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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2019

Mathilde de Boncourt ermittelt wieder

Die Richterin und die tote Archäologin
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Statt einen gemütlichen Feierabend zu genießen, wird die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt zu einer archäologischen Ausgrabung gerufen. Ein neugieriges deutsches Touristenehepaar hat hier eine ...

Statt einen gemütlichen Feierabend zu genießen, wird die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt zu einer archäologischen Ausgrabung gerufen. Ein neugieriges deutsches Touristenehepaar hat hier eine Leiche gefunden. Es handelt sich um die bekannte Archäologin Flavia Leone, die mit einer antiken Totenmaske auf dem Gesicht wie aufgebahrt daliegt.

Obwohl Flavia eine Schulkollegin Mathildes ist, übernimmt sie gemeinsam mit Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain den Fall. Wie in solchen Mordfällen üblich, wird das berufliche und private Umfeld penibel durchleuchtet. Da ergeben sich schon die ersten möglichen Spuren: Beruflich ist Flavia einigen Personen auf die Zehen getreten und im Privatleben hat sie eine Vorliebe für junge Männer. Man ist noch dabei Erkundigungen einzuziehen, als auch Flavia Lebensgefährte in der gemeinsamen Wohnung tot aufgefunden wird.

Ein Beziehungsdrama? Als dann noch der seinerzeit zur Adoption freigegebene Sohn Flavias auftaucht, scheint alles klar zu sein, oder?

Ein interessantes Fundstück, das der ehemalige Archäologiestudent Martin in der „Scherbenkiste“ der Ausgrabung, aufstöbert, eröffnet ein neues Motiv. Doch dazu braucht Mathilde einen auf Kunstdiebstahl spezialisierten Sonderermittler aus Paris. Wie wir aus vielen Frankreich-Krimis wissen, herrscht außerhalb der Hauptstadt die Meinung vor, dass aus Paris nichts Positives kommen kann. Ist das diesmal auch der Fall oder nur ein provinzielles Vorurteil?


Meine Meinung:

Dieser zweite Fall für die Untersuchungsrichterin, die ihrem Laster, dem Rauchen („Gitanes“), weiter frönen darf, ist ein wenig strukturierter als der erste. So spielt der nette deutsche Schriftsteller Martin eine (kleine) Rolle bei der Suche nach dem Mordmotiv und Mathildes Neffe, Sebastian lernt auf eigenen Füßen zu stehen und löst damit ein Umdenken in der Familie aus. Dieser Handlungsstrang hätte für mich gerne ein wenig länger sein dürfen.
Auch die anderen Figuren entwickeln sich weiter. Martin fasst den Entschluss, im Languedoc Fuß zu fassen. Die Szene, wo er ihr das mitteilen will, sie aber glaubt, einen Heiratsantrag zu bekommen, hat mir gut gefallen – so richtig schön „aneinander-vorbei-geredet“.

Herrlich auch, wie die Modebewusste Mathilde mit der falsch geknöpften Kostümjacke im Büro steht und der Rock auch noch verkehrt herum angezogen ist. Solche Kleinigkeiten machen die Untersuchungsrichterin, trotz ihres Zigarettenkonsums, liebenswert.

Aufgefallen ist mir, weil ungewöhnlich, ist, dass sie nach wie vor nicht nach dem Attentäter aus dem ersten Fall sucht (suchen lässt). Es scheint, als wäre das längst Vergangenheit, genauso wie die unverhohlene Drohung des Polizeipräfekten.

Der Cliffhanger am Ende ist fies! Aber, wir können uns nun beruhigt zurücklehnen und mit einem Glas Rotwein in der Hand, auf den nächsten Krimi mit der Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt warten. Hier werden dann hoffentlich die noch offenen Fragen beantwortet und Mathilde kann zu neuen Ufern aufbrechen.

Fazit:

Die Fortsetzung dieser Krimi-Reihe hat mir recht gut gefallen. Gerne gebe ich diesmal 4 Sterne.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Napoleon auf nur 100 Seiten? Geht das?

Napoleon. 100 Seiten
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Dieses Buch ist aus der Reclam-Serie „100 Seiten“ und beschäftigt sich mit einer Person, über die es einige Laufmeter an Büchern gibt: Napoleon.

Gleich als ich die Ankündigung zu diesem Buch gelesen habe, ...

Dieses Buch ist aus der Reclam-Serie „100 Seiten“ und beschäftigt sich mit einer Person, über die es einige Laufmeter an Büchern gibt: Napoleon.

Gleich als ich die Ankündigung zu diesem Buch gelesen habe, stellt ich mir die Frage, ob das überhaupt möglich sein wird. Kann man das Leben des Aufsteigers, des Herrschers und des Despoten auf 100 Seiten darstellen? Wo doch schon die Beschreibung seiner Krönungszeremonie zum Kaiser der Franzosen mehrere 100 Seiten umfasst?

Alexandra Bleyer, Historikerin und profunde Kennerin dieser Epoche, hat sich wie sie selbst beschreibt, die Freiheit genommen “.. die Rosinen aus dem Kuchen zu picken und den für mich spannendsten Fragen nachzugehen“.

Eine davon ist die Fragen nach der Körpergröße, die immer wieder Anlass zu Spekulationen gibt. (Nachzulesen auf S. 9)

Geschickt werden Zitate von Napoleon-Biografen wie Johannes Willms, Munro Price sowie Zeitgenossen Napoleons eingeflochten.
Besonders gut gefällt mir folgendes: "Das Volk wird der Regierung nur dann vertrauen, wenn es ihm gut geht." (François de Neufchâteau (1750-1828)). Der Kurzzeitinnenminister hat die Zeichen der Zeit richtig erkannt. Letztlich ist das französische Volk 1813/14 kriegsmüde. Man ist es leid, Steuerlast, Tod der Verwandten, Elend und Hunger für den Ehrgeiz eines einzelnen Mannes auf sich zu nehmen. Selbst seine engsten Mitarbeiter halten ihn (natürlich nur hinter vorgehaltener Hand) für verrückt und größenwahnsinnig.
Dabei steht Napoleons Karriere gleich mehrmals auf Messers Schneide. Sei es, dass er zu lange (unerlaubt) seiner Truppe ferngeblieben ist (1793) oder sich wiederholt dem Direktorium widersetzt hat. Das wäre doch eine spannende Geschichte für Freunde der „alternative Geschichtsschreibung“, so ein kleines „was-wäre-wenn“-Spielchen.

Napoleon ist in seinem schrankenlosen Streben nach Macht und Anerke einem Trugbild aufgesessen, nämlich dem der „Vereinigten Staaten von Europa“ unter seiner Führung, das schlussendlich sich ins Gegenteil verkehrt. Er wird am 18. Juni 1815 in der Schlacht von Belle-Alliance (besser bekannt als Waterloo) einem Heer der vereinigten eropäischen Monarchien gegenüberstehen und verlieren.

Was bleibt von Napoleon? Der Versuch ein einheitliches System von Maßeinheiten einzuführen (wird erst 1875 mit der Meterkonvention realisiert)? Eine moderne Rechtssprechung (Sein „Code Civile“ von 1804 ist Grundlage für einige Staaten)? Die geraubten Kunstschätze im Louvre (der Großteil wurde nach Napoleons Sturz wieder ihren rechtmäßigen Eigentümerns zurükgegeben)? Die Entschlüsselung der Hieroglyphen? Ohne Feldzug nach Ägypten wäre das Rätsel wohl erst viel später gelöst worden? Eine Reihe von Königreichen von seiner Gnade? Das Kaisertum Österreich 1804-1918? Die Einführung von Propaganda und Selbstinszenierung als Mittel zur Macht?

Jetzt, nach der Lektüre dieser 100 Seiten kann ich mit Fug und Recht behaupten: „Ja, es geht! Es ist möglich!“

Alexandra Bleyer hat das schier Unmögliche geschafft: Nämlich das schillernde Leben des Napoleon Bonaparte auf 100 Seiten durchaus humorvoll darzustellen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesen 100 Seiten eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 24.02.2019

EInmal Himmel und Hölle und zurück - Bagdad

Mörderische Freiheit
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ie deutsche Journalisten Birgit Svensson lebt seit 2003 im Irak. In diesem Buch sind ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Reportagen zusammengefasst.
In zehn Kapiteln versucht sie Ursache und (Aus)Wirkung ...

ie deutsche Journalisten Birgit Svensson lebt seit 2003 im Irak. In diesem Buch sind ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Reportagen zusammengefasst.
In zehn Kapiteln versucht sie Ursache und (Aus)Wirkung der Politik in dieser Region darzustellen. Für den interessierten Leser eröffnen sich neue Sichtweisen.

Das Unverständnis der USA für diese Region, die seit Jahrzehnten durch Diktatoren und Stammesfehden beherrscht wurde, und das Aufzwingen einer Demokratie nach westlichem, amerikanischen Vorbild, (wobei das auch ein Widerspruch in sich ist), hat erst die religiösen Fanatiker erstarken lassen. Das Grundübel ist allerdings im 19. Jahrhundert zu suchen, als vor allem die Briten willkürlich Länder und Grenzen schufen, ohne Rücksicht auf Religionen, Ethnien oder Traditionen zu nehmen.

Denn mit dem Sturz von Saddam Hussein 2003 bricht nicht der Weltfrieden aus, sondern im Gegenteil, die seinerzeit mit eiserner Klammer zusammengehaltenen unterschiedlichsten Interessen implodieren in ein nicht beherrschbares Chaos.

Seit dem Bürgerkrieg in Syrien sind die Konflikte im Irak ein wenig aus dem Fokus der Öffentlichkeit entschwunden. Daher sind Bücher, wie das vorliegende, notwendig. Der Irak ist nicht ausschließlich ein Tummelplatz des IS und anderer militanter Gruppierungen.

Die Herausforderungen, denen sich das Land und seine Bevölkerung stellen müssen, reichen weiter: Da ist zum Beispiel der Ölreichtum, der Fluch und Segen zugleich ist. Oder die Lage der Frauen und/oder Jugend dort – brachliegendes Potenzial, versäumte Gelegenheiten.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich fasziniert. Es ist eine Reportage aus dem Inneren eines Landes, das nach dem Wegfall der eisernen Klammer und dem Terror des IS, sich neu erfinden muss, sich seines brachliegenden Potenzials bewusst werden muss. Wahrscheinlich wird es eine Herkulesaufgabe sein, ein funktionierendes Justizwesen zu errichten. Derzeit scheint ein Rückschritt eingetreten zu sein, dass die Rechtsprechung wieder an die jeweiligen Stammesfürsten „delegiert“ werden, die dann den status quo zementieren.

Nebenbei und unterschwellig lernen wir hier das Denken, die Wahrnehmung, die Hoffnungen und Ängste der irakischen Menschen kennen. Nur die ältesten können sich an eine Zeit ohne Krieg, Bürgerkrieg, Verbrechen, Unruhen, Diktatur und Exil erinnern. Eine ganze Generation ist von Gewalt und Terror geprägt. Es ist an der jungen Generation, die seit einigen Monaten darangeht, konfessionelle Gegensätze zu überwinden und die Geschicke ihres Landes in eigene Hände zu nehmen. Hier kommt vor allem den Frauen große Bedeutung zu, die ihre traditionelle Rolle in islamischen Gesellschaften zunehmend in Frage stellen. Immerhin wird Bagdad als erste arabische Großstadt überhaupt, von einer Oberbürgermeisterin regiert.

Der Schreibstil ist eingängig und das Buch lässt sich gut lesen.
Für die Autorin besteht die Region und besonders Bagdad nicht ausschließlich aus der Hölle, sondern bedeutet auch Himmel, selbst wenn der noch Verbesserungsmöglichkeiten bietet.

Der Titel passt perfekt, denn die Menschen sind nach dem Sturz von Saddam Hussein in eine mörderische Freiheit hineingestoßen worden, die sie sich (die Freiheit nämlich) wohl so nicht vorgestellt haben.

Fazit:

Wer sich also für diese Region und ihre Konflikte interessiert, kommt an diesem außergewöhnlich sachlichen und beeindruckenden Buch nicht vorbei. Gerne gebe ich für dieses Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 24.02.2019

Google & Co eine Art Ersatzreligion?

Google Unser
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Schon der Titel lässt ahnen, dass hier Anleihen in der Bibel bzw. Religion genommen werden. Gleich zu Beginn steht ein Richtung Google adaptiertes Vater Unser.

In 5 Hauptkapiteln, die noch weiter unterteilt ...

Schon der Titel lässt ahnen, dass hier Anleihen in der Bibel bzw. Religion genommen werden. Gleich zu Beginn steht ein Richtung Google adaptiertes Vater Unser.

In 5 Hauptkapiteln, die noch weiter unterteilt sind, versucht der Autor die Ähnlichkeiten dieses Konzerns mit Religion aufzuzeigen.

Glaube, Geld & Google
Die Kirche der digitalen Neuzeit
Die neuen digitalen Believers
Diagnose der digitalen Moderne
Digitale Aufklärung

Hoffmeister deutet an, dass die aktuelle säkulare Welt nach einer Art Ersatz-Religion sucht. Alle möglichen Ansichten werden zu einer „Pseudoreligion“ erhoben. So gibt es eingefleischte Fans des Wiener Fußballklubs „Rapid“, die bei der Frage nach dem religiösen Bekenntnis „Rapid“ angeben. (Das steht nicht im Buch.)

Wenn Karl Marx, die Religion als „Opium für das Volk“ bezeichnet, so gilt das in viel stärkerem Maße für Google & Co. Ob der chronische Google-Abusus gesünder als Opium ist, mag dahingestellt bleiben. Dazu gibt es noch zu wenige Langzeitstudien.

„Digitale Aufklärung beginnt mit Ideen, Konzepten und Erkenntnissen der Quantenphysik.“ (S.192) Wirklich? Die Menschheit hat seit je gemessen und gewogen.

Wenn, wie Hoffmeister ausführt, Elon Musk glaubt, die Menschheit befindet sich in einer Art Computerspiel, warum jagt Musk dann höchst irdischem Geld und Erfolg nach?

Hoffmeister versucht, mit diesem Buch zu provozieren. Manchmal verliert er sich, dort wo kurze prägnante Aussagen nötig und passend wären, in allzu vielen Details.
Nicht der schöpferische Geist wird zum Göttlichen erhoben, sondern die Möglichkeit der weltumspannenden Verbreitung durch das Internet entpuppt sich als Dienst am Götzen.

Kaum jemand entkommt der allumfassenden Präsenz des www und seiner Inhalte. Die Menscheit wird beeinflusst, manipuliert und in eine bestimmte Richtung gedrängt.

Der Autor gibt einige Denkanstöße und jeder Leser kann sich seine eigene Meinung bilden.

Fazit:

Ein interessantes Buch, das sich zu lesen lohnt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.02.2019

Ein bissige kritischer Blick auf Österreichs POlitik

Biedermeiern
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Unter Biedermeier versteht man die Politikverdrossenheit, das Abwenden von der gefährlichen Politik, die Resignation, den Rückzug ins Privatleben und die Fokussierung auf sein eigenes kleines Glück. Kommt ...

Unter Biedermeier versteht man die Politikverdrossenheit, das Abwenden von der gefährlichen Politik, die Resignation, den Rückzug ins Privatleben und die Fokussierung auf sein eigenes kleines Glück. Kommt uns das bekannt vor? Diese Epoche (1815-1848) ist die Antwort auf das Ende der Napoleonischen Kriege, auf die „feste“ Hand der Reaktion, der Zensur und die Resignation der Bürger, die sich mehr Gedankenfreiheit erhofft hatten. Und jetzt, mehr als 200 Jahre später, scheint sich die Bevölkerung auf ähnliches zu besinnen?

Dieses Buch ist die Zusammenfassung ihrer Kommentare, die sie seit der Nationalratswahl 2017 bis November 2018 geschrieben hat. („An diesem wahlergebnis sind die Inländer schuld.“ Biedermeiern Tag 1).
Das Buch ist als Blog gestaltet und durchgängig in Kleinbuchstaben gehalten, was für mich persönlich anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig war. Nicht gewöhnungsbedürftig ist der pointierte, bissige und kritische Schreibstil. Mit vielen ihrer politisch unkorrekten Kommentare spricht sie auch mir aus der Seele.

Herrlich sind die Verballhornungen wie fezbuch, witzekanzler und bubenkanzler. Die Karikaturen sind ebenso treffend wie der Blick auf die unglücklich agierende Opposition. Dazu siehe Tag 277:
„Besonders unerträglich macht diese schlechte regierung erst diese schlechte opposition.“ Dem ist leider wenig hinzuzufügen.

Mir gefällt „Biedermeiern Tag 24“ ausnehmend gut:

„Früher hatte ich keinen respekt vor politikern, weil ich jung und ahnungslos war.
Heute habe ich keinen respekt vor Politikern, weil die jung und ahnungslos sind.“

Der Schlusssatz der Betrachtung von Tag 374, „hauptsach’ die sozen san weg“ scheint überhaupt das Credo der aktuellen Bundesregierung zu sein., egal wie sinnvoll ein Vorschlag, eine Aktion der Sozialdemokraten war oder ist, alles was eine „soz’n“ Handschrift trägt, muss weg. Auch das hatten wir schon einmal ...
Bin schon gespannt, wann die ersten, die diese Regierung gewählt haben, entdecken, dass viele Änderungen, z.B. im Sozialbereich, nicht "für den kleinen Mann" sondern gerade zu gegen dieses Klientel gerichtet ist.
Da muss ich doch glatt noch ein Zitat von François de Neufchâteau (1750-1828) anbringen: "Das Volk wird der Regierung nur dann vertrauen, wenn es ihm gut geht."

Livia Klingl ist Journalistin und hat bereits mehrere Sachbücher herausgebracht. Als Auslandskorrespondentin sieht sie die österreichische Politik mit einem kritischen Auge.

Dem Verlag Kremayr & Scheriau ist hier ein tolles Buch gelungen. Schon das Cover, das als Biedermeier-Tapete gestaltet ist, und ein Guckloch gleich einem Schlüsselloch aufweist, weckt Interesse und macht neugierig auf den Inhalt.

Gerne gebe ich 5 Sterne.