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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

ungewöhnliches Leseerlebnis

Cooper
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Eine junge Familie hat in einiger Entfernung ein Wochenendhaus gekauft und freut sich darauf ihren beiden Töchtern das Haus an einem Wochenende zu zeigen. Unterwegs müssen sie an einer einsam gelegenen ...

Eine junge Familie hat in einiger Entfernung ein Wochenendhaus gekauft und freut sich darauf ihren beiden Töchtern das Haus an einem Wochenende zu zeigen. Unterwegs müssen sie an einer einsam gelegenen Tankstelle tanken. Die Mädchen treffen dort auf eine schwarze Katze während der Vater einen merkwürdigen Jugendlichen trifft. Am Haus angekommen sehen die Mädchen dort wieder die schwarze Katze. Am nächsten Morgen geht der Vater mit den Kindern zu einem nahegelegenen See während die Frau im Haus saubermacht. Dabei hat sie ein so schreckliches Erlebnis das dazu führt das sie einige Zeit in einer Klinik verbringt.
Monate später fährt die Familie wieder in das Haus. Während die Frau noch schläft, fährt der Vater mit den Kindern Brötchen holen und kommt nicht mehr zurück. Jetzt ist die Frau alleine und lebt in einem kleinen Dorf wo sie sich mit Cooper, einem Nachbarn anfreundet.

All diese Ereignisse werden in fast philosophischen Schreibstil beschrieben. Was genau passiert erfährt der Leser nicht. Das bleibt alles ebenso im Nebel wie das Coverbild zeigt. Ein ungewöhnliches Leseerlebnis das ohne wörtliche Rede zu benutzen eher einer Erzählung gleicht als
einem Roman. Das war mein erstes Buch von Eberhard Rathgeb und ich bin mir nicht sicher ob ich ein weiteres lesen möchte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

ungleiche Schwestern

Schwestern bleiben wir immer
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In Alexas Leben herrscht gerade Chaos, die schwerstbehinderte Tochter mit 8 Jahren verstorben, die älteren Kinder in der Pubertät, der Mann bucht einfach einen Cluburlaub ohne mit ihr zu sprechen. Es kommt ...

In Alexas Leben herrscht gerade Chaos, die schwerstbehinderte Tochter mit 8 Jahren verstorben, die älteren Kinder in der Pubertät, der Mann bucht einfach einen Cluburlaub ohne mit ihr zu sprechen. Es kommt zu einem Streit.
So kümmert sich Alexa um den wenigen Nachlass ihrer verstorbenen Mutter und findet in einer Kiste einen angefangenen Brief der auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis hindeutet. Sie beschließt mit ihrer Schwester Katja das Dorf aufzusuchen in dem sie aufgewachsen sind.

Dort treffen sie auf eine Freundin ihrer Mutter die den beiden erzählt wie es dazu kam, das ihre Mutter die beiden ziemlich vernachlässigt hat und was damals passiert ist. Sie finden auch den Vater der die Familie schon vor fast 40 Jahren verlassen hat. Die aufgedeckte Geschichte bringt alles im Leben der Schwestern durcheinander.

Alexa trennt sich von ihrem Mann und freundet sich mit dem Nachbarn an, Katja, alleinerziehend mit wechselnden Partnern, möchte nach Irland auswandern.

Das Buch ist wechselnd aus Sicht von Alexa in Ich-Form und Katja in Erzählform geschrieben. In den Kursiv gedruckten Absätzen wird an die Geschichte ihrer Mutter Ines erinnert. Durch den wechselnden Schreibstil gerät der Lesefluss etwas ins stocken und es dauert bis man wieder hineinfindet.

Teilweise wirkt das Buch etwas überfrachtet, da wurde zu viel Drama auf einmal hineingepackt. Dafür kommt es zu einem recht schnellen Happy-End.

Das Cover gefällt mir, 2 Mädchen in etwas altmodischen Kleidern die sich im Arm halten, so wie Alexa und Katja die eng miteinander verbunden sind selbst als sie das Geheimnis ihrer Herkunft lüften können

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Killer

Der Killer
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In kurzen knappen Sätzen und kurzen Kapitel gelingt es David Baldacci einen rasanten spannenden Thriller zu präsentieren.
Will Robie ist Auftragskiller. Er befolgt die Aufträge ohne zu hinterfragen. Nach ...

In kurzen knappen Sätzen und kurzen Kapitel gelingt es David Baldacci einen rasanten spannenden Thriller zu präsentieren.
Will Robie ist Auftragskiller. Er befolgt die Aufträge ohne zu hinterfragen. Nach präziser Vorbereitung gelingt es ihm die Zielpersonen auszuschalten. Nur bei seinem nächsten Auftrag zeigt er menschliche Seiten, er soll eine Frau umbringen. In der Wohnung findet er die Frau schlafend neben ihrem kleinen Kind. Er bringt es nicht über sich den Abzug seiner Waffe zu drücken. Plötzlich schlägt ein Geschoss durchs Fenster und tötet die Frau und ihr Kind. Auf dem Boden liegend, entdeckt Will ein zweites Kind friedlich schlafend in einer Tragetasche. Er nimmt das Kind und flieht aus der Wohnung. Die Tasche mit dem Kind stellt er noch fürsorglich bei einer Nachbarin vor die Tür.

Auf der Flucht steigt er in einen Fernbus und trifft dort auf Julie. Kurz nach der Abfahrt explodiert der Bus und nur Will und Julie gelingt es heil aus den Bus zu steigen. Nun beginnt für beide eine actionreiche Flucht und nebenbei erfährt man die Geschichte von Julie die miterleben musste wie ihre Eltern umgebracht wurden.

Nach actionreichen Szenen und Abschweifungen kommt Baldacci wieder auf das Ziel zu, der amerikanische Präsident. Will gelingt es in letzter Sekunde den Täter zu entlarven.
In einem super spannenden Finale gerät Will dann selbst zum Gejagten.

Der Schreibstil ist wirklich sehr spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Zum Ende hin wird das Buch für mich dann doch zu überzogen und übertrieben. Irgendwie hatte ich den Eindruck das Baldacci der viele einzelne Fäden nebeneinander verflicht, irgendwie zu einem Ende finden musste. So fiel es mir am Ende schwer die Auflösung nachzuvollziehen. Trotzdem eine klare Leseempfehlung für alle die actionreiche Thriller mögen in dem viel Blut vergossen wird. Nichts für schwache Nerven.

  • Einzelne Kategorien
  • Spannung
  • Action
  • Charaktere
  • Tempo
  • Cover
Veröffentlicht am 15.09.2016

Oyster Festival in Whitestable

Pearl Nolan und der tote Fischer
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Die frühere Polizistin Pearl Nolan betreibt neben ihrem gut laufenden Austern Restaurant noch ein kleines Detektivbüro in der kleinen Gemeinde Whitestable in Kent. Eines Tages erhält sie Besuch von einem ...

Die frühere Polizistin Pearl Nolan betreibt neben ihrem gut laufenden Austern Restaurant noch ein kleines Detektivbüro in der kleinen Gemeinde Whitestable in Kent. Eines Tages erhält sie Besuch von einem Mann der sie bittet einen Fischer zu beschatten der ihm Geld schuldet. Da Pearl den Fischer kennt, lehnt sie den Auftrag ab. Sie macht sich auf die Suche nach dem Fischer, einem Bekannten von ihr. Schließlich findet sie ihn tot, in der Ankerschnur seines Bootes verwickelt, im Meer.
Jetzt tritt DCI McGuire auf den Plan. Er verhört Pearl nach allen Regeln der Kunst, muss sie aber am nächsten Tag wieder gehen lassen. Pearl beschließt selbst bei den Ermittlungen zu helfen und findet, beinahe zufällig, wenig später Mr. Stroud tot in einer von außen verschlossenen Hütte vor. Jetzt hat DCI McGuire es gleich mit 2 Toten in dem beschaulichen Küstenörtchen Whitestable zu tun. Obwohl beide Todesfälle auf dem ersten Blick wie Unfälle anmuten, ist Pearl nicht davon überzeugt.

Obwohl Pearl mit ihrem Restaurant und dem jährlichen Austern Festivals eigentlich genug um die Ohren hat, ermittelt sie weiter in den Todesfällen. Das Ende war für mich überraschend, wirkte allerdings etwas aufgesetzt. Ein solches Ende hätte ich mir nicht vorgestellt.

Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und mit einem Hauch britischen Humor. Es beschreibt die Midlife Krise von Pearl Nolan und von McGure. Außerdem erfährt man einiges von der Lebensgeschichte anderer Bewohner in dem Küstenstädtchen. Die Spannung die man bei einem Krimi erwarten würde, bleibt damit leider im Hintergrund. Für mich ist das Buch ein netter, schnell zu lesender Frauenroman der mit 2 Toten aufgepeppt ist, keinesfalls jedoch ein Krimi.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mauer des Schweigens

Lügenmauer. Irland-Krimi (Ein Emma-Vaughan-Krimi 1)
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Als geschiedene, alleinerziehende, protestantische Frau hat Emma Vaughan es nicht leicht bei der irischen Polizei ihren Mann zu stehen. Als in dem kleinen Örtchen Sligo an der Nordwestküste von Irland ...

Als geschiedene, alleinerziehende, protestantische Frau hat Emma Vaughan es nicht leicht bei der irischen Polizei ihren Mann zu stehen. Als in dem kleinen Örtchen Sligo an der Nordwestküste von Irland ein protestantischer Reverend getötet wird muss Emma mit ihren Kollegen ran. Schnell stellt sich zwar heraus das der alte Charles Fitzpatrick ein ziemlicher Schwerenöter war der jeder Frau hinterherschaute, aber niemand hegte einen so tiefen Groll ihn zu erdrosseln. Außerdem sind die Alibis hieb- und stichfest. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Derweil sitzt in einem Altenheim die demente Schwester von Charles und ruft nach ihrer Lieblingspflegerin, Catherine die sie immer Kaitlin ruft. Bei einem Familienbesuch stellt Catherine eine große Familienähnlichkeit fest. Sie nimmt die alten Tagebücher an sich und beschließt ihrer eigenen traurigen Vergangenheit auf die Spur zu gehen.

Der Polizeichef gerät mächtig unter Druck als es im Mordfall eines hochrangigen Mitglieds der Church of Ireland noch immer keinen Verdächtigen gibt. Emma beschließt einer wagen Spur nach Manchester nachzugehen und trifft dort nach einem kurzen gefährlichen Einsatz auf das lang gehütete Geheimnis.

Man erfährt viel über das gespaltene Irland, die IRA die immer wieder für Verdächtigungen gut ist und über die Rolle der Kirche. Auch menschlich hat Emma es nicht leicht mit ihrem halbwüchsigen Sohn zurechtzukommen, schließlich hat sie keinen Job mit festen Arbeitszeiten. Außerdem hat sie nach einem schweren Unfall starke Schmerzen die sie mit einem starken Schmerzmittel betäubt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Personen werden sehr lebendig dargestellt.

Irreführend finde ich etwas den Klappentext, auch wenn das Kloster eine traurige Rolle spielt, führt Emmas Weg keinesfalls in dieses Heim. Das Cover gefällt mir, eine typische Landschaft im grünen Irland mit einem kleinen Kirchhof.