Eine gelungene Fortsetzung
Die Richterin und der TodesboteIn ihrem 7. Fall bekommen es Madame le Juge, Mathilde de Boncourt, und ihr Team, darunter ihr Lebensgefährte Rachid Bouraada, zunächst mit einem nächtlichen Einbruch in das neu gestaltete Musée de la Romanité ...
In ihrem 7. Fall bekommen es Madame le Juge, Mathilde de Boncourt, und ihr Team, darunter ihr Lebensgefährte Rachid Bouraada, zunächst mit einem nächtlichen Einbruch in das neu gestaltete Musée de la Romanité zu tun, bei dem der Wachmann zu Tode kommt, als er den Einbrecher verfolgt. Wenig später finden Kinder bei einem Schulausflug eine kopflose Leiche und sie wird nicht die einzige bleiben. Auffällig ist, dass die Toten nach einem, an die Kelten erinnernden Ritus, abgelegt werden und Schmuckstücke bei sich haben, die aus verschiedenen Museen gestohlen worden sind.
Gleichzeitig macht sich in Mathildes Familie die Faszination der Archäologie breit. Ihre Neffen sind mit einem Metalldetektor im Weinberg des Großvaters unterwegs und hoffen auf einen keltischen Goldhort.
Als sich dann herausstellt, dass die Opfer selbst straffällig waren und von Mathilde de Boncourt teilweise höchstpersönlich ihrer Taten überführt worden sind, ist Eile geboten. Denn es gibt noch mehr Beteiligte an dem damaligen Verbrechen, die ebenfalls in Gefahr sein könnten. Mathilde ist emotional betroffen, denn von Selbstjustiz hält sie nichts.
Meine Meinung:
Auch dieser Fall ist wieder spannungsreich, denn er beginnt mit einer Szene, in der eine Frau in einem Keller gefangen gehalten wird. Ihre Identität wird erst zum Ende des Krimis enthüllt.
Ich mag Madame le Juge, Mathilde de Boncourt. Sie ist eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, die ihre Familie und Freunde sowie das savoir vivre liebt. Dass sie mit dem Laster des Rauchens kämpft, macht sie liebenswert und authentisch. Niemand ist fehlerlos. Sie kann kaum ohne ihre „Gauloise Blonde“ auskommen. In vielen Büchern wird vor allem das Rauchen konsequent verdammt. Dass es hier quasi erlaubt ist, macht den Krimi authentisch.
Der Krimi besticht nicht nur durch das Lokalkolorit, sondern durch gute Zusammenarbeit der Ermittler. Ich hatte recht bald eine Idee, wer der Täter sein könnte, was aber die Spannung nicht geschmälert hat. Diesmal kommt das Familienleben derer von Boncourt ein wenig zu kurz, doch das erst kürzlich geweckte Interesse der jungen Neffen an archäologischen Funden und der dringende Wunsch einen Goldschatz zu finden, bieten eine Idee für einen weiteren Fall.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem 7. Fall für Madame le Juge, Mathilde de Boncourt, und ihrem Team, 5 Sterne.