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Veröffentlicht am 04.05.2019

Mord in Stentuna

Böse Schwestern
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Ellen Tamm ist Kriminalreporterin bei TV4. Seit einer Berichterstattung über ein kleines Mädchen leidet sie unter psychischen Problemen, musste sogar in die psychiatrische Notaufnahme. Sie ist krankgeschrieben ...

Ellen Tamm ist Kriminalreporterin bei TV4. Seit einer Berichterstattung über ein kleines Mädchen leidet sie unter psychischen Problemen, musste sogar in die psychiatrische Notaufnahme. Sie ist krankgeschrieben und fährt nach Örelo zu ihrer Mutter, um sich dort zu erholen. Unterwegs erfährt sie an einer Tankstelle in Stentuna von einem Mordfall. Eine Frau wurde tot am Straßenrand gefunden. Ellen interessiert der Mordfall gleich, sie fühlt sich sofort lebendiger. Ellen fährt zum Fundort der Leiche, befragt die Polizisten und macht Fotos. Zu Hause angekommen fühlt sie sich wieder unwohl, starb da doch als sie 8 Jahre alt war ihre Zwillingsschwester. Alles erinnert sie an früher. Der Mordfall ist für Ellen eine willkommene Ablenkung und sie fängt an zu ermitteln. .

Das Buch ist gut geschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Es war mal eine andere Herangehensweise an die Ermittlungen, nicht wie üblich mit einem Kripo Team. Es wurde lange vieles nur angedeutet, was quasi zum Rätselraten herausforderte. Ich hatte den ersten Band nicht gelesen. Vielleicht hätte ich Ellen dann besser verstanden, ich konnte mit ihr als Protagonistin nämlich leider so gar nicht warm werden. Viele ihrer Aktionen bzw. Reaktionen konnte ich nicht nachvollziehen. Es gab auch einiges Abgründiges, was bei den Ermittlungen zu Tage trat. Der Schluss war überraschend, das hat mir gut gefallen. Ich hatte anderes vermutet, wurde gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Wird es wohl noch einen weiteren Band um Ellen Tamm geben? Falls ja, würde ich den auch gern lesen.

Veröffentlicht am 04.05.2019

gut gemacht, lesenswert

The Woman in Cabin 10
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Lo Blacklock arbeitet als Reisejounalistin. Sie wird von ihrer Cheffin auf die Jungfernfahrt der Aurora Borealis geschickt, um die Reederei eventuell als Werbekunden ihrer Zeitung zu gewinnen. Lo ist ganz ...

Lo Blacklock arbeitet als Reisejounalistin. Sie wird von ihrer Cheffin auf die Jungfernfahrt der Aurora Borealis geschickt, um die Reederei eventuell als Werbekunden ihrer Zeitung zu gewinnen. Lo ist ganz froh darüber, denn vor kurzem wurde bei ihr eingebrochen, woran sie noch ganz schön zu knabbern hat. Sie hat sowieso eine Angststörung und muss Medikamente nehmen. Auch braucht sie etwas Abstand von ihrem Freund, der mit ihr zusammenziehen möchte. Lo leidet unter Schlafstörungen und wacht auf dem Schiff von einem Geräusch auf. Sie meint, aus der Nachbarkabine etwas gehört zu haben und ein schweres Platschen auf dem Wasser, als ob ein Körper ins Wasser gefallen ist. Sie bringt das Schiffspersonal dazu nachzusehen, doch die Kabine nebenan erscheint unbewohnt. Wo sind die Sachen der Frau, von der sie sich am Abend vorher noch Mascara geliehen hat? Kurz darauf ist auch die Mascara aus Los Kabine verschwunden. Auf dem Spiegel steht "halt dich raus". Aber Lo hält sich nicht raus, obwohl ihr niemand glaubt. Das bringt sie in Gefahr....

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist gut zu lesen, z.T. auch recht humorig. Der Spannungsbogen ist von Anfang an da und wird bis zum Schluß gehalten, auch angefeuert durch ein paar eingestreute Mails von Lo's Freund und ihrer Chefin, die zeitlich in der Zukunft liegen und in denen sie sich wundern, dass Lo nicht antwortet. Gut gemacht und lesenswert!

Veröffentlicht am 04.05.2019

unterhaltsamer Thriller

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Klaudia Wagner von der Kripo Lübben hat es dieses Mal zunächst mit gefährlicher Körperverletzung zu tun. Vor einer Datsche wurde ein junger Mann niedergeschlagen. Es ist Daniel, der Sohn der Metzgerin ...

Klaudia Wagner von der Kripo Lübben hat es dieses Mal zunächst mit gefährlicher Körperverletzung zu tun. Vor einer Datsche wurde ein junger Mann niedergeschlagen. Es ist Daniel, der Sohn der Metzgerin Jana, bei der Klaudia und ihr Team gerade zu einem Workshop zum Thema Wursten eingeladen sind. Als Klaudia ihn befragt, stellt sie fest, dass er wohl etwas verschweigt. Angeblich erinnert er sich nicht, was passiert ist. Kurz darauf wird ein älterer Mann, anscheinend obdachlos, erschlagen aufgefunden. Fast an der gleichen Stelle wie Daniel. Auch seine Mutter und sein Onkel scheinen etwas zu verbergen. Was hat es mit der Familienfehde zwischen den Klingebiehls, der Daniels Vater entstammt, und Janas Familie zu tun?

Ich hatte schon die Vorgängerbände aus der Spreewaldreihe gelesen, die mir gut gefallen hatten. Auch hier liest sich der Schreibstil wieder gut und ich hab das Buch an zwei Tagen ausgelesen gehabt. Ein wenig verwirrend fand ich allerdings die Familienverwicklungen. Wer gehört zu wem war mir nicht immer gleich klar. Und dass in den kurzen Kapiteln anfänglich immer von einer Frau und ihren Gedanken die Rede war ohne den Namen zu nennen hatte auch zur Verwirrung beigetragen. Den sie war nicht die, für die ich sie hielt. Aber das klärte sich nach einer Weile und auch die Puzzleteile aus dem Jahre 1993, die eingestreut wurden, konnte man irgendwann zuordnen. Zum Schluß war es sehr spannend, aber ganz zum Schluß im Epilog gab es dann noch einen kleinen Cliffhanger, der Appetit auf das nächste Buch machen soll. Nun ja, das hätte ich nicht gebraucht, ohne hätte ich das Ende besser gefunden.

Veröffentlicht am 04.05.2019

unterhaltsamer Thriller

Zu nah
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Die bekannte und renommierte Wissenschaftlerin und Dozentin Eleanor Costello wird in ihrem Schlafzimmer erhängt aufgefunden. Aber es war kein Selbstmord, wie Frankie Sheehan von der Polizei schnell feststellt. ...

Die bekannte und renommierte Wissenschaftlerin und Dozentin Eleanor Costello wird in ihrem Schlafzimmer erhängt aufgefunden. Aber es war kein Selbstmord, wie Frankie Sheehan von der Polizei schnell feststellt. Und schon bald wird eine weitere Frauenleiche gefunden, dieses Mal in einen Holzstapel, der für ein Halloween Feuer entzündet wurde. An beiden Frauen wird ein Farbpigment gfunden: Preussischblau, das der Maler Chagall gern verwendet hatte. Zudem war die zweite Tote anscheinend die Geliebte von Eleanors Ehemann. Und der wird von seiner Schwester als verschwunden gemeldet. Eleanor hatte offenbar einige Geheimnisse, soll ihren Mann auch misshandelt haben.

Frankie hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie hat noch an ihrem letzten Fall zu knabbern, bei dem sie fast umgekommen wäre. Ich fand sie authentisch dargestellt. Der Schreibstil las sich gut, ich hatte das Buch schnell durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Die Spannung war durchgehend vorhanden. Für ein Debüt ist der Thriller sehr gut gelungen, die AUtorin muss ich mir merken.

Veröffentlicht am 04.05.2019

ein Thrillerhighlight

Das Haus der Mädchen
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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Prolog startet schon gruselig. Oliver, nachts unterwegs mit seinem Corsa, sieht eine zombiähnliche Gestalt. Und kaum ist er an ihr vorbei, das nächste gruselige ...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Prolog startet schon gruselig. Oliver, nachts unterwegs mit seinem Corsa, sieht eine zombiähnliche Gestalt. Und kaum ist er an ihr vorbei, das nächste gruselige Erlebnis: Er sieht in einem Fiat mit polnischem Kennzeichen eine blutige Hand an der Heckscheibe herunterrutschen. Als er dem Wagen folgt, um den Handabdruck und das Kennzeichen zu fotografieren, baut er in seiner Nervosität einen Unfall. Das hat auch der Fahrer des Wagens mitbekommen, der wendet und Oliver in seinem Auto erschießt.

Zwei Tage später kommt Leni per Zug in Hamburg an. Sie hat ein Praktikum in einem Verlag. In ihrem Quartier, dass sie über eine Onlinevermittlung für die nächsten drei Wochen gebucht hat, lernst sie gleich ihre Nachbarin kennen, Vivien, die in Hamburg ist um Partys zu feiern.

Die junge Frau aus dem Wagen im Prolog, die ihren blutigen Handabdruck an der Scheibe hinterlassen hatte und wegen der Oliver gestorben ist ist Jana Heigl. Irgendwo wird sie nun in einem Gewölbe festgehalten. Eine nackte magere Frau kriecht plötzlich aus einem Loch. Albtraumhaft. Sie ist Nr. 6 und Jana Nr. 7. Was Nr. 6 ihr über den Herrn des Hauses erzählt, ist beunruhigend für Jana.

Der Autor schreibt flüssig und bildhaft. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, so spannend fand ich es. Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch die Spannung, die bis zum Schluss ungebrochen war. Sehr gut gemacht und sehr unterhaltsam.