charité, ein kleine, eingeschworene Widerstandsgruppe. Nachdem man sich, mit Unterstützung von Prof. Sauerbruch, immer donnerstags trifft, der „Donnerstagsclub“. Der Club setzt aus acht Mitarbeitern Sauerbruchs zusammen, unter anderem seine junge Privatsekretärin Lily Hartmann. Der kommt dann auch eine große Rolle zu: Sie soll Fritz Kolbe, einen unscheinbaren Beamten in Joachim Ribbentrops Außenministerium, zur Mitarbeit bewegen.

„Über die Sinnlosigkeit des Krieges kommt ihr ins Gespräch. Außerdem hat Kolbe zwei Schwächen: Eine für das Schachspiel und ei-ne für junge, blonde Frauen. Hier kommst nur du infra-ge, Lily Hartmann.“

Lily gelingt es Kolbe zur Mitarbeit zu überreden und nicht nur das, sie werden ein Liebes- und Ehepaar.

Da sich Sauerbruch nicht alle Mitarbeiter aussuchen kann, gibt es auch einige die Anhänger des Regimes sind. So treibt der Psychiater de Crinis trotz gegenteiliger Anweisung Sauerbruchs sein Unwesen und lässt einen jugendlichen Patienten in eine der Euthanasie-Anstalten überstellen.

Je länger der Krieg dauert, desto gefährdeter ist der Donnerstags-club. Sauerbruch wird seitens Gestapo und Ernst Kaltenbrunner persönlich unter Druck gesetzt.

Mehrmals steht der Donnerstagsclub knapp vor der Aufdeckung. Die einzelnen Mitglieder geloben Verschwiegenheit bis zum Tod.

Sauerbruch kann die teilweise zerstörte Charité bis Kriegsende halten und arbeitet mit den Russen zusammen.

Jedes Jahr wird den Widerstandsgruppen und da vor allem jener rund um Claus Schenk von Stauffenberg gedacht, die nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, ihren Mut mit dem Leben bezahlten. Nicht gedacht wird der Gruppen, die sich heimlich und unerkannt, dem Widerstand verschrieben haben, wie der Donnerstagsclub.

Als es 1974 wieder einmal Gedenkreden zum 20. Juli gibt, be-schließt Lily, auch aus persönlichen Gründen, ihr Schweigen zu brechen und gibt einen amerikanischen Journalisten ein Interview, nichts ahnend, dass dieser ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Wird es Lily gelingen, rechtzeitig die Machenschaften des Repor-ters aufzudecken?

Meine Meinung:

Historiker und Buchautor Christian Hardinghaus hat wieder einen packenden Roman geschrieben, der geschickt Wahrheit und Fiktion miteinander verknüpft. Wir begegnen einigen Personen wie Prof. Ferdinand Sauerbruch, Fritz Kolbe oder Ernst Kaltenbrunner unter ihren Klarnamen, andere wie Lily Hartmann, Wettstein oder Neumann
sind erfundene Namen. Ihr Pseudonym wird im Anhang gelüftet.

Schon der Einstieg in die Geschichte ist spannend. Wir erleben Lily im Jahr 1974, als wieder einmal dem 20. Juli 1944 gedacht wird, ohne die Widerstandsgruppe wie den Donnerstagsclub zu nennen. Da die acht Mitglieder absolute Geheimhaltung geschworen und sie bislang eingehalten haben, ist das natürlich klar. Aus Kränkung, dass ihrem Mann Fritz Kolbe sowohl von den USA (für die er spioniert hat) als auch von Deutschland nach dem Krieg übel mitgespielt worden ist, beschließt sie die Ereignisse um den Donnerstagsclub öffentlich zu machen. Wir sind hautnah dabei, wie Lily dem amerikanischen Journalisten Eddie Bauer die Geschichte ihres Lebens erzählt. Dass sie dabei in Lebensgefahr gerät, ist anfangs nicht vorauszusehen.

Hardinghaus‘ bildhafter Schreibstil bringt uns die NS-Zeit näher als uns oft lieb ist. Die persönlichen Schicksale der Akteure lassen kaum einen Leser unberührt. Wir erhalten einen recht realistischen Einblick in den Krankenhausalltag, in den Kriegsalltag und das Verhalten der NS-Schergen, ohne voyeuristisch zu sein.

Viele Menschen verdanken Sauerbruch und seinem Team ihr Leben. Unter Einsatz des eigenen, haben sie operiert, Nahrungsmittel beschafft, Menschen versteckt und sich so quasi „nebenbei“ im Donnerstagsclub engagiert.

Anhand dieses Romans wird gezeigt, dass es mehr als nur den Widerstand der Stauffenberg-Gruppe gegeben hat (was aber deren Mut nicht schmälern soll). Aufgrund der Verschwiegenheitsverpflichtung ist es den anderen Gruppen nicht gelungen, Kontakt zueinander aufzunehmen. Möglicherweise wäre mit einem Zusammenschluss der vielen kleinen Gruppen, ein früheres Ende der NS-Diktatur möglich gewesen. Doch wie das Beispiel Fritz Kolbe zeigt, waren weder die Amerikaner noch die Briten bereit, den Widerständlern aus Deutschland zu glauben.
An manche Themen kann sich ein Autor nur in Romanform nähern. Das Interesse des einen oder anderen Leser wird durch diese Art der Erzählung, Wahrheit und Fiktion zu verquicken, bestimmt geweckt. Dann lässt sich ein Sachbuch zu diesem Thema leichter in die Hand nehmen. Wer noch mehr über den begnadeten Chirurgen und „sein“ Krankenhaus lesen möchte, sei Hardinghaus‘ Biografie „Ferdinand Sauerbruch und die Charité" ans Herz gelegt.

Christian Hardinghaus ist es wieder gelungen, ein Stück Zeitge-schichte fesselnd und doch einfühlsam darzustellen, ohne, dass beim Leser das Gefühl aufkommt „nicht schon wieder ein Buch über Nazi-Deutschland“ lesen zu müssen.

Fazit:

Diesem hervorragenden, historischen Roman gebe ich gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Eine beeindruckende Biografie einer fast Vergessenen

Die Schand-Luise
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Die Autorin Ulrike Grunewald ist – nach eigenen Angaben -seit vielen Jahren von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg fasziniert. Mit dieser Biografie begibt sie sich auf Spurensuche jener Frau, die, obwohl ...

Die Autorin Ulrike Grunewald ist – nach eigenen Angaben -seit vielen Jahren von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg fasziniert. Mit dieser Biografie begibt sie sich auf Spurensuche jener Frau, die, obwohl Schwiegermutter von Königin Victoria, einfach totge-schwiegen worden ist.
Grunewald versucht mit den Mythen und Legenden, die um das kurze Leben Luises ranken, aufzuräumen.
„Insgeheim hatte ich Luise ein Versprechen gegeben: Ich wollte sie überall dort hinbringen, wohin sie gehörte und von wo sie durch ihre Verbannung und durch ihren frühen Tod ausgeschlossen worden war.“
Das Leben von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg (1800 – 1831) beginnt schon recht dramatisch, weil die Kleine wenige Tage nach ihrer Geburt die Mutter verliert. Ein Ereignis, das sie mit vielen Kindern dieser Zeit teilt. Der Vater heiratet zwar bald wieder, doch weder er noch die Stiefmutter Karoline, setzen der jungen Prinzessin Grenzen. Sie wächst unbeschwert in einer Fantasiewelt der Ritterlichkeit auf.
Als sie mit 16 Jahren mit dem doppelt so alten Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld verheiratet wird, ahnt noch niemand, welche Tragödie sich hier abspielen wird. Hochzeiten zwischen ganz jungen Bräuten und doppelt so alten Männern sind reine Geschäfte zwischen den Familien. Die jungen Frauen werden weder darauf vorbereitet noch haben sie irgendein Mitspracherecht. Das Ganze ähnelt eher einem Viehmarkt, bei dem eine Färse an den Meistbietenden verkauft wird.
Das Erwachen aus ihrer Fantasiewelt wird für Luise zum Albtraum. Sie gerät zwischen allerlei Hofintrigen, deren Verursacher nicht ganz eindeutig auszumachen sind. Ernst wendet sich nach der Geburt der gemeinsamen Söhne von Luise ab, nicht ohne zuvor ihr Vermögen für sich zu verprassen. Die als Mitgift in die Ehe eingebrachten Ländereien werden Teil seines eigenen Herzogtums. Er selbst führt sein Leben wie bisher weiter. Für Ernst ändert sich nichts, für Luise alles.
Als Luise mit untauglichen Mitteln, wie Verschwendungssucht aufbegehrt, versuchen Ernst und seine Mutter Auguste Luise loszuwerden. Sogar die Unterbringung in einem Irrenhaus steht zur Diskussion. Das trauen (?) sie sich dann doch nicht. Luise wird dennoch des Hochverrats und des mehrfachen Ehebruchs sowie Drahtzieherin diverser Intrigen zu sein, beschuldigt. Sie wird gegen ihren Willen geschieden, darf ihre Söhne nie mehr wieder sehen und wird in das weit von Coburg entfernte St. Wendel verbannt. Luise könnte schon von Glück sprechen, nicht geköpft zu werden. Immerhin steht auf Hochverrat nach wie vor die Todesstrafe.
Selbst nach ihrem frühen Tod, mit nur 31 Jahren, findet Luise kein würdiges Grab. Erst nach dem Tod des Vaters holen die Söhne Ernst und Albert den Sarg ihrer Mutter heim.
Meine Meinung:
Mit dieser Biografie zollt die Autorin dieser unglücklichen Frau Respekt. Gut gelungen ist auch der Einblick in das Leben dieser Zeit. Wir befinden uns in der Epoche des Biedermeiers, das nach den Napoleonischen Kriegen alles, was nach Erneuerung, nach Freigeist oder Aufmüpfigkeit riecht, erbarmungslos niederhält. Nebenbei führt uns die Autorin die Recht- und Machtlosigkeit der Frauen vor Augen. Wenn man heute über Zwangsehen zwischen ganz jungen Mädchen und alten Männer in anderen Kulturen schimpft, so möge man doch ein bisschen in der Geschichte zurückblicken. Soooo lange ist das in Europa auch nicht her.
Hochzeiten in vermögenden und/oder adeligen Kreisen sind auch im Jahre 2019 nicht ausschließlich Liebesheiraten oder? Da spielen doch handfeste Interessen eine Rolle.
Der Schreibstil ist fesselnd. Ungewöhnlich, dass die Biografie quasi „von hinten“ aufgerollt wird und der Leser eingangs Zeuge der Exhumierung Luisens wird. Einige Fragen werden leider nicht schlüssig beantwortet, was wahrscheinlich der dünnen Quellenlage geschuldet ist. Wo es möglich ist, wird aus Briefen von und an Luise zitiert.
Die Auswahl der Fotos lockert die Biografie auf. Allerdings fehlen die Stammtafeln von Luise und Ernst, die die weit verzweigten Verwandtschaftsverhältnisse anschaulich dargestellt hätten. Dieses Versäumnis kostet den 5. Stern.
Fazit:
Nicht Luise hat Schande über die Familie gebracht, sondern die Sippe hat schändlich an Luise gehandelt. Gerne gebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Feiere einfach deinen Geburtstag

Mein Geburtstag
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Dieses kleine Buch ist ein wahrlich nettes Geburtstagsgeschenk. Sowohl Freunde als auch Muffel dieses Ehrentages können daran Gefallen finden.

In vielen netten Geschichten macht sich die Autorin Gedanken ...

Dieses kleine Buch ist ein wahrlich nettes Geburtstagsgeschenk. Sowohl Freunde als auch Muffel dieses Ehrentages können daran Gefallen finden.

In vielen netten Geschichten macht sich die Autorin Gedanken zum Geburtstag. Zu Beginn gibt es neben einer Gratulation einen geschichtlichen Überblick seit wann dieser Tag gefeiert wird. Nach wie vor ist es nicht in allen Ländern der Welt üblich, eine Ge-burtsurkunde ausgestellt zu bekommen und daher den exakten Tag der Geburt zu wissen. Früher war der Namenstag der Feiertag. Der verliert seit längerem an Bedeutung.

Sehr nett ist auch die Möglichkeit, eigene Notizen und Gedanken niederschreiben zu können. Auch der Trend zum Ausmalen findet seinen Niederschlag. Einige nette Anekdoten und Märchen, die den Geburtstag zum Thema haben, lassen sich leicht und locker lesen. Gerne auch zum Vorlesen für Kinder. Ich denke, selbst kritische Pubertierende, die mit solchen Feierlichkeiten nichts am Hut ha-ben, könnte dieses kleine Geschenk Freude machen.
Obwohl ich selbst zu den Geburtstagsmuffeln zähle, weil mir das manchmal aufwändige Getue auf die Nerven geht, habe ich Spaß an diesem Buch gefunden und einige Denkanstöße. Naja, nächstes Jahr habe ich ja einen runden Geburtstag - vielleicht wird der ja ge-bührend gefeiert.

Gerne gebe ich diesem netten Mitbringsel 4 Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Hat mich diesmal nicht überzeugt

Mord braucht keine Bühne
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Kate Shakleton wird von einem Pfandleiher, der beraubt wurde, beauftragt, die gestohlenen Pfandstücke wieder zu beschaffen, bzw. den Pfandgebern, mitzuteilen, dass sie ihre Schmuckstücke verspätet auslösen ...

Kate Shakleton wird von einem Pfandleiher, der beraubt wurde, beauftragt, die gestohlenen Pfandstücke wieder zu beschaffen, bzw. den Pfandgebern, mitzuteilen, dass sie ihre Schmuckstücke verspätet auslösen können. Der Auftrag führt sie und den ehemaligen Polizisten Sykes, der nun für sie arbeitet, nach Harrogate. Dort stolpert sie gleich einmal über eine Leiche. Doch damit nicht genug. So wird dann Lucy, die Hauptdarstellerin des örtlichen Theaters entführt. Lucys Großvater, ein Veteran des Burenkrieges bittet Kate, dezente Nachforschungen anzustellen, um seine Enkeltochter wohlbehalten wieder zu bekommen. Was sowohl Sykes als auch Kate stutzig macht: Das Mordopfer ist Sponsor des Theaters und scheint Lucys Großvater von früher her zu kennen.


Meine Meinung:

Diesmal bin ich ein wenig zwiegespalten, was die Auflösung des Krimis betrifft. Gleich mehrere Verdächtige ungeschoren davon kommen zu lassen? Da hapert es ein wenig mit meinem Verständnis von Recht und Unrecht.
Die unterschiedlichen Erzählstränge werden zum Schluss gut zusammengeführt. Dennoch bleibt bei mir ein schaler Nachgeschmack zurück.
Gut gefallen haben mir die Schilderungen der historischen Zusam-menhänge in Südafrika. Über die Burenkriege weiß ich einfach zu wenig. Da werde ich ein bisserl recherchieren. Das gefällt mir, dass sich neue interessante Themen eröffnen.

Der Schreibstil ist wieder leicht und locker. Die eine oder andere Schilderung hätte durchaus gestrafft werden können.

Das Auftauchen von Kates Mutter zum Beispiel, wäre meiner Ansicht nach nicht nötig gewesen. Der bringt den Kriminalfall überhaupt nicht weiter.
Das berufliche Zusammenspiel mit Inspektor Charles entwickelt sich recht gut. Hier profitieren beide vom Austausch. Sie kommen sich näher. Dann geht es mir ein wenig zu schnell, obwohl ich es gut finde, dass Kate sich gedanklich langsam von ihrem, im Ersten Weltkrieg verschollenen Ehemann löst.

Fazit:

Dieses zweite Fall von Kate Shakleton hat mich nicht restlos überzeugt, daher kann ich diesmal nur 3 Sterne vergeben.

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