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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2018

gute Reise

Woman in Cabin 10
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Endlich sollte für die Reisejournalistin Laura Blacklock, genannt Lo, ein Traum wahr werden. Anstelle ihrer schwangeren Chefin sollte sie an einer Kreuzfahrt an Bord eines Luxus Schiffes entlang der norwegischen ...

Endlich sollte für die Reisejournalistin Laura Blacklock, genannt Lo, ein Traum wahr werden. Anstelle ihrer schwangeren Chefin sollte sie an einer Kreuzfahrt an Bord eines Luxus Schiffes entlang der norwegischen Küste teilnehmen. Die Jungfernfahrt der 'Aurora Borealis' für geladene Presseleute.

Auf dem kleinen Schiff mit gerade einmal 10 Kabinen treffen die auserwählten Presseleute und Investoren beim ersten Dinner aufeinander. Laura, die sich bereits in ihrer Kabine Mut angetrunken hat, trifft auf ihren Ex-Freund. In der Nacht erwacht sie von einem Geräusch als wäre ein schwerer Körper ins Wasser gefallen. Erschrocken geht sie auf den Balkon und meint in der Ferne eine Hand im Wasser zu sehen. Auf der Balkonbrüstung der Nachbarkabine sieht sie Blut. Der sofort verständigte Sicherheitschef glaubt ihr nicht. Schließlich hat sie sehr viel getrunken und nimmt seit Jahren Antidepressiva. Noch dazu ist die Nachbarkabine, Nr. 10 leer obwohl sie sich am Abend vorher dort von einer jungen Frau Schminke geliehene hat.

Das Schiff ist auf dem Weg von Hull nach Trondheim, eine lange Fahrt ohne Kontakt zur Küste. Die klassischen Zutaten für einen Who-donn'it sind somit komplett. Lo ist verunsichert. Sie ist sich sicher was sie gehört hat doch keiner glaubt ihr. Ist sie selbst noch sicher auf dem Schiff ?

Der Spannungsbogen ist sehr hoch in diesem Buch. Der Schreibstil in Ich-Form aus Sicht von Lo ist lebendig und verzweifelt. Unterbrochen werden die Kapitel mit Ausschnitten aus Zeitungen und sozialen Netzwerken um eine verschwundene Passagierin auf einem Kreuzfahrtschiff.
Die anderen Passagiere werde nur kurz beschrieben und bleiben farblos. Das Ende war für mich eine Überraschung. Doch leider ist die Spannung an ihrem Höhepunkt abgebrochen und das Ende wirkte sehr konstruiert und unglaubwürdig.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Herr von Ribbeck im Havelland

Dunkel Land
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Verena Hofer, die sich um ihre verwaiste 5 jährige Nichte kümmert, nimmt eine Auszeit von ihrem Beruf als Literaturdozentin und soll sich 3 Monate auf einem Gutshof im Havelland um jemanden kümmern.

Angekommen ...

Verena Hofer, die sich um ihre verwaiste 5 jährige Nichte kümmert, nimmt eine Auszeit von ihrem Beruf als Literaturdozentin und soll sich 3 Monate auf einem Gutshof im Havelland um jemanden kümmern.

Angekommen in dem abgelegenen Gutshof stellt sie fest, das ihr Patient ein erwachsener Mann ist der sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Was das heißt stellt sie bald selbst fest. Wenn Carl von Wuthenow sich nicht abends alles aufschreibt, ist jeder neue Tag Neuland für ihn.

Da sie ihre Nichte in einem Kindergarten in guten Händen weiß, willigt sie ein den Profiler Carl zu seinen Terminen bei der Berliner Polizei zu begleiten. Dort wird sie das erste Mal mit dem Übel in der Welt konfrontiert. Durch ihre Unerfahrenheit und Carls trocknen Sachverstand gelingt es den beiden aber wirklich den Tod eines jungen Strichers am Ende zu lösen.

Es ist ein interessantes Ermittlerduos das sich in diesem Roman auf Spurensuche begibt. Die beiden sind grundverschieden doch es knistert gewaltig zwischen den beiden. Ich bin gespannt ob man noch mehr von den beiden lesen wird.

Der Schreibstil ist leicht und locker trotz des ernsten Themas der Morde im Stricher Milieu. Die Personen werden lebendig beschrieben und das Buch hat mir gut gefallen. Richtig spannend ist es nicht, eben ein Kriminalroman der gut die Mischung aus friedvollen Landleben und gefährlichem Großstadtleben rüber bringt.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Mord in Südengland

Totengrab
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Vor 10 Jahren verschwindet Detective Sergeant Solomon ‚Sol‘ Gray’s Sohn spurlos auf einer Kirmes in der Geisterbahn. Inzwischen geschieden sucht er immer noch nach seinem Sohn, besonders wenn er zu einem ...

Vor 10 Jahren verschwindet Detective Sergeant Solomon ‚Sol‘ Gray’s Sohn spurlos auf einer Kirmes in der Geisterbahn. Inzwischen geschieden sucht er immer noch nach seinem Sohn, besonders wenn er zu einem Fall mit einem toten Kind gerufen wird.

Ein solcher Fall erwartet ihn jetzt als ein toter Jugendlicher vor einem Wohnhaus in Margate gefunden wird. Eigentlich ein Selbstmord. Nur warum wurde Gray’s Telefonnummer in seinem Handy gefunden?

Belastet durch die eigenen privaten Probleme kommt Gray als Ermittler nicht so gut rüber. Dazu kommt noch das er eigentlich mit allen Kollegen Schwierigkeiten hat und diese mit ihm. Am liebsten würde er alles im Alleingang lösen.

Der Schreibstil ist gut, das Ende überraschend und spannend. Die Personen sind mir persönlich allerdings allesamt etwas unsympatisch beschrieben. Einem weiteren Teil würde ich trotzdem noch eine Chance geben.

Veröffentlicht am 23.12.2017

wer kann schon für immer lügen

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic, inzwischen mit einem Anwalt in Philadelphia verlobt, kehrt nach 10 Jahren zurück in ihr Elternhaus. Der Vater ist dement und die Pflege verschlingt viel Geld, jetzt soll das Haus verkauft werden. ...

Nic, inzwischen mit einem Anwalt in Philadelphia verlobt, kehrt nach 10 Jahren zurück in ihr Elternhaus. Der Vater ist dement und die Pflege verschlingt viel Geld, jetzt soll das Haus verkauft werden. Die Begrüßung mit ihrem Bruder der nie aus dem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt, wegging ist fast feindselig.

Sofort kehren ihre Erinnerungen zurück an den Tag vor 10 Jahren wo ihre damals beste Freundin Corinne spurlos verschwand. Sie trifft ihren alten Jugendfreund Tylor wieder und kurz darauf verschwindet wieder ein Mädchen, ausgerechnet die, die damals Nic und den anderen ein Alibi gegeben hat.

Die Polizei ermittelt wieder in alle Richtungen und auch der demente Vater der inzwischen in einer Pflegeeinrichtung lebt, wird nicht verschont. Hängt das Verschwinden von Annaleise jetzt mit dem Verschwinden von Corinne vor 10 Jahren zusammen?

Die Auflösung war eine Überraschung, gekonnt wurde man immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut dargestellt obwohl ich manche Handlungen von Nic nicht nachvollziehen konnte.

Merkwürdig bis zum Schluß fand ich die Tatsache das die Geschichte von hinten erzählt wird. Man startet mit dem 15 Tag und endet mit dem 1 Tag. Das würde für mich heißen, dass Nic gleich nach ihrer Ankunft mit den Geschehnisse von damals konfrontiert wird? Teilweise fehlt mir auch die Verbindung der einzelnen Kapitel was den Spannungsfluss unterbricht. Am Ende, bzw. an Tag 1 wird es dann nochmals richtig spannend und das Ende wird durch eine Zeit weit nach den Vorfällen gut abgerundet.

Mit dem Titel Tick Tack habe ich leider so gar nichts anfangen können. Das Cover in Schwarz mit Schrift in Pink ist auffallend, sagt aber auch so gar nichts über den Inhalt aus.

Veröffentlicht am 23.12.2017

etwas verwirrend

Dominotod (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 2)
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Die Psychiaterin Nathalie Svensson arbeitet bei der OFA, operative Fallanalyse, einer Spezialeinheit der schwedischen Polizei. Kurz nach dem tragischen Tod ihres Vaters und beladen mit privaten Problemen, ...

Die Psychiaterin Nathalie Svensson arbeitet bei der OFA, operative Fallanalyse, einer Spezialeinheit der schwedischen Polizei. Kurz nach dem tragischen Tod ihres Vaters und beladen mit privaten Problemen, wird sie mit ihren Kollegen zusammen nach Uppsala gerufen.

In dem dortigen Krankenhaus verschwanden 2 Ärzte spurlos. Einer wurde kurz darauf tot mit einem Dominostein im Rachen aufgefunden, von dem anderen fehlt jede Spur allerdings wurde in einem Flur im Krankenhaus ebenfalls ein Dominostein gefunden.

In dem gleichen Krankenhaus arbeitet auch Nathalies Schwester die sich vor Jahren von der Familie losgesagt hat. Hat sie etwas damit zu tun ? Jedenfalls sagt sie bei den Vernehmungen nicht ganz die Wahrheit.
In dem Buch werden jede Menge Personen eingeführt. Ebenso wie die tragische Geschichte aus der Vergangenheit wo ein tollpatschiger Mann sich in eine Nachbarin verliebt.

Wie das alles zusammenhängt wird auf gut 350 Seiten aufgelöst. Der Schreibstil ist durchaus spannend jedoch fühlte ich mich durch die vielen Personen doch etwas verwirrt. Die Auflösung ist gut gelöst und bringt einem zum Nachdenken über die Zustände in Krankenhäusern.

Leider bleiben mir die Personen, allen voran Nathalie Svensson, etwas blass beschrieben und wirkten nicht wirklich lebendig. Den ersten Teil kenne ich nicht und es wird viel Bezug auf diesen Teil genommen, ich glaube jedoch nicht das ich ihn noch lesen werde.