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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2021

tödliches Erbe

Der Nachlass
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Hedda Laurent liegt im Sterben. Alle Kinder versammeln sich auf Sandwerder, einer Insel mitten in Berlin. Es ist ein großes Erbe auf das alle 10 Erwachsenen hoffen. Die Überraschung folgt bei der Testamentseröffnung. ...

Hedda Laurent liegt im Sterben. Alle Kinder versammeln sich auf Sandwerder, einer Insel mitten in Berlin. Es ist ein großes Erbe auf das alle 10 Erwachsenen hoffen. Die Überraschung folgt bei der Testamentseröffnung. Es gilt 27 Aufgaben zu erledigen für die es Punkte gibt. Wer die meisten Punkte hat erbt. Die ersten Aufgaben sind harmlos, ein Wissensquiz, ein Wettlauf, Singen. Doch je mehr bewältigt sind, desto abstruser werden die Aufgaben. Jetzt wird es grausam und das ganze zum tödlichen Spiel. Und Tote gibt es inzwischen auch eine ganze Menge. Darunter der Notar und Testamentsvollstrecker der in einer Kühltruhe aufgefunden wird. Wie soll der Erbe jetzt ermittelt werden?

In weiteren Abschnitten erhält man Einblicke in das Leben der 4 Kinder ihrer gemeinsamen Kindheit und einem großen Familiengeheimnis. Die Grundidee und die ersten Teile haben mir durchaus gefallen, eine gewisse Grundspannung war da, teilweise mit etwas Witz. Zum Ende hin war mir das ganze zu blutrünstig und abartig. Das war mir etwas zu viel des guten.

Der Schreibstil ist lebendig, die Personen gut geschildert. Die Spannung durchweg vorhanden. Leider fand ich das Ende doch sehr übertrieben.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

kein Ausweg

Ausweglos
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Noah holt spätabends die Wäsche vom Dachboden und hat plötzlich ein Messer am Hals. Der Angreifer zwingt Noah in die Wohnung zu seiner Frau. Da Noah den Zweitschlüssel zu der Nachbarwohnung hat die verreist ...

Noah holt spätabends die Wäsche vom Dachboden und hat plötzlich ein Messer am Hals. Der Angreifer zwingt Noah in die Wohnung zu seiner Frau. Da Noah den Zweitschlüssel zu der Nachbarwohnung hat die verreist sind, öffnet er dort die Tür. Später erwacht er in der fremden Wohnung und findet die Nachbarin tot auf dem Bett ohne Ringfinger.

Die herbeigerufene Polizei erkennt die Handschrift des als Ringfinger Mörders durch die Presse gegangenen Serienmörders. Das damals gefeierte Ermittlerduo ist durch den Presseartikel in Verruf geraten. Elias strafversetzt, Matts entlassen. Trotzdem wird Elias angerufen und erkennt in dem Szenario ebenfalls den noch nicht gefassten Serientäter.

Noah, als bislang einzig Überlebender des Mörders dient als wichtiger Zeuge. Elias ermittelt auf eigene Faust und versucht schneller zu sein als seine Kollegen von der Mordkommission. Eine gnadenlos, ausweglose Jagd beginnt bis zum überraschenden Finale.

Die Geschichte wird aus Sicht von Noah, seiner überlebenden Frau Linda und Elias erzählt und enthält so immer wechselnde Sichtweisen. Der Schreibstil ist prägnant, einfach und sehr lebendig. Durch die vielen Wendungen im Lauf der Ereignisse wird es zu keiner Zeit langweilig weil man immer wissen möchte wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

ein bunter Regenbogen

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen
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Schon das Cover ist außergewöhnlich und erinnert an ein Gemälde von Joan Miro. Es fällt auf jeden Fall sofort auf.

Rafik Schami erzählt in diesem Buch Kurzgeschichten in seiner unnachahmlichen Erzählart ...

Schon das Cover ist außergewöhnlich und erinnert an ein Gemälde von Joan Miro. Es fällt auf jeden Fall sofort auf.

Rafik Schami erzählt in diesem Buch Kurzgeschichten in seiner unnachahmlichen Erzählart die ebenso bunt wie ein Regenbogen sind. Da geht es viel um Geburtstage, Reisen und andere Erlebnisse. Alle unterschiedlich teilweise lustig, manche fast traurig. Man erfährt noch einiges aus dem Leben in Syrien, über Sitten und Gebräuche. Zum Beispiel das er seinen eigenen Geburtstag nicht genau kennt und die Eltern sich uneins sind wann genau er geboren wurde.

Der Schreibstil ist typisch Rafik Schami sehr dicht und lebendig. Manche Geschichten haben trotz ihrer Länge von nur knapp 20 Seiten Längen, da kommt er vom hundertsten ins tausende und der Sinn erschließt sich einem nicht gleich.

Auf alle Fälle ein Buch das man immer wieder gerne in die Hand nimmt.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Melancholisch

Raumfahrer
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Jan arbeitet im Krankenhaus einer sächsischen Stadt das jedoch bald geschlossen werden soll. Er kümmert sich um alles mögliche und fährt Patienten zu ihren Behandlungen. Darunter ist Herr Kern, von allen ...

Jan arbeitet im Krankenhaus einer sächsischen Stadt das jedoch bald geschlossen werden soll. Er kümmert sich um alles mögliche und fährt Patienten zu ihren Behandlungen. Darunter ist Herr Kern, von allen nur der Alte genannt. Er scheint einiges über Jans Vergangenheit zu wissen und lädt ihn zu sich ein. Dort gibt er ihm eine Kiste mit Briefen und Fotos mit denen Jan so gar nichts anzufangen weiß. Dafür interessiert sich sein Vater für den Inhalt.

Was hat es damit auf sich und mit einem Bild von Georg Baselitz? Dieser Frage geht dieses Buch nach. Der Schreibstil ist sehr melancholisch, die tristen Plattenbauten der ehemaligen DDR mit zunehmendem Verfall werden sehr realistisch beschrieben. Leider habe ich den Roten Faden in dem Buch bis zum Ende nicht gefunden. Passagen aus Jans Suche nach der Geschichte wechseln mit Briefen und Erzählungen der Brüder Baselitz.

Das Cover, die Silhouette einer Stadt im Abendrot vermittelt eine Trostlosigkeit wie sie das ganze Buch über bleibt. Da ich über das Leben in der damaligen DDR nichts weiß, hatte ich mir hier ein wenig Hintergrund über die Lebensgewohnheiten vorgestellt. Leider hat mich das Buch ziemlich verwirrt und melancholisch zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 10.07.2021

blutige Kunst

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Tom Bachmann kommt als bekannter Profiler aus den USA zurück nach Deutschland. Gerade zur rechten Zeit denn es wird eine grausam inszenierte Leiche gefunden und das BKA bietet ihm gleich die Stelle des ...

Tom Bachmann kommt als bekannter Profiler aus den USA zurück nach Deutschland. Gerade zur rechten Zeit denn es wird eine grausam inszenierte Leiche gefunden und das BKA bietet ihm gleich die Stelle des Leitenden Ermittlers an. Als später weitere als Kunstwerk inszenierte Leichen gefunden werden, ist klar, ein Serienmörder ist unterwegs.

Erfahrung mit Mördern hat Tom genug, im Prolog und kurzen Sequenzen wird seine eigene traurige Vergangenheit beleuchtet. Die Ermittlungen kommen schwer in Gang, denn es steht fest, die Öffentlichkeit soll von den Tatorten nichts erfahren.

Dieser Auftakt ist sehr blutrünstig und mit Sicherheit nichts für schwache Nerven. Mit einigen psychologischen Abschnitten kam für mich irgendwie keine richtige Spannung auf wo ich unbedingt erfahren wollte wer der Täter ist dazu waren einige Schilderungen wahrlich ekelig. Der Showdown war für mich auch etwas zu übertrieben.

Der Schreibstil sehr detailliert und blutig lässt sich aber gut und schnell lesen. Ob ich weitere Teile lesen möchte weiß ich aber noch nicht.
Das Cover ist sehr schön gestaltet, trifft das Thema des Buches und wirkt nicht zu grausam.

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